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Antisemitische Vorfälle an Schulen im Ortsbezirk 3 im Zeitraum 2016 bis 2018

Vorlagentyp: STMagistrat
245 Wochen bis zur Antwort7 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit antisemitischen Vorfällen an Schulen im Ortsbezirk 3 zwischen 2016 und 2018. Es wird festgestellt, dass im Aufsichtsbereich des Staatlichen Schulamts Frankfurt keine Vorkommnisse bekannt sind und die Stadt Frankfurt aktiv gegen Antisemitismus und andere Formen der Menschenfeindlichkeit vorgeht.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

1.-8.

Im Aufsichtsbereich des Staatlichen Schulamts Frankfurt, das für die Schulaufsicht in Frankfurt zuständig ist, sind keine Vorkommnisse an Schulen im Ortsbezirk 3 bekannt.

9.

Die Stadt Frankfurt wirkt Antisemitismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit durch verschiedene Maßnahmen entschieden entgegen. Bereits bestehende Projekte und Konzepte wie beispielsweise das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bearbeiten in der pädagogischen Arbeit spezifische Formen des Antisemitismus. Ein zentraler Akteur der kommunalen Präventionsarbeit ist die im Amt für multikulturelle Angelegenheiten eingerichtete "Koordinierungsstelle Antiradikalisierung, präventive Jugendarbeit und politische Bildung". Diese leistet Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit: Sie baut Netzwerke auf und steuert sie, vernetzt zentrale Akteure und Akteurinnen der Präventionsarbeit im gesamtstädtischen Kontext. Dem Magistrat ist es wichtig, Projekte und Konzepte zu fördern, die sich gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus engagieren. Mit diesem Ziel hat der Magistrat am 03.06.2020 den "Aktionsplan gegen Rassismus und Extremismus" beschlossen.

Der Magistrat finanziert eine Vielzahl von Projekten und Konzepten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus im gesamten Stadtgebiet. Verschiedene Institutionen, Projekte und Initiativen arbeiten in Beratungs-, Präventions- und Interventionsprogrammen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Einige Beispiele werden nachfolgend aufgeführt.

Träger, Vereine und Projekte gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus:

- ANTIANTI - Museum Goes School, Jüdisches Museum Frankfurt

- Wahrheit und Narrheit, Jüdisches Museum Frankfurt

- Antisemitismus - Juden als Feind und Fremdbilder, Jüdisches Museum Frankfurt

- Kaddisch für einen Freund, Jüdisches Museum Frankfurt

- Konstruktion des Anderen, Jüdisches Museum Frankfurt

- Jüdisches Leben in Deutschland, Jüdisches Museum Frankfurt

- Gegen den Judenhass (ab Herbst 2020), Jüdisches Museum Frankfurt

- Verschwörungsmythen (ab Herbst 2020), Jüdisches Museum Frankfurt

- NS- "Euthanasie": Vom Wert des Lebens, Fritz Bauer Institut Frankfurt

- Im Labyrinth des Schweigens, Fritz Bauer Institut Frankfurt

- Juddebube und Schlappekicker. NS-Gleichschaltungspolitik am Beispiel Eintracht

- Frankfurt, Fritz Bauer Institut Frankfurt

- Das Norbert Wollheim Memorial - "Zwangsarbeit",

- Industriegeschichte und Kampf um Entschädigung, Fritz Bauer Institut Frankfurt

- Perspektiven auf den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963-1965,

- Fritz Bauer Institut Frankfurt

- Das Gegenteil von Gut - Antisemitismus in der deutschen Linken seit 1968,

- Bildungsstätte Anne Frank

- Blickwinkel Antisemitismuskritisches Forum für Bildung und Wissenschaft,

- Bildungsstätte Anne Frank

- Antisemi-Was? Bildungsstätte Anne Frank

- Anne Frank Tag, Bildungsstätte Anne Frank und Stadt Frankfurt am Main

- Wenn Anne ein rosa Pali-Tuch trägt, Bildungsstätte Anne Frank

- Respekt! Frankfurt gegen Diskriminierung, Bildungsstätte Anne-Frank und

- Bildungsdezernat der Stadt Frankfurt

- Kein Platz für Antisemitismus, Makkabi Deutschland e.V.

- Gemeinsam in Frankfurt - Für Jüdisches Leben und gegen Antisemitismus in unserer Stadt, Stadt Frankfurt und Jüdische Gemeinde Frankfurt

- Jüdisches Leben in Frankfurt am Main, Spurensuche - Begegnung - Erinnerung e.V.

In der Bildungsregion Ost werden zurzeit an 7 weiterführenden Schulen und 9 Grundschulen verschiedene Jugendhilfeangebote (Förderprogramm Jugendhilfe in der Schule/ Jugendhilfe in der Grundschule, Sternpiloten und sozialpädagogische Angebote der 2. Säule) umgesetzt. Der Stadtteil Nordend ist mit der IGS Nordend, der Fürstenbergerschule, der Louise von Rothschild-Schule, der Comeniusschule, der Merianschule, der Schwarzburgschule, der Holzhausenschule und der Valentin-Senger-Schule beteiligt.

Alle Jugendhilfeangebote verstehen die Förderung einer diskriminierungsarmen, positiven Schulkultur ohne Rassismus als Angebots - und Querschnittsaufgabe. Sie gestalten und begleiten Lernprozesse mit dem Ziel gegenseitigen Respekt, Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt zu einem selbstverständlichen Teil der Schulkultur zu machen. Die Jugendhilfe bringt dafür spezifische methodische Kompetenzen mit, die sie in Form von Unterrichtsbegleitung, sozialen Kompetenztrainings, Mediation oder Projektarbeit einbringt.

Ein konkreter Baustein, der den Umgang mit Vielfalt und Inklusion befördert, ist dabei das soziale Lernen, welches als Klassenangebot alle Kinder der 5. und 6. Jahrgänge erreicht. Die Förderung sozialer und personaler Kompetenzen, der Partizipation und des sozialen Miteinanders wird so zu einem zentralen Bestandteil der Bildungsbiographie der Kinder und Jugendlichen.

Daneben gibt es bei dem Thema Rassismus eine gute Kooperation zur Anne-Frank-Bildungsstätte und zur Koordinierungsstelle Antiradikalisierung vom Amt für Multikulturelle Angelegenheiten. Zum Beispiel setzt die Jugendhilfe in der Schule Projekte im Rahmen der Initiative Schule ohne Rassismus mit um und Jugendhilfefachkräfte nahmen an der ufuq Multiplikatorinnen- und Multiplikatorenfortbildung teil.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 12. September 2018AA 389Antisemitismus und religiöses Mobbing an Frankfurter SchulenSTVV-Anfrage · CDU, SPD, GRÜNE
  2. 21. Februar 2020BB 73Antisemitismus und religiöses Mobbing an Frankfurter SchulenMagistratsbericht
  3. 25. Mai 2020OFOF 918/3Antisemitische Vorfälle an Schulen im Ortsbezirk 3 im Zeitraum 2016 bis 2018Ortsbeiratsantrag · FDP
  4. 27. November 2020BB 634Antisemitismus und religiöses Mobbing an Frankfurter SchulenMagistratsbericht
  5. 21. Januar 2021VV 1918Antisemitische Vorfälle an Schulen im Ortsbezirk 3 im Zeitraum 2016 bis 2018Anfrage
  6. 20. Januar 2023VV 583Antisemitismus in den Schulen und städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen des Ortsbezirks 15Anfrage
  7. 22. Mai 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 245 Wochen
    STST 1072Antisemitische Vorfälle an Schulen im Ortsbezirk 3 im Zeitraum 2016 bis 2018
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen