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Förderung von Integrationsmaßnahmen und Ausländervereinen durch die Stadt Frankfurt am Main

Vorlagentyp: B
47 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren14 Sitzungen

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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 07.06.2002, B 607

Betreff:

Förderung von Integrationsmaßnahmen und Ausländervereinen durch die Stadt Frankfurt am Main

Vorgang:

Beschl. d. Stv.-V. vom 27.01.2000, § 5426 - NR 830 CDU, l. B 572/01 -

Durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 27. Januar 2000 (§ 5426) ist der Magistrat gehalten, jährlich einen Bericht über Maßnahmen zur Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie von deutschen Aussiedlern im vorangegangenen Haushaltsjahr zu erstellen und darzulegen, welche Vereine, insbesondere Ausländervereine, und sonstige Institutionen Zuschüsse in welcher Höhe für Maßnahmen auf dem Gebiet der Integrationsarbeit und der Arbeit mit Aussiedlern erhalten haben.

Hinsichtlich grundlegender Ausführungen wird an die Berichte B 685 vom 28.08.2000 und B 572 vom 23.07.2001 angeknüpft.

Die Arbeit für ein friedliches Zusammenleben und Zusammenwachsen von Menschen aus 180 Nationen mit über 200 Kultur-, Religions- und Sprachtraditionen erfordert vor dem Hintergrund der Verunsicherung der Menschen aufgrund der Veränderungen durch die Globalisierung und die Konflikte zwischen und in den Herkunftsstaaten der hier lebenden Migrantinnen und Migranten besondere Aufmerksamkeit.

Integration ist ein vielfältiger und individueller Prozess. Einen entscheidenden Beitrag dazu leisten Vereinigungen und Organisationen wie Kirchen, Gewerkschaften, Ausländervereine und zahlreiche Privatinitiativen in gegenseitiger Unterstützung mit der Politik.

Dass die Integrationspolitik der Stadt Frankfurt am Main als beispielhaft und erfolgreich wahrgenommen wird, ist das Ergebnis wohlüberlegter und systematischer überwiegend im Konsens gefällter integrationspolitischer Entscheidungen, die im planvollen Miteinander der Dezernate und städtischen Ämter in vielfältige Maßnahmen übersetzt werden.

Im folgenden werden die wesentlichen Aktivitäten dargestellt.

  • Maßnahmen der Dezernate und Ämter

Amt für multikulturelle Angelegenheiten

Dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) wurde durch Organisationsverfügung vom 13. Oktober 1989 die Koordination der Ausländerarbeit und Kontaktpflege zu ausländischen und deutschen Vereinen, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Initiativgruppen übertragen. Alle Maßnahmen des Amtes sind auf Integration und die Förderung des friedlichen Zusammenlebens ausgerichtet.

Antidiskriminierung und Stadtteilvermittlung

Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten ist aufgrund des Magistratsbeschlusses vom 02.08.1993 auch Anlaufstelle für Diskriminierungsbeschwerden. Im Jahr 2001 sind 250 Diskriminierungsmeldungen im Amt eingegangen, die entsprechend den jeweiligen Besonderheiten bearbeitet wurden. Hinzu kommt die Stadtteilvermittlung mit 53 bearbeiteten Anforderungen im vergangenen Jahr. In vielen Fällen wurden je zwei Konfliktvermittler/innen eingesetzt, die über einen längeren Zeitraum mit den Konfliktparteien Kontakt hielten, um den Konflikt beizulegen. Auf diese Weise wird Gewalt verhindert und ein gangbarer Weg zur Beilegung des Konfliktes gefunden. In manchen Fällen muss erneut gehandelt werden, um im Rahmen von Konfliktmanagement zwischen den Parteien zu vermitteln. Bei allen Diskriminierungsmeldungen wird in der Regel mit den Antragstellern vielfach persönlich gesprochen und mit den anderen beteiligten Personen oder Institutionen mündlich oder schriftlich Kontakt aufgenommen. Im Amt sind drei Personen systematisch regelmässig mit der Bearbeitung von Diskriminierungs- oder Konfliktmeldungen befasst. Die Bearbeitung von Diskriminierungen und Konfliktmeldungen orientiert sich an professionellen Beratungs- und Vermittlungsmethoden; Antragsteller erhalten Gehör und Beratung hinsichtlich der rechtlichen Möglichkeiten sich gegen Diskriminierung zur Wehr zu setzen. Zusätzlich wird zwischen den Parteien vermittelt mit dem Ziel, einen Ausgleich zu erreichen oder eine Änderung des Verhaltens herbeizuführen, bzw. strukturelle Probleme, die dem Konflikt zugrunde liegen, zu beheben. Bei Diskriminierungsmeldungen, die Ämter der Stadtverwaltung betreffen, interveniert das Amt direkt. Im Benehmen mit den jeweiligen Leitungen werden geeignete Verfahren und Maßnahmen zur Klärung und Lösung aufgezeigt. Die Meldungen werden registriert und vertraulich behandelt. Zunehmend wird inzwischen auch von Seiten der Ämter der Stadtverwaltung das Angebot des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten genutzt, spezielle Schulungen zum Umgang mit Vielfalt durchzuführen. So ist z.B. in den Grundlehrgängen des Personal- und Organisationsamtes für Mitarbeiter/-innen der Stadtverwaltung, die im direkten Publikumskontakt stehen, ein Schulungsblock "Interkulturelle Kommunikation", von Mitarbeiter/-innen des Amts für multikulturelle Angelegenheiten durchgeführt, die Regel.

Die Entwicklung von Qualitätsstandards, die Durchführung von Training für Vermittler, Fortbildungsveranstaltungen und die Vernetzung mit Schulen, Ämtern, Sozialbezirksvorstehern, Stadtteilmanagern u.a. gehören grundsätzlich zur Bearbeitung von Diskriminierungen ebenso, wie die Zusammenarbeit mit dem Präventionsrat.

Mit dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main und der Hessischen Polizeischule werden seit 1994 regelmäßig Workshops und Begegnungen mit Polizeibeamten und Vertretern von Migrantenvereinen durchgeführt, die dazu dienen, die Polizei beim Umgang mit Vielfalt in Frankfurt zu qualifizieren. Im Jahre 2001 wurden drei Veranstaltungen mit der Polizei durchgeführt, bei denen Vertreter des Bundesgrenzschutzes als Beobachter anwesend waren.

Bildungs- und Integrationsprojekte

Im Berichtszeitraum wurde das im Oktober 2000 vom Magistrat beschlossene Projekt "Sprach- und Orientierungskurse für neu zuziehende Ausländerinnen und Ausländer" in Kooperation mit den Bürgerämtern und dem Ordnungsamt, zugleich seit 2002 gemeinsam mit dem Sprachverband e.V. Pilotprojekt im Bundesprogramm, praktisch in Angriff genommen, um im Rahmen des Bundessprachenkonzepts empirische Erkenntnisse zur kommunalen Steuerung von Sprachfördermaßnahmen in einem bundesdeutschen Ballungsraum zu ermitteln.

Angesprochen waren in der Pilotphase 2001 zunächst aus dem Ausland neu Zuziehende

- mit Wohnsitz in Frankfurt am Main,

- mit einer auf Dauer ausgerichteten Aufenthaltsperspektive, d.h. in der Regel einer Aufenthaltserlaubnis

Das Projekt wurde im Jahr 2001 mit DM 200.000,- vom Hessischen Sozialministerium gefördert. Der Finanzierungsanteil der Stadt Frankfurt am Main betrug DM 400.000,-.

Die Kooperation mit dem Sprachverband e. V. schließt die Erprobung eines Scheckverfahrens zum Besuch der Deutschkurse ein. Den Teilnahmeberechtigten wird ein Scheckheft mit sechs Schecks à 100 Unterrichtseinheiten ausgehändigt, die sie bei den kooperierenden Frankfurter Sprachkursträgern einlösen können.

Zu den Sprach- und Orientierungskursen wurden von der Projektkoordination ein offenes Curriculum und ein Stoffverteilungsplan entwickelt . Die curricularen Grundlagen wurden in Zusammenarbeit mit den Sprach- und Orientierungskurstrainern und -trainerinnen erprobt und weiterentwickelt.

Ziel ist es, eine abschließende und umfangreiche Handreichung zur Durchführung von Orientierungskursen zu erstellen.

Die Orientierungskurse (40 Unterrichtsstunden) liefern erste wichtige Informationen über die Stadt Frankfurt am Main, deren Institutionen und öffentliche Einrichtungen. Die Teilnehmer/-innen werden mit erstem Basiswissen beim Einstieg ins Alltagsleben unterstützt.

Die Kurse vermitteln zudem erste Kenntnisse über das Rechtssystem und die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland. Sie werden in den Herkunftssprachen durchgeführt.

Die angebotenen Sprachkurse (max. 600 Unterrichtsstunden) ermöglichen den systematischen und frühzeitigen Erwerb von Deutschkenntnissen. Sie legen einen Grundstein, um besser zu verstehen und verstanden zu werden.

In den Lernzielbeschreibungen wurden die anerkannten europäischen Sprachenstandards berücksichtigt (Zertifikat Deutsch).

Die Sprach- und Orientierungskurse ergänzen systematisch das bestehende Angebot der Stadt Frankfurt am Main (Volkshochschulkurse, "Mama lernt Deutsch", "mitSprache" etc.).

Bis März 2002 begannen insgesamt 25 Orientierungskurse, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend in Sprachkurse der koopierenden Träger übergeleitet wurden .

Die Orientierungskurse werden derzeit in den folgenden Sprachen durchgeführt: Arabisch, Englisch, Italienisch, Türkisch, Spanisch, Serbisch, Kroatisch, Russisch, Dari, Farsi und Pashtu.

Zur Zeit melden sich pro Monat ca. 100 Interessenten für die Teilnahme am Programm. Mehr als 500 Anfragen sind bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt bearbeitet worden. Für das Jahr 2003 wird eine Teilnehmer/-innenzahl von ca. 1000 bis 1500 erwartet. Das bedeutet, dass neben den bereits laufenden Sprachkursen weitere 67 bzw. 100 Sprachkurse im kommenden Jahr beginnen müssten.

Die größten Gruppen sind Türkisch bzw. Arabisch sprechende Frauen. Dies ist als Hinweis darauf zu werten, dass die gewählte Anspracheform gerade diejenigen erreicht, die durch traditionelle Ansprachewege i.d.R. schwer oder überhaupt nicht erreichbar ist.

Die Resonanz der Teilnehmer/-innen auf das Angebot ist ausgesprochen positiv. Hohe Wertschätzung findet insbesondere das Angebot der Orientierungskurse, die als hilfreiche Maßnahme zum Einleben am neuen Wohnort und im neuen Land empfunden werden. Dies liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass die eingesetzten Trainerinnen und Trainer Einwanderer sind, die selber diesen Prozeß des Ankommens und sich Eingewöhnens durchlaufen haben und gleichzeitig als positives Rollenmodell und Repräsentanten der Frankfurter Stadtbevölkerung fungieren.

Die qualitativen und quantitativen Ergebnisse des Projekts "AusbildungsOrientierte Elternarbeit mit Migrantenfamilien" konnten im Berichtszeitraum durch die systematische Schulung der Gesprächsleiter/-innen und klar definierte Leistungsvereinbarungen mit den Kooperationspartnern deutlich gesteigert werden.

Im Rahmen des Projektes werden die Eltern von Jugendlichen aus Migrantenfamilien in der jeweiligen Muttersprache über das deutsche Schul- und Ausbildungssystem informiert. Die Jugendlichen erfahren durch die Einbindung ihrer Eltern in den Prozess der Berufsorientierung Unterstützung bei der Berufsfindung und Stabilisierung während der Berufsausbildung.

Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten arbeitet mit zweisprachigen Gesprächsleiter/-innen zusammen, die Mitglieder in Migrantenvereinen oder Muttersprachenlehrer sind. Sie organisieren im Auftrag des Amtes Elterntreffen. Dadurch werden auch Eltern erreicht, die bisher deutschsprachige Gesprächs- und Beratungsangebote nicht wahrnehmen.

Für das Schuljahr 2001/2002 sind 90 Elternveranstaltungen vertraglich vereinbart, außerdem zwei Wochenendseminare und zwei Informationsfilme im Offenen Kanal. Bis Mai 2002 konnten 900 Eltern und Jugendliche erreicht und 400 Beratungsstunden durchgeführt werden.

Nach den Sommerferien werden weitere Gesprächsleiter/-innen aus Migranten- und Moscheevereinen und Muttersprachenlehrer geschult und in das Projekt eingebunden.

"mitSprache", ein Projekt zur sprachlichen und soziokulturellen Integration von zugewanderten Schülerinnen und Schülern und deren Eltern wird vom Hessischen Kultusministerium gefördert und mit dem Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main in mittlerweile sechs Frankfurter Grundschulen durchgeführt, nachdem die Modellphase mit zunächst zwei Grundschulen überaus positive Ergebnisse vorweisen konnte.

Modellhaft in jeweils einer Klassenstufe ( beginnend mit Klasse 1) werden neue Wege beschritten, zugewanderten Schülerinnen und Schülern parallel zum regulären Unterricht Gelegenheit zu bieten, ihre deutschen Sprachkentnisse zu vervollkommnen. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit den Eltern systematisch entwickelt und werden Fortbildungen für die Lehrer/-innen durchgeführt.

Von Seiten des Amts für multikulturelle Angelegenheiten wird jeweils eine Fachkraft zur Moderation, fachlichen Begleitung und Steuerung des Projekts in den Schulen eingesetzt, das Staatliche Schulamt weist den Schulen für die Zusammenarbeit der Lehrkräfte und die Förderarbeit Stunden in Höhe von jeweils einer halben Stelle zu, so dass das Fachpersonal an den Schulen durch jeweils einer vollen Stelle verstärkt wird.

Die Stadt Frankfurt am Main unterstützt finanziell und fachlich mehr als zwanzig Träger, vor allem Migrantenkultur- und Elternvereine, die muttersprachlichen Unterricht in insgesamt siebzehn Sprachen für Kinder und Jugendliche aus Nicht-Anwerbeländern durchführen. Die Träger erreichen mit ihrer Arbeit insgesamt ca. 1.750 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Fördermittel waren bis Ende 2001 im Haushalt des Stadtschulamtes eingestellt. Sie wurden mit Beginn des Haushaltsjahres 2002 dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten übertragen, weil dort die Kontakte zu den Trägervereinen bestehen und die fachliche Anleitung und Begleitung angesiedelt ist.

Zur Qualifizierung der Bildungs- und Erziehungsarbeit mit Romakindern in Frankfurter Schulen findet im Rahmen der Lehrerfortbildung regelmäßig ein Arbeitskreis statt, der vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten in Kooperation mit der Kita für Romakinder "Schaworalle", dem Aufnahme- und Beratungszentrum für Seiteneinsteiger und der Regionalstelle Frankfurt der hessischen Lehrerfortbildung moderiert wird. Im Jahr 2001 hat der Arbeitskreis eine Publikation zu Fragen der schulischen Integration von Romakindern erarbeitet, die im Juni 2002 erscheinen wird.

EU-Projekte

Das transnationale EU-Projekt "Willkommen. Kulturelle und soziale Orientierung für Seiteneinsteiger" wurde am 31.12.2001 abgeschlossen.

Ziel des Projekts war es, Integrationshilfen für neu zugewanderte Schüler/-innen und deren Eltern zu entwickeln und zu erproben. Die beteiligten Partner, die Stadt Frankfurt am Main, Amt für multikulturelle Angelegenheiten (Federführung und Koordination des Gesamtprojekts) und das Staatliche Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main, die Stadt Aarhus/Dänemark, Schulamt und die Stadt Seixal/Portugal entwickelten Unterrichtsmaterialien und -projekte zur sprachlichen und soziokulturellen Orientierung für sog. Seiteneinsteiger ins Schulsystem, erprobten neue Anspracheformen zur Einbeziehung der Eltern und entwickelten Fortbildungsangebote für Lehrer/-innen.

Die Ergebnisse des Gesamtprojekts sind schriftlich dokumentiert, die Lehr- und Lernmaterialien liegen in publizierter Form vor.

Für zwei weitere EU-Projekte mit mehrjährigen Laufzeiten (2002 bis 2004 bzw. 2005) haben in 2001 umfangreiche Vorarbeiten stattgefunden:

  1. "Will you still need me", ein Projekt, das sich mit den Bedingungen des gleichberechtigten Zugangs älterer Migrantinnen und Migranten zu den Beratungs- und Pflegesystemen der Aufnahmeländer auseinandersetzt. Als Beitrag der Stadt Frankfurt am Main soll ein Handbuch erarbeitet werden, das auch im europäischen Maßstab verwendbar ist. Partnerländer sind Portugal, Irland, Großbritannien und Dänemark. Das Gesamtprojekt hat ein Finanzvolumen von € 450.000.
  2. Entwicklungspartnerschaft "Migration und Arbeit Rhein-Main", ein durch den Europäischen Sozialfonds gefördertes Projekt der Städte Frankfurt am Main, Offenbach am Main und der Landkreise Offenbach und Main-Taunus, an dem 16 Partner beteiligt sind und das ein Finanzvolumen von insgesamt € 5.000.000 hat. Ziel ist es, die Herstellung bzw. Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit von Migrantinnen und Migranten in der Region nachhaltig zu fördern. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten ist für die Durchführung des Teilprojekts "Interkulturelle Kommunikation" verantwortlich und gleichzeitig als Amt mit Querschnittsfunktion Mitglied der Lenkungsgruppe zur Steuerung des Gesamtprojekts.

Kultur

Das Projekt "inter.art - Kulturbörse für internationale Künstlerinnen und Künstler"

ist eine Kooperation des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten, der SAALBAU GmbH und dem Verein "Förderer angewandter Stadtteilkulturarbeit"e.V.

Im Rahmen der Kooperation übernimmt das Amt für multikulturelle Angelegenheiten folgende Arbeitsfelder: Künstlerberatung, Beratung von Kulturanbietern, Vernetzung mit dem Ziel der Förderung der beruflichen Integration zugewanderter Künstlerinnen und Künstler, Aufbau einer Datenbank mit Informationen, die für die Beratung und Vernetzung notwendig sind, Fortbildungsangebote, für internationale Künstlerinnen und Künstler, die insbesondere die notwendigen Strukturkenntnisse über die Kunst- und Kulturszene vermitteln, Konzeption und Durchführung von Kulturveranstaltungen mit inter.art.

Religion

Unter dem Titel "Religionen der Welt. Gemeinden und Aktivitäten in Frankfurt am Main" veröffentlichte das Amt für multikulturelle Angelegenheiten 1996 eine Publikation mit Porträts der in Frankfurt ansässigen religiösen Zuwanderergemeinden (es handelte sich um ca. 80 Gemeinden), die viel nachgefragt wurde und seit längerem vergriffen ist. Derzeit wird eine Überarbeitung und Neuauflage der Publikation vorbereitet. Die bisher vorliegenden Ergebnisse der Überarbeitung und Recherche zeigen, dass sich seit 1996 erhebliche Veränderungen ergeben haben und es insbesondere zahlreiche Neugründungen religiöser Gemeinden in Frankfurt am Main gibt. Mindestens 50 neue religiöse Gemeinden der verschiedensten Richtungen sind in den letzten Jahren entstanden. Die Recherchen für die Publikation werden zum Jahresende 2002 abgeschlossen sein.

Telefondolmetscherdienst

Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten initiierte die Durchführung einer Pilotphase für einen Telefondolmetscherdienst, die von November 2000 bis September 2001 durch die Firma SprachXpress durchgeführt wurde. Städtische Ämter und die Polizei konnten den Service des Dolmetscherdienstes "SprachXpress" abrufen.

Die positive Resonanz der Nutzer hat zur Einstellung von Mitteln in den Verwaltungshaushalt 2002 geführt. Da die technologischen und personellen Ressourcen in der Rhein-Main-Region vorhanden sind, soll der Service relativ kurzfristig wieder aufleben.

Städte der Zuflucht

Von Januar 2000 bis April 2002 war der belorussische Schriftsteller Vasil Bykov im Rahmen des Städtenetzwerks "Städte der Zuflucht" des Internationalen Schriftstellerparlamentes in Paris Gast der Stadt Frankfurt am Main und der Frankfurter Buchmesse GmbH. Mit den notwendigen Übersetzungs- und Dolmetscherarbeiten wurde ein Mitarbeiter des Palais Jalta e.V, beauftragt. Im Rahmen des Stipendiums wurde dem Schriftsteller eine Wohnung und ein monatlicher Unterhalt für die Dauer seines Aufenthalts zur Verfügung gestellt. Herr Bykov hat an mehreren literarischen Werken gearbeitet, hat Lesungen in Frankfurt am Main und Umgebung durchgeführt und eine Reihe von Interviews gegeben.

Studie zur Erforschung des Standes der Integration

Im Berichtszeitraum wurden den Stadtverordnetenausschüssen Immigration und Integration und Jugend und Soziales im Rahmen einer öffentlichen Anhörung die Ergebnisse der an das Europäische Forum für Migrationsstudien (efms), Institut an der Universität Bamberg, vergebenen Studie "Evaluation von Integrationsprozessen in Frankfurt am Main" vorgestellt. Diese Studie untersuchte den Stand der Integration von Zuwanderern und Deutschen am Beispiel von drei ausgewählten Stadtteilen und wurde von den Stadtverordneten und den Medien sehr positiv gewürdigt.

Öffentlichkeitsarbeit

Durch Vermittlung des Amts für multikulturelle Angelegenheiten konnte eine Teilfinanzierung der TV-Dokumentation .Global Cities - Frankfurt - the Euro-City' durch den German Marshall Fund in Washington D.C. erreicht werden. Diese TV-Serie wird weltweit ausgestrahlt. Daneben wurde von der deutsch-kanadischen Produktionsfirma ein Imagefilm (.Ich bin ein Frankfurter') über das Amt und das internationale Leben in Frankfurt produziert. Beide Filme, die jeweils in den Sprachen Deutsch und Englisch vorliegen, werden für Präsentationen, Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen eingesetzt.

Die umfangreiche Adressensammlung vieler Bereiche des städtischen Lebens in Frankfurt am Main in Form einer Broschüre mit dem Titel .Multikultureller Ratgeber für Frankfurt am Main' wurde in den elf Jahren ihres Bestehens in insgesamt über 30.000 Exemplaren gedruckt und vertrieben. Diese Publikation, die über 1.200 Adressen enthält, erschien 2001 in überarbeiteter Neuauflage und wird u.a. von vielen Mitarbeiter/innen städtischer Ämter und anderen Stellen ausgiebig genutzt.

Anlässlich der Kommunalwahl 2001 realisierte das Amt eine Kampagne mit Großflächenplakaten in sechs Sprachen, um die wahlberechtigte EU-Bevölkerung zur Wahlbeteiligung aufzurufen.

Die Homepage des Amts für multikulturelle Angelegenheiten, die derzeit in acht Sprachen im Netz ist, und auf der seit 1999 sowohl Projekte des Amtes als auch Informationen und Veranstaltungen dargestellt und regelmäßig aktualisiert werden , wird von den Nutzern sehr gut aufgenommen. Sie ist mit vielen Internetseiten verlinkt, z.B. den Internetseiten von Migrationsforschungsinstituten in Deutschland, Europa und Übersee, von Migrationsnetzwerken aus der EU und Übersee, von Projektpartnern, die mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten EU-Projekte durchführen, Universitäten und Fachhochschulen im In- und Ausland, der Ausländerbeauftragten der Bundesregierung sowie den Ausländerbeauftragten vieler Städten und Gemeinden, NGOs, Internetprojekten gegen Rassismus und Rechtsradikalismus, Verlagen, Bibliotheken, ausländischen Instituten und Schulen in Frankfurt am Main. Mit dem Internet haben sich auch neue Möglichkeiten der Kooperation ergeben. So ist z.B. das Amt Partner des interkulturellen Internetportals http://www.portalglobal.de/ , das vom Land Hessen durch sein Projekt Hessenmedia gefördert wird.

Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV)

Der Arbeit der KAV wird als Interessenvertretung der nichtdeutschen Frankfurterinnen und Frankfurter vom Magistrat eine wichtige Bedeutung zugemessen und dementsprechend gefördert. Die mit drei Planstellen besetzte Geschäftsstelle unterstützt die KAV bei der Vorbereitung und Durchführung ihrer Beratungen, der Verfolgung ihrer Beschlüsse bei den städtischen Gremien und Institutionen sowie ihrer Öffentlichkeitsarbeit.

Europa-Büro

Das Europabüro ist gemeinsam mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten im Trägerverbund für die "Bauhütte Naxos", einem durch den Europäischen Sozialfonds geförderten Projekt zur beruflichen Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, dessen Projektleitung der Deutschen Angestellten Akademie obliegt. Für dieses Projekt wurden am 8.10.2001 für den Zeitraum vom 1.11.2001 bis zum 30.4.2003 417.934,- DM (213.686,236 €) aus dem Europäischen Sozialfonds bewilligt. Der Gesamtantrag belief sich auf die Summe von 1.044.684,- DM. Das Europa-Büro beteiligt sich mit 40.000,- DM.

Im Jahr 2001 und bis zum April 2002 wurde gemeinsam mit zwölf europäischen Städten und dem Städtenetzwerk EUROCITIES ein EU-gefördertes Projekt zur Euro-Einführung durchgeführt, an dem die Stadt Frankfurt am Main federführend beteiligt war. Bestimmte Zielgruppen, darunter auch die hier lebenden Migrantinnen und Migranten wurden mit der neuen Währung vertraut gemacht. Hierfür wurden besondere Informationsmaterialien und Ansprachewege gemeinsam mit verschiedenen Institutionen ausgearbeitet.

Als eine Maßnahme zur Integration der in Frankfurt lebenden Europäerinnen und Europäer aus EU-Mitgliedsstaaten wurden zusammen mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten und dem Bürgeramt Statistik und Wahlen Kampagnen anläßlich der Europa- und der Kommunalwahlen durchgeführt. Neben eigenen Aktionen hat das Europa-Büro dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten für Aktivitäten im Rahmen der Kommunalwahl 2001 einen Betrag von 19.000,- DM gezahlt.

Frauenreferat

Das Frauenreferat fördert institutionell eine Reihe von Trägern, deren Arbeitsschwerpunkte die Fort- und Weiterbildung und Beratung von Frauen sind. Mehrheitlich ist die Zielgruppe dieser Angebote ausländischer Herkunft. Die Höhe der Förderung im einzelnen ist der Anlage 3, Bl 1-2 zu entnehmen.

Stadtgesundheitsamt

Zwischen dem Stadtgesundheitsamt und dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten existiert eine langjährige bewährte Kooperation. Beide Ämter sind darüber hinaus Mitglieder im bundesweiten Arbeitskreis Migration und öffentliche Gesundheit der Beauftragten der Bundesregierung für Ausländerfragen.

Seit mehreren Jahren bietet das Stadtgesundheitsamt für Roma-Flüchtlinge eine wöchentliche Sprechstunde an, die unter Wahrung der Anonymität der Personen medizinische Unterstützung bei akuten Krankheiten gewährt.

Die Sprechstunde findet mittwochs zwischen 14.00 und 17.00 Uhr in der Braubachstraße 8-22, 60311 Ffm. statt.

Die Kindertagesstätte "Schaworalle" arbeitet eng mit dem Jugendärztlichen Dienst des Stadtgesundheitsamtes, der präventive und kurative Hilfe leistet, zusammen. So wurden beispielsweise wichtige Impfungen in enger Kooperation mit den Eltern, den Kindern und den Ärzten durchgeführt.

Das Stadtgesundheitsamt, das Frauenreferat und das Amt für multikulturelle Angelegenheiten haben als Kooperationsprojekt seit dem 10.Dezember 2001 eine Beratungsstelle für afrikanische Familien zu allen Fragen rund um die Gesundheit eingerichtet. Angeboten wird die Beratung in Räumen des Gesundheitsamtes. Zielgruppe sind in engerem Sinne die in Frankfurt lebenden Menschen aus Ländern südlich der Sahara. Probleme bestehen nach aller Erfahrung häufig in der Wohnsituation (z.T. in Asylheimen), in ungeklärtem Aufenthaltsstatus, in sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten oder in sexueller Gewalt gegen Frauen (z.B. Beschneidung). Sekundär ergibt sich daraus ein erschwerter Zugang zu den vorhandenen Gesundheitseinrichtungen. Ein besonderes Thema ist die medizinische Versorgung und Betreuung von HIV positiven Migranten und Migrantinnen.

Das Angebot der Beratungsstelle im Gesundheitsamt ist als niederschwelliges Angebot zu verstehen, um den Zugang zur gesundheitlichen Versorgung in Frankfurt zu ermöglichen und zu unterstützen. Eine Sozialarbeiterin bietet im Rahmen fester Sprechstunden oder nach Vereinbarung die Beratung und Vermittlung zu gesundheitlichen und familienbezogenen Fragen an. Diese Beratung kann als Einzel- oder Gruppenberatung stattfinden. Die Arbeit der Sozialarbeiterin wird zusätzlich unterstützt durch einen afrikanischen Seelsorger, der aufgrund der bisher vorliegenden Erfahrungen in vielen Fällen als erster Ansprechpartner bei Problemen in einer afrikanischen Familie fungiert.

Ärztliche Beratung und ggf. Untersuchung wird durch eine Ärztin sichergestellt. Darüber hinaus stehen selbstverständlich die Regeldienste im Gesundheitsamt zur Verfügung. Die Beratungsstelle fungiert hier als Vermittlerin.

Zum Thema "HIV und AIDS" sollen sowohl Gesprächsgruppen initiiert als auch eine individuelle Beratung angeboten werden. Für Jugendliche und speziell für Jugendlichen-Gruppen kann das AIDS-Mobil des Stadtgesundheitsamtes eingesetzt werden als eine Form der spielerischen Aufklärung.

Darüber hinaus soll bei Bedarf Beratung und Information zur Beschneidung von Frauen und Mädchen angeboten werden.

Nach einem Jahr soll eine Bestandsaufnahme und Bewertung des Projektes erfolgen. Danach wird über den weiteren Bedarf und den Umfang der Beratungsstelle entschieden.

Die Untersuchungs- und Beratungsstelle für sexuell übertragbare Krankheiten im Stadtgesundheitsamt Frankfurt am Main arbeitet seit 10 Jahren anonym und kostenlos. Der Anteil der Migrantinnen und Migranten beträgt schätzungsweise 90 %. Die Stelle bietet Information und Beratung, Untersuchung und Behandlung für sexuell übertragbare Krankheiten, einschließlich HIV/AIDS, Informationen, Beratung über Fragen im Zusammenhang mit sexuell übertragbaren Krankheiten, Schutz durch Safer Sex, persönliche Probleme, psychosoziale Beratung, Betreuung, sowie Beratung im Bereich Sexarbeit.

Die Fachkräfte sprechen Englisch, Russisch, Spanisch, Türkisch. Jeden ersten Dienstag im Monat oder auf Wunsch ist eine thailändische Dolmetscherin eingesetzt.

Das Gesundheitsamt hat einen Gesundheitswegweiser erarbeitet, der flächendeckend Auskunft über ärztliche und nichtärztliche Angebote im ambulanten Bereich, jeweils nach Fachgebieten und Fremdsprachen geordnet, gibt. Dafür fand eine breit angelegte Erhebung unter den Ärztinnen und Ärzten in Frankfurt und weiteren nichtärztlichen Berufsgruppen statt, die auf sehr gute Resonanz bei den verschiedenen Berufsgruppen stieß.

Im Ergebnis enthält der jetzt vorliegende Gesundheitswegweiser Angaben von rund 1000 Personen, von Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten, Hebammen und einzelnen Fachkräften aus nichtärztlichen Beratungsstellen, Therapieeinrichtungen und öffentlichen Diensten. Konkret nennt der Gesundheitswegweiser die Adressen, Telefonnummern und Stadtteile von Fachkräften im Frankfurter Gesundheitswesen, die 59 verschiedene Sprachen sprechen. Entsprechend der Internationalität der Frankfurter Bevölkerung finden sich Ärztinnen, Ärzte, Zahnärzte und Zahnärztinnen, Psychologinnen und Psychologen, die Sprachen aus allen Kontinenten von Afghanisch bis Vietnamesisch sprechen, unter den aufgenommenen Adressen.

Der Beratungsführer Fremdsprachige psychosoziale Beratung in Frankfurt am

Main ist im Juni 2001 als überarbeitete Neuauflage erschienen. Unter der jeweiligen Sprache führt der Beratungsführer Namen, Adresse, Ausbildung und Spezialgebiete der Beraterinnen und Berater auf, die Art der angebotenen Beratung, Zielgruppen und Finanzierungsart. Erfasst sind außerdem spezielle Qualifikationen der/des jeweiligen Beraters/in. Fördersumme durch das Gesundheitsamt: 1000,--DM.

Unter dem Titel Migration, Alter und Gesundheit fand am 26. September 2001 (in Zusammenarbeit mit dem Referat für ambulante Dienste beim Caritas-Verband Frankfurt) die erste Konferenz dieser Art statt. Teilnehmer waren Ärzte, Pflegefachkräfte, Sozialbezirksvorsteher und Migrantenvertreter aus dem Stadtteil und zuständigen Diensten. In diesem Zusammenhang wurde der Fachbericht "Alter, Migration , Gesundheit" in Verbindung mit statistischem Material zur Altersentwicklung im Stadtteil Fechenheim erstellt.

Der Verein "Fatra" (Frankfurter Arbeitskreis Trauma und Exil) erhielt wieder eine Zuwendung im Zusammenhang mit der ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung traumatisierter Flüchtlinge. Betrag: 10.200,- DM.

Beratungsdienst für ausländische Mitbürger/Psychosoziales Zentrum Frankfurt am Main für erwachsene Migrantinnen und Migranten im Internationalen Familienzentrum

In das Zentrum kommen Klientinnen und Klienten mit allgemeinen psychischen Störungen, wie auch mit psychosomatischen Beschwerden. Hinzu kommt ein großer Anteil an Klientinnen und Klienten mit chronischen psychischen Krankheiten. Das Internationale Psychosoziale Zentrum versteht sich als eine Einrichtung, in der psychosoziale Langzeitbetreuung und Kurzzeitberatung und Langzeitberatung bei chronischen Krankheiten häufig über Jahre hinweg angeboten wird. Zielgruppe sind erwachsene Migrantinnen und Migranten.

Im Rahmen der sozialpsychiatrischen Versorgung betrug die Förderung für die "Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle" (PSKB) 247.000,-DM.

Jugend- und Sozialamt

Die Dienste und Angebote des Jugend- und Sozialamtes sowie die Tätigkeit der Kirchen, der Träger der freien Wohlfahrtspflege und der Träger der freien Jugendhilfe berücksichtigen die Belange von Zuwanderern und unterstützen die Tätigkeit von Ausländervereinen und Verbänden. Dieses geschieht durch die Öffnung der zahlreichen Einrichtungen für ausländische Jugendliche, Erwachsene und Familien, um deren gleichberechtigte Nutzung dieser Angebote zu ermöglichen und die Integration zu fördern.

Diese Angebote der sozialen Arbeit werden in unterschiedlicher Intensität angenommen. In einigen Bereichen der Jugendhilfe und Sozialarbeit ist der Anteil von Zuwanderern prozentual geringer, als deren Bevölkerungsanteil; dies ist insbesondere dann festzustellen, wenn beispielsweise schriftliche Anträge der Eltern zu Jugendhilfeangeboten erforderlich sind. Andere niedrigschwellige Angebote wie offene Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, werden dagegen von jungen Zuwanderern sehr stark besucht; ihr Anteil ist in vielen der ca. 100 Einrichtungen im Stadtgebiet weit größer als ihr Anteil in den entsprechenden Altersgruppen.

Um die besonderen Belange der Zuwanderer hinsichtlich Beratung und Förderung in den unterschiedlichen Lebenslagen sicherzustellen, werden spezielle Beratungsstellen gefördert, in denen sowohl in sprachlicher Hinsicht als auch in Bezug auf die soziokulturellen Besonderheiten und Interessen der unterschiedlichen Ethnien entsprochen wird. Dieses geschieht soweit möglich durch die Beschäftigung von Fachkräften aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Die Trägerschaft einiger dieser Beratungsstellen und Einrichtungen wird von Vereinigungen wahrgenommen, die von den Zuwanderern selbst gegründet wurden.

Der Magistrat fördert zahlreiche Vereinigungen, in denen sich Jugendliche, Erwachsene und Familien von Zuwanderern zusammengeschlossen haben. Ziel dieser Unterstützung ist, die Entfaltung der eigenen Kultur der Zuwanderer ebenso zu fördern, wie deren Teilnahme am Leben in der multikulturellen Stadt.

Auf dem Gebiet der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit wird schon seit mehr als 20 Jahren vom Jugend- und Sozialamt an den "Tagen der offenen Tür" ein Internationales Jugendfest auf dem Paulsplatz in Kooperation mit zahlreichen Jugendvereinigungen der Migranten durchgeführt.

Im November 2001 wurde auf Initiative des Jugend- und Sozialamtes eine eintägige Fachtagung zum Thema "Interkultureller Dialog in der offenen Kinder- und Jugendarbeit" für die Zielgruppe der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betriebs Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Frankfurt a.M. sowie von Einrichtungen der Träger der freien Jugendhilfe durchgeführt. Veranstalter war die trägerübergreifende Arbeitsgruppe Interkulturelles. Weitere dezentrale Veranstaltungen zum Thema Interkulturelle Kompetenz in der offenen Kinder- und Jugendarbeit werden vom Jugend- und Sozialamt noch in diesem Jahr durchgeführt.

Im Frankfurter Jugendring gibt es die Mitgliedschaft von Jugendverbänden von Migranten. Mit der Unterstützung des Jugend- und Sozialamtes beschäftigt der Jugendring einen Ausländerreferenten für die spezifischen Belange jugendlicher Zuwanderer und deren Vereinigungen.

Das Jugend- und Sozialamt entwickelt die soziale Infrastruktur für die älteren Bürgerinnen und Bürger nichtdeutscher und deutscher Herkunft integrativ und in gemeinsamer Verantwortung öffentlicher und freier Träger unterschiedlicher Wertorientierung kontinuierlich weiter. Ältere Migrantinnen und Migranten sind als Experten/innen in eigener Sache an der Konzeptarbeit und der Realisierung von Projekten maßgeblich beteiligt. Ziel ist es, mit ihrer Assistenz geeignete Zugangswege zu eröffnen, damit sich auch die ältere Migrantengeneration das differenzierte Angebot an sozialen Einrichtungen im Rahmen der offenen, ambulanten und stationären Altenhilfe nutzbar machen oder besonderen Bedürfnissen gemäß zur Ergänzung beitragen kann. Insbesondere wird die Eigeninitiative von Gruppen älterer Migrantinnen und Migranten gefördert, die ein gesellschaftliches Miteinander aller älteren Menschen, die es wünschen, im Wohnumfeld und darüber hinaus, anstreben und auf diese Weise einen eigenen sozio-kulturell geprägten Beitrag zur interkulturellen Begegnung älterer Menschen leisten.

In Bezug auf Aussiedlerinnen und Aussiedler werden spezielle Förderungs- und Integrationsmaßnahmen besonders im Bereich der Jugendarbeit geleistet. Durch den stetigen Abbau von Wohnheimplätzen für Spätaussiedler/innen werden jährlich nur noch rund 100 Personen neu aufgenommen. Um ihnen die Integration zu erleichtern, werden sie in den Wohnheimen sozialpädagogisch betreut.

Die dort tätigen Sozialarbeiterinnen sind Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes. Für deren Stellen erhält die Stadt Frankfurt a.M. eine Kostenerstattung vom Land Hessen. Die Spätaussiedler/innen werden von den Sozialarbeiterinnen in allen Angelegenheiten, insbesondere im Umgang mit Behörden, bei Rentenangelegenheiten, Schul-, Wohnungs- und Arbeitssuche beraten und unterstützt. Auf die beigefügte Auflistung der Beratungsangebote für Spätaussiedler/innen wird hingewiesen. (Vgl. Anlage 4, Blatt 3,4 u.5)

Es wird zudem darauf hingewiesen, dass im Rahmen des integrativen Arbeitsansatzes des Magistrats jugendlichen Spätaussiedler/innen die Angebote in Jugendzentren und andere Angebote und Projekte der Jugendhilfe, der offenen Kinder- und Jugendarbeit offen stehen und von diesen auch zahlreich angenommen werden.

Amt für Wissenschaft und Kunst

Im Bereich des Kulturdezernats finden, neben der Förderung von Kulturveranstaltungen einzelner Migrantenvereine (vgl. Anlage 2, Bl 1-2 ), zahlreiche integrative Aktivitäten statt. So ist der allgemeine Kulturbetrieb in Frankfurt am Main ganz selbstverständlich international und ein gutes Beispiel von interkultureller und integrativer Arbeit. Die Museen leisten ihrerseits Aufklärungsarbeit, bieten teilweise pädagogische Projekte für Schulkinder an und informieren über andere Kulturen (z.B. Museum der Weltkulturen, Historisches Museum).

Stadtschulamt

Entscheidend für das Gelingen der Integration ist die Betreuung ausländischer Jugendlichen an den Schulen. Die Aktivitäten der staatlichen Schulen, wie auch die Arbeit der von privaten Organisationen getragenen ausländischen und internationalen Schulen werden vom Magistrat nach besten Kräften gefördert. Wichtige Integrationsmaßnahmen werden auch durch das Stadtschulamt durchgeführt, wo z.B. im Rahmen von Schulsozialarbeit auf die spezifischen Probleme von Schülern deutscher und ausländischer Herkunft im Interesse ihrer Integration eingegangen wird. Darüber hinaus gibt es weitere Projekte, die auch in Absprache mit dem Staatlichen Schulamt und dem Jugend- und Sozialamt, stattfinden, zum Beispiel: Hausaufgabenhilfe, Einrichtung von Jugendclubs, schulische Projekte zu Fragen der Förderung der Zivilcourage, die grundsätzlich das Schulklima verbessern sollen. Bei all diesen Maßnahmen nehmen sehr viele ausländische Kinder teil.

In den Städtischen Kindergärten, wo ein großer Teil der Kinder ausländischer Herkunft ist, helfen Fortbildungsangebote zum Erwerb interkultureller Kompetenz für die Erzieherinnen, die Einstellung von bilingualem Personal, das Angebot von Elternarbeit bei der Integration.

Unter der Federführung des Stadtschulamts wird derzeit ein "Konzept zur sprachlichen Förderung von nicht deutschsprachigen Kindern in Kindertagesstätten" entwickelt und erprobt.

Für Kinder aus Drittstaaten, hatte das Stadtschulamt eine gesonderte Fördermöglichkeit für den muttersprachlichen Unterricht eingerichtet. Hier wurden Vereine gefördert, die für die Kinder muttersprachlichen Unterricht anbieten. Ab dem Haushaltsjahr 2002 ist dieser Etatposten dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten übertragen worden. (Vgl. Anlage 6, Bl 1).

Stadtbücherei

Die Stadtbücherei Frankfurt bietet ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Medien in der Muttersprache, Medien zum Deutschlernen, Leseförderung für Kinder und ein Forum für kulturelle Veranstaltungen. Innovative Projekte zur Integration ausländischer Bürgerinnen und Bürger, die 2002 umgesetzt werden sollen, wurden 2001 intensiv vorbereitet.

Eine Auswahl an aktuellen ausländischen Kinder- und Jugendbuchmedien präsentiert jedes Jahr die Kinder- und Jugendbuchausstellung im Römer.

Der kostenfreie Zugang zu Medien und Programmangeboten ist eine wesentliche Vorrausetzung zur Chancengleichheit. Das Angebot an multimedialen Medien und die Installation von Internetterminals (die 2001 in fast allen Bibliotheken realisiert werden konnte) geben auch Kindern aus sozial schwachen Familien die Möglichkeit, an den Entwicklungen der Informationsgesellschaft zu partizipieren. Das Kinderprogramm und die Hausaufgabenhilfe werden regelmäßig von ausländischen Kindern und Jugendlichen besucht.

Die Stadtbücherei pflegt traditionell den Kontakt mit ausländischen Literatur- und Kulturvereinen in Frankfurt. Ziel ist es, die multikulturelle Stadt(teil)kultur zu fördern. 2001 wurde die Zusammenarbeit im Rahmen der Veranstaltungsarbeit ausgebaut. Kooperationspartner waren u.a: Africa Alive, Äthiopienhilfe Menschen für Menschen, Amnesty International, Ayrinti (türkische Literaturzeitschrift), Caritas, Deutsch-Polnische Gesellschaft, Frauenprojekt Gallus, Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika, Griechisches Buchzentrum (Buchmesse), Istituto Italiano di Cultura, Palais Jalta, Türkischer Literatur- und Kunstverein e.V., Türkisches Volkshaus, Zentrum für portugiesische Sprache. Vor allem die Zentrale Erwachsenenbibliothek hat sich als ein beliebter und attraktiver Veranstaltungsort etabliert.

Gemeinsam mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten und dem Historischen Museum wurde die literarische Reihe "Migration schreibt Geschichte(n)" geplant und umgesetzt. Weitere gemeinsame Veranstaltungsreihen mit dem AmkA sind in Planung.

Im Jahr 2001 wurde im Rahmen eines Bibliothekstipendiums der Bertelsmann Stiftung das Modellprojekt "Die Internationale Bibliothek" mit Unterstützung des Amts für multikulturelle Angelegenheiten vorbereitet und Anfang 2002 in der Stadtteilbibliothek Gallus umgesetzt.

Volkshochschule

Die Volkshochschule Frankfurt am Main macht für deutsche und ausländische Erwachsene zahlreiche Angebote zur Fort- und Weiterbildung. Sie folgt dabei einem integrativen Ansatz, veranstaltet aber auch spezielle Kurse zur Aus- und Fortbildung von Ausländerinnen und Ausländern.

Ein besonderes Angebot sind die Kurse "Deutsch als Fremdsprache" zu verschiedenen Themen. An diesem Unterricht nehmen pro Halbjahr insgesamt ca. 3.000 Ausländerinnen und Ausländer teil. Auch Alphabetisierungskurse richten sich sowohl an deutsche als auch ausländische Teilnehmer/innen. Viele dieser Maßnahmen werden dezentral, also in verschiedenen Stadtteilen, u. a. in Schulen, angeboten. Zu den Bemühungen der VHS gehört es auch, ausländische Jugendliche beim Schulabschluss zu unterstützen und entsprechende Angebote zu machen.

Die VHS ist ein wichtiger Kooperationspartner des Amts für multikulturelle Angelegenheiten bei der Durchführung von "Mama lernt Deutsch" und den "Sprach- und Orientierungskursen" für neu zugewanderte Ausländerinnen und Ausländer.

Seit Oktober 2001 entsteht mit Förderung des Hessischen Sozialministeriums, des Frauenreferats, des Arbeitsamtes und des Jugend- und Sozialamtes ein neues Lernzentrum für ausländische Frauen im Gallus, in dem Frauen dabei unterstützt werden, die Schwelle zum Arbeitsmarkt zu überwinden.

Die VHS ist zudem Projektträger in dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit "XENOS". Zielsetzung dieses auf 3 Jahre angelegten Projektes ist die Erhöhung der Anzahl der ausländischen Auszubildenden in den Ämtern und Betrieben der Stadt Frankfurt.

Sport- und Bäderamt

Eine wichtige Rolle kommt dem Sport zu. Durch das Medium Sport werden Konfliktfähigkeit, Toleranz, Kommunikationsfähigkeit, systematische Kooperation, Fairness, gezügelter Umgang mit Aggressionen und soziale Kompetenz der Jugendlichen gefördert.

Die Förderung der Integration von Zuwanderern im Bereich Sport reduziert sich nicht ausschließlich auf die Unterstützung der von Ausländern getragenen Turn- und Sportvereine. Vielmehr folgt der Magistrat auch hier einem integrativen Ansatz. (Vgl. Anlage 5, Bl 1-2)

- Förderung von Ausländervereinen und anderen Institutionen für Integrationsmaßnahmen

Neben den sozialen Maßnahmen zur Integration sieht der Magistrat einen besonderen Schwerpunkt in der Förderung der Selbsthilfe und der Entwicklung von Eigeninitiative, sowohl bei der deutschen Bevölkerung als auch bei den Zuwanderern. Dazu gehören sowohl gezielte Informations- und Integrationsmaßnahmen, die sich an die ausländische als auch an die deutsche Bevölkerung richten, um Problemen und Sorgen, die auf beiden Seiten entstehen, angemessen zu begegnen.

Große Bedeutung bei den Aktivitäten für die Zusammenführung und das Zusammenleben der deutschen Bevölkerung mit den verschiedenen Ausländergruppen haben für den Magistrat deshalb auch die herkömmlichen deutschen Vereine und Verbände, die in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, wie in der Jugend- und Sozialarbeit, der Kultur und Bildung, im Freizeitbereich und nicht zuletzt im Bereich des Sports wirken und in denen Deutsche und Ausländer, besonders auch Jugendliche, miteinander aktiv sind und im Alltag integriert werden. Mit der Förderung der Arbeit der herkömmlichen deutschen Vereine wird aufgrund der zunehmenden Mitwirkung von Zuwanderern zugleich die Begegnung und das Zusammenleben vorangebracht. Den erheblichen Anteil der dabei auf die ausländischen Einwohner entfallenden Mittel zu quantifizieren, ist nicht möglich.

Daneben ist die Unterstützung der Organisationen der Ausländer, die ihrerseits einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten können, nach wie vor unverzichtbar. Wissenschaftliche Untersuchungen und vielfältige praktische Erfahrungen belegen, dass die Ausländervereine, zunächst in der Phase des Übergangs für die Neuankömmlinge bis zu ihrer Eingewöhnung im Aufnahmeland, eine sehr wichtige Rolle spielen. Die Vereine bieten aber auch weiterhin Möglichkeiten des Zusammenhalts, um durch Pflege der Herkunftskultur, soziale Beratung und Hilfestellung, die Eingewöhnung zu erleichtern. Das gemeinsame Feiern von Festen, das Anrichten landesspezifischer Gerichte und gemeinsames Essen sind wichtige Bestandteile dieser Aktivitäten. Dadurch können die Organisatoren des Vereinslebens Brücken bauen zwischen den Zuwanderern und der Aufnahmegesellschaft. Nicht selten entwickeln sich in diesen Vereinen auch neue Formen von Alltagskultur im Kontext mit der eigenen Bevölkerung, und zunehmend gibt es Kooperationen zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten.

Ausländervereine und vergleichbare Initiativen unterstützen insofern in der Regel die städtischen Bemühungen zur Integration. Die Förderrichtlinien der einzelnen Dezernate heben diese Bedingung hervor: Offenheit der Angebote nach außen, Angebote der allgemeinen sozialen Beratung und Betreuung, Völkerverständigung, Spracherwerb, Pflege der eigenen Kultur zur Stabilisierung der eigenen Persönlichkeit im Integrationsprozess, Arbeit mit Kindern, Frauen und Jugendlichen oder Senioren sind in diesem Kontext notwendige und förderungswürdige Aktivitäten.

Die spezifischen Fördermaßnahmen durch einzelne Ämter stellten sich im Jahr 2001 wie folgt dar:

Gesamtetat des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten DM 3.005.771,89

Davon Aufwendungen des Amtes für:

Veranstaltungsförderung der Migrantenvereine,

(Anlage 1;Blatt 1-2) DM 126.572,00

Institutionelle Förderung der Migrantenvereine

(Anlage 1, Blatt 4) DM 266.000,00

Förderung der Migrantenvereine bei den Tagen

der Offenen Tür DM 20.760,00

Förderung der Migrantenvereine beim

Museumsuferfest DM 25.600,00

Amt für Wissenschaft und Kunst

(Förderung der Migrantenvereine (Anlage 2;Blatt 1-2) DM 52.599,99

Frauenreferat

(Förderung der Migrantinnenvereine ( Anlage 3;Blatt 1-2) DM 1.186.330,44

Jugend-und Sozialamt

(Anlage 4, Blatt 1 und 2) DM 3.198.153,82

Sport- und Bäderamt

(Förderung der Migrantenvereine (Anlage 5;Blatt 1-2) DM 28.040,00

Stadtschulamt

Förderung der Migrantenvereine (Anlage 6;Blatt 1) DM 54.000,00

Anlage 1 (ca. 13 KB) Anlage 2 (ca. 16 KB) Anlage 3 (ca. 9 KB) Anlage 4 (ca. 28 KB) Anlage 5 (ca. 11 KB) Anlage 6 (ca. 5 KB)Nebenvorlage: Antrag vom 14.10.2002, NR 794 Antrag vom 26.11.2002, NR 837

Dieses Dokument ist sehr umfangreich und wird hier gekürzt dargestellt.Vollständiges Dokument auf PARLIS ansehen

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Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. Juni 2002Sie sind hier
    BB 607Förderung von Integrationsmaßnahmen und Ausländervereinen durch die Stadt Frankfurt am Main
    Magistratsbericht
  2. 14. Oktober 2002NRNR 794Mehr Transparenz tut NotSTVV-Antrag · GRÜNE
  3. 26. November 2002NRNR 837Ehrenamt fördert Integration - Migranten für das Ehrenamt gewinnenSTVV-Antrag · FDP
  4. 5. Mai 2003Antwort des Magistrats · nach 47 WochenBB 356Förderung von Integrationsmaßnahmen und Ausländervereinen durch die Stadt Frankfurt am MainMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf14 Beratungen
KAV
Sitzung 9 · 12.08.2002
TO II, TOP 5
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 607 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Immigration und Integration
Sitzung 13 · 22.08.2002
TO I, TOP 13
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage B 607 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG

Frauenausschusses
Sitzung 13 · 26.08.2002
TO I, TOP 4
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage B 607 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und FDP

Ausschusses für Immigration und Integration
Sitzung 14 · 19.09.2002
TO I, TOP 6
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage B 607 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG

Frauenausschusses
Sitzung 14 · 23.09.2002
TO I, TOP 6
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage B 607 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und FDP

Ausschusses für Immigration und Integration
Sitzung 15 · 31.10.2002
TO I, TOP 15
Beraten
1. Die Beratung der Vorlage B 607 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 794 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDP
Sonstige:
ÖkoLinX-ARL (B 607 = Kenntnis als Zwischenbericht, NR 794 = Annahme)
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE und FDP zu 2. CDU, SPD, GRÜNE und FDP Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (B 607 = Kenntnis als Zwischenbericht, NR 794 = Annahme)

Frauenausschusses
Sitzung 15 · 04.11.2002
TO I, TOP 7
Beraten
1. Die Beratung der Vorlage B 607 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 794 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDP
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE und FDP zu 2. CDU, SPD, GRÜNE und FDP

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 17 · 07.11.2002
TO I, TOP 16
Beraten
1. Die Vorlage B 607 wird auf die Tagesordnung II der nächsten turnusmäßigen Sitzung vertagt. 2. Die Vorlage NR 794 wird auf die Tagesordnung II der nächsten turnusmäßigen Sitzung vertagt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
Alle
zu 2)
Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme

KAV
Sitzung 12 · 25.11.2002
TO II, TOP 10
Zur Kenntnis
1. Die Vorlage B 607 dient zur Kenntnis. (Beschluss bereits am 12.08.2002) 2. Die Vorlage NR 794 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Immigration und Integration
Sitzung 16 · 05.12.2002
TO I, TOP 16
Zur Kenntnis
1. Die Vorlage B 607 dient zur Kenntnis. 2. Der Vorlage NR 794 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass die Beantwortung der Fragen mit dem Bericht des Magistrats für das Jahr 2002 erfolgt. 3. a) Es dient zur Kenntnis, dass die antragstellende Fraktion die Ziffer 1. der Vorlage NR 837 zurückgezogen hat. b) Der Ziffer 2. der Vorlage NR 837 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDFDP
Ablehnung:
Grüne
Sonstige:
FAG (B 607 = Kenntnis als Zwischenbericht, NR 794 = Enthaltung, NR 837 Ziffer 2. = Annahme)REP (B 607 = Kenntnis, NR 794 und NR 837 Ziffer 2. = Ablehnung)PDS (B 607 = Kenntnis als Zwischenbericht, NR 794 = Annahme in der ursprünglichen Fassung, NR 837 Ziffer 2. = Annahme)ÖkoLinX-ARL (B 607 = Kenntnis als Zwischenbericht, NR 794 = Annahme in der ursprünglichen Fassung, NR 837 Ziffer 2. = Annahme)E.l (B 607 = Kenntnis als Zwischenbericht, NR 794 = Annahme in der ursprünglichen Fassung, NR 837 Ziffer 2. = Annahme)BFF (B 607 = Zurückweisung)
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDFDP
Ablehnung:
Grüne
zu 3 / b)
Zustimmung:
SPDGrüneFDP
Ablehnung:
CDU
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE (= Kenntnis als Zwischenbericht) zu 2. CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE (= Annahme in der ursprünglichen Fassung) zu 3. zu b): SPD (vorbehaltlich Haupt- und Finanzausschuss), GRÜNE und FDP gegen CDU (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG (B 607 = Kenntnis als Zwischenbericht, NR 794 = Enthaltung, NR 837 Ziffer 2. = Annahme) REP (B 607 = Kenntnis, NR 794 und NR 837 Ziffer 2. = Ablehnung) PDS, ÖkoLinX-ARL und E.L. (B 607 = Kenntnis als Zwischenbericht, NR 794 = Annahme in der ursprünglichen Fassung, NR 837 Ziffer 2. = Annahme) BFF (B 607 = Zurückweisung)

Frauenausschusses
Sitzung 16 · 09.12.2002
TO I, TOP 6
Zur Kenntnis
1. Die Vorlage B 607 dient zur Kenntnis. 2. Der Vorlage NR 794 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass die Beantwortung der Fragen mit dem Bericht des Magistrats für das Jahr 2002 erfolgt. 3. Es dient zur Kenntnis, dass der Frauenausschuss die Beratung der Vorlage NR 837 auf den Ausschuss für Immigration und Integration delegiert hat.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDFDP
Ablehnung:
Grüne
Sonstige:
FAG (B 607 = Kenntnis, NR 794 = Enthaltung)REP (B 607 = Kenntnis, NR 794 = Ablehnung)
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDFDP
Ablehnung:
Grüne
zu 3)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE (= Kenntnis als Zwischenbericht) zu 2. CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE (= Annahme in der ursprünglichen Fassung) zu 3. CDU, SPD, GRÜNE und FDP Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG (B 607 = Kenntnis, NR 794 = Enthaltung) REP (B 607 = Kenntnis, NR 794 = Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 18 · 19.12.2002
TO I, TOP 11
Beraten
1. Die Vorlage B 607 wird auf die Tagesordnung II der nächsten turnusmäßigen Sitzung vertagt. 2. Die Vorlage NR 794 wird auf die Tagesordnung II der nächsten turnusmäßigen Sitzung vertagt. 3. Die Vorlage NR 837 wird auf die Tagesordnung II der nächsten turnusmäßigen Sitzung vertagt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAGREPE.l
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAGREPE.l
zu 3)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAGREPE.l
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG, REP und E.L. zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG, REP und E.L. zu 3. CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG, REP und E.L.

KAV
Sitzung 13 · 13.01.2003
TO II, TOP 27
Zur Kenntnis
1. Die Vorlage B 607 dient zur Kenntnis. (Beschluss bereits am 12.08.2002!) 2. Die Vorlage NR 837 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 19 · 30.01.2003
TO I, TOP 7
Zur Kenntnis
1. Die Vorlage B 607 dient zur Kenntnis. 2. Der Vorlage NR 794 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass die Beantwortung der Fragen mit dem Bericht des Magistrats für das Jahr 2002 erfolgt. 3. a) Es dient zur Kenntnis, dass die antragstellende Fraktion die Ziffer 1. der Vorlage NR 837 zurückgezogen hat. b) Der Ziffer 2. der Vorlage NR 837 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. c) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Dr. Lehr, Dr. Galanos, Pürsün, Yüksel, Hübner und Heumann sowie von Stadtrat Dr. Magen und Herrn Sitki (KAV) dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDFDPREP
Ablehnung:
GrüneFAGPDSE.lBFF
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDFDP
Ablehnung:
GrünePDSE.lREP
Enthaltung:
FAG
zu 3 / b)
Zustimmung:
SPDGrüneFDPFAGPDSE.l
Ablehnung:
CDUREP
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, FDP und REP gegen GRÜNE, FAG, PDS und E.L. (= Kenntnis als Zwischenbericht) sowie BFF (= Zurückweisung) zu 2. CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE, PDS und E.L. (= Annahme in der ursprünglichen Fassung) sowie REP (= Ablehnung); FAG (= Enthaltung) zu 3. zu b) SPD, GRÜNE, FDP, FAG, PDS und E.L. gegen CDU und REP (= Ablehnung)

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