Baulicher Zustand der Maybachbrücke (Baujahr 1972) und Hochstraße Rosa-Luxemburg-Straße in Ginnheim (Baujahr 1974)
Stellungnahme des Magistrats
Die umgangssprachlich genannte "Maybachbrücke" besteht eigentlich aus zwei hintereinanderliegenden, eigenständigen Brückenbauwerken. Bei der Brücke direkt an der S-Bahnstation Eschersheim handelt es sich um das Bauwerk "Am weißen Stein" (BW 022). Im weiteren Verlauf der Straße stadtauswärts schließt dann die eigentliche "Maybachbrücke" (BW 009) über die Nidda an. Das Bauwerk "Am weißen Stein" (BW 022) wurde 1964 errichtet und besteht aus drei Teilbauwerken. Im Jahr 2022 wurde das Bauwerk letztmalig routinemäßig geprüft (Sonderprüfung). Bauwerksprüfungen werden aufgrund des schlechten baulichen Zustandes verdichtet (alle anderthalb anstatt drei Jahre) durchgeführt. Die Brückenüberbauten weisen statische Defizite auf. Daher wird derzeit eine Stahlkonstruktion unterhalb der Brücke errichtet. Der Magistrat plant, das Brückenbauwerk durch einen Neubau zu ersetzen. Entsprechende Planungen werden aktuell vorbereitet, der Bau beginnt voraussichtlich in etwa sechs Jahren. Dass die neue S-Bahn-Station "Eschersheim" ausschließlich über die Zugänge von der Maybachbrücke erreichbar ist entspricht dem rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss. Die 1972 erbaute "Maybachbrücke" (BW 009) weist in Teilbereichen ein rechnerisches statisches Defizit auf. Eine Nachrechnung der betroffenen Bereiche wird zurzeit durchgeführt, die Ergebnisse stehen noch aus. Diese Teilbereiche werden gemäß einer erarbeiteten Prüfanweisung ebenfalls verdichtet kontrolliert. Bei den bislang durchgeführten Bauwerksprüfungen wurden keine statisch relevanten Schäden festgestellt. Die aktuelle Bauwerksprüfung 2023 läuft derzeit. Eine Aussage zu den notwendigen Instandsetzungsarbeiten kann noch nicht abschließend gegeben werden. Das Bauwerk "Hochstraße Ginnheim i. Z. der Rosa-Luxemburg-Straße" (BW 122/1) wurde 1972 errichtet und besteht aus insgesamt fünf Teilbauwerken. Im Jahr 2020/21 wurde die Brücke letztmalig routinemäßig geprüft (Hauptprüfung gemäß DIN 1076). Die nächste Bauwerksprüfung erfolgt im Jahr 2023/24. Der bauliche Zustand der Brücke ist altersentsprechend. Das "Tragwerk" befindet sich in statischer Hinsicht jedoch grundsätzlich in einem guten Zustand. Die Brücke kreuzt die Main-Weser-Bahn (S6) im Bereich der zukünftigen neuen S-Bahnstation Ginnheim. Um vor diesem Hintergrund die Absturzsicherung für Fahrzeuge nach aktuellem Regelwerk zu gewährleisten, wurde vor Kurzem eine Betonschutzwand auf der Brücke errichtet. In Abhängigkeit der Genehmigung von DB-Sperrpausen soll mittelfristig (in ca. drei bis fünf Jahren) auch eine grundhafte Instandsetzung des Bauwerkes durchgeführt werden. Hierbei werden die sogenannten Verschleißteile (wie beispielsweise Geländer, Entwässerung, Beton-Kappen, Fahrbahnbelag etc.) ausgetauscht. Für den Straßenzug Rosa-Luxemburg-Straße (bestehend aus den Bauwerken BW 122 /00, BW 122 /01, BW 122 /02, und BW 122 /03) zwischen Wilhelm-Epstein-Straße und Hadrianstraße soll 2024 ein Projektsteuerungsvertrag für Instandsetzungsmaßnahmen am gesamten Brückenzug ausgeschrieben werden. Eine Aussage zum Umsetzungszeitraum kann derzeit noch nicht getroffen werden. Notwendige Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit werden bis zur grundhaften Instandsetzung weiterhin durchgeführt. Hierzu gehört beispielsweise der gerade durchgeführte Austausch von Übergangskonstruktionen.