Recycling von Baumaterialien für den Hochbau
Zusammenfassung
Der Magistrat plant ein Pilotprojekt zur Verwendung von recyceltem Beton aus Abrissmaterialien. Ziel ist die Förderung der Wiederverwendung von Baustellenmaterialien, um die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Hochbau zu verbessern. Die Umsetzung hängt jedoch von der Verfügbarkeit geeigneter Projekte und Lagerflächen ab.
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenBericht
Zwischenbescheid des Magistrats vom 06.05.2024
Der Magistrat plant bereits in einem geeigneten Fall ein Pilotprojekt, bei dem recycelter Beton aus dem Abriss der dortigen Gebäude eingesetzt wird, durchzuführen. Aktuell ist jedoch kein solches, geeignetes Projekt in Arbeit.
Abbruchrecycling ist ein Baustoffgemisch mit heterogenem Gefüge und Materialien. Somit ist die sortenreine Fraktionierung kaum möglich, was eine hochwertige Nachnutzung erschwert. Aus diesen Gründen muss jedes Projekt, insbesondere in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit, einzeln betrachtet werden. Was jedoch jetzt schon umgesetzt wird, ist die Wiederverwendung des Betonrecyclings für technische Bauwerke, u. a. Lärmschutzwälle oder Bodenaustausch zur Bodenstabilisierung unter Fundamenten. Bei der Wiederverwendung des Recyclingmaterial vor Ort entfallen Transportwege zum Abtransport und Rücktransport. Auch dies ist aber in jedem Einzelfall zu prüfen, oft scheitert die Verwendung von eigenem, vor Ort erzeugtem, Recyclingmaterial schlicht an geeignetem Lagerplatz auf der Baustelle, insbesondere in innenstadtnahen Bereichen.
Die Möglichkeiten zur Verwendung von Recyclingmaterial sind eindeutig geregelt - hierzu existieren klare Grenzwerte für die Schadstoffe. Beim Gebäuderückbau werden die Bauteile getrennt zerkleinert, auf Halde gelegt und beprobt. Erst eine Analyse nach Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) definiert die Möglichkeit einer weiteren Verwendung.
Die Verwendung von qualitativ hochwertigem Betonrecyclingmaterial für Recyclingbeton ist möglich, aber durch den Aufbereitungsprozess teurer. Noch ist die CO2-Bilanz zudem schlechter als bei Beton aus natürlichen Zuschlagstoffen. Die Ursache hierfür liegt in den Transportwegen des Abbruchmateriales zu den Aufbereitungsanlagen und von dort in die Lieferbetonwerke.
Technisch ist ein Beton mit teilweise rezyklierten Gesteinskörnungen bis zu einer Festigkeit von C30/37 einem Beton mit natürlichen Zuschlagsstoffen gleichwertig.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 16. November 2022NRNR 538Recycling von Baumaterialien für den HochbauSTVV-Antrag · CDU
- 26. Januar 2024Sie sind hierBB 53Recycling von Baumaterialien für den HochbauMagistratsbericht
- 5. August 2024BB 299Recycling von Baumaterialien für den HochbauMagistratsbericht
- 3. März 2025BB 92Recycling von Baumaterialien für den HochbauMagistratsbericht
- 26. Mai 2025BB 195Recycling von Baumaterialien für den HochbauMagistratsbericht
- 26. September 2025BB 381Recycling von Baumaterialien für den HochbauMagistratsbericht
- 7. April 2026Antwort des Magistrats · nach 177 WochenBB 130Recycling von Baumaterialien für den HochbauMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Kenntnis) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und FDP gegen CDU und Linke (= Fristverlängerung um einen Monat)