1, 2, 3 . . viele Superblocks in Frankfurt nicht nur beschließen, auch realisieren!
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Priorisierung der bereits beschlossenen Superblock-Projekte in Frankfurt, um die Mobilitätswende und Verkehrsberuhigung voranzutreiben. Die Begründung hebt die Erfolge ähnlicher Konzepte in anderen Städten hervor und betont die Notwendigkeit, die Umsetzung nicht weiter zu verzögern.
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Thema Stadtplanung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat priorisiert bei der Vergabe und Zuweisung von personellen Ressourcen die bereits beschlossenen drei Superblock-Projekte. Die Mobilitätswende und Verkehrsberuhigung in den Stadtteilen darf nicht länger für ungewisse Zeit auf die lange Bank geschoben werden.
Begründung
In anderen europäischen Städten wird seit einigen Jahren das rund 25 Jahre alte Konzept der Superblocks erfolgreich angewendet, um weniger Durchgangsverkehr in Wohngebieten und mehr öffentlichen Raum für alle in der Stadt zu schaffen. Bereits im Haushalt 2023 wurde Geld für zwei Superblocks in Bockenheim und in Nordend-West in Höhe von jeweils 100.000 Euro bereitgestellt. Anfang 2024 beschloss die Stadtverordnetenversammlung mit dem Antrag NR 870, dass zunächst bis zu drei Superblocks in Frankfurt entstehen sollen. Wann und wo der erste davon umgesetzt wird, steht allerdings überhaupt noch nicht fest. Zuletzt stellte sich heraus, dass es an Personal fehlt, um ein Konzept zu erstellen. Zwar lägen Vorschläge zur Einrichtung von Superblocks für die Stadtteile Bornheim, Bockenheim und Nordend-West vor, die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen stünden allerdings "aktuell nicht zur Verfügung" (ST 1586). In Bericht B 363 wurde noch einmal bestätigt, dass es keine Ressourcen für das Beteiligungsverfahren und die Planung des Superblocks in Bockenheim gibt. Lediglich erste Vorbereitungen sollen 2024 noch getroffen werden. Das reicht nicht aus! Durch die Verzögerung werden Haushaltsmittel nicht abgerufen. Fataler: Breit getragene und über lange Zeit öffentlich verhandelte Beschlüsse werden über einen absehbar langen Zeitraum nicht umgesetzt. Die erzeugte Erwartungshaltung bei lokalen Initiativen, die teilweise schon viel konzeptionelle Vorarbeit geleistet haben, wird enttäuscht, die Unterstützung der Frankfurter*innen durch die fehlende Umsetzungsperspektive gefährdet. Der Magistrat ist aufgefordert umzusteuern und eine veränderte Priorisierung bei der Stellenbesetzung und -zuweisung vorzunehmen und ggf. finanzielle Ressourcen umzuschichten, um die bereits beschlossenen Maßnahmen weiter voranzutreiben. Das bislang für die Konzepterstellung fehlende Personal kann auch mit Hilfe der hohen Aufstockung der Stellenreserve zur Verfügung gestellt werden. Die drei bisher beschlossenen Superblocks können nur der Anfang für den notwendigen Stadtumbau für Alle sein. Möglichst viele Frankfurter*innen sollten von den Vorteilen der Superblocks profitieren: weniger Luftverschmutzung, weniger Lärm, mehr Grün, besseres Klima, mehr aktive Mobilität, nachbarschaftliches Miteinander mit Platz zum Spielen, für soziale Kontakte und gemeinschaftliche Aktivitäten im wiedergewonnenen öffentlichen Raum. Zukünftig sollten bei der Auswahl weiterer Projekte soziale Kriterien im Vordergrund stehen. Grundsätzlich muss die Sorge vor Gentrifizierung in den Planungsprozess einbezogen werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 27. September 2024BB 363Superblock für BockenheimMagistratsbericht
- 7. Oktober 2024Sie sind hierNRNR 10121, 2, 3 … viele Superblocks in Frankfurt nicht nur beschließen, auch realisieren!STVV-Antrag · Linke
- 25. April 2025Antwort des Magistrats · nach 30 WochenBB 1541, 2, 3 viele Superblocks in Frankfurt nicht nur beschließen, auch realisieren!Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf7 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE und dFfm gegen Linke, Volt, ÖkoLinX-ARL und fraktionslos (= Annahme); SPD und FDP (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Ablehnung) sowie Linke, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD und BFF-BIG (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) sowie Linke, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, Linke und ÖkoLinX-ARL gegen CDU, SPD und FDP (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: 5 GRÜNE und Linke gegen CDU und SPD (= Ablehnung); FDP (= Enthaltung) bei Abwesenheit 1 GRÜNE
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG