Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Frankfurt-Höchst: Endlich mehr Sauberkeit durch datengestützte, präventive Überprüfung und Beseitigung von Müll Hotspots

Vorlagentyp: STMagistrat
12 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat hat das Projekt "Stadtsauberkeit Plus" initiiert, um die Sauberkeit in Frankfurt-Höchst durch datengestützte Maßnahmen zu verbessern. Ziel ist es, Müll-Hotspots präventiv zu überprüfen und zu beseitigen, um die Lebensqualität in den Stadtteilen zu erhöhen.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Abfall und Sauberkeit verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Der Magistrat steht in regelmäßigem Austausch mit der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES), um frühzeitig auf neue Müll-Hotspots zu reagieren und die Stadtreinigung und Abfallentsorgung auf die sich ändernden Gegebenheiten in Frankfurt anzupassen und zu optimieren.

Da bekannt ist, dass es in unterschiedlichen Stadtteilen auch unterschiedliche Problemlagen gibt, wurde das Projekt "Stadtsauberkeit Plus" initiiert. Dabei werden Reinigungskonzepte erarbeitet, die auf die jeweiligen Problemlagen passgenau abgestimmt sind. Im Kern der einzelnen Konzepte steht dabei eine enge Verzahnung zwischen Straßenreinigung und Logistik der Abfallentsorgung, eine digitale Unterstützung der Arbeitsprozesse und eine enge Einbindung der Arbeitsteams in die jeweiligen Stadtteile.

Erste, sehr positive Erfahrungen mit dieser Herangehensweise konnten im Bahnhofsviertel gemacht werden. Durch die Einbindung eines festen Reinigungsteams in die Strukturen des Viertels konnte die Sauberkeit dort deutlich verbessert und die Beschwerdelage erheblich reduziert werden.

In den westlichen Stadtteilen, darunter auch Höchst, wurde bei Auswertung der über die Qualitätssicherung der FES erhobenen Kennzahlen festgestellt, dass eine Vielzahl kleinerer Müllablagerungen bestimmend für den negativen Gesamteindruck war. Diese kleinen Ablagerungen unter einem Kubikmeter (also einzelne Stühle, kleinere Regale oder sonstige Möbel) wurden bisher nicht über die Sperrmüllabfuhr, sondern über die Teams der Straßenreinigung entfernt. In Straßen mit niedriger Reinigungsfrequenz (Reinigungsklassen I und II) standen diese Ablagerungen daher bisher über mehrere Tage auf der Straße, was zu einem negativen Gesamteindruck führte.

Seit der dritten Kalenderwoche 2025 wird über das Projekt "Stadtsauberkeit Plus westliche Stadtteile" ein gesondertes Sperrmüllfahrzeug eingesetzt, das diese kleineren Ablagerungen, aber auch größere, wilde Sperrmüllablagerungen regelmäßig entfernt.

Zum Auftakt des Projektes wurden die folgenden Straßen in Höchst regelmäßig kontrolliert und dort vorhandene Ablagerungen abgefahren:

Königsteiner Straße

Mainberg

Bolongarostraße

Kasinostraße

Höchster Marktplatz

Windthorststraße

Entsprechende Stellen in Sossenheim, Unterliederbach, Zeilsheim und Nied werden ebenfalls berücksichtigt.

Diese Liste wird laufend überprüft und angepasst. Die in der Anregung des Ortsbeirats 6, OM 6499, aufgeführten Hotspots sind daher auch schon integriert worden.

In den ersten beiden Monaten seit Start von Stadtsauberkeit Plus im Westen wurden rund 300 Ablagerungen pro Monat entfernt, im Februar waren dies in der Summe über 15 t Abfall.

Bei der Erfassung der wilden Ablagerungen im Rahmen des Projektes wird ergänzend ein KI-System eingesetzt. Dieses erlaubt eine Integration in die Tourenplanung der Stadtreinigung bzw. eine optimierte Leistungserbringung durch das zusätzliche Sperrmüllfahrzeug und hat bereits zu einer deutlich geringeren Beschwerdequote geführt. Auch in den Sauberkeitskennzahlen der Qualitätssicherung lässt sich der positive Effekt dieser Änderung der Entsorgungslogistik bereits ablesen.

Eine eventuelle Anpassung der Einsatzbereiche oder anderer Elemente der Projektstruktur wird in den Routine-Terminen zwischen FES und Umweltamt regelmäßig besprochen, so dass schnell auf sich ändernde Situationen in den Stadtteilen reagiert werden kann.

Von der Erhebung einer Statistik über die Meldeplattform Mängelmelder muss dagegen abgesehen werden: Zum einen ist die Aussagefähigkeit fragwürdig, da es insbesondere bei stark frequentierten Bereichen vorkommt, dass die selbe Ablagerung mehrmals von unterschiedlichen Personen gemeldet wird. Zum anderen ist eine Auswertung dieser Meldeplattform nach Meldeorten derzeit schlichtweg technisch nicht möglich.

Weiterhin möchte der Magistrat darauf hinweisen, dass bei der Umsetzung der Maßnahmen dennoch ein gerechtes Gleichgewicht zwischen präventiver Reinigung und der Verantwortung jedes Einzelnen gewahrt bleiben muss. Ein dauerhaft verstärkter Reinigungseinsatz an Müll-Hotspots darf nicht dazu führen, dass Fehlverhalten - wie illegale Ablagerungen - faktisch bevorzugt behandelt wird, während korrektes Verhalten (die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen) nicht denselben Vorteil erfährt.

Eine nachhaltige Lösung erfordert daher neben der Reinigung auch konsequente Maßnahmen zur Verhaltenssteuerung, etwa durch gezielte Aufklärung und, wo notwendig, Sanktionen gegen illegale Müllentsorgung.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 23. Januar 2025OFOF 1150/6Frankfurt-Höchst: Endlich mehr Sauberkeit durch datengestützte, präventive Überprüfung und Beseitigung von MüllHotspotsOrtsbeiratsantrag · SPD
  2. 11. Februar 2025OMOM 6499Frankfurt-Höchst: Endlich mehr Sauberkeit durch datengestützte, präventive Überprüfung und Beseitigung von MüllHotspotsDirektanregung
  3. 14. April 2025Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 12 Wochen
    STST 637Frankfurt-Höchst: Endlich mehr Sauberkeit durch datengestützte, präventive Überprüfung und Beseiti-gung von Müll Hotspots
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen