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Prüfung der Umwandlung der Mierendorffstraße in eine Einbahnstraße

Vorlagentyp: ST Magistrat

Stellungnahme des Magistrats

Bei dem genannten Ortstermin zur Schulwegsicherung am 28.02.2025 wurden Bedenken geäußert, dass es auf der Mierendorffstraße im Bereich des Haupteingangs zur Wöhlerschule (gegenüber der Hausnummer 11) zu Konfliktsituationen zwischen einfahrenden Schüler*innen auf dem Rad aus dem Norden und dem Kfz-Verkehr in Fahrrichtung Norden komme. Es gibt an dieser Stelle jüngst keine aufgezeichneten Unfälle. Es handelt sich bei der Situation um ein übliches Einfahren in eine Zufahrt, bei der der entgegenkommende, bevorrechtigte Verkehr beachtet werden muss. Um die beschriebene Situation nicht mehr auftreten zu lassen, wurde bei dem Ortstermin vorgeschlagen, in der Mierendorffstraße zwischen Fritz-Tarnow-Straße und Carl-Goerdeler-Straße eine Einbahnstraße in Fahrtrichtung Süden einzurichten. Im Folgenden werden die bestehende Verkehrsführung sowie verschiedene Varianten und deren verkehrliche Auswirkungen auf das restliche Quartier aufgezeigt. Dabei wurde die in der Ortsbeiratsanregung geforderte Gewährleistung einer "sinnvollen Verkehrsführung" dahingehend aufgefasst, dass die Zu- und Ausfahrt in das Gebiet (wie im Bestand) sowohl über die Eschersheimer Landstraße als auch über den Marbachweg bestehen bleibt. Die Änderungen der Verkehrsführung werden in schwarzen Pfeilen dargestellt. Bestand Variante 1 Bei Einrichtung einer Einbahnstraße in dem beschriebenen Abschnitt der Mierendorffstraße muss auch die bestehende Einbahnstraße in der Fritz-Tarnow-Straße zwischen Carl-Goerdeler-Straße und Mierendorffstraße in Fahrtrichtung Osten gedreht werden, da die Zufahrt in die beiden Straßenabschnitte sonst nicht mehr möglich wäre (ein Zweirichtungsverkehr im Abschnitt der Fritz-Tarnow-Straße wäre nur bei Entfall der Stellplätze auf der Südseite möglich). Durch diese Änderung der Verkehrsführung ist zu erwarten, dass Verkehr zwischen der Eschersheimer Landstraße und dem Machbarweg dann überwiegend die Mierendorffstraße nutzt. Außerdem würde die Ausfahrt für den motorisierten Individualverkehr für einen großen Teil des Quartiers nur noch auf den Marbachweg (und nicht mehr direkt auf die Eschersheimer Landstraße) möglich sein. Ebenso wäre die Zufahrt für einen großen Teil des Quartiers nicht mehr über den Marbachweg, sondern nur über die Eschersheimer Landstraße möglich. Variante 2 In dieser Variante würde zusätzlich die Drehung der Einbahnstraße im östlichen Abschnitt der Carl-Goerdeler-Straße erfolgen. Dadurch würde der Verkehr zwischen Eschersheimer Landstraße und Marbachweg durch das Quartier ausschließlich über die Mierendorffstraße und nicht mehr über die Carl-Goerdeler-Straße erfolgen. Die Ausfahrt aus dem Quartier wäre in dieser Variante jedoch für alle Startpunkte auch auf die Eschersheimer Landstraße möglich, auf den Marbachweg könnte nur für einen Teil des Quartiers ausgefahren werden. Die Zufahrt wäre für einen etwas größeren Teil des Quartiers als in der Variante 1 weiterhin über den Marbachweg möglich. Aufgrund des Wochenmarktes im westlichen Abschnitt der Carl-Goerdeler-Straße müsste jedes Mal eine temporäre Änderung der Verkehrsführung erfolgen, da sonst das Ausfahren aus der Carl-Goerdeler-Straße zu dieser Zeit nicht möglich wäre. Variante 3 Zusätzlich zu den Änderungen aus Variante 2 würde hier auch in der nördlichen Carl-Goerdeler-Straße die Einbahnstraße gedreht werden. Dadurch wäre die Zu- und Ausfahrt aus dem gesamten Gebiet sowohl auf den Marbachweg als auch auf die Eschersheimer Landstraße möglich, teilweise jedoch mit umwegigerer Führung als im Bestand. Die Auswirkungen der verschiedenen Varianten werden in der folgenden Tabelle zusammengefasst: Entschärfung der Konflikt-situation Wöhlerschule Zufahrt Gebiet Ausfahrt Gebiet Verkehrsbelastung Mierendorffstraße Verkehrs-belastung insgesamt Gesamt Bestand - 0 0 0 0 - Variante 1 + -- -- 0 -- ----- Variante 2 + -- -- - - ----- Variante 3 + 0 0 -- -- --- Es wird ersichtlich, dass von den drei Varianten die Variante 3 die wenigsten negativen Auswirkungen auf den Kfz-Verkehr des restlichen Quartiers hat, wobei mit höheren Verkehrsbelastungen im gesamten Quartier gerechnet werden kann. Die Verkehrsbelastung in der Mierendorffstraße in südlicher Richtung wäre vermutlich ähnlich hoch wie im Bestand, jedoch konzentriert auf die Richtung der Einbahnstraße. Dadurch sind höhere Geschwindigkeiten zu erwarten. Fazit: Die beschriebene Situation vor der Schule wird als nicht gefährlich im besonderen Maße eingestuft. Deshalb wird die Verhältnismäßigkeit einer solchen Änderung der Verkehrsführung in Frage gestellt. Vor diesem Hintergrund rät der Magistrat, den Bestand zu belassen.

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