Auf zum Null-Abfall-Ortsbezirk - Flächendeckende Getrenntsammlung für mehr Recycling
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, die flächendeckende Getrenntsammlung von Verpackungsabfällen im Ortsbezirk 2 zu verbessern, um die Recyclingquote zu erhöhen und gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Durch die Einbindung aller Haushalte, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in ein effektives System der Abfalltrennung sollen wertvolle Ressourcen geschont und Umweltschäden reduziert werden.
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenFragen an den Magistrat
Der Magistrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
- Wie viele Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen im Ortsbezirk 2 sind heute noch nicht an ein System der (haushalts-) nahen Getrenntsammlung von Verpackungsabfällen angebunden?
- Welche Gründe gibt es für eine fehlende Anbindung an ein System der (haushalts-) nahen Getrenntsammlung?
- Wie kann eine flächendeckende Anbindung aller Haushalte, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen im Ortsbezirk 2 an ein System der (haushalts-) nahen Getrenntsammlung von Verpackungsabfällen gewährleistet werden?
- Welche Maßnahmen sind geplant, um die Getrenntsammelmengen von Verpackungsabfällen, als Basis für eine höhere Recyclingquote, zu erhöhen?
- Unter welchen Umständen kann die Einführung einer Wertstofftonne im Ortsbezirk 2 realisiert werden?
- Wie sind Vertreterinnen und Vertreter der dualen Systeme, die auch für das Management von Verpackungsabfällen im Ortbezirk 2 verantwortlich sind, in den abfallpolitischen Planungen und Gremien der Stadt eingebunden, vor allem auch im Rahmen der Umsetzung und Beratungen zum Maßnahmenplan "Auf dem Weg zur Zero Waste City"?
- Wie werden die Ortsbeiräte in die Ausgestaltung und Umsetzung des Maßnahmenplans "Auf dem Weg zur Zero Waste City" eingebunden?
Kontext
Der Magistrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
Begründung
Die gesetzlichen Vorgaben für Recycling und Wiederverwendung von Abfällen werden in Frankfurt noch immer verfehlt. Darauf weißt auch der Vortrag des Magistrats vom 18.02.2022, M 30, hin. Mit dem Vorhaben "Zero Waste City" zu werden, hat die Koalition nun einen ambitionierteren Weg in Richtung Kreislaufwirtschaft eingeschlagen. Diesen Weg gilt es konsequent zu gehen und mit effektiven Maßnahmen messbare Ergebnisse zu erzielen. Dazu gehört vor allem auch eine flächendeckende Anbindung von Haushalten, Unternehmen und sonstigen Institutionen an ein System der (haushalts-) nahen Getrenntsammlung, vor allem auch von (Kunststoff-) Verpackungen. Denn nur getrennt gesammelte (Kunststoff-) Verpackungen werden einer stofflichen Verwertung zugeführt. Werden diese nicht getrennt, sondern stattdessen über den Restmüll gesammelt, landen recyclingfähige Verpackungen in der Müllverbrennung. Damit gehen wertvolle Ressourcen verloren, und zusätzlich entstehen durch die Verbrennung klimaschädliche CO2-Emissionen. Im Ortsbezirk 2 sind längst nicht alle Haushalte, Unternehmen und Institutionen direkt an ein System der (haushalts-) nahen Getrenntsammlung von Verpackungen angebunden. Das bringt die genannten Schäden für Umwelt und Klima mit sich, darüber hinaus zahlen Bürgerinnen und Bürger auch höhere Abfallgebühren. Wo für den Restmüll Gebühren anfallen, entfallen diese für die Verpackungstonnen/gelben Säcke. Haben Bürgerinnen und Bürger keine Möglichkeit den Abfall getrennt zu sammeln, muss auch der Verpackungsabfall über die Restmülltonne entsorgt werden. Hier fallen dann zusätzliche Gebühren an, die vor allem auch sozial benachteiligte Haushalte zusätzlich belasten. Für die Sammlung und Verwertung von Verpackungen sind in Deutschland diejenigen Unternehmen verantwortlich, die Verpackungen Inverkehrbringen. Im Auftrag der Unternehmen kümmern sich in der Regel die dualen Systeme um diese Aufgaben. Um Verbesserungen im Bereich der Getrenntsammlung und entsprechend eine Erhöhung der Recyclingquote von Verpackungsabfällen zu erzielen, ist eine Einbindung der dualen Systeme in die abfallpolitischen Planungen deshalb unbedingt erforderlich. Einige Kommunen haben bereits Wertstofftonnen für "materialgleiche Nicht-Verpackungen", z. B. Plastikspielzeug, Schrauben, Töpfe und Pfannen, Zahnbürsten etc. eingeführt. Hierdurch können zusätzliche Recyclingpotenziale erschlossen und wertvolle Ressourcen im Kreislauf gehalten werden. Eine Verständigung auf eine Wertstofftonne sollte auch in Frankfurt gelingen. Der Ortsbezirk 2 bietet sich als Modellbezirk an.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 18. Februar 2022MM 30Verstärkte Anstrengungen der Stadt Frankfurt am Main zur Abfallvermeidung und zur Stärkung des Recyclings als kommunaler Beitrag zum Ressourcen- und KlimaschutzMagistratsvortrag
- 11. April 2022OFOF 326/2Auf zum Null-Abfall-Ortsbezirk - Flächendeckende Getrenntsammlung für mehr RecyclingOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 2. Mai 2022Sie sind hierVV 389Auf zum Null-Abfall-Ortsbezirk - Flächendeckende Getrenntsammlung für mehr RecyclingAnfrage
- 18. Juli 2022Antwort des Magistrats · nach 21 WochenSTST 1620Auf zum Null-Abfall-Ortsbezirk - Flächendeckende Getrenntsammlung für mehr RecyclingStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Mit einer Anfrage verlangt der Ortsbeirat vom Magistrat schriftlich Auskunft. Die zuständigen Ämter erarbeiten eine Stellungnahme. Der Magistrat muss innerhalb von zwölf Wochen antworten — sonst kommt die Anfrage erneut auf die Tagesordnung des Ortsbeirats.
- 1Ortsbeirat beschließt Anfrage
- 2direkt an den Magistrat
- 3Ämter erarbeiten Stellungnahme
- 4Magistrat antwortet (12 Wochen)
Frist: 12 Wochen