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Weltoffenes Frankfurt am Main - auf dem Weg zur einer lesben- und schwulenfreundlichen Stadt

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Bericht

Frankfurt am Main ist seit vielen Jahrzehnten Anlaufpunkt für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere (LSBTIQ) Personen aus ganz Hessen. Die queeren Communitys der Stadt organisieren sich in einer Vielzahl von Vereinen und Initiativen und bieten Interessierten ein breites Angebot an Freizeit, Kultur, Sport, Politik, Geschichte und Selbstermächtigung. Die professionalisierten Angebote und Projekte der Communitys in den Bereichen Beratung, Jugendhilfe, Altenhilfe oder der psychischen und physischen Gesundheitsversorgung sind für die Stadt unverzichtbar und spielen in der gesamten Region eine Vorreiterrolle.

Das gleichberechtigte und offene Miteinander der gesamten Stadtbevölkerung ohne Diskriminierung ist das erklärte Ziel der Frankfurter Stadtpolitik. Mit dem Beschluss vom 15.12.2005 (Beschlussausfertigung §10452) wurde der Magistrat aufgefordert Maßnahmenempfehlungen des "Runden Tisches zur Situation von Lesben und Schwulen in Frankfurt" zu prüfen und um zu setzen.

Handlungsleitend ist dabei die Aufforderung der Stadtverordnetenversammlung "weiterhin Diskriminierungen jedweder Art, also auch bezüglich der sexuellen Orientierung, entgegenzuwirken und die erarbeiteten Handlungshinweise so weit in sein Verwaltungshandeln aufzunehmen, wie sie den selbstverständlichen Anspruch dieser Stadt formulieren, Bürgerinnen und Bürger ob heterosexuell oder homosexuell gleich zu behandeln." (NR

2046)

  1. Arbeitsweise Die Koordinierungsstelle für lesbische, schwule, bisexelle, trans*, inter* und queere Themen (Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen) hat auf Grundlage des Etatantrages 202/2013 (Beschluss der StVV vom 12.12.2013, § 4004) zum 01.11.2015 ihre Arbeit aufgenommen. Die Aufgaben der beiden Mitarbeitenden (zu jeweils 50% Stellenanteil) umfassen im Wesentlichen die konzeptionelle Bearbeitung des Themenfeldes, Koordinationstätigkeiten und Netzwerkarbeit. Die Arbeit der Koordinierungsstelle richtet sich gegen jede Form der Ausgrenzung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen. Die konsequente Bezeichnung als "Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen" ist ein Ausdruck dieser umfassenden Aufgabe - in vielen Lebensbereichen, Themen- und Handlungsfeldern. Handlungsfelder sind u.a. Bildung, Jugend, Community, Antidiskriminierung, öffentlicher Raum, Sichtbarkeit von LSBTIQ-Personen, Sport, Alter und Erinnerungskultur. Adressierte Personengruppen sind u.a. jüngere und ältere LSBTIQ-Personen oder LSBTIQ-Personen mit Migrationsgeschichte. Die Verortung der Koordinierungsstelle im Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) in der Abteilung Grundlagenarbeit und Antidiskriminierung erschließt dem Themengebiet umfangreiche Synergieeffekte und Perspektiven auf Teilhabechancen von LSBTIQ-Personen auch mit Mehrfachzugehörigkeiten. Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität und Chancen von LSBTIQ-Personen können so intersektional konzipiert werden. Zur Umsetzung tragen die weiteren Ressourcen des AmkA im Bereich der Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit bei. 1.1 Schnittstelle zur Stadtverwaltung Die LSBTIQ-Koordinierungsstelle fungiert als Schnittstelle zu anderen Teilen der Stadtverwaltung - im Sinne einer ämterübergreifenden Kommunikation und Zusammenarbeit. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den LSBTIQ-Communitys, der Frankfurter Stadtgesellschaft und Behörden zu stärken sowie Aktionen und Strategien zum Abbau von Diskriminierungen und Gewalt gegen LSBTIQ-Personen anzuregen und zu entwickeln. Aus anderen Ämtern und Institutionen gehen bei der Koordinierungsstelle im AmkA vermehrt Anfragen zu fachlichen Einschätzungen und Beratungen ein. Daraus entstehen auch Kooperationen oder gemeinsame Maßnahmen. Durch die Gesetzesänderung im Personenstandsrecht und die damit verbundene öffentliche Debatte seit der Bundesverfassungsgerichtsentscheidung zur sogenannten "Dritten Option" steigt der Informations- und Beratungsbedarf von Institutionen bei der Inklusion von Trans* und Inter*-Personen. Die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen sensibilisiert in Vorträgen und Workshops dazu und berät Institutionen bei inklusiven Maßnahmen, wie beispielsweise die Einrichtung von Unisex-Toiletten oder der Umsetzung sprachsensibler Schreibweisen. 1.2 Netzwerkarbeit Das AmkA ist Teil des Bundesnetzwerks der kommunalen LSBTIQ-Stellen und tauscht sich dort regelmäßig über einzelne Vorhaben und Maßnahmen in der LSBTIQ-Arbeit in Städten und Gemeinden aus, insbesondere auch zu strukturellen Vorhaben und Ansätzen. Das Netzwerk ermöglicht ganzjährig Beratungen und optional auch gemeinsame Projekte der Netzwerkmitglieder. Ein Beitritt der Stadt Frankfurt zum internationalen Netzwerk "Rainbow Cities Network" ist zum 1.1.2020 erfolgt. Ein wichtiges Ziel der Koordinierungsstelle im AmkA ist es, die Sichtbarkeit von LSBTIQ-Lebensweisen in der Stadt Frankfurt am Main zu erhöhen und Benachteiligungen von LSBTIQ-Personen entgegenzuwirken. Diese Aufgabe reiht sich ein in den Auftrag des AmkA, ein offenes Klima für alle Bevölkerungsgruppen in der Stadt Frankfurt am Main zu schaffen und den sozialen Zusammenhalt zu fördern. 1.
  2. Förderungen Im Berichtszeitraum förderte die Stadt Frankfurt durch das Frauenreferat und das Amt für multikulturelle Angelegenheiten u.a. die Lesben Informations- und Beratungsstelle e.V. (LIBS), das Schwul-Lesbische Kulturzentrum (LSKH), den CSD Frankfurt e.V., die AIDS-Hilfe Frankfurt e.V., sowie die Deutsch-Iranische Beratungsstelle für Frauen und Mädchen e.V. (DIB) und den Verein Broken Rainbow e.V. Die Förderung von einzelnen Veranstaltungen durch das Amt für multikulturelle Angelegenheiten sind in den jeweiligen Themen nachstehend aufgeführt.
  3. Themenbereich Alter und Generationen Von der Stigmatisierung und Verfolgung bis zu menschenrechtlichen Erfolgen der Frauen- und Homosexuellenbewegungen - wer als LSBTIQ-Person in Frankfurt gealtert ist, hat tiefgreifende Wandlungsprozesse erlebt. Der Magistrat möchte durch die Arbeit der Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen die Einrichtungen der Altenhilfe und anderer Organisationen für die Belange älterer LSBTIQ-Personen sensibilisieren, damit ältere LSBTIQ-Personen diese Lebensphase aktiv und selbstbestimmt gestalten können. Von Anfang 2016 bis Anfang 2018 traf sich die Arbeitsgruppe "LSBTIQ-Leben im Alter". Sie bestand aus Vertretungen der Leitstelle Älterwerden, LIBS e.V., der Initiative Regenbogenpflege, der Gruppe 40 Plus, der Initiative Homosexuelle und Kirche, des Frankfurter Verbands und der Frankfurt University of Applied Sciences und wurde von der Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen moderiert. In einem unregelmäßigen Turnus wurden Projektideen besprochen und es fand ein fachlicher Austausch statt. Trotz des Interesses an der Thematik konnte die Arbeitsgruppe nicht verstetigt werden. Dies lag unter anderem daran, dass die Bearbeitung vom Thema Älterwerden bisher vor allem schwule und bisexuelle Männer in den Blick genommen hat und Netzwerke z.B. von älteren Lesben erst im Entstehen sind. Für die Bereiche Trans* und Inter* gab es während des Berichtszeitraums keine Initiativen. Die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen begleitet auch die Öffnung von multigenerationalen Einrichtungen für LSBTIQ-Themen und hat im Zuge dessen am 26.6.2019 einen Workshop "Wie kann ein professioneller Umgang mit Heteronormativität aussehen" für Infrau e.V. erarbeitet und durchgeführt.
  4. Themenbereich Gewaltprävention Körperliche, psychische, sexualisierte und verbale Gewalt auf der Straße und auch online gehören für viele LSBTIQ-Personen zum Alltag. Die Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte ergab, dass zwischen 2007 und 2012 ein Viertel (26 %) der befragten LSBTIQ-Personen zuhause oder andernorts angegriffen oder mit Gewalt bedroht wurde. Bei den befragten Transgender-Personen liegt dieser Anteil sogar bei 35 %. Umfragen von Betroffen und fachliche Einschätzungen von Anti-Gewalt-Projekten haben ergeben, dass die Anzeigebereitschaft unter LSBTIQ-Personen gering ist. Die Annahme, von den Sicherheitsbehörden nicht respektvoll behandelt zu werden, hält viele Opfer davon ab, Anzeige zu erstatten. Laut Informationen des Ordnungsamtes erhalten die Bediensteten der Stadtpolizei regelhaft präventive Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen. Ziel sei es, die Stadtpolizei zu sensibilisieren und mögliche diskriminierende Verhaltensweisen gegenüber Minderheiten von vorneherein auszuschließen. Die Schulungskonzepte sollen regelmäßig stattfinden und fortlaufend aktualisiert werden. Das Thema "Gewalt gegen Schwule und Lesben" wird im Rahmen von Kampagnen des Präventionsrates thematisiert. Die Geschäftsstelle des Präventionsrates setzt sich - zusammen mit dem Arbeitskreis "Jour fix Lesben und Schwule" unter dem Motto "Keine Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*" - für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Anti-Gewaltarbeit ein. Dem Arbeitskreis gehören neben der federführenden Geschäftsstelle des Präventionsrates - LSBTIQ-Anti-Gewalt-Projekte, die Stadt- und Bundespolizei, das Ordnungsamt, das Amt für multikulturelle Angelegenheiten sowie zeitweise auch die Stabstelle Flüchtlingsmanagement an. Der Arbeitskreis traf sich regelmäßig, um die verschiedenen möglichen Konflikt- und Problemfelder, die mit dem Thema Homosexualität verbunden sein können, zu erörtern und gemeinsam Lösungen anzustreben. Dazu gehört insbesondere auch eine gewaltpräventive Öffentlichkeitsarbeit. Der AK hat 2017 ein mehrsprachiges Plakat zu Sensibilisierung der Öffentlichkeit und zur Sichtbarmachung von Beratungsstellen gegen Gewalt erarbeitet. Das Plakat war die zentrale Aktivität des "AK Lesben und Schwule" im Berichtszeitraum. Besprochen wurden außerdem die Sicherheit des Frankfurter CSD und die Situation von LSBTIQ-Personen in Unterkünften für Geflüchtete. Im Jahr 2019 fanden keine Sitzungen des AKs statt. Menschen, denen aufgrund der Ablehnung ihrer sexuellen Identität Gewalt widerfährt, können in ihrer Not- und ihrer persönlichen Ausnahmesituation - mitunter als erstes - auf Einsatzpersonal des Rettungsdienstes treffen. Die Branddirektion legt großen Wert darauf, die Mitarbeitenden für diese Form und Ausprägung von Gewalt und Diskriminierung und ihre Auswirkung auf die Betroffenen besonders zu sensibilisieren. Dies gilt sowohl für eigenes Rettungsdienstpersonal als auch - im Rahmen der Kontroll- und Aufsichtstätigkeit des Rettungsdienstträgers - für das Personal der beauftragten Träger. Zum Umgang mit Gewalt gegen LSBTIQ-Personen gehört auch die Sicherstellung von psychosozialer Beratung von Personen, die Gewalt erlebt haben. Die Stärkung der Betroffenen und die psychosoziale Verarbeitung der Gewalt ist besonders wichtig, damit diese keine langwierigen Folgen auf die psychische Gesundheit der Betroffenen hat. Der Verein Broken Rainbow e.V. berät Frauen, Trans* und queere Personen zu diesen Themen. Im Berichtszeitraum wurde das Projekt "gewaltfreileben" des Vereins finanziell durch das Frauenreferat gefördert.
  5. Themenbereich Familie, Kinder- und Jugendarbeit An den einzelnen Sozialisationsinstanzen Kita, Schule, Berufsschulen findet in der Regel kaum LSBTIQ-gerechte Förderung statt; LSBTIQ-Personen sind hier oftmals heteronormativem Denken und Druck ausgesetzt. Trotz des in Hessen geltenden Sexualerziehungslehrplans, des Bildungs- und Erziehungsplans sowie einem gesteigerten Interesse an LSBTIQ-Themen sind Fachkräfte nicht im notwendigen Maße ausgebildet, um alle Kinder und Jugendlichen in ihrer Identitätsentwicklung zu unterstützen. Sensibilisierung zu LSBTIQ-Themen kann neben den formalen Bildungsbereichen auch in den non-formalen Bereichen stattfinden. Das Interesse an Informationen insbesondere zu Intergeschlechtlichkeit und Transgeschlechtlichkeit ist im Berichtszeitraum sowohl grundsätzlich in der Bevölkerung als auch beim pädagogischen Fachpersonal gestiegen. Die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen berät und begleitet pädagogische Einrichtungen und Initiativen in der Weiterentwicklung ihrer Konzeption. Die Sensibilisierung der Fachkräfte findet sowohl in Fortbildungen statt wie auch durch niedrigschwellige Angebote, wie beispielsweise der Veranstaltung "Revolution Movement Transgender" am 24.03.
  6. Die Veranstaltung wurde von der evangelischen Akademie in Kooperation mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten, dem Frauenreferat, der Kinothek Asta Nielsen und dem Zentrum Bildung der EKHN organisiert. Nach einer Filmvorführung informierte die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen gemeinsam mit DGTI e.V. und SCHLAU Frankfurt über die Wichtigkeit von Trans*-Themen in Kita, Schule und Ausbildung. 4.
  7. Schule Das Stadtschulamt fördert Angebote der Kinder- und Jugendhilfe im schulischen Bereich. Die Fachkräfte gehen aus Sicht des Stadtschulamts dabei sensibel und offen mit dem Thema sexuelle Orientierung und Geschlechteridentitäten um. Sie greifen schwulen- und lesbenfeindliche Verhaltensweisen in den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen und in Ausbildungs- bzw. Praktikumsbetrieben auf und unterstützen Kinder und Jugendliche individuell durch persönlichkeitsstabilisierende Gesprächsangebote und Begleitung in Konfliktsituationen im Schul- und Ausbildungsalltag. Sie beraten zum Teil auch Lehrkräfte und Eltern, die sich überfordert fühlen und entwickeln gemeinsam mit dem Projekt SCHLAU Angebote in den Schulen, die eine individuelle Auseinandersetzung über sexuelle Orientierungen und Geschlechteridentitäten ermöglichen. Ziel ist es, in Veranstaltungen mit Schulklassen, Ausbildungsbetrieben und Eltern durch Information, Aufklärung und Konfliktvermittlung, Vorurteile abzubauen, damit sich Kinder und Jugendliche, die lesbisch, schwul, bi oder transident sind, in der beruflichen Schule, im Ausbildungs- und Praktikumsbetrieb und auch im Elternhaus frei bewegen können. Dadurch sollen sie sich freundlich aufgenommen und akzeptiert fühlen. 4.
  8. Kita und Hort In der Elementarpädagogik fehlen bislang Ausbildungsmodule zu kindlicher Geschlechtsentwicklung und LSBTIQ-Themen. Daher hat die Fachstelle Diversität der Kita Frankfurt und die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen ein Modellprojekt zu "Sexueller Bildung" konzipiert. Im Modellzeitraum von 5 Jahren werden jährlich 16 Kita-Fachkräfte sexualpädagogisch fortgebildet. Die daraus resultierende Sensibilisierung und Stärkung der Regenbogenkompetenz führt zu vorurteilsbewusster Erziehung in den städtischen Kindertageszentren und Horten. Gleichzeitig zeigt die Fortbildung den enormen Beratungsbedarf von Eltern und Fachkräften im Umgang mit intergeschlechtlichen und/oder transgeschlechtlichen Kindern. Der städtische Träger Kita Frankfurt berät alle seine Einrichtungen mit der internen Fachstelle Beratung und Entwicklung explizit auch im Bereich Diversität. Das Thema Diversität nimmt ebenfalls einen großen Raum bei der Entwicklung und Umsetzung von Qualifizierungsangeboten, qualifizierenden Veranstaltungen und Fachtagen ein. Das Thema sexuelle Bildung steht (insbesondere seit 2018) im Zentrum der pädagogischen Auseinandersetzung und Konzeption von Kita Frankfurt. Hier gibt es vielfältige Angebote durch Kooperationen und der Fachstelle des Trägers sowie Beratung für die Einrichtungsteams. 4.
  9. Stadtbücherei Die Stadtbücherei hat derzeit 150-200 Titel zum Thema LSBTIQ in ihrem Bestand, darunter viele Titel, die in den letzten Jahren angeschafft wurden. Die Titel decken unterschiedliche Schwerpunkte ab. Diese waren u.a. Historisches, Homofeindlicheit in der gesellschaftlichen Gegenwart, homosexuelle Identität, die Überwindung gesellschaftlicher Konventionen, Homosexualität und Religion, schwule/lesbische Jugend, schwule/lesbische Liebe, LSBTIQ-Studien, Jugendbücher, Ratgeber sowie schwule/lesbische Erfahrungsberichte. Auch im Online-Angebot "Onleihe" sind verschiedene Titel verfügbar. In den zweimal jährlich erscheinenden Vorschlagsverzeichnissen zum Bestandsaufbau in Schulbibliotheken, die den Schulbibliotheksverantwortlichen vor Ort als Grundlage zur Medienauswahl dienen, berücksichtigt die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle | sba der Stadtbücherei Frankfurt am Main Medien zum Thema. 4.
  10. Jugendhilfe Der Magistrat unterstützt mit Nachdruck, dass Träger der Kinder- und Jugendhilfe bzw. Träger von Ganztagsangeboten - und über sie die Mitarbeitenden im Fachfeld Bildung und Betreuung - für die Lebensrealitäten von sog. Regenbogenfamilien sensibilisiert werden. Dies vor dem Hintergrund, dass Regenbogenfamilien nach wie vor von Diskriminierung auf individueller und struktureller Ebene betroffen sind. Es wird dabei vorausgesetzt, dass sich Trägerorganisationen und deren Mitarbeitende mit diversitätsbewusster Pädagogik befassen. Das Jugend- und Sozialamt erarbeitete gemeinsam mit dem Stadtschulamt im Jahr 2013 einen Orientierungsrahmen für eine genderbezogene Kinder- und Jugendarbeit in Frankfurt am Main. Der Orientierungsrahmen entstand in intensiver Diskussion mit Trägern und Institutionen der Mädchen- und Jungenarbeit und richtet sich an Einrichtungen und Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie an Schulen mit den Förderprogrammen Jugendhilfe in der Schule und Jugendhilfe in der Grundschule. Die im Orientierungsrahmen für eine genderbezogene Kinder- und Jugendarbeit geforderten Weiterbildungen werden seit 2014 in Kooperation zwischen der Fachhochschule Frankfurt, dem Jugend- und Sozialamt sowie dem Stadtschulamt umgesetzt. Sie richten sich an alle Teams der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendhilfe in der Schule und Jugendhilfe in der Grundschule. Ziel ist, dass die Teams gemeinsam Genderkompetenzen entwickeln: Dazu gehören sowohl Fachwissen als auch die Aneignung von Handlungskompetenzen. Sie sind zielgruppenbezogen, subjekt- und handlungsfeldorientiert sowie an aktuellen Diskursen ausgerichtet. Dabei werden auch Rollenzuschreibungen in den Teams sicht- und bearbeitbar. Seit 2014 haben 38 Teams aus den Förderprogrammen "Jugendhilfe in der Schule" und "Jugendhilfe in der Grundschule" an der Qualifizierung teilgenommen. Das Frauenreferat ist Ansprechpartner für die Belange von lesbischen Frauen und Mädchen und begleitet insbesondere im Bereich Mädchenpolitik offene Angebote der Kinder- und Jugendhilfe. Das
  11. Salongespräch 2019 hatte das Thema "Mädchen, Mädchen*, Mädchen_Queere Perspektiven der Mädchen*arbeit!". Nach einem Input durch die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen diskutierten die Fachkräfte aus dem KUSS41 (Our generation e.V.), dem Junglesbentreffen (LIBS e.V.), dem Fem Mädchenhaus, dem Mädchenkulturzentrum Mafalda und dem Interkulturellen Beratungs- und Bildungszentrum für Frauen Mädchen Seniorinnen (infrau e.V.). Thema war sowohl die Sensibilisierung von Mädchen*-Einrichtungen wie auch Möglichkeiten der Neu-Verortung von Mädchen-/Jungenarbeit in Frankfurt am Main. Our generation e.V. und LIBS e.V. stehen im kontinuierlichen und fachlichen Austausch mit dem Frauenreferat, dem Stadtschulamt und der Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen im AmkA.
  12. Themenbereich Gesundheit LSBTIQ-Lebensweisen wurden lange Zeit in der psychosozialen, medizinischen und therapeutischen Praxis pathologisiert. Diskriminierung und Stigmatisierung finden auch in der Gesundheitsversorgung vielerorts statt und verursachen damit Barrieren im Versorgungszugang. Beispielsweise wurde Homosexualität noch bis 1994 als psychische Krankheit geführt. Auch in der "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD)" wird Transidentität noch immer durch die Zuordnung von "Transsexualismus" zu den "Störungen der Geschlechtsidentität" pathologisiert. Im Zuge der Überarbeitung der ICD hat die zuständige Arbeitsgruppe (Working Group on Sexual Disorders and Sexual Health) empfohlen, die Kategorie Transsexualismus (F64.0) als Geschlechtsinkongruenz, d. h. als eine Nichtübereinstimmung der Geschlechtsidentität mit den Geschlechtsmerkmalen des Körpers, im Jugend- und Erwachsenenalter neu zu konzipieren. Auch die Kategorie Störung der Geschlechtsidentität im Kindesalters (F64.2) soll in Geschlechtsinkongruenz im Kindesalter umbenannt werden. Am
  13. Juni 2018 ist die finale Fassung der neuen Internationalen Klassifikation der Krankheiten, die ICD-11, vorgestellt worden. Diese ist am
  14. Januar 2022 in Kraft getreten. In der ICD-11 ist die Diagnose "Gender Incongruence" (Geschlechtsinkongruenz) dem neu geschaffenen Kapitel "conditions related to sexual health" (Probleme/Zustände im Bereich der sexuellen Gesundheit) zugeordnet worden. Damit ist nun ein wesentlicher Schritt in Richtung Entpathologisierung getan. Die Themen "Suizid" und "mentale Gesundheit" sind in der Gesundheitsversorgung von LSBTIQ-Menschen ein großes Thema. Die Suizidrate bei LSBTIQ-Jugendlichen ist beispielsweise 4-6-mal höher als die der Gesamtgruppe der Jugendlichen. Die Koordinierungsstelle begleitete 2018 gemeinsam mit Broken Rainbow e.V. einen Workshop zum Thema LSBTIQ - Suizid und Schule. Das Frankfurter Netzwerk Suizidprävention (FRANS) war mit Materialien am Stand des AmkAs während des CSD 2018 vertreten. Dadurch konnten die Besuchenden verstärkt auf Präventionsangebote aufmerksam gemacht werden. In der 2019 erschienen Broschüre "Gesundheit vor Ort: Suizid vorbeugen und verhindern" des Arbeitsbereichs "Gender und Gesundheit" im AmkA werden drei LSBTIQ-Beratungsinstitutionen (LIBS e.V., gewaltfreileben, Jugendzentrum KUSS41) vorgestellt. Dies rückt das bisher wenig behandelte Thema LSBTIQ innerhalb der Fachdebatte zu Suizid in den Vordergrund und stärkt die Frankfurter LSBTIQ-Beratungsstellen. In der Studie "Interkulturelle Öffnung in Einrichtungen der psychosozialen Dienste" des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten wurden auch Angebote für trans-, intergeschlechtlich oder queere Menschen abgefragt. Durch diese intersektionale Betrachtungsweise konnte in einer Bestandsaufnahme der Frankfurter Einrichtungen auch Auskunft über die Versorgungslage von LSBTIQ-Personen und ihre interkulturelle Öffnung gegeben werden. Für die Branddirektion gehört es zur beruflichen Ethik und zum Selbstverständnis der Mitarbeitenden, Menschen mit Respekt zu behandeln und ihnen in Notsituationen Hilfe zu leisten - unabhängig von Herkunft, Religion, Weltanschauung oder sexueller Identität der Betroffenen. Dies wird den Mitarbeitenden innerhalb als auch außerhalb des operativen Einsatzdienstes von Beginn an im Rahmen der Aus- und Fortbildung als tragendes Leitmotiv der Aufgabenerfüllung vermittelt.
  15. Themenbereich Kultur Kunst- und Kulturprojekte eignen sich sowohl zur Stärkung der LSBTIQ-Communitys als auch dazu, die breite Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Das Kunst- und Geschichtsprojekt "We are part of Culture" zeigt durch Portraits die Errungenschaften von historischen LSBTIQ-Personen in Technik, Medizin, Kunst etc. Es wurde bundesweit in Bahnhöfen ausgestellt und war vom 26.10.-14.11.2017 in Frankfurt am Main zu sehen. Am 26.10.2017 wurde es durch die Dezernentin für Integration und Bildung eröffnet. Durch den Etatantrag E3 vom 26.04.2017 werden seit 2017 Mittel zur Finanzierung des vom AIDS-Hilfe Frankfurt e. V. betriebenen Bar. Café SWITCHBOARD bereitgestellt. Die Mittel werden zur Finanzierung der Reihe "SWITCHKultur" verwendet. Die Volkshochschule Frankfurt am Main zeigte im kommunalen Kino Filme zum Thema LGBTQIA+ aus Europa, Afrika und vor allem Lateinamerika. Im Eröffnungsfilm des Venezuelafestivals am 14.11.2019 ging es beispielsweise um Intersexualität. Gemeinsam mit LLL e.V. (Lebendiges Lesben Leben - Zentrum für Kommunikation, Kultur, Bildung, Beratung und Lebenshilfe e.V.), dem Trägerverein des Lesbisch-Schwulen Kulturhauses LSKH, sind in Kooperation mit dem AmkA im Berichtszeitraum neue Veranstaltungsformate erarbeitet und durchgeführt worden. Dies diente zur Stärkung des LSKH - als wichtiges Zentrum für Kultur, Bildung und Selbstorganisation von LSBTIQ-Personen. Außerdem ist das LSKH ein niedrigschwelliger Ort für die Darstellung von Kunst und Kultur marginalisierter Künstler_innen. Die regelmäßigen Formate des Hauses sind das LesCafé, die LesBar, der Tanztee, sowie die Lesbisch-Schwule Lesenacht während der Buchmesse. U.a. durch die Projektförderung wird das LSKH seit 2017 verstärkt von jüngeren und marginalisierten Gruppen genutzt, die sich mit Themen wie "Mehrfachdiskriminierung" oder "Trans- und Intergeschlechtlichkeit" beschäftigen oder Ausstellungsprojekte erarbeiten. Im Berichtszeitraum waren die Ausstellungen "Colourblind", "Max ist Marie", "25 Jahre CSD" sowie "20 Jahre Queeramnesty" zu Gast im LSKH. Neben neuen regelmäßigen Formaten wie den "queeren Barabenden" fanden eine Vielzahl von Veranstaltungen statt. Unter anderem waren dies: - Podiumsdiskussion "Dritte Option: Was kann das neue Gesetz" am 8.2.2019 - Lesung und Workshop "Nachhaltiger Aktivismus" am 25.+26.1.2019 - SCHLAU-Workshop am 7.1.2019 - Mehrere Treffen des Queeren Schreibcafés im Herbst 2018 - Workshop "Körpererfahrungen für Trans*- Menschen" am 3.9.2018 - Fachtag "Transidentität" für soziale Berufe am 11.8.2018 - Lesung: LESBEN Raus! Für mehr lesbische Sichtbarkeit mit Stephanie Kuhnen am 20.4.2018 - Workshop "Aus der LSBTIQ-Buchstabensuppe schlau werden" am 4.12.2017 - Der Transgender Day of Remembrance am 20.11.2017 - Vortrag und Podiumsdiskussion zum Intersex Awarness Day am 30.10.2017 Außerdem förderte der Magistrat über das Amt für multikulturelle Angelegenheiten im Berichtszeitraum folgende Kulturprojekte - Teilfinanzierung des "CDJ Workshops für Frauen und LGBTQ-Personen": Es wurde dabei die Möglichkeit geboten, sich musikalisch auszudrücken und zwar in einem Bereich, der normalerweise von Männern dominiert wird; entsprechende Erfahrungen wurden gesammelt und mit der Technik wurde sich vertraut gemacht. (our generation e.V.) - Teilförderung des theaterpädagogischen Workshops "GeschlechterRolleMensch", der als Teil einer Reihe von präventiven Angeboten zu den Themen Heteronormativität und Homofeinlichkeit angeboten wird. In den Workshops wurde mit Mitteln des Theaters den Schüler_innen die Möglichkeit geboten, sich mit den Themen Geschlechterrollen und sexuelle Orientierung auseinanderzusetzen. (Kreidekreis e.V.)
  16. Themenbereich Geschichte und Erinnerungskultur Dem Thema LSBTIQ-Geschichte kam im Berichtszeitraum besondere Bedeutung zu. Im Jahr 2018 hat die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen eine Vorstudie in Auftrag gegeben, um die Geschichte der Verfolgung und Repressionen von LSBTIQ-Menschen in Frankfurt am Main ab 1933 schrittweise aufzuarbeiten, zu dokumentieren und später zu veröffentlichen. Diese Forschungsempfehlungen wurden einem Fachpublikum am 16.10.2019 präsentiert. Sie enthalten neben Erkenntnissen über Materialbestände vor allem Empfehlungen für weitergehende Forschungsthemen und Suchstrategien. Insgesamt gestaltet sich das Ziel, LSBTIQ-Geschichte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, als schwierig, da viele relevante Aspekte für Frankfurt noch nicht erforscht sind. Lediglich die Verfolgung von Männern durch die Strafverfolgungsbehörden ist für Frankfurt bis dato teilweise dokumentiert. In der kommunalen Auseinandersetzung mit Geschichte kommt dem Austausch mit anderen Kommunen und deren Strategien eine besondere Bedeutung zu. Deshalb moderierte die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen das Forum "Entdecken: Wie können wir die kommunale Geschichte von Lesben und transgeschlechtlichen Menschen entdecken?" auf der Konferenz der LADS Berlin "Für eine Erinnerungskultur in Städten und Kommunen zur Sichtbarmachung der Geschichte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen" am 6. und
  17. Juli
  18. Auf Grundlage des Antrags NR 608/2013 (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 04.07.2013, § 3367) hat das AmkA im Rahmen des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transfeindlichkeit am 17.5. im Berichtszeitraum jährlich eine Gedenkveranstaltung vorbereitet. Die Stadt Frankfurt gedenkt dabei mit einem Kranz am Mahnmal der Homosexuellenverfolgung (Frankfurter Engel, Klaus-Mann-Platz) den Verfolgten des NS-Regimes, sowie heutigen Opfern von Homo- und Transfeindlichkeit. Im Jahr 2018 fand parallel zur Gedenkveranstaltung ein Aktionstag des Bündnisses für Akzeptanz und Vielfalt an der Hauptwache statt. Die Gedenkveranstaltung, die durch die Dezernentin für Integration und Bildung eröffnet wurde, war insbesondere durch kurze Reden aus der LSBTIQ-Community geprägt. 2019 begann die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen eine Neukonzeption der Gedenkveranstaltung. Beginnend mit diesem Jahr soll jeweils ein anderer Aspekt des Gedenkens im Vordergrund stehen, um einerseits der Vielschichtigkeit des Themas gerecht zu werden und andererseits aktuelle Themen aufgreifen zu können. Im Jahr 2019 lag der Schwerpunkt auf der Verfolgung von Männern durch den §175 während des Nationalsozialismus. Die Gastrede hielt die Initiative Stolpersteine Frankfurt, die im Herbst 2019 neun Stolpersteine für Verfolgte des §175 in Frankfurt verlegt hat. Die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen übernahm im Namen der Stadt Frankfurt die Patenschaft für Karl Alberti. Die anderen Patenschaften wurden durch LSBTIQ-Vereine und Einzelpersonen übernommen. Die Gedenkveranstaltung wurde in Erinnerung an den 2018 verstorbenen Wolfgang Lauinger mit Swing-Musik untermalt. Außerdem wurde die Veranstaltung zu Ehren des
  19. Geburtstag des verstorbenen Wolfgang Lauingers unterstützt. Diverse Reden gaben Einblick in das Leben und Wirken des Verstorbenen und thematisierten die Rehabilitierung verfolgter Homosexueller. (LSVD Landesverband Hessen e.V.)
  20. Themenbereich Sport und Tourismus Für die kommunale Sportförderung sind die städtischen Sportförderrichtlinien maßgeblich. Der Jugendanteil in den Sportvereinen ist darin als Kriterium für die Gewährung von Zuschüssen festgeschrieben. Kriterien wie Geschlecht, Staatsangehörigkeit oder sexuelle Orientierung sind in den von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Sportförderrichtlinien nicht thematisiert. Die von der Stadt Frankfurt veranstalteten oder geförderten Sportveranstaltungen sind für alle Sportinteressierte offen, die Teilnahme möglichst vieler Menschen in all ihrer Vielfalt ist ausdrücklich erwünscht. Bei der Vergabe der städtischen Sportanlagen und -hallen wird auf Gleichbehandlung aller Nutzenden geachtet, die Einrichtungen stehen für alle zur Verfügung. Die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, am Sportleben in dieser Stadt aktiv teilzunehmen. Grundsätzlich sind im Sportbereich starre binäre Geschlechtszuordnungen zu Sportarten als "typisch weiblich" oder "typisch männlich" oftmals mit Ausgrenzungserfahrungen für LSBTIQ-Personen verbunden. Dies kann sowohl durch die Einteilung in Wettbewerben, als auch durch die Ausgestaltung von Umkleiden verursacht werden. Ebenso belastend sind Stereotypen zu homosexuellen und inter- bzw. transgeschlechtlichen Personen im Sportangebot. Lesbische Frauen werden im Sport häufig vermännlicht, insb. Leistungssportlerinnen, da sie oft über überdurchschnittliche Fähigkeiten (Kraft, Schnelligkeit) verfügen, die männlich konnotiert sind. Schwule Männer werden feminisiert. Deutlich wird die Wirkungsweise von Stereotypen u.a. im Bereich des Männerfußballs, wo es keinen aktiven geouteten Spieler in der Deutschen Fußballbundesliga gibt. Ein dauerhafter Verzicht auf sportliche Aktivitäten und der damit verbundene Selbstausschluss aus Interessengebieten und aus sozialen Beziehungen können für LSBTIQ-Personen zusätzlich belastend wirken. In dieser Hinsicht ist es wichtig, dass es Sportvereine und Angebote gibt, die sich explizit an Communitys richten, damit ihnen ein Schutzraum gewährt wird. Da über Kontakt Stereotype abgebaut werden können, ist jedoch auch eine Öffnung und offener Umgang bestehender Vereine mit dem Thema wichtig. Viele explizit homosexuelle Vereine öffnen sich zudem auch für heterosexuelle Sportler_innen, um darüber Akzeptanz auch in der Mehrheitsgesellschaft herzustellen. Der Zusammenschluss in eigenen Sportverbänden und insbesondere die Ausrichtung von Vereinsveranstaltungen stärkt das Selbstbewusstsein und schafft Vorbilder für jüngere Menschen. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten fördert dieses Anliegen mit einer Co-Finanzierung und einer Mitbewerbung über die AmkA-Medien. Die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen steht außerdem in ständigem Austausch mit den in Frankfurt tätigen schwul-lesbischen Sportvereinen. Gefördert wurden im Berichtszeitraum: - Fehlbedarfsfinanzierung des
  21. XMAS Multisportturniers für schwule und lesbische Sportler_innen mit über 1.000 Teilnehmenden aus 30 verschiedenen Ländern. Der Verein ist Hessens größter schwul-lesbischer Sportverein. (Multisportturnier, Frankfurter Volleyball Verein e.V.) - Anteilsfinanzierung der Arbeitstagung für sämtliche Queer Football Fanclubs. Im Rahmen der Veranstaltung wurden von Mitgliedern vieler LSBTIQ-Fanclubs aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Großbritannien zusammen Strategien und Ideen im Kampf für mehr Toleranz und Akzeptanz von LGBTIQ im Sport und gegen Homophobie entwickelt. (Regenbogenadler e.V.) - Fehlbedarfsfinanzierung des
  22. XMAS Multisportturniers für schwule und lesbische Sportler_innen mit über 1.000 Teilnehmenden aus 30 verschiedenen Ländern. (Multisportturnier, Frankfurter Volleyball Verein e.V.) Die Tourismus+Congress GmbH Frankfurt (TCF) bietet im Rahmen der touristischen Vermarktung der Stadt Frankfurt am Main seit 2013 die Broschüre "Gay Frankfurt" - Stadtführer für Schwule und Lesben an. Neben den üblichen Frankfurter Sehenswürdigkeiten werden in der Publikation auch spezielle Angebote der Communitys vorgestellt. Die TCF setzt bei ihren Werbemaßnahmen zunehmend auf eine verstärkte Zielgruppen- und Themenausrichtung und verwendet seit Mitte 2019 die Abkürzung LSBTIQ+ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer or Questioning; das Plus fasst die restlichen Begriffe zusammen). Die TCF verfasst und schaltet Anzeigen sowie redaktionelle Beiträge in und für verschiedene Medien - in diesem Jahr z. B. unter dem Titel "QUE(
    • E)R durch die Stadt mit der Frankfurt Card" (diese Anzeige entstand im Rahmen des CSD-booklets) oder "Summer in Mainhatten". Auch beteiligte sich die TCF am Produkt Friends NAVIGAYTOR(
    • r), dem Szenestadt- plan, der sich trotz Internet, iPhone und Apps großer Beliebtheit erfreut und zur am meisten verbreiteten schwul-lesbischen Reiseinformation gehört. Das Thema LSBTIQ wird unter dem Begriff "LGBTQ+" auch regelmäßig auf den Festen der TCF umgesetzt. So gibt es auf dem Wäldchestag eine Regenbogenbühne und auf dem Museumsuferfest eine Regenbogenarea. 2019 organisierte die TCF in Kooperation mit Juan García und seiner Agentur "juan garcía ypunto" sowie dem Fotografen Philip Kanchana ein Fotoshooting zum Thema LSBTIQ. Es entstanden Aufnahmen, die für allgemeine und LSBTIQ Community spezifische Marketingaktionen genutzt werden sollen.
  23. Themenbereich Strukturelle Integration Die Branddirektion berichtet, dass eine Prüfung der Satzungen der Branddirektion im Frankfurter Stadtrecht Anpassungsbedarfe im Hinblick auf sprachliche Gleichbehandlung und geschlechtsneutrale bzw. geschlechterinklusive Sprache ergab. Entsprechende Anpassungen sind im Zuge der nächsten Anwendung der jeweiligen Satzung vorgesehen. Die Branddirektion setzt sich sowohl im haupt- als auch im ehrenamtlichen Bereich für Vielfalt ein. Vermeintliche Stereotype bezogen auf die zahlreichen bei der Branddirektion vertretenen Berufsgruppen spielen bei der Personalauswahl und -Personalführung keine Rolle. Die Branddirektion geht insbesondere davon aus, dass potenziell diskriminierende und aus fachlicher Sicht überholte Tauglichkeitsmerkmale, die vereinzelt noch in der für die Prüfung der gesundheitlichen Eignung des feuerwehrtechnischen Personals herangezogenen Polizeidienstvorschrift 300 (PDV 300) enthalten sind, bei den amtsärztlichen Einstellungsuntersuchungen grundsätzlich nicht mehr zur Anwendung kommen.
  24. Themenbereich Arbeit und Wirtschaft Das Thema Arbeit war eines der Schwerpunktthemen der Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen im Berichtszeitraum. Durch Studien, wie der 2017 erschienenen "Out im Office", ist die Arbeitssituation lesbischer, schwuler, bisexueller und Trans*-Beschäftigter in Deutschland", die oft von Diskriminierung und Abwertung von LSBTIQ- Personen am Arbeitsplatz geprägt ist, gut dokumentiert. Demnach erleben drei Viertel der LSB-Beschäftigten Diskriminierung in mindestens einer Form: Rund zwei Drittel davon haben eine voyeuristisch-gesteigerte Auseinandersetzung durchlitten; etwa 40 Prozent erleben ignorierende Segregation oder sexuelle Belästigung. Knapp zwei Drittel der Diskriminierungen sind AGG-nah, ein Fünftel ist sogar strafrechtlich relevant. Zudem haben vier von zehn Trans*-Beschäftigten eine trans*-spezifische Diskriminierung erfahren. Gleichzeitig eignet sich der Arbeitsplatz als Ort für Antidiskriminierungs-und Sensibilisierungsprojekte. Mit dem Ziel städtische Verwaltung zu sensibilisieren, sowie LSBTIQ-Vereine und Interessensgruppen des Themenfeldes Arbeit zu vernetzen, fand in den Jahren 2018 und 2019 das Aktionsforum "LSBTIQ und Arbeit" statt. Dabei standen bei einer ersten Veranstaltung der Informationsaustausch und die Erarbeitung von Bedarfen im Vordergrund. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes stellte die Ergebnisse der Erhebung "LSBTIQ*-Lehrkräfte in Deutschland. Diskriminierungserfahrungen im Umgang mit der eigenen sexuellen und geschlechtlichen Identität im Schulalltag" vor. Außerdem referierte PROUT AT WORK zum Thema "LSBTIQ in Großunternehmen". In der anschließenden Gesprächsrunde konnten sich "LSBTIQ-Mitarbeiter_innen-Netzwerke" aus Unternehmen, LSBTIQ und Gleichstellungsbeauftragte der Gewerkschaften und LSBTIQ-Vereine über Bedarfe in der Arbeitswelt austauschen. Dabei vernetzten sich die Teilnehmenden; es entstanden neue Kooperationen. Am 02.04.2019 wurden die im September gesammelten Bedarfe in einer weiteren Arbeitsgruppe auf ihre kommunale Bedeutung geprüft und Artikelvorschläge für eine Publikation zum Thema Arbeit ausgearbeitet. Die Publikation ist im November 2020 erschienen. Sie richtet sich an Interessierte und enthält neben Fachartikeln auch Anleitungen zur praktischen Umsetzung eines LSBTIQ-freundlichen Klimas am Arbeitsplatz. Außerdem listet sie die Kontaktadressen von Frankfurter Anlaufstellen im Kontext LSBTIQ und Arbeit auf. Dies wird zur einer stärkeren Bündelung der Aktivitäten im Bereich LSBTIQ und Arbeit führen. Während des Berichtszeitraums organisierte die Koordinierungsstelle außerdem gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences einen Fachtag für Studierende und Lehrende mit dem Titel "Soziale Arbeit und queere Sexarbeit". Der Fokus lag in der Vermittlung der besonderen Lage von "Trans*-Personen als Sexarbeiter_innen" und mann-männlicher Sexarbeit im Kontext der sozialen Arbeit. Der Fachtag sensibilisierte zukünftige Fachkräfte und machte gleichzeitig die prekären Arbeitsverhältnisse sichtbar, in denen sich LSBTIQ-Personen befinden. Er fand am 14.5.2019 statt und eröffnete gleichzeitig die IDAHOT-Woche der FRA-UAS. Am 25.5.2018 organisierte der Völklinger Kreis u.a. in Kooperation mit dem AmkA eine DiverseCity-Veranstaltung, die unter dem Motto "Empfang der Vielfalt" im Ergebnis den Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und LSBTIQ-Vereinen gestärkt hat. Als Arbeitgeberin ist auch die Stadt Frankfurt aufgefordert, sich mit Diversität und Vorurteilsbewusstheit in ihren Dienststellen und Betrieben zu befassen. Für den Mainova-Konzern als kommunalen Betrieb beispielsweise ist eine wertschätzende und respektvolle Haltung gegenüber den Mitarbeitenden Teil des unternehmerischen Selbstverständnisses. Diese Haltung versteht sich als unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Behinderung, Staatsangehörigkeit, Ethnie, sexueller oder politischer Orientierung und wurde in einem Verhaltenskodex so festgeschrieben. Der Mainova-Konzern verurteilt nach eigener Darstellung jegliche Form von Diskriminierung und Gewaltverherrlichung und duldet keine menschenverachtenden Aussagen oder Gesten, sondern tritt diesen entschieden entgegen.
  25. Themenbereich Sichtbarkeit und öffentlicher Raum Im Berichtszeitraum fand zweimal der Christopher Street Day in Frankfurt am Main statt. Der CSD ist mit Abstand die größte Veranstaltung zu LSBTIQ-Themen, bei der Personen in Frankfurt und Umgebung sichtbar werden. Der CSD in Frankfurt setzt Signale für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen und wirft ein Schlaglicht auf die große Bereicherung, die die Community für die Stadt Frankfurt darstellt. Gleichzeitig steht der CSD für ein konsequentes Ablehnen von Homo-, Trans- und Menschenfeindlichkeit sowie Gewalt. Wegen seiner großen Strahlkraft innerhalb und außerhalb der Community fördert der Magistrat seit 2017 den CSD jährlich mit 10.000€. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Kulturprogramm des CSD sowie Formaten, die marginalisierte Themen wie Mehrfachdiskriminierung, Trans*feindlichkeit oder Rassismus innerhalb der Community thematisieren. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten ist seit dem Arbeitsbeginn der Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen mit einem eigenen Stand auf der Infostraße vertreten und informiert die Öffentlichkeit zu Themen wie Antidiskriminierung, mentaler Gesundheit, Regenbogenfamilien usw. Zum 25-jährigen Jubiläum des Christopher Street Days konnten die Besuchenden außerdem eine eigens dafür entwickelte Regenbogentasche bei einem Quiz gewinnen. Die Taschen und die Aufkleber des AmkA erfreuen sich seit 2017 großer Beliebtheit und werden auch außerhalb des CSD nachgefragt. Seit Juli 2018 sind außerdem die in den Vorjahren nur während der CSD-Tage installierten "gleichgeschlechtlichen Ampelmännchen" dauerhaft am Straßenübergang Kurt-Schuhmacher-Straße/Konstabler Wache angebracht. Die Streuscheiben zeigen statt einer einzelnen grünen bzw. roten Figur jeweils zwei Figuren. Die beide Figuren sind jeweils als "Frauenpaar" bzw. "Männerpaar durch kleine Herzen bzw. Händchenhalten als Liebespaar erkennbar. Die Installation führt zu einer dauerhaften Sichtbarkeit von lesbischen und schwulen Symbolen in der Innenstadt. Grundlage hierfür ist der Antrag NR 478/2017 (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 01.02.2018 §2239) Der Christopher Street Day bietet drei Tage lang ein kulturelles Programm an der Konstabler Wache. Höhepunkt ist eine gemeinsame Demonstration in der Frankfurter Innenstadt. Der Magistrat beflaggt zu diesem Anlass den Römerberg. Die symbolische Beflaggung des Römerbalkons am Samstag um 12.00 Uhr durch die Dezernentin für Integration und Bildung ist gleichzeitig der Startschuss für die Demonstration. Darüber hinaus gibt es auf Grundlage des Antrags NR 608/2013 (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 04.07.2013, § 3367) seit dem Jahr 2013 einen städtischen CSD-Empfang im Kaisersaal, um dem CSD e.V. und den LSBTIQ-Communitys für ihr hohes ehrenamtliches Engagement im Namen der Stadt Frankfurt zu danken. Der Empfang findet jährlich am 28.06., dem Jahrestag der Stonewall-Aufstände in der Christopher Street in New York, statt. Öffentliche Parks und Grünanlagen der Stadt Frankfurt am Main stehen nach Angaben des Grünflächenamtes grundsätzlich allen Personen jederzeit und unentgeltlich offen, unabhängig von Alter, Einkommen, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit oder sexueller Orientierung.
  26. Themenbereich Migration und Flucht LSBTIQ-Geflüchtete zählen nach Art. 21 der EU-Aufnahmerichtlinie (Richtlinie 2013/33/EU) zu den besonders schutzbedürftigen Personen. Sie müssen mit dem Ziel der Wiederherstellung bzw. Erhaltung ihrer Gesundheit, sowie dem Ausgleich der Benachteiligung angemessen versorgt werden. Die Stabsstelle Unterbringungsmanagement und Flüchtlinge hat mit dem Verein Rainbow Refugees Frankfurt Bedarfe identifiziert, die im April 2018 zur Eröffnung des sogenannten "Safe House" (in Trägerschaft der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V.) geführt haben. Diese für LSBTIQ-Personen vorgehaltene Unterkunft war binnen kurzer Zeit belegt. Der Bedarf übersteigt die Kapazitäten der Einrichtung. Die Stabsstelle hat außerdem gemeinsam mit den Rainbow Refugees Frankfurt und der AIDS-Hilfe Frankfurt Sensibilisierungsschulungen für Mitarbeitende von Geflüchtetenunterkünften und der Sozialen Dienste im Jugend-und Sozialamt organisiert. Das durch die Schulungen vermittelte Wissen führte zu einer besseren Begleitung von LSBTIQ-Personen, die nicht im Safe House untergebracht werden können. Bei einem Kooperationstreffen der Stabsstelle und der Frankfurter Unterkunftsbetreiber im August 2019 informierte die Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen die Betreiber außerdem über die Neuerung im PStG hinsichtlich der Geschlechtskategorie "divers". Im Berichtszeitraum förderte das Amt für multikulturelle Angelegenheiten außerdem: - Co-Finanzierung der Lesung "Weggehen und Ankommen". Im Rahmen der Lesung wurde die Möglichkeit geboten, dass lesbische, schwule und transidente Personen, die migriert sind von ihren Erfahrungen mit Fremdheit, Liebe, Zugehörigkeit und Freiheit erzählen und die politischen Entwicklungen der letzten Jahre besprechen. (LIBS e.V.) - Co-Finanzierung des Projektes "Unter dem europäischen Asyl-Regenbogen: Intersektionale, queere Herausforderungen", welche Geflüchteten, NGOs, Studierenden und anderen Interessierten die Möglichkeit geboten hat, eine offene Diskussion zum Thema zu führen. (Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien)
  27. Abschließende Einschätzung Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 15.12.2005 zeigt den Willen des Magistrats, Frankfurt zu einer weltoffenen Stadt zu machen. Auf dem Weg dorthin sind Maßnahmen in unterschiedlicher Intensität ergriffen und umgesetzt worden. Insgesamt ist Frankfurt am Main eine Stadt, in der LSBTIQ-Personen gut leben können. Das zeigt sich u.a. in den vielseitigen Kooperationen, die Ämter mit LSBTIQ-Vereinen eingehen, aber auch in einzelnen Modellprojekten, in denen die Stadt bundesweit eine Vorreiterrolle einnimmt. Die 2005 beschlossenen Maßnahmenempfehlungen des Runden Tisches "Lesben und Schwule" konnten bislang nur teilweise umgesetzt werden. In einigen Themenbereichen brachten Ämter und Eigenbetriebe durch eigene Maßnahmen und Initiativen wertvolle Inklusions- und Öffnungsprozesse in Gang. Durch die Einrichtung der Koordinierungsstelle für LSBTIQ-Themen konnten diese Prozesse stärker gebündelt, professionalisiert und langfristig bearbeitet werden. Dies betrifft insbesondere Themenbereiche mit starken zivilgesellschaftlichen Anlaufstellen bzw. Vereinen und/oder Teilen der Verwaltung, in denen bereits eine Sensibilisierung für die Zielgruppe stattgefunden hat. In anderen Bereichen ist seit Bestehen des Berichts wenig Veränderung wahrnehmbar. Das bezieht sich insbesondere auf Bereiche, die keine Stellungnahmen im Rahmen des Berichts verfassen bzw. eher allgemein gültige Aussagen zu Antidiskriminierung treffen, ohne deutlich zu machen, wie der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Maßnahmenkatalog umgesetzt wird oder welche eigenen Maßnahmen geplant werden. Eine Aktualisierung der Maßnahmenempfehlungen sowie der Abfrage generell, insbesondere zur Inklusion von Trans- und Intergeschlechtlichkeit sowie der Mehrfachdiskriminierung erscheint auch im Zuge der derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungen als notwendig.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 17. März 2006BB 154Weltoffenes Frankfurt - auf dem Weg zu einer lesben- und schwulenfreundlichen Stadt (B.454/04)Magistratsbericht
  2. 19. September 2008BB 608Weltoffenes Frankfurt am Main - auf dem Weg zu einer lesben- und schwulenfreundlichen Stadt (B 454/04)Magistratsbericht
  3. 3. Dezember 2010BB 727Weltoffenes Frankfurt am Main - auf dem Weg zu einer lesben- und schwulenfreundlichen StadtMagistratsbericht
  4. 29. Juli 2013BB 384Weltoffenes Frankfurt am Main - auf dem Weg zu einer lesben- und schwulenfreundlichen Stadt (B 454/04)Magistratsbericht
  5. 4. Juli 2014BB 232Weltoffenes Frankfurt am Main - auf dem Weg zu einer lesben- und schwulenfreundlichen Stadt (B 454/04)Magistratsbericht
  6. 11. September 2015BB 335Weltoffenes Frankfurt am Main - auf dem Weg zu einer lesben- und schwulenfreundlichen Stadt (B 454/04)Magistratsbericht
  7. 7. Dezember 2018BB 394Weltoffenes Frankfurt am Main - auf dem Weg zu einer lesben- und schwulenfreundlichen StadtMagistratsbericht
  8. 30. September 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 863 Wochen
    BB 383Weltoffenes Frankfurt am Main - auf dem Weg zur einer lesben- und schwulenfreundlichen Stadt
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 12 · 01.11.2022
TO I, TOP 16
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 383 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltBFF-BIG
Sonstige:
ÖkoLinX-ELF (Kenntnis)FRAKTION (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Kenntnis)

Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
Sitzung 12 · 10.11.2022
TO I, TOP 8
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 383 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPVoltBFF-BIG
Sonstige:
AfD (Kenntnis)ÖkoLinX-ELF (Kenntnis)FRAKTION (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Kenntnis)

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