Leben an der Nidda: Zugang zur Nidda im Zusammenhang mit dem Rückbau des Hausener Wehrs im Bereich des Treutengrabens planen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert den Magistrat auf, die Zugänglichkeit zur Nidda im Rahmen des Rückbaus des Hausener Wehrs zu planen und einen Wasserlehrpfad oder Wasserspielplatz zu schaffen. Dies soll die naturnahe Umgestaltung fördern und den Bürger:innen einen sicheren Zugang zur Nidda ermöglichen.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenAntrag
Bezug: V 533 vom 1.11.22, hervorgegangen aus OF 216/7 vom 18.10.2022, ST 1624 vom 7.8.2023
rp-darmstadt.hessen.de/files/2025-04/16-2_anlage_02-01 -02_lageplan_profilaufweitung_treutengraben.pdf, Anl_02.01.02
www.stadtentwässerung-frankfurt.de/gewaessernaturnaher -nidda-umbau.html
Der Magistrat wird gebeten,
- in der Planung des Amtes der Stadtentwässerung (SEF) für den Rückbau des Hausener Wehrs das Interesse des Ortsbeirats zu vertreten, dass eine Zugänglichkeit zur Nidda an dem abgeflachten Teil auf der Höhe der Straße "Im Treutengraben" ermöglicht wird,
- sich deshalb für eine größere Zurückverlegung des von der SEF geplanten Wegs in dem abgeflachten Teil der renaturierten Nidda einzusetzen,
- die Anlage eines Wasserlehrpfads/Wasserspielplatzes zu planen, der über spielerische Elemente das Leben in und um die Nidda erfahrbar macht.
Begründung
Die Stadtentwässerung Frankfurt am Main (SEF) bereitet seit einigen Jahren die naturnahe Umgestaltung des Hausener Wehrs in Frankfurt vor. Die Planungen wurden der Öffentlichkeit 2018 in mehreren Veranstaltungen vorgestellt. Den entsprechenden Antrag eines Planfeststellungsverfahrens hat die SEF beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt gestellt. Das RP Darmstadt hat das dafür erforderliche Anhörungsverfahren eingeleitet und die entsprechenden Planunterlagen zur Einsichtnahme der Öffentlichkeit vom 29. April bis 30. Mai 2025 zur Einsichtnahme ausgelegt. Sowohl die Bürger:innen in Praunheim als auch in Hausen haben in diversen Formaten (z.B. in der Planungswerkstatt Praunheim) eine Möglichkeit gewünscht, Zugang zur Nidda zu bekommen. Dies ist durch die beiden Wehre in Hausen und Praunheim allerdings mit gravierenden Gefahren verbunden, so dass sich dieser Wunsch als bislang nicht realisierbar herauskristallisiert hat. Der geplante Umbau des Hausener Wehres hat den Planungsunterlagen gemäß zur Folge, dass im Bereich des Treutengrabens, oberhalb des Willy-Petri-Stegs, die Verschiebung des Niddauferwegs in östlicher Richtung vorgesehen ist Damit kann die kanalisierte Nidda in diesem Bereich verbreitert, abgeflacht und naturnäher werden. "Es werden Flachwasserzonen und Bereiche mit unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten entstehen, die zu einer größeren Strukturvielfalt führen und somit Lebensräume für verschiedene Tiere bieten, ohne dass der Hochwasserschutz gefährdet wird." (zitiert nach ST 2279 vom 17.12.22) Genau deshalb könnte nun eine Zugänglichkeit durch eine Gestaltung als Wasserlehrpfad oder Wasserspielplatz geplant und realisiert werden. Dazu müsste man der Nidda - anders als bei der vorliegenden Planung des Rückbaus des Hausener Wehrs - in der abgeflachten Zone etwas mehr Platz lassen. Die Fläche wäre vorhanden. Der Vorteil wäre, dass dieser Bereich durch eine wirkliche Gestaltung nicht in gleicher Weise wie in Nied unsachgemäß und den ökologischen Zielen entgegenstehend genutzt wird. Der Magistrat hat eine Prüfung zugesagt und betont: "Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main steht der Anlage eines Wasserlehrpfades in der Niddaaue grundsätzlich positiv gegenüber". (ST 1624 vom 7.8.2023) Dazu müsste sich der Magistrat nun aktiv in die Planung des SEF einbringen, um die Möglichkeit einer Anlage eines Wasserlehrpfads/Wasserspielplatzes offen zu halten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 7. September 2021VV 125Niddarenaturierung und Umbau Hausener WehrAnfrage
- 17. Dezember 2021STST 2279Niddarenaturierung und Umbau Hausener WehrStellungnahme
- 30. September 2022STST 2279Kindertagesstätte "Praunheimer Strolche"Stellungnahme
- 18. Oktober 2022OFOF 216/7Ein Wasserlehrpfad an der NiddaOrtsbeiratsantrag · die_farbechten-LINKE.
- 1. November 2022VV 533Ein Wasserlehrpfad an der NiddaAnfrage
- 6. Februar 2023STST 406Ein Wasserlehrpfad an der NiddaStellungnahme
- 7. August 2023STST 1624Ein Wasserlehrpfad an der NiddaStellungnahme
- 24. September 2025Sie sind hierOFOF 556/7Leben an der Nidda: Zugang zur Nidda im Zusammenhang mit dem Rückbau des Hausener Wehrs im Bereich des Treutengrabens planenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE, SPD, CDU, Linke, FDP
- 21. Oktober 2025OMOM 7530Leben an der Nidda: Zugang zur Nidda im Zusammenhang mit dem Rückbau des Hausener Wehrs im Bereich des Treutengrabens planenDirektanregung
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und farbechte/Linke und FDP gegen CDU und BFF (= Ablehnung)