Belastung beziehungsweise Belastbarkeit des Stadtbahnsystems im Norden Frankfurts
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Stellungnahme des Magistrats vom 11.09.2015, ST 1302
Betreff: Belastung beziehungsweise Belastbarkeit des Stadtbahnsystems im Norden Frankfurts zu 1.) Die Stadtbahn A-Strecke (Linien U1, U2, U3 und U8) ist im Bereich der Stammstrecke, d.h. zwischen Südbahnhof und Heddernheim mit bis zu 24 Zügen pro Stunde und Richtung belegt. Damit ist die Strecke an ihrer Leistungsfähigkeitsgrenze angekommen. In den heute eingesetzten 3-Wagen-Zügen gibt es noch Kapazitätsreserven. Der Mittelwert der belegten Sitz- und Stehplätze in der Spitzenstunde liegt bei ca. 55%; nach den Qualitätskriterien des Nahverkehrsplanes der Stadt Frankfurt am Main ist eine mittlere Auslastung von 65% möglich. zu 2.) Unterstellt man eine Zunahme der Nachfrage von 2% pro Jahr, was ungefähr dem Mittel des Wachstums der ÖPNV-Nachfrage in Frankfurt in den letzten Jahren entspricht, so reicht das heutige Platzangebot etwa bis zum Jahr 2021. Die eingesetzten 3-Wagen-Züge können noch - sofern die Wagen zur Verfügung stehen bzw. beschafft werden - um einen weiteren Wagen verlängert werden, womit das Platzangebot nochmals rechnerisch um 33% erweitert werden kann.
Zu 3.) Die A-Strecke hält aus bautechnischer Sicht sowohl den derzeitigen als auch den zukünftigen Belastungen stand. Der Zustand der Gleisanlagen entspricht den betrieblichen Anforderungen. Trotzdem unterliegt die Strecke fortlaufend Instandsetzungsarbeiten. Betriebsunterbrechungen sind dabei nicht immer zu vermeiden. In nächster Zeit sind keine längeren Betriebsunterbrechungen auf der Stammstrecke vorgesehen. zu 4.) Der Bau einer neuen Stadtbahnstrecke als Lückenschluss zwischen den Stationen "Ginnheim" und "Bockenheimer Warte" würde zur Entlastung der A-Strecke beitragen. Der Magistrat hat mögliche Trassenvarianten nach verschiedenen Kriterien vergleichend geprüft. Im Rahmen einer weitergehenden Potenzialstudie wurden zwei Trassenvarianten genauer untersucht, wozu der Magistrat unabhängig von dieser Anfrage separat berichtet hat.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 9. Mai 2015OFOF 452/12Belastung bzw. Belastbarkeit des Stadtbahnsystems im Norden FrankfurtsOrtsbeiratsantrag · CDU
- 29. Mai 2015VV 1375Belastung beziehungsweise Belastbarkeit des Stadtbahnsystems im Norden FrankfurtsAnfrage
- 11. September 2015Sie sind hierSTST 1302Belastung beziehungsweise Belastbarkeit des Stadtbahnsystems im Norden FrankfurtsStellungnahme
- 20. Juli 2016OFOF 61/12Schneller Lückenschluss U-Bahn Bockenheimer Warte - Ginnheim (U 4)Ortsbeiratsantrag · CDU
- 9. September 2016OMOM 555Schneller Lückenschluss U-Bahn Bockenheimer Warte - RiedbergDirektanregung
- 19. Dezember 2016STST 1840Schneller Lückenschluss U-Bahn Bockenheimer Warte - RiedbergStellungnahme
- 28. September 2017OFOF 223/12Nachfrageorientierte Bemessung des Stadtbahnangebots am RiedbergOrtsbeiratsantrag · CDU, GRÜNE
- 3. November 2017VV 623Nachfrageorientierte Bemessung des Stadtbahnangebots am RiedbergAnfrage
- 9. Februar 2018Antwort des Magistrats · nach 144 WochenSTST 280Nachfrageorientierte Bemessung des Stadtbahnangebots am RiedbergStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab