Flüssige Bäume für die Innenstadt
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Aufstellung eines Photobioreaktors als Pilotprojekt in der Innenstadt von Frankfurt, um die Luftqualität zu verbessern und Kohlendioxid zu binden. Dies ist Teil der Bemühungen, die Klimaziele der Stadt bis 2035 zu erreichen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenAntrag
Der Magistrat wird gebeten, in der Innen- oder Altstadt einen Photobioreaktor/ flüssigen Baum als Pilotprojekt aufzustellen. Der Bioreaktor soll so gestaltet sein, dass er als Stadtmobiliar auch als Sitzgelegenheit genutzt werden kann.
Als Pilotstandort soll eine Straße gewählt werden, in der Stadtbäume auf Grund zu kleiner Pflanzgruben nicht gedeihen oder auf Grund von Leitungstrassen erst gar nicht gepflanzt werden können, wie z.B. in der Ostzeil.
Der Magistrat wird gebeten, das Pilotprojekt während einer Pilotphase von 3 Jahren jährlich auszuwerten und vor allem folgende Angaben zu machen:
- Initiale Kosten für Anschaffung und Aufstellung
- Laufende Kosten für Pflege, Reparaturen, Beseitigung von Vandalismusschäden u.Ä.
- Gebundenes Kohlendioxid pro Jahr
- Veränderung der Luftqualität im Umfeld des flüssigen Baumes
- Gegenüberstellung der Kosten bei Aufstellung einer Frankfurter Bank und Pflanzung von x Stadtbäumen, die die gleiche Menge Kohlendioxid binden würden
- Gegenüberstellung der Kosten und Klimawirkung bei Aufstellung eines "mobilen grünen Zimmers"
Begründung
Frankfurt will bis 2035 klimaneutral werden. Dies muss durch eine Reduktion der ausgestoßenen Treibhausgase und gleichzeitig durch Bindung jener Gase erreicht werden. Der hohe Grad an Versiegelung und die zahlreichen Leitungstrassen im öffentlichen Raum verbieten gerade in der Innen- und Altstadt häufig die Pflanzung von Stadtbäumen, die als natürliche Kohlendioxidwandler unerlässlich für die Erreichung der gesteckten Ziele sind. Technische Innovationen wie die sogenannten flüssigen Bäume können in solchen Gebieten einen Beitrag zur Reduktion des Treibhausgases Kohlendioxid leisten und die Luftqualität verbessern. Gleichzeitig kommen die im Bioreaktor verwendeten Mikroalgen besser mit stärker verschmutzter Luft klar als echte Bäume.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 21. März 2023OMOM 3766Begrünung der OstzeilDirektanregung
- 11. April 2023Sie sind hierOFOF 835/1Flüssige Bäume für die InnenstadtOrtsbeiratsantrag · FDP
- 2. Mai 2023OMOM 3922Flüssige Bäume für die InnenstadtDirektanregung
- 26. Juni 2023STST 1390Begrünung der OstzeilStellungnahme
- 31. Juli 2023STST 1606Flüssige Bäume für die InnenstadtStellungnahme
- 11. Juni 2024OFOF 1290/1Klimaschutz im Ortsbezirk 1: Wann und wie wird die Ostzeil begrünt?Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 2. Juli 2024VV 989Klimaschutz im Ortsbezirk 1: Wann und wie wird die Ostzeil begrünt?Anfrage
- 18. November 2024Antwort des Magistrats · nach 87 WochenSTST 1952Klimaschutz im Ortsbezirk 1: Wann wird die Ostzeil begrünt?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, FDP und LINKE. Gegen ÖkoLinX-ARL und Die Partei (= Ablehnung); SPD (= Enthaltung)