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Entfernungsabhängige RMV-Tarife und Kurzstreckenregelung überdenken

Vorlagentyp: OFSPD
16 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen
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Begründung

Kurzstreckenregelung überdenken Vorgang: B 18/16 Eigenberechnungen einer Bürgerin am Frankfurter Berg zufolge verursacht der entfernungsabhängige Tarif von der Haltestelle Hagebuttenweg zur Hauptwache einen Ticketpreis in Höhe von 5,97 EUR. Somit verursacht dies, mangels barrierefreier Alternative eine Preiserhöhung um 3,17 EUR (+113%). Gerade ältere Menschen sowie finanziell schwächer gestellte Menschen verfügen nicht zwangsläufig über ein Smartphone. Darüber hinaus sind die S-Bahnhaltestellen im Ortsbezirk 10 absehbar noch nicht barrierefrei nutzbar. Das Netz- und Tarif-Beispiel Berlin zeigt, dass ein attraktives Beförderungsmittel- sowie Preisniveau zur stärkeren ÖPNV Nutzung führt. Dies reduziert die Nachfrage an KFZ-Abstellplätzen und deren Nutzung. Zwangsläufig führt das zu einer Reduktion des Individualverkehrs und der Erhaltungs- bzw. Wiederherstellungskosten unserer Infrastruktur.

Inhalt

Antrag vom 01.02.2016, OF 933/10

Betreff: Entfernungsabhängige RMV-Tarife und Kurzstreckenregelung überdenken Vorgang: B 18/16 Eigenberechnungen einer Bürgerin am Frankfurter Berg zufolge verursacht der entfernungsabhängige Tarif von der Haltestelle Hagebuttenweg zur Hauptwache einen Ticketpreis in Höhe von 5,97 EUR. Somit verursacht dies, mangels barrierefreier Alternative eine Preiserhöhung um 3,17 EUR (+113%). Gerade ältere Menschen sowie finanziell schwächer gestellte Menschen verfügen nicht zwangsläufig über ein Smartphone. Darüber hinaus sind die S-Bahnhaltestellen im Ortsbezirk 10 absehbar noch nicht barrierefrei nutzbar. Das Netz- und Tarif-Beispiel Berlin zeigt, dass ein attraktives Beförderungsmittel- sowie Preisniveau zur stärkeren ÖPNV Nutzung führt. Dies reduziert die Nachfrage an KFZ-Abstellplätzen und deren Nutzung. Zwangsläufig führt das zu einer Reduktion des Individualverkehrs und der Erhaltungs- bzw. Wiederherstellungskosten unserer Infrastruktur. Dies vorausgeschickt möge der Ortsbeirat beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert auf den RMV einzuwirken, dass - ein sozialgerechter und lebenswirklichkeitsnaher Tarif gefunden wird. Entfernungsabhängige Tarife entsprechen dem beispielsweise innerstädtisch nicht. - Haltestellen entlang der Stadtgrenze innerhalb einem Luftlinienradius von wenigstens 4 Km einen günstigen Tarif erhalten. - auf innerstädtischen Kurzstrecken ebenfalls nicht mehr Streckenentfernungs- sondern Luftlinienabhängig ein Radius von 2 Km angewandt wird.

Begründung: Insbesondere in den stadtrandnahen Stadtteilen des Ortsbezirks 10, können diese Regelungen zu einer noch besseren Nutzung des ÖPNVs führen. Dies ist angesichts der bereits jetzt prekären Parkplatzsituationen und hinsichtlich der durch die weiteren Neubaugebiete zu erwartenden starken Zuwächse an Einwohnern dringend erforderlich. Die Anwendung des Luftlinienradiusprinzips ist für die potentiellen ÖPNV Nutzer leichter nachvollziehbar. Dies steigert sicherlich neben der Akzeptanz auch die Auslastung der ÖPNV-Fahrzeuge außerhalb der Verkehrsspitzenzeiten. Außerdem gehen ungünstige Linienführungen sowie das Fehlen von entsprechenden Linienbeziehungen nicht mehr zulasten der Nutzer. Eine höhere ÖPNV-Nutzung kompensiert durch die zu erwartenden Mehreinnahmen und bessere Auslastungen andere Ausgaben. Ein positiver ökologischer sowie volkswirtschaftlicher Effekt ist wahrscheinlich. Für die Bürgerinnen und Bürger im Ortsbezirk 10 bedeutet das eine vielfältige Steigerung ihrer Lebensqualität.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 15. Januar 2016BB 18Neue entfernungsabhängige RMV-TarifeMagistratsbericht
  2. 1. Februar 2016Sie sind hier
    OFOF 933/10Entfernungsabhängige RMV-Tarife und Kurzstreckenregelung überdenken
    Ortsbeiratsantrag · SPD
  3. 16. Februar 2016OMOM 5038Entfernungsabhängige RMV-Tarife und Kurzstreckenregelung überdenkenDirektanregung
  4. 9. Mai 2016Antwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 764Entfernungsabhängige RMV-Tarife und Kurzstreckenregelung überdenkenStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 10
Sitzung 49 · 16.02.2016
TO I, TOP 28
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 5038 2016 Die Vorlage OF 933/10 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

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