Beschmierungen "Free Gaza" beseitigen
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat fordert die umgehende Beseitigung der Parole "Free Gaza" von städtischen Liegenschaften in Frankfurt. Dies geschieht aufgrund der politischen Motivation solcher Graffiti und der Notwendigkeit, antisemitische Haltungen zu vermeiden. Die Stadt Frankfurt am Main soll hier Verantwortung übernehmen.
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Ernst-Kahn-Straße — 7 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 11.06.2026.
- Unterstützung des Kita-Neubaus St. Sebastian nach archäologischen Funden11.06.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
- Die Ampelschaltung an der Kreuzung Ernst-Kahn-Straße/In der Römerstadt optimieren18.05.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Gehweg entlang Ernst-Kahn-Straße13.03.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Neues zu Ernst-Kahn-Straße per E-MailAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, die im Ortsbezirk an Wänden, Stromkästen, Brücken, sonstigen Verkehrsanlagen usw. aufgeschmierte Parole "Free Gaza" an Liegenschaften in städtischem Eigentum umgehend zu beseitigen.
Begründung
In den vergangenen Monaten ist es während der kriegerischen Auseinandersetzungen im Gaza-Streifen bundesweit und auch in Frankfurt gehäuft zu politisch motivierten Beschmierungen an privaten und öffentlichen Einrichtungen gekommen, insbesondere mit Parolen wie "Free Gaza" oder "Free Palestine". Die Kosten für eine systematische Beseitigung überall werden die Stadtkasse und auch die privaten Eigentümer voraussichtlich nicht bestreiten können. Die Stadt Frankfurt am Main muss nach dem Verständnis des Ortsbeirates aber an Liegenschaften im städtischen Besitz handeln, etwa in der Unterführung von der Feuer- und Rettungswache 21 zur Ernst-Kahn-Straße. Solche Graffiti stellen nicht nur eine rechtswidrige Sachbeschädigung dar, sondern sind in der aktuellen weltpolitischen Lage häufig Ausdruck einseitiger, verkürzter Narrative, die in Teilen antisemitisch instrumentalisiert werden. Die pauschale Verwendung von Slogans wie "Free Gaza" an öffentlichen Orten suggeriert etwa im Hinblick auf das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 eine vereinfachte Täter-Opfer-Umkehr und kann antisemitische Ressentiments schüren. In einer offenen und demokratischen Gesellschaft darf die Meinungsfreiheit aber kein Deckmantel für Hass, Hetze oder antisemitische Agitation sein - schon gar nicht an öffentlichen Gebäuden, die für unsere demokratischen Institutionen und unsere freiheitliche Grundordnung stehen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 10. November 2025Sie sind hierOFOF 654/8Beschmierungen „Free Gaza“ beseitigenOrtsbeiratsantrag · CDU
- 22. Januar 2026OMOM 8038Beschmierungen „Free Gaza“ beseitigenDirektanregung
- 4. September 2026Antwort des Magistrats · nach 43 WochenSTST 1314Beschmierungen “Free Gaza“ beseitigenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung GRÜNE und Linke