Einfach mal entsiegeln statt noch mehr Konzepte
Stellungnahme des Magistrats
Die Stadt Frankfurt am Main stellt sich den Herausforderungen des Klimawandels. Maßnahmen zur Entsiegelung, Begrünung, Verschattung und Versickerung von Niederschlagswasser vor Ort sind wichtige Handlungsfelder der städtischen Klimaanpassung. Die Stadt Frankfurt prüft im Rahmen von Umgestaltungsmaßnahmen stets Möglichkeiten der Entsiegelung und Begrünung von Straßenräumen und setzt diese gegebenenfalls um. Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) agiert in seinen Baubezirken bereits selbständig auf kleineren Plätzen. Bürger:innen können außerdem durch die Partizipation am Projekt "Mikrobeete" aktiv an Entsiegelungen und Begrünungen teilnehmen. Ein formloser Antrag an das ASE über gestattungen.amt66@stadt-frankfurt.de führt zu einer Prüfung der beantragten Fläche. Bei erfolgreicher Genehmigung werden die Mikrobeete von ehrenamtlichen Patinnen oder Paten betreut. In Frage kommen öffentliche Flächen auf Gehwegen. Im Zuge der klimaangepassten Stadtplatzgestaltung werden stetig und gezielt sanierungsbedürftige Plätze ausgewählt und deren Umgestaltung (Entsiegelung) initiiert. Im Rahmen verschiedener Bauprogramme und anstehender Transformationsvorhaben werden sich Dringlichkeiten aus einer komplexen Abwägung unterschiedlicher Ziele, insbesondere des infrastrukturellen Umbaus der Stadt, ergeben. Im Ortsbezirk 1 begannen die Bauarbeiten am Goetheplatz im Januar 2025. Dort soll der bislang dunkle und sich bei Hitze stark aufheizende Bodenbelag durch einen hellen Belag ersetzt werden. Außerdem werden 27 weitere Sitzmöbel, darunter auch Liegen und seniorengerechte Bänke, aufgestellt. Zusätzlich zum Baumhain mit 40 Schnurbäumen wird ein Staudenbeet mit trockenheitsresistenten Pflanzen wie Astern, Sonnenhut oder Thymian vor dem Goethedenkmal angelegt. Eine sensorgesteuerte Bewässerungsanlage sorgt künftig für eine effiziente und ressourcenschonende Wasserversorgung der Bäume und Pflanzen. Um die Anpassung der Stadt an den Klimawandel auch auf privaten Flächen voranzutreiben, fördert der Magistrat seit 2018, zunächst mit dem Förderprogramm Frankfurt frischt auf, seit November 2023 mit dem Förderprogramm Klimabonus https://frankfurt.de/klimabonus unter anderem Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen. Die Förderquote liegt in diesen Fällen bei 50 Prozent. Allein im Jahr 2024 wurden über 100 Maßnahmen im Bereich Entsiegelung und Begrünung durch den Klimabonus gefördert.