Umweltschutz im Ortsbezirk 1: Mehrwegpflicht in Frankfurt umsetzen - Pilotbezirk Bahnhofsviertel mit Kaisermarkt und Hauptbahnhof
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Umsetzung einer Mehrwegpflicht im Bahnhofsviertel von Frankfurt, um die Vermüllung zu reduzieren. Ziel ist es, ein einfach verständliches Mehrwegsystem zu etablieren und Einwegverpackungen zu verbannen. Dies soll die Lebensqualität im Stadtteil verbessern und die Umwelt schützen.
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge gemäß §3 Absatz 10 GOOBR folgende Anregung (OM)
an den Magistrat beschließen:
Der Magistrat wird gebeten, eine Übersicht über die in Frankfurt gängigen Mehrwegsysteme zu erstellen, auf eine Begrenzung der verschiedenen Anbieter hinzuwirken, sich für ein Verbot von Einwegverpackungen einzusetzen sowie in der Übergangszeit den Preis für Einwegverpackungen anzuheben.
Im Ortsbezirk 1 soll das Bahnhofsviertel als Pilotbezirk ausgewiesen werden. Dabei sollen das Bahnhofsviertel mit dem Kaisermarkt und dem Hauptbahnhof die Rolle einer Vorreiter*in und Botschafter*in für ganz Frankfurt einnehmen, da es durch die Vermüllung des öffentlichen Raumes in besonderer Weise betroffen ist.
Begründung
Die Müllberge im Bahnhofsviertel, häufig verursacht durch Verpackungsmaterial, werrden von den Menschen als unzumutbar wahrgenommen und sind nur durch ein vernünftiges und einfach verständliches Mehrwegsystem in den Griff zu bekommen. Seit dem 01.01.2023 gilt eine Mehrwegpflicht in Deutschland. Gastronom*innen müssen Mehrweg-Alternativen zu Einwegverpackungen anbieten, um dem Verpackungsmüll zu reduzieren. Derzeit besteht eine sehr unübersichtliche Marktsituation und die Ausleihbedingungen sind unübersichtlich und vielfältig. Mal kostet die Ausleihe für Kund*innen eine Grundgebühr, mal nicht. Mal haben Kund*innen 7 Tage bis zur Rückgabe, mal 14 Tage. Mal müssen Gastronom*innen die Behälter kaufen, mal zahlt der Betrieb nichts. Außerdem sind Kund*innen nicht daran gebunden und dürfen Einwegverpackungen verlangen. Ziel muss sein, das Angebot zu standardisieren und die Anbieter auf eine möglichst kleine Anzahl zu begrenzen, um die Übersichtlichkeit zu steigern und Kund*innen den "Umstieg" zu erleichtern. Darüber hinaus müssen die Verkaufspreise von Speisen in Mehrwegverpackungen günstiger sein als in Einwegverpackungen, so dass sie sukzessive "aussterben".
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 31. Januar 2023Sie sind hierOFOF 735/1Umweltschutz im Ortsbezirk 1: Mehrwegpflicht in Frankfurt umsetzen - Pilotbezirk Bahnhofsviertel mit Kaisermarkt und HauptbahnhofOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 21. Februar 2023OMOM 3577Umweltschutz im Ortsbezirk 1: Mehrwegpflicht in Frankfurt umsetzen - Pilotbezirk Bahnhofsviertel mit Kaisermarkt und HauptbahnhofDirektanregung
- 5. Mai 2023Antwort des Magistrats · nach 13 WochenSTST 1036Umweltschutz im Ortsbezirk 1: Mehrwegpflicht in Frankfurt umsetzen - Pilotbezirk Bahnhofsviertel mit Kaisermarkt und HauptbahnhofStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE und CDU gegen FDP und Die Partei (= Ablehnung); SPD und LINKE. (= Enthaltung)