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Flüssige Bäume für die Innenstadt

Vorlagentyp: STMagistrat
167 Wochen bis zur Antwort11 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat schlägt vor, die Möglichkeit eines Pilotprojekts mit flüssigen Bäumen in Frankfurt zu prüfen, nachdem bestehende Projekte in anderen Städten ausgewertet wurden. Ziel ist es, die Wirksamkeit dieser Technologie zur Verbesserung des Stadtklimas zu evaluieren und gegebenenfalls Fördermittel für die Forschung zu beantragen.

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Stellungnahme des Magistrats

Bei der Gestaltung der städtischen Freiräume sollten reale vegetative Strukturen wie bspw. Bäume, Gehölze und Staudenpflanzungen vorrangig eingesetzt werden. Innovationen technischer Art zur Verbesserung des Stadtklimas sind grundsätzlich an solchen Stellen zu begrüßen, wo die äußeren Umstände keine naturbasierten Lösungen zulassen. Das heißt in den Bereichen des öffentlichen Raumes, in denen Pflanzungen oder der Erhalt von Straßenbäumen nicht möglich sind, kann ein "liquid tree / flüssiger Baum" zwar Bäume nicht ersetzen und aber eventuell einen Beitrag zur Absorption von CO2 bzw. zur Verbesserung der Luftsauberkeit leisten.

Bevor jedoch ein eigenes Pilotprojekt in Frankfurt angestoßen wird, sollte zunächst überprüft werden, ob es bereits laufende oder in der Planung befindliche Pilotprojekte mit Fotobioreaktoren in anderen deutschen Kommunen gibt. Sofern bereits Pilotprojekte anderswo gestartet wurden, so sind deren Ergebnisse zunächst abzuwarten, bevor eigene Projekte eingeleitet werden.

Sollte die Prüfung negativ ausfallen, kann in Erwägung gezogen werden, ein eigenes Pilotvorhaben zu initiieren. Die Realisierung eines Fotobioreaktors als Pilotprojekt an einem Standort mit einer belasteten Raumsituation in der Frankfurter Innenstadt, wie vorgeschlagen z. B. an der Ostzeil, ist denkbar. Bei der präzisen Standortplatzierung sollte das Stadtplanungsamt frühzeitig eingebunden werden. Ebenfalls sollte die Verantwortung für die Bewirtschaftung (Abschöpfung der thermischen Effizienz sowie der Biomasse), Forschung und Unterhaltung für ein solches Pilotobjekt über ein Betreiberkonzept rechtzeitig geklärt werden.

Der Fokus des Pilotprojektes sollte dann darauf liegen zu eruieren, wie es um die tatsächliche Wirksamkeit der "flüssigen Bäume" bestellt ist. Für das Pilotprojekt und die Begleitforschung sollten dann Fördermittel in Anspruch genommen werden, da die Ergebnisse auch für weitere Kommunen hilfreich sein werden. Hierzu ist eine wissenschaftliche Begleitforschung mit regelmäßigen Messungen und die Erstellung einer Langzeitstudie über drei Jahre sinnvoll (Inhalte: Kostenanalyse, Treibhausgaswirksamkeit, Auswirkungen auf das Mikroklima und die Luftqualität, Vergleiche mit naturbasierten Lösungen und ggf. dem Grünen Zimmer). Es ist grundsätzlich zu beachten, dass die Erfahrungen mit vergleichbaren Innovationen wie Mooswänden oder den sog. City Trees bisher eher negativ waren, was die Klimawirksamkeit und das Kosten-Nutzen-Verhältnis betrifft.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. September 2021VV 140Bäume für die OstzeilAnfrage
  2. 3. Dezember 2021STST 2176Bäume für die OstzeilStellungnahme
  3. 5. März 2023OFOF 777/1Begrünung der OstzeilOrtsbeiratsantrag · FDP
  4. 21. März 2023OMOM 3766Begrünung der OstzeilDirektanregung
  5. 11. April 2023OFOF 835/1Flüssige Bäume für die InnenstadtOrtsbeiratsantrag · FDP
  6. 2. Mai 2023OMOM 3922Flüssige Bäume für die InnenstadtDirektanregung
  7. 26. Juni 2023STST 1390Begrünung der OstzeilStellungnahme
  8. 31. Juli 2023Sie sind hier
    STST 1606Flüssige Bäume für die Innenstadt
    Stellungnahme
  9. 11. Juni 2024OFOF 1290/1Klimaschutz im Ortsbezirk 1: Wann und wie wird die Ostzeil begrünt?Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
  10. 2. Juli 2024VV 989Klimaschutz im Ortsbezirk 1: Wann und wie wird die Ostzeil begrünt?Anfrage
  11. 18. November 2024Antwort des Magistrats · nach 167 WochenSTST 1952Klimaschutz im Ortsbezirk 1: Wann wird die Ostzeil begrünt?Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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