IT-Probleme an Schulen endlich nachhaltig lösen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die sofortige Umsetzung eines IT-Support-Konzepts für Frankfurter Schulen, um bestehende IT-Probleme nachhaltig zu lösen. Dies umfasst die Bereitstellung von 'digitalen Hausmeistern' und die Bestellung der digitalen Ausstattung. Ziel ist es, die digitale Infrastruktur an Schulen zu verbessern und den Lehrkräften die technische Unterstützung zu gewährleisten.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert,
- umgehend über die Umsetzung des für das 3. Quartal 2022 angekündigten IT-Support-Konzepts für Frankfurter Schulen zu berichten;
- über die Ergebnisse der mit dem Antrag NR 403/22 beschlossenen Ausschreibung für ein Angebotspaket zur Erweiterung des digitalen First- und Second-Level-Supports für die Frankfurter Schulen hinsichtlich der folgenden Punkte zu berichten:
a) genaue Anforderungen der Ausschreibung für den IT-Support an Schulen, insbesondere hinsichtlich der Bereitstellung einer Hotline, sowie umfassender Service- und Wartungsleistungen;
b) aktueller Sachstand (Gewinner der Ausschreibung, angestrebter Beginn der Umsetzung etc.);
- im Rahmen der Umsetzung des IT-Support-Konzepts für Schulen für eine Gewährleistung des First-Level-Supports über "digitale Hausmeister" zu sorgen, die die Anschaffung und Wartung der digitalen Infrastruktur der Schulen sowie die Fehlersuche und technische Problemlösung übernehmen. Dafür wird jeder der sechs Bildungsregionen ein IT-Experte als "digitaler Hausmeister" zur Seite gestellt, der neue Geräte aufsetzt, wartet sowie für die Schulen schnell und einfach erreichbar ist, um im Notfall vor Ort zügig Probleme zu beheben;
- die gesamte den Schulen bereits zugesagte digitale Ausstattung (Smartboards, Beamer, Laptops/Tablets etc.) umgehend zu bestellen bzw. auszuliefern.
Begründung
Die Koalition beschloss bereits mit der NR 403 vom Mai 2022 die Erstellung eines umfassenden IT-Support-Konzepts für Frankfurter Schulen, das "dem gestiegenen Unterstützungsbedarf durch vermehrten Einsatz digitaler Lernmethoden, dem vermehrten Einsatz von Lehrer*innen-Endgeräten, der stark steigenden Anzahl von schulgebundenen Endgeräten im Rahmen des Digitalpaktes und der derzeit in Umsetzung befindlichen flächendeckenden Ausstattung der Schulen mit WLAN Rechnung tragen" sollte. Hierzu sollte bis Ende des 3. Quartals 2022 ein Konzept vorgelegt werden, das eine Ausschreibung für den Ausbau des digitalen First- und Second-Level-Supports für die Schulen unter Einbeziehung externer Dienstleister ermöglicht. Wie der Beschluss umgesetzt wurde, wurde der Stadtverordnetenversammlung jedoch bislang nicht mitgeteilt. Die Erhöhung von Deputatsstunden der IT-Beauftragten an den Schulen ist keine Lösung für die dringenden Probleme. Bei den schulischen IT-Beauftragten handelt es sich um engagierte Lehrer, die für die pädagogische Entwicklung der digitalen Bildung an einer Schule zuständig sind und nicht um Experten für Soft- oder Hardware, die rund um die Uhr für die Lösung technischer Probleme großer Schulgemeinden zur Verfügung stehen können. Die Lehrkräfte sollten, vor allem in Zeiten des Lehrermangels, nicht noch mehr Stunden vom Unterricht befreit werden, um technische Probleme der Schule zu lösen. Für die Bereitstellung einer adäquaten schulischen Infrastruktur - auch hinsichtlich der technischen Ausstattung- ist die Stadt Frankfurt verantwortlich. Daher ist ein umfassender First-Level-Support durch "digitale Hausmeister" nötig, also Fachpersonal, das verlässlich und kontinuierlich für die Funktionalität und Wartung der digitalen Infrastruktur an den Schulen sorgt und bei IT-Schwierigkeiten schnell vor Ort ist, um mögliche Fehler zu suchen und zu beheben. Derzeit wird die komplette Verantwortung für die Fehlersuche und Kommunikation mit den Ämtern auf Lehrer/innen übertragen, die dafür weder genügend Zeit haben, noch entsprechend geschult oder laut der originären Aufgaben von schulischen IT-Beauftragten dafür zuständig sind. Das derzeit praktizierte "Ticketsystem" bringt darüber hinaus zu viele Rückfrageschleifen sowie Wartezeiten von zum Teil mehreren Monaten mit sich. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass das gesamte Kollegium wochenlang den Unterricht nicht digital vorbereiten, nicht auf Vertretungspläne zurückgreifen oder keine Lernplattformen verwenden kann. Dies ist für die Schulgemeinden ein untragbarer Zustand. Die Mittel für Personalaufwendungen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie wurden laut aktuellem Haushaltsplan von knapp 13,7 Mio. € im Jahr 2021 auf knapp 19 Mio. € im Jahr 2022 (siehe HH-Entwurf S. 1677) angehoben. Diese Erhöhung sollte verstetigt werden und in eine Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen fließen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 22. Februar 2023Sie sind hierNRNR 611IT-Probleme an Schulen endlich nachhaltig lösenSTVV-Antrag · CDU
- 19. Januar 2024Antwort des Magistrats · nach 47 WochenBB 35IT-Probleme an Schulen endlich nachhaltig lösenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, SPD, FDP, Volt und BFF-BIG gegen CDU, LINKE. und AfD (= Annahme) zu b) GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE. und AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Ablehnung) FRAKTION (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD und FRAKTION (= Annahme) zu b) GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Annahme) BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) GRÜNE, SPD, FDP, Volt und BFF-BIG gegen CDU, LINKE., AfD und FRAKTION (= Annahme) sowie ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Ablehnung) zu b) GRÜNE, SPD, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei gegen CDU, LINKE., AfD und FRAKTION (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Volt und BFF-BIG gegen CDU und LINKE. (= Fristverlängerung um einen Monat), FRAKTION (= Ablehnung der Fristverlängerung); AfD (= Enthaltung)