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Entgeltfreies letztes Kindergartenjahr

Vorlagentyp: M
3 Stationen im Verfahren5 SitzungenAngenommen

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Inhalt

Vortrag des Magistrats vom 02.06.2006, M 111

Betreff: Entgeltfreies letztes Kindergartenjahr Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 26.01.2006, § 10643 (NR 2064) 1.

a) Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 (ab 01.08.2006) werden für das Jahr, welches der Schulpflicht unmittelbar vorausgeht, für die pädagogische Betreuung in den städtischen Kindertageseinrichtungen keine Elternentgelte erhoben.

b) Für Kinder, die vor Beginn der Schulpflicht eingeschult werden (Kann-Kinder), wird das Elternentgelt für das Jahr vor der Einschulung auf Antrag rückwirkend erstattet.

c) Für Kinder, die gem. § 58 Hess. Schulgesetz vom Schulbesuch zurückgestellt sind, wird für den Zeitraum der Zurückstellung kein Elternentgelt erhoben.

d) Die Entgeltfreiheit gilt für die vertraglich vereinbarte tägliche Betreuungszeit. 2. Es dient zur Kenntnis, - dass die mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27.01.1994 § 1802 verabschiedeten Grundsätze der Elternentgeltregelung auch weiterhin gelten - dass die Entgeltfreiheit ab 01.08.2006 im Wesentlichen für Kinder gilt, die vom 02.07.2000 bis 01.07.2001 geboren wurden. 3. Es dient zur Kenntnis, - dass den kirchlichen und freigemeinnützigen Kita-Trägern empfohlen wird, die Entgeltfreiheit des letzten Kindergartenjahres zu übernehmen und - dass die städtischen Zuschüsse für die Kindertageseinrichtungen kirchlicher und freigemeinnütziger Träger entsprechend der durch das entgeltfreie letzte Kindergartenjahr entstehenden Mindereinnahmen erhöht werden, sofern sie die Elternentgelte nach der städtischen Entgeltregelung festsetzen. 4. Die durch das entgeltfreie letzte Kindergartenjahr entstehenden Einnahmeausfälle bei der Stadt sowie die Mehrausgaben aufgrund von höheren Betriebskostenzuschüsse an die anderen Träger von Kindertageseinrichtungen werden zu Lasten der Gesamtdeckung bewilligt. Der Magistrat wird beauftragt, die finanziellen Auswirkungen in den Haushalt 2007 bzw. die mittelfristige Finanzplanung aufzunehmen.

Begründung: A. Alternativen Das entgeltfreie letzte Kindergartenjahr markiert die erste Etappe einer Entwicklung, an deren Ende die vollständige Entgeltfreiheit für den Kindergartenbesuch stehen wird. Mit dem entgeltfreien letzten Kindergartenjahr soll erreicht werden, dass zumindest im Jahr, das dem Beginn der Schulpflicht vorausgeht, alle Kinder den Kindergarten besuchen. B. Alternativen Diese Vorlage geht davon aus, dass die Entgeltfreiheit für die vertraglich vereinbarte tägliche Betreuungsdauer (ganztags, teilzeit oder halbtags) gilt. Alternativ dazu sind zwei andere Varianten denkbar:

  1. Die Entgeltfreiheit gilt unabhängig von der vertraglich vereinbarten täglichen Betreuungsdauer für die halbtägige pädagogische Betreuung. Für darüber hinaus vertraglich vereinbarte Betreuungszeiten wäre das verbleibende Entgelt zu zahlen.
  2. Die Entgeltfreiheit gilt für die vertraglich vereinbarte tägliche Betreuungsdauer, maximal für die sog. Zwei-Drittel-, d. h. sechs- bis sechseinhalbstündige Betreuung. Für darüber hinaus vertraglich vereinbarte Betreuungszeiten wäre das verbleibende Entgelt zu zahlen. C. Lösung Umsetzung des der Schulpflicht vorausgehenden entgeltfreien Kindergartenjahres. Für Kann-Kinder erfolgt die rückwirkende Erstattung des Elternentgelts aus Gründen der Gleichbehandlung. für vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder wird das Elternentgelt für den Zeitraum der Zurückstellung nicht erhoben, um sicherzustellen, dass diese Kinder weiterhin den Kindergarten besuchen. D. Finanzielle Auswirkungen Erwartet werden im laufenden Haushaltsjahr anteilige Mehrkosten im Bereich der städtischen Kindertageseinrichtungen in Höhe von 0,6 Mio. € und im Bereich der Kitas freier Träger in Höhe von 1,5 Mio. €, zusammen also 2,1 Mio. €. In den folgenden Haushaltsjahren sind bei den zu erwartenden steigenden Kinderzahlen in Bezug auf das jeweilige Haushaltsjahr für die städtischen und Kitas freier Träger folgende Mehrausgaben zu erwarten: 2007: 5,1 Mio. €; 2008: 5,5 Mio. €, 2009: 5,9 Mio. € und 2010: 6,1 Mio. €. Geringere Kosten sind durch Wegfall von Kostenübernahmen beim Wirtschaftsdienst Jugend und Familie (WJF) zu erwarten: 2006: 0,4 Mio. € ; 2007: 0,9 Mio. €; 2008: 1,0 Mio. €, 2009: 1,0 Mio. € und 2010 1,1 Mio €. Mit dem entgeltfreien letzten Kindergartenjahr werden geringere Verwaltungskosten im Bereich der Stufenfestsetzung (Stadtschulamt) und des WJF (Jugend- und Sozialamt) erwartet, die derzeit noch nicht quantifiziert werden können.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 19. Oktober 2005NRNR 2066Letztes Kindergartenjahr beitragsfreiSTVV-Antrag · SPD
  2. 20. Oktober 2005NRNR 2064Frankfurt noch familienfreundlicher machen (I) - Letztes Kindergartenjahr gebührenfrei stellenSTVV-Antrag · CDU
  3. 2. Juni 2006Sie sind hier
    MM 111Entgeltfreies letztes Kindergartenjahr
    Magistratsvortrag

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

MVortrag des Magistrats

Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.

  1. 1Magistrat legt Vortrag vor
  2. 2Ausschüsse beraten
  3. 3Plenum entscheidet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
KAV
Sitzung 6 · 26.06.2006
TO II, TOP 1
Zur Kenntnis
Die Vorlage M 111dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Jugendhilfeausschusses
Sitzung 45 · 27.06.2006
TO I, TOP 1
Angenommen
Der Vorlage M 111 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 2 · 03.07.2006
TO I, TOP 6
Angenommen
Der Vorlage M 111 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinke.wasgFDPFAGBFFNPD
Ablehnung:
REP
Sonstige:
ÖkoLinX/E.L. (Ziffern 1., 3. und 4. Annahme, Ziffer 2. Ablehnung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Ablehnung) NPD (= Annahme) ÖkoLinX/E.L. (= Ziffern 1., 3. und 4. Annahme, Ziffer 2. Ablehnung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 3 · 11.07.2006
TO II, TOP 22
Angenommen
Der Vorlage M 111 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinke.wasgFDPFAGBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 4 · 13.07.2006
TO II, TOP 38
Angenommen
Der Vorlage M 111 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu Ziffer 1., 3. und 4)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinke.wasgFDPFAGBFFNPDÖkoLinX/E.L.
Ablehnung:
REP
zu Ziffer 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinke.wasgFDPFAGBFFNPD
Ablehnung:
REPÖkoLinX/E.L.
Abstimmung im Original

Abstimmung: Ziffern 1., 3. und 4.: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG, BFF, NPD und ÖkoLinX/E.L. gegen REP (= Ablehnung) Ziffer 2.: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG, BFF und NPD gegen REP und ÖkoLinX/E.L. (= Ablehnung)

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