Querungen für Radfahrerinnen und Radfahrer am Praunheimer Weg
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Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, die Querungsmöglichkeiten für Radfahrerinnen und Radfahrer am Praunheimer Weg zu verbessern, um die Sicherheit und Zugänglichkeit zu erhöhen. Dies soll durch eine neue Querung und Anpassungen der Parkregelungen erreicht werden, um Sichtbehinderungen zu vermeiden. Das erwartete Ergebnis ist eine Reduzierung von Konflikten im Radverkehr und eine Erhöhung der Nutzung des neuen Radweges.
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Zu dieser Straße geht es weiter
Augustenburgstraße — 3 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 27.03.2026.
- Vorschläge für besseren Fuß- und Radverkehr im Ortsbezirk 727.03.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Barrierefreier Zugang zum Steinbachtal in Praunheim13.03.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Fortführung des Radweges Alt Praunheim bis zur Abzweigung Augustenburgstraße29.08.2023 · OF (Antrag Ortsbeirat)
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Neues zu Augustenburgstraße per E-MailStellungnahme des Magistrats
Die jetzige Verkehrsführung auf Höhe Praunheimer Weg / Haingrabenstraße / Am Stockborn stammt aus einer Zeit, in der die Belange des Fuß- und Radverkehrs nicht angemessen berücksichtigt wurden. Der Beantwortung der einzelnen Fragen vorausgeschickt, möchte der Magistrat einleitend auch anhand zweier Fallbeispiele erläutern, weshalb die angeordnete Querung sinnvoll ist.
Fallbeispiel 1:
Eine Person des Pflegeheims (A) will in der Grünanlage "Fritz-Lennig-Anlage" (B) spazieren gehen. Dazu muss die Person einen Umweg von 200 Metern in Kauf nehmen und vier nicht aufeinander abgestimmte Ampelanlagen passieren. Der grüne Strich im untenstehenden Bild stellt die neue südliche Querung dar. Vor Ort lässt sich feststellen, dass Fuß- und Radverkehr die direkte Querung bereits heute nutzt, auch wenn die behördlichen Maßnahmen (Markierung, Einengung der Fahrbahn, Freihaltung der Sichtbeziehungen, Hinweisschilder, Bordsteinabsenkungen) noch nicht ausgeführt wurden.
Fallbeispiel 2:
Verkehrsteilnehmende, die aus der Rudolf-Hilferding-Straße 57 bis 53 auf den Praunheimer Weg treffen und mit dem Fahrrad auf legale Weise Richtung Norden am Praunheimer Weg entlang fahren wollen, müssen einen Umweg von 200 Metern (mit Steigung) in Kauf nehmen und zwei nicht aufeinander abgestimmte Ampelanlagen passieren. Die neue nördliche Querung ist in Grün dargestellt.
Derzeit verhindern parkende Fahrzeuge eine direkte Querung mit ausreichenden Sichtbeziehungen. Mit der Maßnahme wird die Parkregelung so geändert, dass parkende Autos keine Sichtbehinderung mehr für den Fuß- und Radverkehr darstellen.
Zu
- Die Lücke im Radverkehrsnetz wurde bereits in 2013, bei der Konzeption des Radwegweisungsnetzes, identifiziert. Damals wurde davon ausgegangen, dass eine bauliche Kreisellösung (Grunderneuerung) die fehlenden Fahrbeziehungen ermöglicht. Als klar wurde, dass der Kreisel nicht kurz- oder mittelfristig gebaut wird, entwickelte das Radfahrbüro des Straßenverkehrsamtes eine provisorische Lösung (Markierung und Beschilderung). Die Maßnahme wurde mit der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF), der Branddirektion, der Landespolizei und der städtischen Unfallkommission abgestimmt. Am
- Oktober 2021 von 07:30 Uhr bis 08:45 Uhr und von 12:30 Uhr bis 16:30 Uhr wurde eine Verkehrszählung durchgeführt (siehe Anlage) - mit nachfolgenden Beobachtungen und Rückschlüssen: Die aktuell fehlenden Querungsmöglichkeiten sind ein Grund dafür, dass der Anteil der gegen die Fahrrichtung (links) fahrenden Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Westseite des Praunheimer Wegs überdurchschnittlich hoch ist und zu Konflikten führt mit dem richtig fahrenden Rad- sowie dem Fußverkehr. 100 Radfahrende waren in richtiger Richtung unterwegs, 64 entgegen der Fahrtrichtung. 21 Radfahrerende querten trotz fehlender sicherer Querungsmöglichkeit in westlicher Richtung (von der Fritz-Lennig-Anlage zu der Hausnummer Praunheimer Weg 169). 34 Radfahrende querten trotz fehlender sicherer Querungsmöglichkeit in östlicher Richtung (von der Hausnummer Praunheimer Weg 169 zu der Fritz-Lennig-Anlage). 71 Fußgängerinnen und Fußgänger querten trotz fehlender sicherer Querungsmöglichkeit zwischen dem Praunheimer Weg 169 und dem Gehweg Alt-Praunheim
- Im Bereich der Kreuzung Augustenburgstraße / Alt-Praunheim existiert ein Unfallschwerpunkt (falsch fahrender Radverkehr), der auf die fehlende Querungsmöglichkeit zurückzuführen ist. Ziel der Maßnahme ist es, die Zahl der falsch fahrenden Radfahrerinnen und Radfahrer auf null zu reduzieren. Zudem soll die Popularität und die Zugänglichkeit des neuen Radweges "In der Goldgrub" (Abbildung 4) deutlich steigen. Dieser Radweg stellt eine Kfz-verkehrsarme Verbindung zwischen Praunheim und Niederursel dar, als Alternative zu dem von vielen Fahrzeugen befahrenen Praunheimer Weg. Zu
- Die Herstellungskosten belaufen sich wohl auf etwa 10.000 bis 15.000 Euro. Allerdings sind hierbei auch noch Kosten für Arbeiten im angrenzenden Gehwegbereich (Beseitigung von Senken im Pflaster oder der Austausch beschädigter Bordsteine) enthalten. Die Arbeiten werden vom zuständigen Baubezirk des Amts für Straßenbau und Erschließung im Rahmen der laufenden Unterhaltungsarbeiten ausgeführt und mit Unterhaltungsmitteln beglichen. Zu
- Für eine Umgestaltung des genannten Knotenpunkts liegt keine Planung vor und wird derzeit auch nicht erarbeitet. Eine Umgestaltung wäre gegebenenfalls im Rahmen einer Grunderneuerung denkbar.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. Januar 2022OFOF 89/8Querungen für Radfahrerinnen und Radfahrer am Praunheimer WegOrtsbeiratsantrag · CDU
- 20. Januar 2022VV 289Querungen für Radfahrerinnen und Radfahrer am Praunheimer WegAnfrage
- 16. Mai 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 19 WochenSTST 1184Querungen für Radfahrerinnen und Radfahrer am Praunheimer WegStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab