Hauptwache I: Beteiligung ohne Ende?
Zusammenfassung
Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Hauptwache in Frankfurt am Main. Es wird erläutert, dass die bisherigen Aktionen keine Bürgerbeteiligung im klassischen Sinne waren, sondern Teil eines Förderprogramms zur Stadtentwicklung nach der Corona-Krise. Der Bürgerbeteiligungsprozess #HauptwacheZukunft soll langfristige Lösungen entwickeln und die Bürger:innen frühzeitig in den Planungsprozess einbeziehen.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenStellungnahme des Magistrats
Beantwortung Frage 1:
Die Aktionen des "Wohnzimmers Hauptwache" waren keine Passantenbefragung und keine Bürgerbeteiligung. Das "Wohnzimmer Hauptwache" war in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum eine Aktionsphase im Rahmen des Bundesförderprogramms "Post Corona Innenstadt" und damit Teil bundesweiter Pilotprojekte.
Der Zuwendungszweck des Förderprogramms "Post Corona Stadt" galt der Überwindung der akuten Corona-Krise, die ab März 2020 auch Deutschland erreichte. Der Projektaufruf stellte die Entwicklung neuer Lösungsansätze für eine Integrierte Stadtentwicklung in Innenstädten unter Berücksichtigung von Resilienzaspekten in den Mittelpunkt.
Als Pilotprojekt mit Praxisbezug und Forschungselementen zielte die Stadt Frankfurt am Main darauf ab, sich in der vorgegebenen Laufzeit (knapp 3 Jahre von März 2021 bis Dezember 2023) und im finanziellen Rahmen (550.000 €) des je zu 50 Prozent aus bundeseigenen und städtischen Mitteln finanzierten Projekts, mit den Folgen der Corona-Krise für die Innenstadt auseinanderzusetzen. Als zentrale Aufgabe beschrieb die Stadt in ihrer Bewerbung "Post Corona Innenstadt Frankfurt" den Aufbau eines interdisziplinären Akteursnetzwerks. In einem breit angelegten, kooperativen Dialogprozess mit diversen Akteurinnen und Akteuren sollte untersucht werden, mit welchen Defiziten und Chancen die Innenstadt momentan und zukünftig konfrontiert ist und wie innovative Lösungen für die zukunftsfähige Umgestaltung der Innenstadt gefunden werden können.
Beantwortung Frage 2:
Der Bürgerbeteiligungsprozess #HauptwacheZukunft ist darauf ausgelegt, gemeinsam mit den Bürger:innen von Frankfurt ein Nutzungsbild für die Zukunft der Hauptwache zu entwickeln, dass langfristig trägt und in den Planungsprozess der VGF so frühzeitig wie möglich mit einfließen kann. Weiterhin wird auf die Leitlinie für Bürger:innenbeteiligung der Stadt Frankfurt am Main verwiesen. Zu finden unter www.ffm.de - Beteiligung - Stabstelle
Die Honorarkosten für den Beteiligungsprozess belaufen sich auf ca. 168.000,- Euro brutto.
Darüber hinaus wird zur Kenntnis gegeben, dass eine Passantenbefragung im Rahmen einer Bürgerbeteiligung eine effektive Möglichkeit ist, um die Meinung von Bevölkerungsteilen einzuholen, die sich üblicherweise nicht eigeninitiativ an Beteiligungsumfragen beteiligen. Aus Sicht des Stadtplanungsamts ist dies essentiell für ein breites Meinungsbild zu unseren öffentlichen Räumen.
Beantwortung Frage 3:
Der laufende Beteiligungsprozess wird in der Öffentlichkeit im September 2025 beendet sein.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 13. Oktober 2024OFOF 1404/1Hauptwache I: Beteiligung ohne Ende?Ortsbeiratsantrag · CDU
- 29. Oktober 2024VV 1038Hauptwache I: Beteiligung ohne Ende?Anfrage
- 7. Februar 2025Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 213Hauptwache I: Beteiligung ohne Ende?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab