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Grundsteuerreform: sozialen Härtefallfonds für Mieter*innen auflegen

Vorlagentyp: NRGRÜNESPDFDPVolt
18 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren4 SitzungenAbgelehnt

Zusammenfassung

Der Antrag sieht die Einrichtung eines sozialen Härtefallfonds für Mieter*innen vor, um die finanziellen Belastungen durch die Grundsteuerreform abzufedern. Mieter*innen, die eine Erhöhung der Grundsteuer von mehr als zehn Prozent nachweisen können, sollen Anspruch auf Rückerstattung der Mehrbelastung haben. Dies ist notwendig, um die finanziellen Belastungen für viele Haushalte in Frankfurt zu verringern.

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Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Es wird ein Härtefallfonds aufgesetzt. Anspruchsberechtigt sind alle Mieter*innen, die eine mehr als zehnprozentige Steigerung der Umlage der Grundsteuer B nachweisen können.
  2. Für Mieter*innen, die Anspruch auf Sozialleistungen haben, wie z.B. Wohngeld, Wohnungsberechtigungsschein oder Förderweg 1 und 2, Frankfurt-Pass, Bafög, etc. soll die Grundsteuermehrbelastung vollständig durch den Fonds rückerstattet werden.
  3. Der Magistrat ist aufgefordert, diesen Fonds rechtssicher aufzusetzen und in der Satzung zu verankern.
  4. Der Magistrat soll Maßnahmen treffen, den Härtefallfonds in Frankfurt bekannt zu machen.

Begründung

Die Anpassung der Grundsteuer stellt für viele Frankfurter*innen eine finanzielle Mehrbelastung dar. Daher ist es notwendig, diese mit einem sozialen Ausgleichsfonds abzufedern. Die Grundsteuer ist eigentlich eine Steuer für Grundbesitzer*innen, aber diese dürfen die Erhöhung an die Mieter*innen weitergeben. In den meisten Mietverträgen ist geregelt, dass die Grundsteuer im Rahmen der Betriebskosten auf die Mieterschaft umgelegt wird. Die Erhöhungen werden folglich eins zu eins weitergegeben. Da Frankfurt eine Mieter*innenquote von fast 80 Prozent hat - eine der höchsten in ganz Deutschland - ist klar, dass Grundsteuermehrbelastungen sich hier besonders drastisch auf Mieter*innen auswirken werden. Auch vermeintlich geringe Mehrbelastungen sind für Haushalte, die durch hohe Lebensmittelpreise, hohe Mieten und hohe ÖPNV-Tarife bereits mehrfachbelastet sind, oft nicht mehr zu stemmen. Der soziale Härtefallfonds soll daher dazu dienen, Mieter*innen vor diesen höheren Kosten zu schützen. Die Begrenzung der Erhöhung der Grundsteuerbelastung auf 10 Prozent entspricht den Empfehlungen des Mieterschutzverein Frankfurt am Main e.V. Als sozialer Härtefallfonds sollen Anspruchsberechtigte für Sozialleistungen, die Erhöhung vollständig erstattet bekommen. Der Fonds muss umgehend aufgelegt werden, da die Bescheide zur Steuererhöhung schon bei den Mieter*innen eingetroffen sind.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 20. Februar 2025Sie sind hier
    NRNR 1134Grundsteuerreform: sozialen Härtefallfonds für Mieter*innen auflegen
    STVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
  2. 27. Juni 2025Antwort des Magistrats · nach 18 WochenBB 230Grundsteuerreform: Sozialen Härtefallfonds für Mieter*innen auflegenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 34 · 20.03.2025
TO I, TOP 10
Abgelehnt
a) Die Ziffern 1. bis 3. der Vorlage NR 1134 werden abgelehnt. b) Die Ziffer 4. der Vorlage NR 1134 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Stadtv. Bäppler-Wolf
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ELFGartenparteiStadtv. Yilmaz
Sonstige:
BFF-BIG (Prüfung und Berichterstattung)FRAKTION (Prüfung und Berichterstattung)
zu a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVolt
zu b)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDUAfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD und Volt zu b) GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU und AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Linke, ÖkoLinX-ELF, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Annahme) BFF-BIG und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) Stadtv. Bäppler-Wolf (= Ablehnung)

Ausschusses für Planen, Wohnen und Städtebau
Sitzung 34 · 25.03.2025
TO I, TOP 9
Abgelehnt
a) Die Ziffern 1. bis 3. der Vorlage NR 1134 werden abgelehnt. b) Die Ziffer 4. der Vorlage NR 1134 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ablehnung:
LinkeGartenparteiStadtv. Yilmaz
Sonstige:
Volt (Ziffern 1. bis 3. Ablehnung, Ziffer 4. Prüfung und Berichterstattung)FRAKTION (Prüfung und Berichterstattung)
zu a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfD
Ablehnung:
ÖkoLinX-ELFBFF-BIG
zu b)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPBFF-BIG
Ablehnung:
CDUAfDÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, FDP und AfD gegen ÖkoLinX-ELF (= Annahme) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) zu b) GRÜNE, SPD, FDP und BFF-BIG gegen CDU und AfD (= Ablehnung) sowie ÖkoLinX-ELF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Linke, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Annahme) Volt (= Ziffern 1. bis 3. Ablehnung, Ziffer 4. Prüfung und Berichterstattung) FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 37 · 01.04.2025
TO II, TOP 2
Abgelehnt
a) Die Ziffern 1. bis 3. der Vorlage NR 1134 werden abgelehnt. b) Die Ziffer 4. der Vorlage NR 1134 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVolt
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ELFBFF-BIGFRAKTION
zu b)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltBFF-BIGFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDLinkeÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD und Volt gegen Linke und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) sowie BFF-BIG und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) zu b) GRÜNE, SPD, FDP, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen CDU und AfD (= Ablehnung) sowie Linke und ÖkoLinX-ELF (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 39 · 03.04.2025
TO II, TOP 15
Abgelehnt
a) Die Ziffern 1. bis 3. der Vorlage NR 1134 werden abgelehnt. b) Die Ziffer 4. der Vorlage NR 1134 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPAfDVoltStadtv. Bäppler-Wolf
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ELFGartenparteiStadtv. YilmazBFF-BIGFRAKTION
zu b)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPBFF-BIGVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDStadtv. Bäppler-WolfLinkeÖkoLinX-ELFGartenparteiStadtv. Yilmaz
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, Volt und Stadtv. Bäppler-Wolf gegen Linke, ÖkoLinX-ELF, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Annahme) sowie BFF-BIG und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung) zu b) GRÜNE, SPD, FDP, BFF-BIG, Volt und FRAKTION gegen CDU, AfD und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Ablehnung) sowie Linke, ÖkoLinX-ELF, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Annahme)

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