Werbung im öffentlichen Raum: Verbesserungen für die Stadtteile aushandeln/Richtlinie für Licht im öffentlichen Raum erarbeiten
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Stadtverordnetenversammlung auf, bei der Vertragsverhandlung über Werbung im öffentlichen Raum ab 2026 Verbesserungen für die Stadtteile auszuhandeln und eine Richtlinie für Licht im öffentlichen Raum zu erarbeiten. Ziel ist es, konkrete Gegenleistungen für die Nutzung des öffentlichen Raums zu schaffen und Lichtverschmutzung zu regulieren.
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Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen,
Die Stadtverordnetenversammlung wir gebeten,
der Magistrat wird gebeten:
(1) bei der Vertragsverhandlung über Werbung im öffentlichen Raum ab 2026 auch zu berücksichtigen, dass es wünschenswert wäre, mit den an einer Konzession interessierten Firmen über die Errichtung von (ggf. mit Werbung versehenen) Toilettenstandorten gemäß Toilettenkonzept und der dazugehörigen Anträge der Ortsbeiräte zu verhandeln, so dass für die Beanspruchung des öffentlichen Raums auch vor Ort in den Stadtteilen konkrete Gegenleistungen sichtbar werden. Alternativ könnte der Magistrat darüber zu verhandeln, an geeigneten Werbestandorten WLAN-Zugangspunkte einzurichten, die sich in ein Gesamtkonzept für ein öffentliches WLAN der Stadt Frankfurt einfügen. Auch weitere Konzepte, wie etwa die Aufstellung und Pflege von Pflanztrögen, wären denkbar.
(2) Auf Seite 18 wird im Anhang zu M106/23 das neue Format "Digitale Werbeanlagen" eingeführt, für das zukünftig auch eine Konzession vergeben werden soll. Dazu sollen "entsprechende Vorgaben" gemacht werden, die auch das Thema Lichtverschmutzung andressieren. Alternativ dazu, das Thema Lichtverschmutzung separat und nur für einzelne Werbeformen zu regeln, soll der Magistrat eine allgemeingültige Richtlinie zum Umgang mit Licht im Außenbereich erarbeiten, wie sie etwa aus der Stadt Fulda bekannt ist.
Begründung
Zu 1: Grundsätzlich ist zu begrüßen, dass das vorgelegte Konzept restriktiv mit Werbeformaten- und Standorten umgeht, denn diese stellen einen schweren Eingriff in das Stadtbild dar. Beispielsweise die Errichtung der "City-Light-Säulen" hat in den letzten Jahren zu einiger Unzufriedenheit geführt: Teilweise wurden se zulasten der Gehwege errichtet und auch aufgrund ihrer Größe als massive Eingriffe wahrgenommen. Bei der künftigen Neuvergabe von Werbekonzessionen soll nicht nur berücksichtigt werden, wie die Stadt einen maximalen finanziellen Ertrag erreichen kann, sondern auch, welche für den öffentlichen Raum bedeutsame Infrastruktur als "Ausgleich" errichtet werden kann, damit die Bürgerinnen und Bürger vor Ort nicht nur die negativen Folgen von Werbeträgern beobachten können, sondern auch von Verbesserungen profitieren können, die durch die konzessionierten Unternehmen errichtet werden.
Zu 2: Nicht nur zum Thema Werbung im öffentlichen Raum, sondern auch zum Thema "Licht im öffentlichen Raum" sollte es eine einheitliche Richtlinie geben - es greifen die gleichen Argumente wie vom Magistrat zum Thema Werbung vorgebracht.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 30. Juni 2023MM 106Konzept Werbung im öffentlichen Raum Frankfurt am MainMagistratsvortrag
- 25. September 2023Sie sind hierOFOF 588/9Werbung im öffentlichen Raum: Verbesserungen für die Stadtteile aushandeln/Richtlinie für Licht im öffentlichen Raum erarbeitenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 12. Oktober 2023OAOA 401Werbung im öffentlichen Raum: Verbesserungen für die Stadtteile aushandeln/Richtlinie für Licht im öffentlichen Raum erarbeiten Vortrag des Magistrats vom 30.06.2023, M 106Anregung
- 6. Dezember 2024Antwort des Magistrats · nach 75 WochenSTST 2109Werbung im öffentlichen Raum: Verbesserungen für die Stadtteile aushandeln/Richtlinie für Licht im öffentlichen Raum erarbeitenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. zu 1. 3 GRÜNE, SPD und LINKE. gegen 1 GRÜNE, CDU, FDP, BFF und fraktionslos (= Zurückstellung); 1 GRÜNE (= Enthaltung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP und fraktionslos gegen LINKE. (= Zurückweisung); BFF (= Enthaltung) zu 3. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und fraktionslos gegen BFF (= Ablehnung); CDU (= Enthaltung) zu 2. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und fraktionslos gegen BFF (= Ablehnung); CDU (= Enthaltung)