Entsiegelungskonzept
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Erstellung eines stadtweiten Entsiegelungskonzepts durch den Magistrat, um die negative Umweltauswirkungen der Flächenversiegelung in Frankfurt zu verringern. Ziel ist es, geeignete Flächen zu identifizieren und Maßnahmen zur Entsiegelung durchzuführen, um das Stadtklima zu verbessern und den Umgang mit Niederschlagswasser zu optimieren.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat wird aufgefordert, ämterübergreifend ein stadtweites Entsiegelungskonzept zu erstellen. In diesem Konzept werden die Entwicklung der Flächennutzung und insbesondere der Flächenversiegelung im Bereich der Siedlungs- und Verkehrsfläche beschrieben und die Probleme der Versiegelung und der Nutzen der Entsiegelung aufgezeigt.
- Der Magistrat wird aufgefordert, zu prüfen, welche Flächen, auf die die Stadt Frankfurt direkt oder indirekt Zugriff hat, entsiegelt werden können. Diese Prüfung soll folgende Punkte unter anderem beinhalten:
a) Erstellung einer Übersicht, in der die auf mögliche Entsiegelung geprüften Flächen markiert werden sowie das Ergebnis der Prüfung gut sichtbar dokumentiert und auf der Homepage der Stadt Frankfurt eingestellt wird.
b) Bei positiv geprüften Flächen sind direkte Angaben zu den Entsiegelungskosten zu machen.
c) Erstellung einer Priorisierungsliste, wann die entsprechenden Entsiegelungsmaßnahmen realisiert werden, die regelmäßig aktualisiert wird.
d) Neugestaltung von öffentlichen, entsiegelten Flächen in Kooperation mit dem zuständigen Ortsbeirat und unter Beteiligung der Öffentlichkeit.
e) Die so definierten Ziele sowie eine Übersicht der identifizierten, möglichen Flächen sind auf der Internetseite der Stadt Frankfurt gut sichtbar für alle interessierten Menschen einsehbar.
f) Städtische Plätze sollen möglichst mindestens zur Hälfte der Platzflächen entsiegelt oder begrünt werden, dabei ist zu berücksichtigen, ob auf dem Platz regelmäßig Veranstaltungen (Märkte, Volksfeste) stattfinden. Es wird angestrebt, dass in jedem Jahr möglichst zwei Plätze von den Entsiegelungsmaßnahmen profitieren.
g) Auch alle Schulhöfe sollen auf Entsiegelungsmöglichkeiten überprüft werden.
h) Diejenigen Flächen, die im Klimaplanatlas als Gebiete mit starker Überwärmung und in den Starkregengefahrenkarten als Gebiete mit hoher Überflutungstiefe gekennzeichnet sind, sollen prioritär entsiegelt werden. Prioritär sind diejenigen (Teil-)Flächen zu behandeln, die einen Versiegelungsgrad von über 80% aufweisen, allerdings ist auch das Alter der entsprechenden Gestaltungen zu berücksichtigen und bei gleich kritischen Flächen diejenige zuerst zu entsiegeln, die am längsten nicht mehr bearbeitet wurde.
- Zur Verfügung stehende Mittel seitens des Bundes und des Landes zur Kofinanzierung von Entsiegelungsmaßnahmen in Frankfurt sind abzurufen.
- Weiterhin wird der Magistrat beauftragt, ein geeignetes Informationsangebot für Eigentümer*innen privater versiegelter Flächen über die zur Verfügung stehende Förderungen des Bundes, des Landes und der Kommune aufzubauen.
- Ferner soll bei zukünftigen Planungen von Gebäuden oder Gebäudeerweiterungen auf erschlossenen Grundstücken immer geprüft werden, ob die bereits versiegelte Fläche nicht verringert werden kann. Hierzu sollen auch nicht überbaute Flächen auf den entsprechenden Grundstücken daraufhin analysiert und geprüft werden, ob sie nicht entsiegelt werden können.
- Der Magistrat wird beauftragt, jährlich über den Stand und die Entwicklung bei der Flächenversiegelung und -entsiegelung im Stadtgebiet und über Entsiegelungsmaßnahmen der Stadt zu berichten.
Begründung
Die Versiegelung von Flächen in der Großstadt stellt ein großes Problem für das Klima in der Stadt dar, weil so einerseits Versickerungsflächen für Niederschlagswasser entfallen und andererseits eine erhöhte Aufheizung über diesen Flächen stattfindet. Ziel muss es sein, Flächen zu entsiegeln. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat gebeten, ein Entsiegelungskonzept zu erarbeiten. Mit diesem Konzept sollen zunächst die Flächen, die für Entsiegelung in Frankfurt insgesamt zur Verfügung stehen aufgezeigt, und dann im Einflussbereich der Stadt stehende Flächen identifiziert werden, die entsiegelt werden können. Denn die Stadt Frankfurt soll mit gutem Beispiel vorangehen und Flächen prüfen, auf die sie direkten oder indirekten Zugriff hat. Die Erstellung eines solchen Konzeptes muss nicht im Widerspruch zum Neubau und zur Erweiterung von Wohn- und Gewerbeimmobilien stehen, da im Rahmen von Bebauungsnahmen die gesamte versiegelte Fläche auf einem Grundstück überprüft werden und die nicht überbaute Fläche parallel entsiegelt werden kann.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 3. Mai 2022Sie sind hierNRNR 370EntsiegelungskonzeptSTVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 9. Januar 2023BB 5EntsiegelungskonzeptMagistratsbericht
- 6. November 2023Antwort des Magistrats · nach 79 WochenBB 427EntsiegelungskonzeptMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE., FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. zu a) GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei gegen BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. zu a) GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU und BFF-BIG (= vereinfachtes Verfahren) sowie LINKE., AfD, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme ohne Zusatz)