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Bruchfeldplatz Niederrad: Bürgerwille respektieren - keine Abstriche bei der Umgestaltung

Vorlagentyp: STMagistrat
184 Wochen bis zur Antwort6 Stationen im Verfahren
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Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats zur Umgestaltung des Bruchfeldplatzes in Niederrad zielt darauf ab, den Bürgerwillen zu respektieren und keine Abstriche bei der Planung vorzunehmen. Dabei sollen aktuelle klimatische Herausforderungen berücksichtigt werden, um nachhaltige und inklusive öffentliche Räume für alle Generationen zu schaffen.

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Stellungnahme des Magistrats

Die Vorplanungsvorlage basiert auf einem Vorentwurf aus dem Jahr 2018, der grundsätzlich, wie in allen Projekten, im nächsten Schritt der Entwurfsplanung weiter konkretisiert und ausformuliert sowie den aktuellen Entwicklungen wie dem deutlichen Klimawandel angepasst wird. Hierzu zählen bspw. die Minimierung der Versiegelung, die Klimatoleranz der geplanten Baumarten und Pflanzungen, die nachhaltige Sicherung und der Schutz der Bestandsbäume, die Berücksichtigung der topografischen Verhältnisse hinsichtlich möglicher Starkregenereignisse, der nachhaltige Umgang mit den bestehenden Objekten, die Planung kühler, schattiger Aufenthaltsorte sowie die Anforderungen an Barrierefreiheit, Inklusion und eine nachhaltige Unterhaltung. Der Bürgerwille und die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbefragung von Dezember 2023 sind dabei maßgeblich in die Planung eingeflossen. Um Planungssicherheit zu erhalten wurde die Weiterentwicklung zur Entwurfsplanung zudem in zwei intensiven Planergesprächen (September 2023 und Dezember 2024) mit allen Fraktionsvertretern des Ortsbeirates 5 abgestimmt. Der Ortsbeirat 5 kann gerne auf den Magistrat zur Beantwortung seiner weiteren Fragen zukommen.

Zu 1. - Einrichtung einer Fläche für Stadtteilfeste und die mögliche Verlagerung des Wochenmarkts auf den Platz: Die im Rahmen der Beteiligungsveranstaltungen 2010 und 2011 zur künftigen Umgestaltung des Bruchfeldplatzes formulierten Wünsche nach einer Fläche für Stadtteilfeste sowie die Verlagerung des Wochenmarktes auf den Bruchfeldplatz wurden in der Überarbeitung des Vorplanungsentwurfes intensiv erörtert. Der bestehende samstägliche Wochenmarkt auf dem Vorplatz der Jakobuskirche bzw. südlichen Kniebisstraße wurde nach Aussagen der Marktbetriebe positiv angenommen. Da der Markt auch hier überwiegend mit Verkaufswägen mit einem Gewicht von ca. 1-2 t. betrieben wird, müssten die Oberflächen der im Vorplanungsentwurf vorgeschlagenen Flächen befestigt bzw. versiegelt sein, um die Fahrbewegungen der Verkaufswägen sowie die Standflächen zu bewältigen. Eine Versiegelung der im Vorplanungsentwurf ursprünglich vorgeschlagenen Flächen zur Bruchfeldstraße wird zum Schutz der Bestandsbäume und zur Vermeidung neuer versiegelter Oberflächen gem. dem städtischen Entsiegelungskonzept seitens des Dezernats X - Klima, Umwelt und Frauen als auch seitens des Dezernats III - Planen und Wohnen jetzt und auch zukünftig ausgeschlossen. Diese Entscheidung wurde im Planergespräch im August 2023 kommuniziert. Für Stadtteilfeste in Niederrad steht dagegen das bisher genutzte Gelände der ehemaligen Salzmannschule wie bisher zur Verfügung, da es sich herausgestellt hat, dass die Liegenschaft nicht mehr für den Neubau der KGS Süd Teil 2 benötigt wird. Zu 2 - Errichtung einer dauerhaft und barrierefrei zugänglichen öffentlichen Toilettenanlage: Die Errichtung einer dauerhaft und barrierefrei zugänglichen Toilettenanlage kann in das geplante Quartierscafé Bruchfeldplatz integriert werden. Diese Option konnte in der aktuellen Vorentwurfsplanung ermittelt werden. Die Neubaumaßnahme des Quartierscafés und Stadtteiltreffpunkts Bruchfeldplatz ist jedoch nicht Gegenstand der aktuellen Bau- und Finanzierungsvorlage zur Neugestaltung des Bruchfeldplatzes, sondern wird den Gremien in einer eigenen Bau- und Finanzierungsvorlage im 3. Quartal 2026 vorgestellt werden. Zu 3 - Realisierung der Boule-Bahn sowie der vorgesehenen Spielplatzgestaltung: Ein Rendering des Vorplanungsentwurfes simulierte 2018 ein offenes Boulespiel im Bereich der südwestlichen Platzfläche entlang der Bruchfeldstraße, jedoch nicht in einer festen Bouleanlage. Auch im jetzigen Entwurf ist das Boulespiel möglich - sowohl innerhalb der Lindenallee als auch auf allen anderen geeigneten, wassergebundenen Flächen. Die Spielraumplanung konnte im bisherigen Vorplanungsentwurf nur abstrakt dargestellt werden. In der Weiterentwicklung zum Entwurf basiert die jetzige Spielplatzgestaltung auf den Ergebnissen der im Dezember 2023 durchgeführten Befragung von Kindern und Jugendlichen. Diese Ergebnisse wurden anschließend detailliert mit den Fachämtern abgestimmt.- Neben der Berücksichtigung aller Altersstufen wurden inklusive Maßgaben als auch besondere Sicherheitsanforderungen sowie die späteren Unterhaltungsaspekte berücksichtigt. Zu 4 - Erhalt der offenen Gestaltung hin zur katholischen Kirche: In der Gestaltung des südwestlichen Platzbereiches gegenüber der St. Jakobuskirche stehen die Stabilisierung und der Schutz der großen Bestandsbäume im Vordergrund. Um die Vitalität der Bäume zu sichern werden die Baumstandorte durch eine tiefergehende Sanierung (Belüftung und Düngung) der Bodenbereiche sowie durch bodengleiche Baumbeete mit Stauden und Bodendeckern stabilisiert. Diese Lösung schützt die Wurzelräume vor Verdichtung und trägt gleichzeitig zur langfristigen Erhaltung des grünen Platzcharakters bei. Eine wassergebundene Deckschicht gilt als bis zu 80% versiegelt. Zu 5 - Einrichtung eines öffentlichen Wasserspenders: Die Einrichtung eines Trinkwasserspenders im direkten Umfeld des Quartierscafés ist wegen der Nähe zu den Trinkwasseranschlüssen grundsätzlich möglich. Dies wird im Rahmen der Neubauplanung des Quartierscafés in der Bau- und Finanzierungsvorlage im Herbst 2026 berücksichtigt werden. Zu 6 - Umgestaltung zu einem Ort für alle Generationen: Der Entwurf berücksichtigt im besonderen Maße die Bedürfnisse aller Generationen - von Eltern mit Kleinkindern, Kindern aller Altersstufen, Jugendlichen sowie Erwachsenen als auch Menschen im späteren Erwachsenenalter. Zu 7 - Vertragliche Verpflichtung des künftigen Betreibers, ein möglichst breites gastronomisches Angebot zu gewährleisten: Aufgrund des besonderen Wunsches des Stadtteils nach einem Quartierscafé an dieser Stelle ist ein Neubau geplant, der aus städtischen Mitteln des Programms "Schöneres Frankfurt" finanziert werden kann. Der Betrieb des Quartierscafés muss dabei dem übergeordneten Ziel eines offenen und gemeinnützigen Stadtteiltreffpunktes folgen. Die Ausschreibung und Vergabe an geeignete Pächter erfolgt nach der Beschlussfassung der Bau- und Finanzierungsvorlage für den Neubau des Quartierscafés anhand eines noch zu bestimmenden Kriterienkatalogs. Das Betriebskonzept ist weder Gegenstand der Bau- und Finanzierungsvorlage für die Neugestaltung des Bruchfeldplatzes noch Gegenstand für die Vorlage des Quartierscafés und Stadtteiltreffpunkts.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 24. Juni 2022MM 90Umgestaltung Bruchfeldplatz Niederrad hier: Vorlage zur Freigabe der Vorplanung sowie der Planungsmittel für die weiterführende PlanungMagistratsvortrag
  2. 24. Januar 2025OMOM 6460Festhalten an den Plänen zur Umgestaltung des Bruchfeldplatzes in NiederradDirektanregung
  3. 23. Juni 2025STST 1007Festhalten an den Plänen zur Umgestaltung des Bruchfeldplatzes in NiederradStellungnahme
  4. 28. September 2025OFOF 1550/5Bruchfeldplatz Niederrad: Bürgerwille respektieren - keine Abstriche bei der UmgestaltungOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD, FDP
  5. 24. Oktober 2025OMOM 7605Bruchfeldplatz Niederrad: Bürgerwille respektieren - keine Abstriche bei der UmgestaltungDirektanregung
  6. 5. Januar 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 184 Wochen
    STST 59Bruchfeldplatz Niederrad: Bürgerwille respektieren - keine Abstriche bei der Umgestaltung
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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