Vergabepraxis für Aufträge im Handwerk prüfen
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die Vergabepraxis für Handwerkeraufträge in Frankfurt zu überprüfen, um die Reparaturen an Schulen zu beschleunigen und die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Es sollen Kriterien wie Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit in den Vergabeprozess integriert werden, um kleinen und mittelständischen Unternehmen bessere Chancen zu bieten.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Um die Reparaturen an Frankfurter Schulen zu beschleunigen und zu verbessern, soll der Magistrat prüfen und berichten, wie die Vergabe von Handwerkeraufträgen im Frankfurter Stadtgebiet gestaltet werden kann, um zu passenden Rahmenbedingungen und einer verbesserten Beteiligung von lokalen Unternehmen am Wettbewerb zu führen. Hierbei sollen bei städtischen Ausschreibungen vor allem die Kriterien Qualität, Verlässlichkeit, Regionalität, Innovation und Nachhaltigkeit bei den Vergabekriterien, sowie die Initiative "Faires Handwerk", eine starke Rolle spielen. In diesem Sinne soll auch geprüft werden, wie die rechtlichen Spielräume für diese Vergabekriterien aussehen und die daraus resultierenden praktischen Folgen für die betroffenen Betriebe sind im Vergabeprozess zu berücksichtigen. In der Erarbeitung dieser entsprechenden Vergaberichtlinien soll auch die Expertise der Innungen ausreichend miteinbezogen werden. Hierbei kann der bei der Stadtkämmerei angedockte Arbeitskreis Vergabe ein grundsätzlich geeignetes Gremium darstellen, das miteinbezogen werden soll. Insbesondere sollen aber auch die dezentralen Vergabestellen der bauenden Ämter sowie die verantwortlichen Dezernate berücksichtigt werden.
- Zur Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen soll geprüft werden, inwieweit Aufträge generell in möglichst kleine Fach- und Teillose unterteilt werden müssen oder können. Die genaue Ausgestaltung dieser Lose sollte praxisgerecht und handhabbar für alle Beteiligten sein. Hierzu ist auch zu untersuchen, welche organisatorischen Maßnahmen auf Seiten der Stadt Frankfurt getätigt werden müssen, um den Zweck des öffentlichen Vergabewesens eine effektive und effiziente Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen für die öffentliche Hand zu sein, die sich am Gemeinwohl orientiert, zu ermöglichen.
- Insbesondere soll auch die Einführung eines Dynamischen Beschaffungssystems (DBS) geprüft werden, als auch die vorgeschriebene Nutzung des digitalen Vergabemanagement-Systems. Hinzu soll geprüft und berichtet werden, wie eine höhere Transparenz und Bürokratieabbau im Ausschreibungs- und Bewerbungsprozess ermöglicht werden kann. Das Ziel soll hier eine deutliche Vereinfachung und Beschleunigung des Vergabeprozesses sein, der klar verständlich ist und niemanden benachteiligt.
Begründung
In Frankfurt zeigt sich insbesondere bei kleinen Unternehmen, dass diese seit Änderung der Vergabepraxis aufgrund aufwendiger Prozesse bei den Ausschreibungen Schwierigkeiten haben sich am Wettbewerb zu beteiligen. Daher muss ein Kompromiss gefunden werden, der die lokale Wirtschaft unterstützt, indem ein freier und fairer Wettbewerb gewährleistet wird. Der Gesetzgeber sieht vor, dass kleinen und mittleren Unternehmen gleiche Chancen gegeben werden müssen, indem z. B. Aufträge in kleinere Losgrößen unterteilt werden. Der gesetzliche Spielraum für die Unterstützung lokaler Unternehmen soll genutzt werden, um die Vielfalt der Frankfurter Wirtschaft zu stärken. Mehr Transparenz soll durch die Bereitstellung von Informationen über die Entscheidungsprozesse gewährleistet werden, sodass Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einen klaren Einblick erhalten und diese nachvollziehen können. Dies führt zu einer Stärkung und Erhöhung des Vertrauens in den Vergabeprozess. Zudem soll der Bewerbungsprozess entbürokratisiert und transparenter gestaltet werden. Ein einfaches und verständliches Verfahren soll einen freien und angeregten Wettbewerb gewährleisten, der auch lokalen Unternehmen eine Chance bietet.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 19. August 2025 brachte CDU diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 18.09.2025 im Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, Linke, Volt und FRAKTION gegen CDU und AfD (= Annahme) sowie FDP (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1335) zu 2. GRÜNE, SPD, Linke, Volt und FRAKTION gegen CDU (= unter Hinweis auf NR 938/24), FDP und AfD (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (NR 938 = Annahme, NR 1335 =Annahme im Rahmen der Vorlage NR 938/24)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU, BFF-BIG und AfD (= Annahme) sowie FDP (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1335) zu 2. GRÜNE, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU (unter Hinweis auf NR 938/24), FDP und AfD (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 938/24) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (NR 938 und NR 1335 = Prüfung und Berichterstattung) Stadtv. Yilmaz (NR 938 = Prüfung und Berichterstattung, NR 1335 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, Linke, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz gegen CDU, BFF-BIG und AfD (= Annahme) sowie FDP (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1335) zu 2. GRÜNE, SPD, Linke, Volt, FRAKTION und Stadtv. Yilmaz gegen CDU (= unter Hinweis auf NR 938/24), FDP und AfD (= Annahme), BFF-BIG (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 938/24) sowie Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)