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Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen

Vorlagentyp: NRGRÜNE
6 SitzungenAngenommen

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Begründung

mit Behinderungen Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt und unterstützt die Initiativen des Magistrates zur lokalen Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen.
  2. Die in diesem Rahmen zu entwickelnde Leitlinie und die auf deren Basis zu erarbeitenden Aktionspläne mit einer Prioritätenliste zu deren Umsetzung, sind in geeigneter Weise gemeinsam mit den betroffenen Menschen und deren Interessenvertretungen zu erarbeiten und der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis zu bringen.
  3. Über den Stand der Umsetzung ist periodisch zu berichten.
  4. Die Berichterstattung zu "Frankfurt auf dem Weg zu einer barrierefreien Stadt" ist in diesen Bericht zu integrieren, damit ein Gesamtüberblick über die Initiativen des Magistrats zur Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen erreicht wird. Begründung: Die Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen, die seit dem 26.03.2009 in Deutschland in Kraft ist, stellt eine Aufgabe von höchster Priorität dar. Es ist daher zu begrüßen, dass der Magistrat beabsichtigt, zeitnah die notwendigen Schritte und Maßnahmen zu deren lokaler Umsetzung einzuleiten, sodass zu erwarten ist, dass bis zu dem ersten Bericht zur Umsetzung der Konvention in der UN im Jahre 2011 positive Ergebnisse erzielt und berichtet werden können. Die UN-Konvention will die Inklusion in die Gesellschaft und die Öffnung der Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen. Inklusion ist ausgerichtet auf die Stärkung der Selbstkompetenz, der Selbstvertretung und der Autonomie, der Selbstbestimmung und der Partizipation. Eine "inklusive Gesellschaft" lässt Ausgrenzungen nicht zu, eine Teilung der Gesellschaft in Menschen mit und ohne Behinderung wird nicht akzeptiert. Deshalb sind alle Bereiche des Lebens betroffen, insbesondere die Bereiche Bildung, Gesundheit, Verkehr und Planen und Bauen, da diese die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen widerspiegeln. Bei der Neuausrichtung muss zum einen die Beteiligung der betroffenen Menschen und ihrer Interessensvertretungen wie Behindertenbeauftragte und Behindertenverbände, zum anderen aber auch die Unterrichtung der politische Gremien zeitnah erfolgen, damit diese über den Stand der Umsetzung informiert sind und durch mögliche politische Initiativen diese unterstützen und stärken können. Deshalb ist eine periodische Berichterstattung über die Umsetzung der UN-Konvention in Frankfurt am Main notwendig. Hierbei ist es sinnvoll, die Berichterstattung zur Umsetzung des Etatantrages E 228 vom 24.11.2004 "Frankfurt auf dem Weg zu einer barrierefreien Stadt" in einen Gesamtbericht zur Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen einfließen zu lassen. Die Ergebnisse bzw. Zwischenergebnisse und die strategische Weiterentwicklung der Umsetzung der UN-Konvention sind in einem adäquaten Rahmen gemeinsam mit den betroffenen Menschen und deren Interessensvertretungen und Politik zu erörtern, damit im Rahmen eines interaktiven, lebendigen Prozesses mögliche parlamentarische Initiativen an den Magistrat als ausführendem Organ erfolgen und/oder Anregungen ebenfalls zeitnah an diesen gegeben werden können.

Inhalt

Antrag vom 09.10.2009, NR 1583

Betreff: Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt und unterstützt die Initiativen des Magistrates zur lokalen Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen.
  2. Die in diesem Rahmen zu entwickelnde Leitlinie und die auf deren Basis zu erarbeitenden Aktionspläne mit einer Prioritätenliste zu deren Umsetzung, sind in geeigneter Weise gemeinsam mit den betroffenen Menschen und deren Interessenvertretungen zu erarbeiten und der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis zu bringen.
  3. Über den Stand der Umsetzung ist periodisch zu berichten.
  4. Die Berichterstattung zu "Frankfurt auf dem Weg zu einer barrierefreien Stadt" ist in diesen Bericht zu integrieren, damit ein Gesamtüberblick über die Initiativen des Magistrats zur Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen erreicht wird. Begründung: Die Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen, die seit dem 26.03.2009 in Deutschland in Kraft ist, stellt eine Aufgabe von höchster Priorität dar. Es ist daher zu begrüßen, dass der Magistrat beabsichtigt, zeitnah die notwendigen Schritte und Maßnahmen zu deren lokaler Umsetzung einzuleiten, sodass zu erwarten ist, dass bis zu dem ersten Bericht zur Umsetzung der Konvention in der UN im Jahre 2011 positive Ergebnisse erzielt und berichtet werden können. Die UN-Konvention will die Inklusion in die Gesellschaft und die Öffnung der Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen. Inklusion ist ausgerichtet auf die Stärkung der Selbstkompetenz, der Selbstvertretung und der Autonomie, der Selbstbestimmung und der Partizipation. Eine "inklusive Gesellschaft" lässt Ausgrenzungen nicht zu, eine Teilung der Gesellschaft in Menschen mit und ohne Behinderung wird nicht akzeptiert. Deshalb sind alle Bereiche des Lebens betroffen, insbesondere die Bereiche Bildung, Gesundheit, Verkehr und Planen und Bauen, da diese die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen widerspiegeln. Bei der Neuausrichtung muss zum einen die Beteiligung der betroffenen Menschen und ihrer Interessensvertretungen wie Behindertenbeauftragte und Behindertenverbände, zum anderen aber auch die Unterrichtung der politische Gremien zeitnah erfolgen, damit diese über den Stand der Umsetzung informiert sind und durch mögliche politische Initiativen diese unterstützen und stärken können. Deshalb ist eine periodische Berichterstattung über die Umsetzung der UN-Konvention in Frankfurt am Main notwendig. Hierbei ist es sinnvoll, die Berichterstattung zur Umsetzung des Etatantrages E 228 vom 24.11.2004 "Frankfurt auf dem Weg zu einer barrierefreien Stadt" in einen Gesamtbericht zur Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen einfließen zu lassen. Die Ergebnisse bzw. Zwischenergebnisse und die strategische Weiterentwicklung der Umsetzung der UN-Konvention sind in einem adäquaten Rahmen gemeinsam mit den betroffenen Menschen und deren Interessensvertretungen und Politik zu erörtern, damit im Rahmen eines interaktiven, lebendigen Prozesses mögliche parlamentarische Initiativen an den Magistrat als ausführendem Organ erfolgen und/oder Anregungen ebenfalls zeitnah an diesen gegeben werden können.Nebenvorlage: Antrag vom 08.12.2009, NR 1676

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 9. Oktober 2009 brachte GRÜNE diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 6 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 28.01.2010 im Stadtverordnetenversammlung angenommen. Der Magistrat antwortete am 23. April 2010 mit dem Bericht B 260. Zwischen Einbringung und Antwort vergingen rund 28 Wochen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf6 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 35 · 05.11.2009
TO I, TOP 9
Beraten
Die Beratung der Vorlage NR 1583 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FAG

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 38 · 12.11.2009
TO II, TOP 24
Beraten
Die Beratung der Vorlage NR 1583 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FAG

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 36 · 03.12.2009
TO I, TOP 7
Angenommen
Der Vorlage NR 1583 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie WählerREPÖkoLinX-ARL
Sonstige:
NPD (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und Freie Wähler Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) NPD (= Prüfung und Berichterstattung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 39 · 08.12.2009
TO I, TOP 47
Angenommen
1. Der Vorlage NR 1583 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1676 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie Wähler
Sonstige:
REP (NR 1583 = Annahme, NR 1676 = Ablehnung)NPD (NR 1583 = Prüfung und Berichterstattung, NR 1676 = Ablehnung)ÖkoLinX-ARL (NR 1583 und NR 1676 = Annahme)
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneFDP
Ablehnung:
SPDLinkeFAGFreie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und Freie Wähler zu 2. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FAG und Freie Wähler (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (NR 1583 = Annahme, NR 1676 = Ablehnung) NPD (NR 1583 = Prüfung und Berichterstattung, NR 1676 = Ablehnung) ÖkoLinX-ARL (NR 1583 und NR 1676 = Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 39 · 10.12.2009
TO I, TOP 11
Beraten
1. Die Vorlage NR 1583 wird auf die Tagesordnung II der nächsten turnusmäßigen Sitzung vertagt. 2. Die Vorlage NR 1676 wird auf die Tagesordnung II der nächsten turnusmäßigen Sitzung vertagt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie WählerREPNPDÖkoLinX-ARL
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie WählerREPNPDÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, Freie Wähler, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, Freie Wähler, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 40 · 28.01.2010
TO II, TOP 1
Angenommen
1. Der Vorlage NR 1583 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1676 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie WählerREPÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
NPD
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPREPNPD
Ablehnung:
SPDLinkeFAGFreie WählerÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, Freie Wähler, REP und ÖkoLinX-ARL gegen NPD (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. CDU, GRÜNE, FDP, REP und NPD gegen SPD, LINKE., FAG, Freie Wähler und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)

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