Schneller Lückenschluss U-Bahn Bockenheimer Warte - Ginnheim (U 4)
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängiges Bürgerprojekt seit 2010. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Verkehr und Straße verfolgenBegründung
Bockenheimer Warte - Ginnheim (U 4) Der Magistrat wird gebeten, in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben möglichst bald die Planung für den Lückenschluss der U-Bahn zwischen Bockenheimer Warte und Ginnheim aufzunehmen und für eine schnelle Realisierung dieses Vorhabens zu sorgen. Begründung: Im Koalitionsvertrag CDU+SPD+DIE GRÜNEN 2016-2021 (S. 42f) wurde vereinbart, dass der Lückenschluss Bockenheimer Warte-Ginnheim in mehreren Varianten erst "...im Zuge der Erstellung des "Integrierten Stadtentwicklungsprojektes" vertieft geprüft werden soll." Damit befindet sich dieses Vorhaben nach der Dringlichkeit in der dritten Kategorie der von der Koalition geplanten Vorhaben. In der politischen Praxis bedeutet dies, dass noch viele Jahre ins Land gehen werden, bis - wenn überhaupt - der erste Spatenstich ausgeführt wird. Eine solche Perspektive ist angesichts der derzeitigen verkehrstechnischen Situation und der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung gerade im Frankfurter Norden nicht akzeptabel. Der Ortsbeirat 12 hatte im Mai 2015 eine detaillierte Anfrage an den Magistrat zur Belastung bzw. Belastbarkeit des Stadtbahnsystems im Norden Frankfurts gerichtet (V 1375). Aus der Antwort des Magistrats ST 1302 v. 11. September 2015 ergibt sich u.a., dass die eminent wichtige Stadtbahn-A-Strecke (Linien U1, U 2, U 3, und U8) im Bereich der Stammstrecke zwischen Südbahnhof und Heddernheim mit bis zu 24 Stunden pro Stunde und Richtung belegt und die Strecke damit bereits jetzt an ihrer Leistungsfähigkeitsgrenze angekommen ist. Derzeit noch vorhandene Platzreserven in den Zügen reichen kalkulatorisch noch bis zum Jahr 2021. Hierbei konnte der nach neuesten Schätzungen in den nächsten Jahren eintretende starke Bevölkerungszuwachs gerade im Frankfurter Norden noch nicht berücksichtigt werden. Der Magistrat geht zwar davon aus, dass die A- Strecke in bautechnischer Hinsicht sowohl den derzeitigen als auch den künftigen Belastungen standhalten wird, rechnet aber auch mit fortlaufenden Instandsetzungsarbeiten und unvermeidlichen Betriebsunterbrechungen. Gerade in den letzten Monaten kam es aus unterschiedlichen Gründen immer wieder zu - teilweise auch längeren und unerwarteten - Instandsetzungsarbeiten und Betriebsunterbrechungen und -störungen. Der dann häufig notwendige Schienenersatzverkehr ist unbequem und schreckt viele Menschen von der gewünschten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ab. Der schnelle Lückenschluss Ginnheim-Bockenheimer Warte würde zu einer erheblichen Entlastung der A-Strecke, aber auch der kritischen U-/S-Bahn-Strecke zwischen Hauptwache und Hauptbahnhof führen. Bei einer geschickten Verbindung von A-Trasse und U 4 könnten zudem bei Instandsetzungsarbeiten und längeren Betriebsstörungen etc. die teilweise parallel laufenden Strecken jeweils als Ausweichrouten genutzt werden. Durch die Integration der derzeitigen U 9 in die U 4 erhielten die Stadtteile Riedberg, Kalbach, Bonames und Nieder-Eschbach endlich den vor Jahren geplanten, aber 2006 aus politischen Gründen aufgegebenen direkten Zugang zum Frankfurter Hauptbahnhof. Die vorstehenden Überlegungen sprechen dafür, dem U-Bahn-Lückenschluss Ginnheim-Bockenheimer Warte allererste Priorität zu geben.
Inhalt
Antrag vom 20.07.2016, OF 61/12
Betreff: Schneller Lückenschluss U-Bahn Bockenheimer Warte - Ginnheim (U 4) Der Magistrat wird gebeten, in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben möglichst bald die Planung für den Lückenschluss der U-Bahn zwischen Bockenheimer Warte und Ginnheim aufzunehmen und für eine schnelle Realisierung dieses Vorhabens zu sorgen.
Begründung: Im Koalitionsvertrag CDU+SPD+DIE GRÜNEN 2016-2021 (S. 42f) wurde vereinbart, dass der Lückenschluss Bockenheimer Warte-Ginnheim in mehreren Varianten erst "...im Zuge der Erstellung des "Integrierten Stadtentwicklungsprojektes" vertieft geprüft werden soll." Damit befindet sich dieses Vorhaben nach der Dringlichkeit in der dritten Kategorie der von der Koalition geplanten Vorhaben. In der politischen Praxis bedeutet dies, dass noch viele Jahre ins Land gehen werden, bis - wenn überhaupt - der erste Spatenstich ausgeführt wird. Eine solche Perspektive ist angesichts der derzeitigen verkehrstechnischen Situation und der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung gerade im Frankfurter Norden nicht akzeptabel. Der Ortsbeirat 12 hatte im Mai 2015 eine detaillierte Anfrage an den Magistrat zur Belastung bzw. Belastbarkeit des Stadtbahnsystems im Norden Frankfurts gerichtet (V 1375). Aus der Antwort des Magistrats ST 1302 v. 11. September 2015 ergibt sich u.a., dass die eminent wichtige Stadtbahn-A-Strecke (Linien U1, U 2, U 3, und U8) im Bereich der Stammstrecke zwischen Südbahnhof und Heddernheim mit bis zu 24 Stunden pro Stunde und Richtung belegt und die Strecke damit bereits jetzt an ihrer Leistungsfähigkeitsgrenze angekommen ist. Derzeit noch vorhandene Platzreserven in den Zügen reichen kalkulatorisch noch bis zum Jahr 2021. Hierbei konnte der nach neuesten Schätzungen in den nächsten Jahren eintretende starke Bevölkerungszuwachs gerade im Frankfurter Norden noch nicht berücksichtigt werden. Der Magistrat geht zwar davon aus, dass die A- Strecke in bautechnischer Hinsicht sowohl den derzeitigen als auch den künftigen Belastungen standhalten wird, rechnet aber auch mit fortlaufenden Instandsetzungsarbeiten und unvermeidlichen Betriebsunterbrechungen. Gerade in den letzten Monaten kam es aus unterschiedlichen Gründen immer wieder zu - teilweise auch längeren und unerwarteten - Instandsetzungsarbeiten und Betriebsunterbrechungen und -störungen. Der dann häufig notwendige Schienenersatzverkehr ist unbequem und schreckt viele Menschen von der gewünschten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ab. Der schnelle Lückenschluss Ginnheim-Bockenheimer Warte würde zu einer erheblichen Entlastung der A-Strecke, aber auch der kritischen U-/S-Bahn-Strecke zwischen Hauptwache und Hauptbahnhof führen. Bei einer geschickten Verbindung von A-Trasse und U 4 könnten zudem bei Instandsetzungsarbeiten und längeren Betriebsstörungen etc. die teilweise parallel laufenden Strecken jeweils als Ausweichrouten genutzt werden. Durch die Integration der derzeitigen U 9 in die U 4 erhielten die Stadtteile Riedberg, Kalbach, Bonames und Nieder-Eschbach endlich den vor Jahren geplanten, aber 2006 aus politischen Gründen aufgegebenen direkten Zugang zum Frankfurter Hauptbahnhof. Die vorstehenden Überlegungen sprechen dafür, dem U-Bahn-Lückenschluss Ginnheim-Bockenheimer Warte allererste Priorität zu geben.Beratung im Ortsbeirat: 12
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 9. Mai 2015OFOF 452/12Belastung bzw. Belastbarkeit des Stadtbahnsystems im Norden FrankfurtsOrtsbeiratsantrag · CDU
- 29. Mai 2015VV 1375Belastung beziehungsweise Belastbarkeit des Stadtbahnsystems im Norden FrankfurtsAnfrage
- 11. September 2015STST 1302Belastung beziehungsweise Belastbarkeit des Stadtbahnsystems im Norden FrankfurtsStellungnahme
- 20. Juli 2016Sie sind hierOFOF 61/12Schneller Lückenschluss U-Bahn Bockenheimer Warte - Ginnheim (U 4)Ortsbeiratsantrag · CDU
- 9. September 2016OMOM 555Schneller Lückenschluss U-Bahn Bockenheimer Warte - RiedbergDirektanregung
- 19. Dezember 2016Antwort des Magistrats · nach 84 WochenSTST 1840Schneller Lückenschluss U-Bahn Bockenheimer Warte - RiedbergStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme