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Kunstwerk "Springende Fische" zeitgemäß ersetzen

Vorlagentyp: STMagistrat
17 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat schlägt vor, die beschädigte Bronzeskulptur "Springende Fische" nicht zu ersetzen, da sie sich auf privatem Grund befindet und die Stadt Frankfurt keine Zuständigkeit hat. Eine Neuanfertigung würde voraussichtlich mindestens 15.000 € kosten, was eine Finanzierung durch den Ortsbeirat erfordert.

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Stellungnahme des Magistrats

Die Bronzeskulptur "Springende Fische" wurde als Teil einer Reihe von Kunstwerken des Künstlers Hugo Uhl entworfen, die zwischen 1967 und 1969 von der Aktienbaugesellschaft für kleine Wohnungen im Frankfurter Stadtteil Nordweststadt aufgestellt wurde. Uhls Skulptur befand sich in der Ernst-Kahn-Straße 1-7. Sie ist dem Eigentum der Frankfurter Aufbau AG (FAAG) zuzurechnen, die ihrerseits zur ABG Frankfurt Holding gehört.

Über die mehr als vierzig Jahre ihrer Aufstellung wurde die Skulptur mehrfach restauriert. Bei einer erneuten Begutachtung im Jahr 2010 wurde festgestellt, dass die Schweißnähte der Skulptur - die aus einer Kupfer-Messing-Legierung bestand - bereits durch fortschreitende Korrosion aufgerissen waren, durch die mit weiteren Verwitterungsschäden zu rechnen war. Siehe hierzu auch die Stellungnahme des Magistrats vom 29.04.2013, ST 578.

Laut Gutachten der Kunstguss Eschenburg Lahn-Dill GmbH hätte eine Restaurierung des Werkes zu diesem Zeitpunkt bereits knapp 10.000 € gekostet. Es stand dem Magistrat - Kulturamt - zu diesem Zeitpunkt kein Etat für eine Überarbeitung des Kunstwerks bereit. Hinzu kommt, dass es sich formal um ein Werk in privatem Besitz und auf privatem Grund handelt, sodass eine Zuständigkeit und Finanzierung durch die Stadt Frankfurt ausgeschlossen ist.

Dennoch wurde als Reaktion auf eine Anregung des Ortsbeirats 8 vom 24.01.2013 (OM 1889 / ST 578) eine erneute Einschätzung angefordert. Noch bevor diese vorgelegt werden konnte, wurde das Kulturamt über die gravierende Beschädigung der Skulptur "Springende Fische" in Kenntnis gesetzt. Die Bronzeskulptur war fast vollständig verschwunden, sodass sich aus Gründen der Verkehrssicherheit dafür entschieden wurde, den verbleibenden Fisch und die Halterung zu entfernen. Die Überreste der Skulptur "Springende Fische" wurden daraufhin am 10. Mai 2013 von der Kunstguss Eschenburg Lahn-Dill GmbH abmontiert.

Aufgrund der Gemengelage, dass das Kunstwerk bereits einmal beschädigt und Teile entwendet wurde und darüber hinaus auf einem privaten Grundstück platziert ist, für das die Stadt Frankfurt nicht zuständig ist, wird davon abgeraten einen Neuaufbau mit städtischen Geldern zu finanzieren. Es steht ebenfalls kein Etat seitens des Kulturamts für die Neugestaltung eines Kunstwerkes an derselben Stelle bereit.

Sollte der Wunsch des Ortsbeirats fortbestehen, anstelle der Skulptur "Springende Fische" eine neue Skulptur für den Standort zu entwickeln, so müsste der städtische Finanzierungsanteil ausschließlich aus dem Ortsbeiratsbudget erfolgen und es müssten vermutlich weitere Finanzierungsquellen gefunden werden. Darüber hinaus müsste das Vorhaben seitens der ABG Frankfurt Holding befürwortet werden, die als Eigentümerin ja auch die dauerhaften Verkehrssicherungspflichten übernehmen müsste. Auf Basis von Erfahrungswerten ist zu vermuten, dass eine Neuanfertigung einer skulpturalen Arbeit mindestens 15.000 € , eher mehr, kosten würde.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 2. Juni 2025OFOF 584/8Kunstwerk „Springende Fische“ zeitgemäß ersetzenOrtsbeiratsantrag · CDU
  2. 26. Juni 2025OMOM 7231Kunstwerk „Springende Fische“ zeitgemäß ersetzenDirektanregung
  3. 26. September 2025Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 17 Wochen
    STST 1681Kunstwerk "Springende Fische" zeitgemäß ersetzen
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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