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Fluglärm über Bergen-Enkheim

Vorlagentyp: OF WBE, CDU, SPD, GRÜNE, BFF, LINKE., FDP

Begründung

B 422/04; B 224/18 In der Vergangenheit hat sich der Ortsbeirat bereits sehr intensiv mit dem Thema Fluglärm über Bergen-Enkheim befasst. Anlass war die stark erhöhte Zahl der Überflüge auf der Abflugroute 07-N (lang) und der sie kreuzenden Anflugroute über Bergen-Enkheim sowie die damit verbundenen Sorgen über die Gesundheit und die drohende Siedlungsbeschränkung. Neben dem Ortsbeirat engagierte sich seinerzeit auch eine "Bürgervereinigung gegen unnötigen Fluglärm" sehr aktiv. Diese Bemühungen hatten zumindest den Erfolg, dass sich ein dokumentierter Meinungsaustausch ergab und ein Konzepts entwickelt wurde, wie gemäß den Anforderungen des Fluglärmschutzgesetzes Bergen-Enkheim als Siedlungsschwerpunkt zu umflogen werden kann. Durch die Zusammenarbeit des Ortsbeirates und der Bürgervereinigung gelang es, dass der Magistrat in seinem Bericht B 422/2004 mitteilen konnte, er habe zur Reduzierung der Fluglärmbelastung vier Vorschläge in die Fluglärmkommission eingebracht. Dabei war allerdings nicht die von der Bürgervereinigung entwickelte Umfliegung von Bergen-Enkheim, sondern nur eine Verlegung der Flugrouten. Als Ergebnis ist festzustellen, dass alle Bemühungen gescheitert sind, eine Umfliegung zu erreichen. Positiv war, dass die zunächst über Bergen-Enkheim verlaufende Anflugroute weiter nach Norden verlegt wurde, sodass sich nach 2010 eine Reduzierung der Überflüge ergab. Da es in der Zwischenzeit neue Entwicklungen - positive wie negative - gibt, wird der Magistrat aufgefordert, erneut den Vorschlag einer Umfliegung Bergen-Enkheims in die Fluglärmkommission einzubringen. Darüber hinaus wird der Magistrat aufgefordert, zu prüfen und zu berichten, wie es zu erklären ist, dass entgegen vielseitiger Ankündigungen die Flugzeuge nicht leiser werden, sondern immer noch beträchtliche Dezibelwerte aufweisen, die vor dem Hintergrund neuer Forschungen ("Norah-Studie") zur Gesundheitsbelastung der Bevölkerung gravierende Auswirkungen haben können. Begründung: Nach einem Rückgang der Überflüge bis etwa zwischen 2008 und 2015, ist die Zahl der Überflüge wieder angestiegen, ganz erheblich sogar von 2017 auf 2018. Für das ganze Jahr 2017 waren es 7.197 Überflüge, 2018 bis zum 12.09.2018 bereits 10.644. Dabei mag die Wetterlage 2018 eine Rolle gespielt haben, was sich aber jederzeit wiederholen oder sogar noch verschlimmern kann. Besonders unerfreulich ist in diesem Zusammenhang die Statistik der Lautstärke (siehe Anlage). Menschen empfinden Geräusche bis zu einem Schallpegel von etwa 65 Dezibel als normal, laut wird es ab einer Lautstärke von etwa 80 Dezibel. Da die Skala logarithmisch zu lesen ist, entspricht ein Anstieg um 3 dB einer Verdopplung der Intensität, 6 dB bedeutet eine Vervierfachung und 10 dB eine Verzehnfachung. Im Jahr 2009 hielt ein Vertreter von Fraport einen Vortrag in der Riedschule von Bergen-Enkheim. Rückfragen eines Bürgers wurden von Fraport mit einem Schreiben vom 09.02.2009 wie folgt beantwortet: Tatsächlich hat sich seit 2009 die Technik zugunsten der von Bergen-Enkheim seinerzeit geforderten Möglichkeit, Bergen-Enkheim zu umfliegen, verändert. Das ergibt sich aus dem ebenfalls als Anlage beigefügten Zeitungsartikel der FAZ vom 15.06.2018, in dem es um eine Umfliegung von Arheiligen geht. Quelle: Forum Flughafen und Region F.A.Z - Karte lev Selbstverständlich musste es im Fall der auf dem Foto abgebildeten Routenveränderung zu einem Abwägungsprozess kommen. Ein solcher Abwägungsprozess würde sich allerdings in Bergen-Enkheim nicht unerheblich von dem im Bericht des Magistrats B 224 gemachten Vorschlag unterscheiden, weil in dem im Zeitungsartikel behandelten Fall zwei Kommunen betroffen sind, während im Fall von Bergen-Enkheim kaum bewohntes Gebiet betroffen wäre. Eine Abstimmung mit Maintal dürfte allerdings erforderlich sein. Anlage 2a (ca. 66 KB) Anlage 2b (ca. 62 KB) Anlage 4 (ca. 499 KB)