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Nutzung der Bahnen am Frankfurter Flughafen während und nach der Coronapandemie

Vorlagentyp: OF SPD

Begründung

Flughafen während und nach der Coronapandemie Der Ortsbeirat 5 bittet den Magistrat zu prüfen und zu berichten, inwieweit der Flughafen Frankfurt bei dem derzeitigen Flugaufkommen im Rahmen der Planungskorridore auf die Nutzung seiner Start-/Ladebahnen angewiesen ist. Insbesondere bitte der Ortsbeirat 5 um Auskunft:

  1. Mit welcher Anzahl an Flugbewegungen wird im Jahr 2020, im Jahr 2021 und 2022 gerechnet.
  2. Es wird um eine Stellungnahme zu den nach Ziffer
  3. erfragten Zahlen gebeten, in welchem vergangenen Jahr der Flughafen Frankfurt jeweils vergleichbare Flugbewegungen aufgewiesen hat und wie viele Bahnen ihm damals zu Verfügung gestanden haben.
  4. Wird eine Fokussierung der Flugbewegungen auf einzelne Bahne, ggf. im Wechsel, um im Sinne der Lärmpausen-Regelungen einzelne Regionen im Wechsel zu entlasten und so Ruhezeiten zu schaffen, derzeit geprüft? Soweit eine Prüfung nicht stattfindet, wird dies angeregt bzw. um Auskunft gebeten, weshalb eine solche nicht in Betracht gezogen wird. Begründung: Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat in seiner B 435 vom 28.08.2020 mitgeteilt, dass die Fluglärmkommission Frankfurt in der Corona-Krise die Chance sieht, das Anwachsen des Luftverkehrs zukunftsfähig und nachhaltig zu organisieren. Hierzu wird die Fluglärmkommission, unter intensiver Beteiligung des Magistrats, Vorschläge erarbeiten wie der Flugverkehr, auch unter Berücksichtigung des Lärmschutzes - qualitativ deutlich besser aufgestellt werden kann. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Verkehrszahlen am Frankfurter Flughafen im Jahr 2020 extrem eingebrochen. Im Mai 2020 kam der Passagierverkehr fast vollständig zum Stillstand. Die Pandemie sorgte für massive Reisebeschränkungen, von der alle Verkehrssektoren betroffen waren. Als Folge wurden die Nordwestbahn und die Startbahn West temporär außer Betrieb genommen. Die Dauer und der Umfang der Auswirkungen sind derzeit nicht verlässlich einzuschätzen. Einzelne Fluggesellschaften nehmen aktuell in beschränktem Umfang den Verkehr wieder auf. Die Fraport AG rechnet damit, dass es in 2020 nur sehr langsam zu einem Wiederanfahren des Luftverkehrs kommen wird. Weiter geht die Fraport AG davon aus, dass bis 2022/2023 ein Verkehrsvolumen bezüglich der Passagiere erreicht wird, das etwa 15 bis 20 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegt. Trotzdem hält die Fraport AG am Bau von Terminal 3 und Pier G im geplanten Terminplan fest. Die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich 2025, für Pier G in
  5. Der Flughafen Frankfurt hat trotz einer coronabedingten um mehr als 60% zum Jahr 2019 reduzierten Anzahl an Flugbewegungen im Juli 2020 die Nordwestlandebahn wieder in Betrieb genommen und will nun die Startbahn West ebenso wieder in Betrieb nehmen. Gerade letzteres wird mit dortiger Enteisungsanlage begründet. Hierzu merkt der Ortsbeirat 5 an, dass er davon ausgeht, dass diese auch ohne Starts auf der Startbahn West von Flugzeugen genutzt werden könnte, ggf. müsste hierzu der Betriebsablauf angepasst werden, was angesichts der geringen Anzahl an Flugbewegungen unproblematisch möglich sein dürfte. Dieses Vorgehen ist für die um den Flughafen umliegenden Kommunen nicht verständlich. Es entsteht der Eindruck, dass entgegen betriebswirtschaftlichen Erwägungen am Flughafen durch die Wiederinbetriebnahme von Bahnen nicht benötigte Kapazitäten geschaffen werden, um weiterhin die Region flächendeckend zu beschallen und damit Gewöhnungseffekte an eine derzeit mögliche Ruhe gar nicht erst aufkommen zu lassen. Die Fraport AG hat jetzt eine einmalige Chance ohne weitere wirtschaftliche Einbußen in eine gute Nachbarschaft mit der Region zu treten und Lärm abwechselnd zu fokussieren und Ruhephasen (Nacht-; Tag-, Wochenendruhe) zu etablieren.