Längerfristige Planung der Nahversorgung im Stadtteil Riedberg
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Thema Verkehr und Straße verfolgenInhalt
Anregung an den Magistrat vom 10.10.2014, OM 3571 entstanden aus Vorlage: OF 389/12 vom 26.09.2014
Betreff: Längerfristige Planung der Nahversorgung im Stadtteil Riedberg Vorgang: OM 2652/13 OBR 12; ST 161/14 Der Magistrat wird noch einmal gebeten, zusammen mit der Hessen Agentur zu prüfen und zu berichten, ob die derzeitigen Annahmen und Planungen für den Bedarf an Nahversorgungseinrichtungen auf dem Riedberg im Lichte der aktuellen Entwicklung tatsächlich noch aufrechterhalten werden können oder ob Vorsorge für notwendige Erweiterungen, zum Beispiel im Bebauungsplan für den westlichen Teil des Riedbergs am Niederurseler Hang ("Westflügel"), getroffen werden muss.
Begründung: Bereits im November 2013 wurde der Magistrat und die Hessen Agentur einstimmig gebeten, zu prüfen und zu berichten, ob die damaligen Annahmen und Planungen für den Bedarf an Nahversorgungseinrichtungen auf dem Riedberg im Lichte der aktuellen Entwicklung noch aufrechterhalten werden können oder ob Vorsorge für Erweiterungen getroffen werden muss (OM 2652). Der Magistrat hatte in seiner Stellungnahme (ST 161 vom 03.02.2014) mitgeteilt, dass er keinen Anlass sieht, ein aktualisiertes Einzelhandelsgutachten - das Gutachten stammt aus dem Jahr 2004! - einzuholen und die für die Nahversorgung vorgesehenen Flächen für vollkommen ausreichend hält. Der Ortsbeirat hat Zweifel, ob diese Einschätzung im Lichte der tatsächlichen Entwicklung gerade der letzten Zeit noch richtig ist. Die Einwohnerzahl auf dem Riedberg hat in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Ende des Jahres 2014 wird sie bei rund 10.000 liegen. Etwa zwei Drittel der vorläufig geplanten Einwohnerzahl von rund 15.000 sind erreicht. Immer mehr wird erkennbar, dass die derzeit vorhandenen beziehungsweise noch geplanten (kleineren) Nahversorgungseinrichtungen - insbesondere im Einzelhandel - für eine so große Bevölkerungszahl sehr wahrscheinlich nicht ausreichen werden. Das Riedbergzentrum stößt in den Hauptgeschäftszeiten, zum Beispiel am Freitagnachmittag und am Samstag, an seine Kapazitätsgrenzen. Insbesondere reichen die Parkplätze in der Tiefgarage nicht aus. Viele Familien kaufen konzentriert einmal in der Woche ein und sind wegen des hohen Gewichts der Einkäufe auf das Auto angewiesen. Die künftige Bebauung des Riedbergs wird vor allem am Niederurseler Hang ("Westflügel") stattfinden. Dort werden nach vollständiger Bebauung rund 5.000 Menschen leben. Da bisher im "Westflügel" kein oder nur sehr unzureichender Raum für die Nahversorgung eingeplant ist, werden die Bewohner für ihre Einkäufe im Wesentlichen auf das weit entfernt liegende Riedbergzentrum angewiesen sein und lange Wege in Kauf nehmen müssen. Oftmals werden sie in der dortigen Tiefgarage keinen Platz mehr finden und die ohnehin schon schwierige Parkplatzsituation rund um das Riedbergzentrum noch verschlimmern. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat gebeten, bei der weiteren Planung des "Westflügels" die absehbaren Bedürfnisse der künftigen Bewohner dieses Wohngebiets angemessen zu berücksichtigen. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 12
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. Oktober 2013OFOF 288/12Längerfristige Planung der Nahversorgung im Stadtteil RiedbergOrtsbeiratsantrag · CDU
- 1. November 2013OMOM 2652Längerfristige Planung der Nahversorgung im Stadtteil RiedbergDirektanregung
- 3. Februar 2014STST 161Längerfristige Planung der Nahversorgung im Stadtteil RiedbergStellungnahme
- 26. September 2014OFOF 389/12Längerfristige Planung der Nahversorgung im Stadtteil RiedbergOrtsbeiratsantrag · CDU
- 10. Oktober 2014Sie sind hierOMOM 3571Längerfristige Planung der Nahversorgung im Stadtteil RiedbergDirektanregung
- 12. Januar 2015Antwort des Magistrats · nach 64 WochenSTST 55Längerfristige Planung der Nahversorgung im Stadtteil RiedbergStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats