Jährlicher Stromverbrauch/Wärme durch Rechenzentren in den Stadtteilen
Zusammenfassung
Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit dem jährlichen Stromverbrauch und den Wärmeemissionen von Rechenzentren in Frankfurt. Es wird festgestellt, dass eine spezifische Betrachtung der einzelnen Rechenzentren notwendig ist, um mikroklimatische Auswirkungen zu bewerten. Die Prognosen zeigen einen signifikanten Anstieg des Stromverbrauchs bis 2030.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Grundsätzlich steigen mit der Leistung der Rechenzentren die Wärmeemissionen. Allerdings sind allein anhand der Energie-/Stromverbräuche der Rechenzentren keine pauschalen Aussagen zu den mikroklimatischen Auswirkungen möglich.
Hierfür wäre eine spezifische Betrachtung der einzelnen Rechenzentren erforderlich: Dabei ist jeweils die Lage in Bezug auf die mesoklimatischen Gegebenheiten (Wärmebelastung, Luftaustausch), die Technik und Anordnung der wärmeemittierenden Anlagenteile (insbesondere Kühler, Transformatoren, Ersatzenergieanlagen) sowie eine mögliche Abwärmenutzung elementar.
Der Stromverbrauch der Rechenzentren entwickelt sich seit der ersten Erfassung in 2017 linear steigend. Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung:
| Jahr | NRM | Syna | Summe | CO2 in |
| Tonnen 2017 | 789 | 248 | 1.037 | 574.498 |
| 2018 | 877 | 321 | 1.198 | 626.554 |
| 2019 | 1010 | 416 | 1.426 | 681.628 |
| 2020 | 1200 | 524 | 1.724 | 755.112 |
| 2021 | 1300 | 616 | 1.916 | 839.120 |
Die CO2 - Berechnung erfolgte mit dem jeweils gültigen nationalen Emissionsfaktor, mit dem auch die kommunale CO2 Bilanz berechnet wird. Dieser Faktor wird besser, je mehr erneuerbare Energien im Strommix enthalten sind.
Die aktuelle Prognose der Entwicklung des Stromverbrauchs der RZ geht von einem Verbrauch von 2800 GWh im Jahr 2025 und ca. 4000 GWh im Jahr 2030 aus.
Die Zahlen zum Stromverbrauch konnten leider nur aggregiert auf das gesamte Versorgungsgebiet von den Netzdiensten Rhein Main und Syna ermittelt werden. Die Aufteilung auf die einzelnen Stadtteile war aufgrund des Schutzes der Kundendaten der Unternehmen nicht möglich.
Die Auswertung der existierenden und geplanten Rechenzentrumsstandorte (sofern bekannt) in Frankfurt ergab folgendes Bild:
| Stadtteil | Anzahl Rechenzentren * |
| Bahnhofsviertel | 1 |
| Bockenheim | 2 |
| Fechenheim | 1 |
| Gallus | 13 |
| Griesheim | 2 |
| Gutleutviertel | 2 |
| Innenstadt | 1 |
| Kalbach | 3 |
| Niederrad | 2 |
| Niederursel | 1 |
| Ostend | 24 |
| Rödelheim | 4 |
| Schwanheim | 1 |
| Seckbach | 13 |
| Sossenheim | 11 |
| Westend-Süd | 1 |
Tabelle 1_ Rechenzentren in Frankfurt bis 2028
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 21. September 2020BB 474Rechenzentren in FrankfurtMagistratsbericht
- 24. Mai 2021OFOF 23/11Jährlicher Stromverbrauch/Wärme durch Rechenzentren in den StadtteilenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 5. Juli 2021OMOM 489Jährlicher Stromverbrauch/Wärme durch Rechenzentren in den StadtteilenDirektanregung
- 27. September 2021STST 1770Jährlicher Stromverbrauch/Wärme durch Rechenzentren in den StadtteilenStellungnahme
- 4. März 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 76 WochenSTST 564Jährlicher Stromverbrauch/Wärme durch Rechenzentren in den StadtteilenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab