Das Gedächtnis von Heddernheim stärken - Ortsgeschichte erlebbar machen
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Zusammenfassung
Der Magistrat plant, die Nutzung des Heddernheimer Schlosses zu stärken und die Ortsgeschichte erlebbar zu machen. Dazu sollen verschiedene Nutzungskonzepte geprüft und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. Ziel ist es, die Interessen der örtlichen Akteure zu berücksichtigen und eine sinnvolle Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes zu gewährleisten.
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Alt-Heddernheim — 4 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 06.10.2026.
- Priorität für das Kindeswohl bei der Haushaltsplanung: Pflicht-Hitzemessung, Integration von KLUG- und HAGE-Vorgaben und Bereitstellung eines sofortigen Sonderbudgets für den Hitzeschutz in städtischen Kindertagesstätten (Kita Frankfurt) im Ortsbezirk 8 –06.10.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Produktbereich: 34 Grundstücks- und Gebäudemanagement Produktgruppe: 34.04 Grundstücks- und Gebäudemanagement Das Heddernheimer Schloss sanieren und aufwerten13.01.2026 · E (Etatantrag Stadtverordnetenversammlung)
- Produktbereich: 34 Grundstücks- und Gebäudemanagement Produktgruppe: 34.04 Grundstücks- und Gebäudemanagement Planungsmittel für die Sanierung des Heddernheimer Schlosses27.11.2025 · EA (Etatanregung Ortsbeirat)
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Neues zu Alt-Heddernheim per E-MailBericht
Die Stadt Frankfurt am Main als Eigentümerin der Liegenschaft Alt-Heddernheim 30 hat ein großes Interesse an einer sinnvollen und dauerhaften Nutzung des Gebäudes Heddernheimer Schloss. Deshalb hatte auch der Magistrat Nutzungskonzepte erstellt und prüft deren Umsetzbarkeit. Diese schienen von den Wünschen der Ortsvereine für einen Stadtteil-Treffpunkt abzuweichen und die Nutzung zu Wohnzwecken bzw. als Kindertagesstätte zu favorisieren und ausweiten zu wollen. Dem starken Druck auf die Kommunen zur Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl von Hortplätzen bzw. adäquater und bezahlbarer Wohnflächen sollte Rechnung getragen werden.
Im September 2024 hat ein Gesprächstermin mit den örtlichen Akteuren in diesbezüglicher Angelegenheit stattgefunden.
Hier wurden neben einer Inaugenscheinnahme der Liegenschaft und der Bestandsnutzungen spätere Nutzungskonzepte erörtert. Einigkeit herrschte zwischen den örtlichen Akteuren und den Vertretern der Stadt, dass Bestandsnutzungen nicht verdrängt, sondern eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden soll zu der Frage, ob alle formulierten Nutzungsinteressen (Erweiterung KiZ 33, Heimatmuseum, Mehrzweckraum, Bestandswohnungen oder zumutbare Umsetzung der Mieter, Verwaltungsräume für die Vereine) mit oder ohne Rekonstruktion des Mansardendaches in dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble abgebildet werden können.
In einem weiteren Schritt wird also in einer Machbarkeitsstudie die Bestandserhebung mit Analyse des Sanierungsbedarfs definiert und dargelegt werden. In diesem Rahmen soll auch die restauratorische Befunderhebung des Bauwerks als Grundlage für weitere Entscheidungen bis zur baudenkmalpflegerischen Genehmigung berücksichtigt werden. Die Verträglichkeit des Nutzungskonzeptes ist mit Denkmalbehörden abzustimmen.
Eine erste vorsichtige Kostenschätzung beziffert die Kosten für eine bestandserhaltende Sanierung des denkmalgeschützten Hauptgebäudes mit ca. 632.000 €.
Für die Umsetzung des Konzepts "Ein Schloss für Heddernheim" des Bürgervereins und des Vereinsrings, welches neben der Vorhaltung des Kindergartens, einer Nutzung als Heimatmuseum, als Bürgertreff mit Mehrzweckraum, als Verwaltungsräume für die Karnevalsvereine und als Hausmeisterwohnung die Rekonstruktion des historischen Mansardendaches vorsieht, veranschlagt die Kostenschätzung einschließlich der Maßnahmen für eine Barrierefreiheit des Gebäudes ca. 3 Mio. € zuzüglich die bestandserhaltenden Sanierungsmaßnahmen aus Ziffer a).
Der Stiftsgarten ist, wie auch das Stiftsgebäude sowie der dazwischenliegende Straßenbereich, als Kulturdenkmal gem. HDSchG geschützt. Derzeit gibt es keine Überlegungen für eine Umplanung oder Sanierung des sogenannten "Stiftsgartens". Im städtischen Haushalt stehen aktuell keine Mittel für Planung und Bau bereit. Von einer analogen Informationstafel wird in diesem Fall abgeraten. Die Anregung einer Aufnahme des Ortes in das digitale Gedenken wird an das Historische Museum Frankfurt weitergeleitet, damit sie ggf. bei entsprechenden Erweiterungen der Frankfurt History App berücksichtigt wird.
Zurzeit wird ein geeigneter Autor gesucht, der die Geschichte der Familie von Riedt untersucht und die hierfür erforderlichen Archivrecherchen in Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Marburg, Darmstadt und Würzburg durchführt.
Davon unberührt ist die Tatsache, dass die Beantragung für Umbenennung von Straßen und Plätzen im Verantwortungsbereich des zuständigen Ortsbeirates liegt. Straßennamen- und Zusatzschilder sind bereits angefertigt worden ("Von-Riedt-Anlage", siehe Anhang), die im Rahmen einer Feierlichkeit in diesem Jahr enthüllt werden sollen. Zeitgleich soll der Beschluss über die Benennung im Amtsblatt für die Stadt Frankfurt am Main bekanntgemacht werden. Ein entsprechender Bekanntmachungstext und -plan für das Amtsblatt ist vorbereitet. Der Benennung liegt der Initiativbeschluss des OBR 8 vom 15.6.2023, OI 20, zugrunde.
Die weitere Nutzbarkeit der Grünfläche des "Stiftsgartens" als Aufstellfläche für Feste bedarf einer denkmalrechtlichen Genehmigung. Die Denkmalverträglichkeit der weiteren Nutzbarkeit ist gegenüber den Denkmalbehörden stets nachzuweisen. Zur Genehmigung der Umgestaltung des Stiftgartens bedarf es eines gartendenkmalpflegerischen Gutachtens als Basis für ein Umgestaltungskonzept.
Der Magistrat sieht für bauliche Maßnahmen im Straßenbereich, wie beispielsweise eine Aufpflasterung, derzeit keine Notwendigkeit.
Der Übergang vom Gehweg auf die Straße ist an dieser Stelle bereits durch eine Verschmälerung der Fahrbahn und durch Drängelgitter gesichert. Das Fahrtempo der Fahrzeuge wird dadurch verringert und Fußgänger:innen können nicht einfach auf die Straße gelangen. Sie sind auch frühzeitig sichtbar.
Der Doppel-Haushalt 2024/25 musste mit Einsparungen beschlossen werden. Die im Ersuchen des Ortsbeirates 8 aufgelisteten und beschriebenen Maßnahmen konnten daher leider nicht mehr berücksichtigt werden. Der Magistrat wird aber weiterhin, wie bisher, für den Bauunterhalt des Kulturdenkmals Alt-Heddernheim 30 Sorge tragen. Der Magistrat begrüßt ausdrücklich die Bereitschaft des Ortsbeirates 8 sich an den Kosten für die Umgestaltung des Stiftgartens und die Aufstellung der Informationstafeln zu beteiligen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. Januar 2025 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (5 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Die Vorlage B 27 dient als Zwischenbericht zur Kenntnis. (Ermächtigung gem. § 3 Absatz 3 GOOBR) 2. Der Magistrat wird beauftragt, den jeweils aktuellen Stand der einzelnen Projekte, die bearbeitet werden (Kita, Wohnen, Heimatmuseum, Vereinsräume, Sanierung des Gebäudes, Rekonstruktion Mansarddach, wissenschaftliche Begleitung, analoge Infotafel im Park und Verschönerung der Von-Riedt-Anlage) in einem halbjährlichen Bericht aktualisiert und unter Berücksichtigung der Anregung OM 6445 und der Beratungen mit dem Runden Tisch gemäß Anregung OM 6131 dem Ortsbeirat darzustellen; 3. Die in dem Bericht B 27 enthaltene Stellungnahme des Magistrats, Informationen zum Schloss und zur Familie von Riedt nur im Rahmen eines digitalen Gedenkens anbieten zu wollen, wird zurückgewiesen. Der Magistrat wird beauftragt, eine ansprechende analoge Informationstafel für die Von-Riedt-Anlage umzusetzen. Der Ortsbeirat hat hierzu Mitfinanzierungszusagen im Rahmen des Ortsbeiratsbudgets bereits gegeben (OI 20, Zif. 9). 4. Der Magistrat wird beauftragt, die seit 1961 am Eingang zur Von-Riedt-Anlage aufgestellte spätbarocke Brunnenstele aus Sandstein, die zum Schlosskomplex gehörte, bis zur offiziellen Einweihung der Von-Riedt-Anlage von Moos, Flechten, Grünspan usw. zu säubern; außerdem wird der Magistrat beauftragt, die Bodenplatten rund um die Brunnenstele zu erneuern. 5. Der Magistrat wird aufgefordert, die weitere Nutzbarkeit der Von-Riedt-Anlage als Aufstellfläche insbesondere für das Heddernheimer Straßenfest sicherzustellen.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme