Erfahrungsbericht der Koordinierungsstelle Kinder zur Lebenssituation Frankfurter Kinder
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängiges Bürgerprojekt seit 2010. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 14.01.2011, B 37
Betreff: Erfahrungsbericht der Koordinierungsstelle Kinder zur Lebenssituation Frankfurter Kinder Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 22.03.1990, § 2966 - E 78 SPD und GRÜNE, l. B 536/08 - Inhaltsverzeichnis Seite Bewegung als Zugang zur Welt 3
Bewegung im Entwicklungsverlauf von Kindern 3
Ø Bewegung macht stark und sicher! 3 Ø Bewegung schützt! 4 Ø Bewegung macht schlau! 4
Der Blick auf Frankfurter Kinder und Jugendliche 4
Ø Zur Datenlage 4
Ø Entwicklungsauffälligkeiten der Bewegung 5 Bewegung braucht Raum! 8 Ø Der öffentliche Raum in Frankfurt als Bewegungsraum von Kindern 8 Bewegung braucht Zeit! 10 Ø Über wie viel Zeit können Frankfurter Kinder verfügen und was machen sie? 10 Ø Sport mit und ohne Verein 11 Ø Mobilitätsverhalten von Kindern 13 Ø Bewegungseinschränkungen durch Armut 14
Bewegung in Kinderzentren 15 Ø Bewegungsforderung in städtischen Kinderzentren 15 Bewegung in der Grundschule 17 Ø Projekt .Grundschule in Bewegung' 18 Ø Teilzertifikat .Bewegung und Wahrnehmung' 18 Bewegung in der Offenen Arbeit mit Kindern 18 Bewegung in Sportvereinen 19 Ø Sportangebote in den Stadtteilen 19 Ø Sportförderung der Stadt Frankfurt am Main 20 Ø Sportentwicklungsplanung 21 Ø Frauenweltmeisterschaft 2011
22 "Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln... Der Kopf ist nicht der einzige Körperteil... Man muss nämlich auch springen, turnen, tanzen und singen können, sonst ist man, mit seinem Wasserkopf voller Wissen, ein Krüppel und nichts weiter." Erich Kästner Bewegung als Zugang zur Welt Die tägliche Arbeit des Kinderbüros zeigt immer wieder den Zusammenhang zwischen Bewegung und gesundem Aufwachsen von Kindern: Sei es in der Baby-Lounge des Familien-Info-Cafes, bei SPATZ-Projekten auf Spielplätzen, in Gesprächen mit Grundschulkindern über die Kinderrechte, der Nachfrage nach Förderpatenschaften für Sportvereine oder bei gezielten Modellprojekten zur Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten: Ohne Bewegung läuft - im wahrsten Sinne des Wortes - nichts! Körperliche Bewegung ist ein grundlegendes Bedürfnis von Menschen. Bewegung bedeutet Zugang zur Welt. Kinder brauchen Bewegung, um gesund und glücklich groß zu werden. Mit dem regelmäßigen Erfahrungsbericht zur Situation Frankfurter Kinder stellt das Frankfurter Kinderbüro Themen in den Mittelpunkt, die für eine gute Kindheit Bedeutung haben. Die elementare Bedeutung von Bewegung findet sich bereits in der UN-Kinderrechtskonvention: Die Vereinten Nationen haben sich in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Förderung von angemessenen Lebensbedingungen, Gesundheitsvorsorge, das Recht auf Bildung, das Recht auf Freizeit und auf die spezielle Förderung von behinderten Kindern geeinigt. Wir verstehen unseren Bericht somit auch als einen Baustein zur Verwirklichung der UN-Kinderrechtskonvention. Aufgabe des Berichtes ist es, Material zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern zur Verfügung zu stellen, damit geeignete Maßnahmen in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und von vielen Akteuren ergriffen werden können. Er geht der Frage nach, über welche körperlichen Fähigkeiten Frankfurter Kinder verfügen und wie sie sich in Frankfurt bewegen können. Es gilt, sich des Themas ganzheitlich anzunehmen. Das familiäre Umfeld, der Kindergarten, der Schulweg, die Schule, Freizeiteinrichtungen und der öffentliche Raum der Wohnumgebung müssen als Bewegungsräume begriffen werden, die Kinder zur Bewegung herausfordern und einladen. Wir streben das Ziel an, dass alle Frankfurter Kinder wahrnehmen: Ich kann mich bewegen und ich bewege mich gerne. Bewegung im Entwicklungsverlauf von Kindern Bewegung macht stark und sicher! Körperwahrnehmung und die Beherrschung des eigenen Körpers haben für die Identitätsbildung eine wichtige Funktion. Bereits die ersten Bewegungen dienen der Selbstständigkeitsentwicklung. Sich selbst ohne Hilfe von einem Ort zum andren zu bewegen, ist ein Quantensprung in der Erweiterung der eigenen Handlungsmöglichkeiten. Sich zu ernähren, etwas zu gestalten, zu schreiben, ein Instrument zu spielen, einen Sport auszuüben - das alles geht nur mit Bewegung. Kinder, die Raum für altersgemäße Bewegung haben, lernen ihren Körper zu beherrschen, und so immer sicherer und geschickter zu werden. Sie finden spielerisch ihre Grenzen, überwinden sie nach und nach. Auf diese Weise gewinnen sie Vertrauen in sich und in ihre Fähigkeiten. Die Macht und Selbstbestimmung über den eigenen Körper zu haben, ist ein entscheidender erster Schritte für ein selbstbestimmtes eigenständiges Erwachsenenleben. Bewegung schützt! Ausreichende Bewegung schützt vor Krankheiten: Ein schlecht ausgebildeter Muskelapparat führt frühzeitig zu Haltungsschäden. Schlecht trainierte Kinder sind anfälliger für Infektionen und Stress. Mit zunehmendem Körpergewicht bis hin zum Übergewicht werden die motorischen Fähigkeiten bereits im Kindesalter gemindert, besonders im Bereich Kraft, Ausdauer und Koordination. Bei Kindern mit Übergewicht steigt zudem die Krankheitshäufigkeit an. Bewegung schützt vor Unfällen. Kinder sollen alltäglich selbständig Bewegungserfahrungen machen - drinnen wie draußen -damit sie Gefahren besser einschätzen lernen. Nur ein Kind, das seinen Körper und seine eigenen körperlichen Reaktionen kennt, kann Risiken einschätzen und selbst etwas zur Unfallvermeidung beitragen.
Bewegung macht schlau! Zwischen der Bewegungsentwicklung von Kindern, ihrer Intelligenz und dem Grad ihrer Selbstständigkeit gibt es nachweisbare Zusammenhänge. Beispielsweise schneiden Kindergartenkinder durch tägliche Bewegung im Bereich Intelligenz signifikant besser ab. Bildung entsteht folglich nicht nur durch kognitive, sondern auch durch motorische Schulung. "Erfahren die Kinder Sprache durch Bewegung und damit als körperliches Empfinden, führt das zu einem wesentlich besseren Sprachverständnis. Die Förderung der Sprache muss deshalb unbedingt mit Sport- und Bewegungserziehung einhergehen"(http://neu.kib-online.org). Ähnliches gilt für das mathematische Grundverständnis. Rechnen gelingt leichter, wenn Kinder eine körperliche Vorstellung von Raum und Zeit haben. So haben "Kinder, die nicht rückwärts balancieren können, Schwierigkeiten beim Subtrahieren. Ihnen fehlt die sinnliche Erfahrung eines Bewegungsablaufes, der nach hinten gerichtet ist" (a.a.o.). Der Blick auf Frankfurter Kinder und Jugendliche Zur Datenlage Zur Einschätzung von Bewegungsfähigkeit und Bewegungsmöglichkeiten wurden Daten der folgenden Ämter zusammengeführt: Bürgeramt, Statistik und Wahlen; Amt für Gesundheit, Stadtvermessungsamt, Grünflächenamt, Stadtschulamt, Jugend- und Sozialamt und Sportamt. Die gewonnenen Daten bilden die kindliche Bevölkerung in den Merkmalen Alter und Geschlecht immer ab. Die Merkmale Migrationshinweis bzw. Migrationshintergrund[1] und Sozialraum werden nicht bei allen Daten dargestellt. Die Merkmale Behinderung und Armutsrisiko werden in keinem Datensatz dargestellt. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die zunehmende Bedeutung der Diskussion um die Aspekte einer inklusiven Pädagogik (Inklusion) und der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Um den Bedürfnissen der Kindergesamtheit gerecht zu werden, ist die - auch statistische - Betrachtung der Lebenswirklichkeiten von Kindern mit Behinderung unbedingt notwendig. Gerade im Bereich der Bewegung sind für behinderte Kinder Einschränkungen häufig Alltag und verhindern so eine echte Inklusion. Das Kinderbüro hat im Bereich städtische Kinderzentren und Grundschule darüber hinaus eigene Daten gewonnen. Entwicklungsauffälligkeiten der Bewegung Im März 2010 hat das Amt für Gesundheit den Bericht .Kindergesundheit in Frankfurt - Daten des Amtes für Gesundheit 2002 - 2008'INDEX
vorgelegt. Der Bericht bereitet die Daten der Einschulungsuntersuchungen auf. Hier werden unter anderem die Daten bezüglich des Entwicklungsstandes der motorischen Entwicklung dargestellt. Die folgenden Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf Kinder ohne Behinderung. Untersucht werden im Bereich "Bewegung": Grobmotorische Fähigkeiten (Balancieren, Einbeinstand, Einbeinhüpfen, seitliches Hin- und Herhüpfen) und feinmotorische Fähigkeiten (Diadochokinese, Fingeroppositionsversuch, Visuomotoriktest). Bezogen auf die Kategorie "Geschlecht" Ø Der Anteil der Entwicklungsauffälligkeiten ist bei Jungen durchgängig z.T. deutlich höher, als bei Mädchen. Ø Es bestehen nur geringe Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen bezogen auf das Körpergewicht. Bezogen auf die Kategorie "Migrationshintergrund" Ø Kinder mit Migrationshintergrund zeigen im Bereich Bewegung häufiger Entwicklungsauffälligkeiten. Dies betrifft vor allem türkische Kinder und Kinder vom Balkan oder aus dem Maghreb. Ø Kinder mit Migrationshintergrund sind häufiger übergewichtig. Bezogen auf die Kategorie "Sozialraum" Ø Prozentual der niedrigste Wert der Entwicklungsauffälligkeiten im Bereich Bewegung wurde in den Stadtteilen Seckbach (3,9 %), Bergen-Enkheim (4,1 %), Westend-Süd (5,3 %), Fechenheim (5,3 %) und Harheim (5,3 %) festgestellt. Ø Die häufigsten Auffälligkeiten im Bereich Bewegung sind in folgenden Stadtteilen zu finden: Bahnhofsviertel (25, 6 %), Innenstadt (15 %), Altstadt (14,4 %), Ginnheim (14,3 %), Sindlingen (13,4 %), Ostend (13,1 %) und Gutleutviertel (13,1 %). Ø Stadtteile, bei denen die Quote der deutschen Kinder mit Bewegungsauffälligkeiten, gleich welchen Geschlechts, höher liegt als bei den Kindern mit Migrationshintergrund sind Sindlingen, Hausen, Zeilsheim, Rödelheim und Fechenheim. Ø Der Anteil übergewichtiger bzw. adipöser Kinder ist in Sossenheim (17,3%), im Gutleutviertel (18,2 %), Eckenheim (18,5 %) und der Innenstadt (23,4 %) am höchsten. Ø Die Verbindung der prozentualen Bewegungsauffälligkeiten in den Stadtteilen mit der Arbeitslosendichte lässt keine eindeutigen Erkenntnisse zu. Wie auch bei der Sprachauffälligkeiten kommen Bewegungsauffälligkeiten in den Stadtteilen Fechenheim, Eckenheim und Riederwald trotz hoher Arbeitslosendichte seltener vor. Ø In den Stadtteilen Griesheim, Riederwald, Gallus, Rödelheim, Gutleutviertel, Ginnheim, Hausen und Sindlingen zeigen Kinder am häufigsten Entwicklungsauf-fälligkeiten. Dies gilt unabhängig von Geschlecht und Migrationshintergrund. Ø In den Stadtteilen Berkersheim, Bockenheim, Ostend, Bahnhofsviertel, Innenstadt sind alle Bevölkerungsgruppen außer Mädchen ohne Migrationshintergrund betroffen. Das Ausmaß der Betroffenheit liegt bei den Jungen häufig über 20 %. Tabelle 1: Entwicklungsauffälligkeiten der Bewegung Quellen: * Wohnberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner in Frankfurt a.M. am 31. Dezember 2009 nach Stadtteilen, Alter, Staatsangehörigkeit und Migrationshinweis (= "optionsdeutsche" Kinder, Personen mit einer weiteren ausländischen Staatsangehörigkeit neben der deutschen Staatsangehörigkeit, Eingebürgerte, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler) Melderegister (Einwohner/innen mit Haupt- oder Nebenwohnung) ** Amt für Gesundheit 2010, Häufigkeiten: o = 5,0% - 9,9 % (Wertung 1 Pkt.), + = 10,0-19,9 % (Wertung 2 Pkt.), ++ über 20,0% (Wertung 3 Pkt.). Der Migrationshintergrund setzt sich zusammen aus der Staatsanghörigkeit, Geburtsort des Kindes/der Eltern, Sprache, die in der Familie gesprochen wird. Bewegung braucht Raum! Der öffentliche Raum in Frankfurt als Bewegungsraum von Kindern Durch die starke Motorisierung können Straßen als Spielorte kaum noch genutzt werden. Der fließende und der ruhende Verkehr beeinträchtigt die spielerische Nutzung sehr stark. Die vermehrte Einführung von verkehrsberuhigten Bereichen soll zwar helfen, den Straßenraum auch für spielende Kinder zurück zu erobern, doch ist dort ein gefahrloses Spielen meist nicht möglich. Zu viele VerkehrsteilnehmerInnen halten sich nicht an die Schrittgeschwindigkeit. Kinder, die in ihr Spielen vertieft sind, bemerken Gefahren nicht rechtzeitig. Stark befahrene Straßenzüge be- und verhindern die gefahrlose Bewegung im Wohnumfeld, um beispielsweise zur nächstgelegenen Spielfläche zu kommen. In Frankfurt sind aktuell 314.195 PKW zugelassen und 88.079 Kinder unter 15 Jahren gemeldet. Neben den Einschränkungen im öffentlichen Raum, können die Bewegungsmöglichkeiten für Kinder in der Wohnung oder dem privaten Wohnumfeld eine deutliche Einschränkung erfahren: Die zur Verfügung stehende Fläche ist stark von der ökonomischen Situation der Eltern abhängig. Familien mit geringen finanziellen Mitteln verfügen über kleinere Wohnungen und seltener über eine private Freifläche. Kinder dieser Familien können damit nicht auf den privaten Bereich ausweichen, sondern sind in stärkerem Maß auf öffentliche Flächen angewiesen. Es lässt sich zeigen, dass Stadtteile mit hohen Anteilen von Familien mit mehr als zwei Kindern häufig Stadtteile mit durchschnittlicher Wohnfläche je Wohnung sind. Stadtteile mit hohem Anteil Alleinerziehender und Familien mit Migrationshinweis sind häufig Stadtteile mit durchschnittlicher oder kleiner Wohnfläche je Wohnung. In der Kinderumfrage des Kinderbüros (2008) geben 60 % der Kinder an, dass sie ein eigenes Zimmer haben. Bei Einzelkindern ist der Prozentsatz höher (= 96 %). Die überwiegende Mehrheit empfindet den Platz, der persönlich zur Verfügung steht, als ausreichend. 13 % der Kinder geben an, dass sie zu wenig Platz haben. Kinder, die eine erhöhte Armutswahrscheinlichkeit aufweisen, empfinden ihr Zimmer häufiger als nicht groß genug. Für 18 % der Kinder gibt es zu wenige Rückzugsmöglichkeiten in der Wohnung. Wird die Häufigkeit von Entwicklungsauffälligkeiten mit den Daten des privaten und öffentlichen Raums in Bezug gesetzt, entsteht ein uneinheitliches Bild (Tabelle 2). An dieser Stelle sind tiefere Analysen von Lebensverhältnissen nötig, um Aussagen treffen zu können. Tabelle 2: Nr.
Stadtteil
Wohn- fläche in m2 je Wohn- ung* Anteil in % Fuß- und Radwege** Freizeit- anlagen in qm pro Kind <15 Jahren** Schulhöfe*** Sportanlagen*** geöffnet teilweise geöffnet geschloss-en geöffnet teil-weise geöffnet ge-schlossen
44 Harheim 95,90
4 1 1
34 Seckbach 77,52
19
2 1 9 Bornheim 63,10
7 3 4 1 35 Fechenheim 65,59 39 45
3 2 1 43 Kalbach-Riedberg 103,26 6
1
7 Nordend-Ost 64,20 45 10
6 Nordend-West 72,12 44 7
5 6
31 Bonames 72,64 40 13 1
37 Nied 65,73
13 2 1
42 Nieder-Erlenbach 101,93 13
25 Niederursel 74,53
16
4 1 41 Sossenheim 70,13
7 1 2
39 Zeilsheim 70,05
15
2
1 1 Altstadt 64,87 60 23
4 Westend-Süd 75,41 45 3
1 5
46 Bergen-Enkheim 85,57
10
3 1 27 Dornbusch 76,60 41 11 1 1 4 2 29 Eckenheim 67,89
6 1
28 Eschersheim 75,18
21 1 4
47 Frankfurter Berg 81,70 43 17 1
1
24 Heddernheim 70,13
7 3 1
16 Oberrad 67,99 41 8
1 2
13 Sachsen-hausen-N. 70,43
5 1 4 8
14 Sachsen-hausen-S. 76,00
62
18 Schwanheim 74,82
56 1 1
40 Unterlieder-bach 70,37
16 3 1
2 5 Westend-Nord 75,34 43 5
36 Höchst 69,26 45 10
3 5
45 Nieder-Eschbach 82,23
25 1 1 1
17 Niederrad 62,73 45 7 1 1
22 Praunheim 70,23
41
2 1 30 Preungesheim 75,59
13 1
32 Berkersheim 92,84
2 1
12 Bockenheim 64,30
12 2 4
8 Ostend 63,65
41 2 4 1 3 Bahnhofsviertel 61,28 47 1 1
2 Innenstadt 57,81 56 16
4
19 Griesheim 65,25
13 3 1 1 33 Riederwald 59,66
28
1 1 11 Gallus 55,29 45 7
4 2
1 20 Rödelheim 65,99
5 1 2
26 Ginnheim 74,65
15 1 1
1 10 Gutleutviertel 64,45 42 39
3
21 Hausen 69,97
4
1
38 Sindlingen 66,41
20 1 1
Stadt Insgesamt 69,86 786 13 43 83 16 1,0 6 Quellen
* = Eigene Bautätigkeitsstatistik des Bürgeramtes ** = (c) Stadtgrundkarte, Stadtvermessungsamt Frankfurt, August 2010 (c) Grünflächenkataster, Grünflächenamt Frankfurt, August 2010 *** = Eigene telefonische und elektronische Erhebung nach Rückmeldungen bis Ende August 2010
Die Zugänglichkeit von Schulhöfen ist sehr unterschiedlich. Eine telefonische Befragung der Schulen zeigt folgendes Bild: Die wenigsten Schulen öffnen ihre Schulhöfe immer, d.h. auch in den Abendstunden und am Wochenende. Eine größere Anzahl öffnet ihre Schulhöfe bis zum Abend, aber nicht am Wochenende. Die meisten Schulen öffnen ihre Schulhöfe nicht für die Öffentlichkeit. Die teilweise Öffnung bzw. Schließung des Schulhofes hat sehr unterschiedliche Gründe: Ø Für die bauliche Verbesserung der Schulgebäude werden Pavillons benötigt, die auf dem Schulhof stehen. Der Schulhof ist dadurch für eine begrenzte Zeit nur sehr eingeschränkt nutzbar. Ø Durch den Betrieb als Ganztagsschule, einer schuleigenen Betreuung, einer Nachmittagsbetreuung, der Nutzung durch Kindertagesstätten oder Sportvereine ist die Nutzung für die Öffentlichkeit begrenzt. Ø Die Nutzung wird auf bestimmte Zielgruppen begrenzt, z.B. auf Kinder, die dort auch zur Schule gehen. Ø Der Schulhof wird durch eine andere schulische Nutzung benötigt. Aus der Vielzahl an Gründen wird deutlich, dass eine Veränderung von Öffnungszeiten nur durch eine Einzelfallbetrachtung befördert werden kann. Die Zugänglichkeit der Sportanlagen zeigt, dass die meisten Sportanlagen der Öffentlichkeit außerhalb der Trainingszeiten zur Verfügung stehen. Es wird zumeist der Rasenplatz von einer Öffnung ausgenommen. Kinderalltag stellt sich nicht in ressortabgegrenzten Bereichen dar, sondern besteht aus einem tatsächlich erlebten räumlichen und zeitlichen Kontinuum. Grenzen unterschiedlicher administrativer Zuständigkeit sind für Kinder nicht nachvollziehbar. Wichtig ist eine quartierbezogene, ressortübergreifende, aktuelle Planung und Darstellung der kindlichen, öffentlichen Bewegungsräume. Diese sollte beispielsweise Spiel- und Sportplätze für unterschiedliche Altergruppen so abbilden, dass der tatsächliche Einzugsradius dargestellt werden kann (vgl. Planung von Haltestellen des ÖPNV). Bewegung braucht Zeit! Über wie viel Zeit können Frankfurter Kinder verfügen und was machen sie? Parallel zur Abnahme an Möglichkeiten sich im Freien gefahrlos zu bewegen, steigen die schulische Beanspruchung und die Nutzung elektronischer Medien in der Freizeit bei Kindern an. Das Medienangebot erhöht sich kontinuierlich und dadurch die Nutzung durch Kinder. Fernsehen, Spielkonsole und Computer locken zu sitzenden Freizeitbeschäftigungen. Sie spielen im Lebensalltag von Kindern eine große Rolle. So kommt nach dem .Stillsitzen' in der Schule und bei den Hausaufgaben eine weitere Phase ohne Bewegung hinzu. In der Untersuchung Frankfurter Freizeitwelten (Dezernat für Soziales, Jugend und Sport 2007) wurde das Freizeitverhalten bzw. die Freizeitmöglichkeiten Frankfurter Kinder abgefragt, die sich zum Befragungszeitpunkt in den Klassen 5 bis 10 befanden. Die Daten werden mit den Merkmalen Alter, Schultyp, Geschlecht und Migrationshintergrund[2] dargestellt. Ø Zeitliche Beanspruchung durch die Schule 43 % der Befragten geben an, nachmittags Unterricht zu haben bzw. eine AG zu besuchen. Mädchen sind häufiger auch am Wochenende mit Schularbeiten befasst; dies trifft auch auf Kinder zu, die auf ein Gymnasium gehen. Der tägliche Zeitaufwand für Hausaufgaben ist sehr unterschiedlich: 36 % der Kinder benötigt bis zu einer Stunde täglich, 48 % ein bis zwei Stunden und 16 % über zwei Stunden. Mädchen sind deutlich länger mit ihren Hausaufgaben beschäftigt. Die Unterschiede im Zeitaufwand für die verschiedenen Schulformen sind gering. Kinder mit Migrationshintergrund machen im Durchschnitt länger Hausaufgaben. Ø Zeitliche Beanspruchung durch die Übernahme von häuslichen Pflichten Die meisten Kinder übernehmen häusliche Tätigkeiten oder Fürsorgearbeiten für Geschwister; lediglich 18 % der Kinder hat keine häuslichen Pflichten. Dabei ist der Anteil von Jungen, die keine Arbeiten übernehmen, deutlich höher. Der Anteil der Kinder, die über eine Stunde täglich helfen, beträgt 8 % - hier sind die Jungen mit einem Anteil von 6,5 % vertreten, die Mädchen mit einem Anteil von 13 %. Kinder, die eine Haupt- oder Förderschule besuchen, helfen zu Hause häufiger, ebenso Kinder mit Migrationshintergrund. Ø Freizeitaktivitäten Die Freizeit der Kinder findet hauptsächlich zu Hause oder bei FreundInnen zu Hause statt (beides mit einer Nennung von 67 %). Dort werden meistens bewegungsarme Tätigkeiten wie Fernsehen, Computer (in allen Facetten), Lesen, Musikhören, kreative Betätigung gewählt. Intensivere Bewegung ist in den Bereichen .Draußen auf der Straße' (42 %) und .Verein' (28 %) zu erwarten. Kinder ohne Migrationshintergrund verbringen ihre Freizeit häufiger in einem Verein. Kinder mit Migrationshintergrund häufiger draußen auf der Straße. Jungen sind häufiger außer Haus aktiv als Mädchen. Kinder, die ein Gymnasium besuchen, sind seltener draußen auf der Straße und häufiger in einem Verein. Sport mit und ohne Verein Sport wird von Kindern in Frankfurt an den unterschiedlichsten Orten ausgeübt. Sportliche Aktivitäten innerhalb von Sportvereinen sind am besten darstellbar, da der Landessportbund regelmäßige Erhebungen bei seinen Mitgliedsvereinen durchführt. Kinder treiben Sport aber nicht nur in Sportvereinen. Neben der sportlichen Bewegung im öffentlichen Raum z.B. auf dem Bolzplatz oder der Half-Pipe, treiben Kinder auch in anderen Institutionen Sport. Zu nennen sind hier exemplarisch Gardevereine, Reiterhöfe und Tanzstudios. Einige Aussagen zu sportlichen (In-)Aktivitäten außerhalb von Sportvereinen von Kindern finden sich in der Kinderumfrage des Kinderbüros (2008). 19 % der befragten Kinder treibt in der Woche nie oder selten Sport. Bezogen auf das Herumtoben in der Wohnung sind dies noch mehr Kinder: 29 % der Kinder toben nie oder nur selten in der Wohnung. Insgesamt wurden 2010 in Frankfurt 41.183 Kinder bis 14 Jahre von den Vereinen als Mitglieder gezählt - wobei die tatsächliche Zahl der vereinssporttreibenden Kinder geringer ist, denn alle Kinder, die in zwei oder mehr Sportvereinen sind, werden doppelt oder mehrfach gezählt. Ebenso bleiben Kinder, die den Sport nicht mehr aktiv ausüben, bis zum offiziellen Vereinsaustritt Vereinsmitglied. Im Jahresvergleich zeigt sich ein stetiger Zuwachs von Vereinsmitgliedschaften. In den letzten zehn Jahren konnte die Zahl der Vereinsmitgliedschaften von Kindern um 27 % gesteigert werden. (Landessportbundes Hessen, Stand Juni 2010). Jahr Anzahl der Kindern unter 15 Jahren in Sportvereinen Prozentualer Zuwachs bezogen auf das Jahr 2000 2000 32.492 - 2006 36.068 + 11 % 2008 39.130 + 20 % 2010 41.183 + 27 % Tabelle 3: Quelle: Landessportbund Hessen 2010 Der Anteil von Jungen und Mädchen ist im Alter bis unter sechs Jahren fast gleich. Im Alter von sieben bis vierzehn sinkt der Anteil der Mädchen deutlich ab. Die Mitgliedschaften von Jugendlichen ab dem fünfzehnten Lebensjahr und von Erwachsenen liegen deutlich niedriger. Jahr Bis 6 Jahre Anteil Mädchen Anteil Mädchen in % Anteil Jungen Anteil Jungen in % 2000 7.387 3.471 47 % 3.916 53 % 2010 11.773 5.365 46 % 6.408 54 % Tabelle 4: Quelle: Landessportbund Hessen 2010 Jahr 7 - 14 Jahre Anteil Mädchen Anteil Mädchen in % Anteil Jungen Anteil Jungen in % 2000 25.105 9.692 39 % 15.413 61 % 2010 29.410 11.226 38 % 18.184 62 % Tabelle 5: Quelle: Landessportbund Hessen 2010 Werden die zehn beliebtesten Sportarten betrachtet, fällt auf, dass es zum Teil deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede gibt, die sich bezogen auf das Alter verstärken bzw. abschwächen können. Außer in den Sportarten Tanzen und Turnen ist der Anteil der Jungen immer höher. Ø Verstärkung von geschlechtsspezifischen Unterschieden im Lebensverlauf Eine Verstärkung zeigt sich bei den Sportarten Turnen, Schwimmen, Basketball, Handball, Judo, Tischtennis. Ø Keine Veränderung der geschlechtsspezifischen Unterschiede im Lebensverlauf Die Sportarten Tennis, Leichtathletik, Hockey ziehen Mädchen und Jungen in einem Verhältnis von 40 zu 60 unabhängig vom Alter an. Ø Verminderung von geschlechtsspezifischen Unterschieden im Lebensverlauf Eine Verminderung zeigt sich bei den Sportarten Fußball und Tanzen. Sportart Mitgliederzahl bis 6 Jahre Anteil Mädchen in % Anteil Jungen in % Mitgliederzahl 7 - 14 Jahre Anteil Mädchen in % Anteil Jungen in % Turnen 7.575 52 % 48 % 14.928 61 % 39 % Fußball 1.634 15 % 85 % 9.393 25 % 75 % Schwimmen 562 48 % 52 % 2.931 39 % 41 % Tennis 138 41 % 59 % 1.917 40 % 60 % Leichtathletik 216 38 % 62 % 1.186 42 % 58 % Basketball 108 30 % 70 % 1.179 21 % 79 % Handball 226 42 % 58 % 1.167 24 % 76 % Hockey 137 39 % 61 % 998 40 % 60 % Judo 132 30 % 70 % 989 22 % 78 % Tanzen 178 85 % 15 % 693 67 % 33 % Tischtennis 19 37 % 73 % 629 14 % 86 % Tabelle 6: Quelle: Landessportbund Hessen 2010 Werden die Daten der Mitgliedschaften vor dem Hintergrund der Studie Frankfurter Freizeitwelten interpretiert, scheint es erklärlich, dass Mädchen durch ihre höheren Zeitbedarfe für Bildung und Sorgearbeit weniger Zeit für sportliche Aktivitäten haben und damit auch seltener Mitglied in einem Sportverein sind. Mobilitätsverhalten von Kindern Die Daten der SrV (System repräsentativer Verkehrsbefragung) zeigen das Mobilitätsverhalten von Kindern bezogen auf die Wahl des Hauptverkehrsmittels, Wegelängen, Wegezweck, Wegestartzeiten und die Begleitung durch Erwachsene. Bezüglich der Wegezwecke, Wegestartzeiten und Wegelängen unterscheiden sich Mädchen und Jungen nur sehr gering. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung zeigt die SrV Frankfurt 2008 deutliche Unterschiede im Verkehrsverhalten. Ø Kinder gehen bis zu 19 % häufiger zu Fuß und nutzen bis zu 12 % seltener einen PKW. Ø Kinder legen wesentlich häufiger Wege bis zu einem Kilometer zurück. Im Alter bis sieben Jahren sind es 52 % aller Wege, bis fünfzehn 38 % aller Wege, bezogen auf alle Befragten sind es nur noch 28 % aller Wege, die bis zu einem Kilometer lang sind. Deutlich ist auch, dass Kinder diese kurzen Wege viel häufiger zu Fuß zurücklegen: Sie gehen bis zu 9 % häufiger im Nahraum zu Fuß. Im Alter bis sieben Jahren ist die dominierende Verkehrsart bei Mädchen der Fußweg. Jungen nutzen in dieser Altersklasse das Fahrrad häufiger als Mädchen. Im Alter von sieben bis fünfzehn sinkt der Anteil der Fußwege von Mädchen zugunsten der Nutzung des ÖPNVs und des Fahrrads. Die Abhängigkeit von einem Auto fahrenden Erwachsenen sinkt mit steigendem Alter sowohl für Jungen wie für Mädchen deutlich. Kinder dehnen ihren Aktionsradius mit steigendem Alter aus: Sind bei den Kindern bis sechs Jahren die häufigsten Wege zwischen ein bis zwei Kilometer (22 % aller Wege), ist es bei den älteren Kindern eine Entfernung von drei bis fünf Kilometern (23 % aller Wege). Verkehrsmittel Mädchen Jungen 0 bis < 7 Jahre 7 bis < 15 Jahre 0 bis < 7 Jahre 7 bis < 15 Jahre PKW (Mitfahrt) 26 % 16 % 30 % 19 % ÖPNV 6 % 19 % 9 % 28 % Fahrrad 7 % 14 % 12 % 12 % Zu Fuß 61 % 49 % 49 % 40 % Anderes 0 % 2 % 0,3 % 1 % Tabelle 7: Quelle: SrV 2008, Rohdaten Frankfurt bezogen auf Wege von Personen im Alter von 0 bis < 15 Jahren, traffiq Interessant ist die Kategorie .Wege allein ohne Begleitung'. Jüngere Kinder legen nur 1 % (Jungen) bzw. 2 % (Mädchen) Wege ohne Begleitung zurück. Der Anteil der unbegleiteten Wege steigt in der Altersgruppe von sieben bis fünfzehn sehr stark an und zeigt geschlechtsspezifische Unterschiede: Jungen legen 51 % aller Wege allein zurück, Mädchen zu 41 %. Befragt, ob ihre Eltern erlauben alleine raus zu gehen, beantworten Kinder in der Kinderumfrage (2008) unterschiedlich: 80 % der Kinder wird es immer oder oft erlaubt, alleine raus zu gehen, 12 % dürfen manchmal alleine raus. Allerdings darf ein kleiner Teil der Kinder nur selten (3 %) oder sogar nie (6 %) alleine das Haus verlassen. Glücklicherweise wurde 2009 kein Kind im Straßenverkehr getötet, doch stieg die Zahl der schwerverletzten Kinder von 20 auf 33 und der leichtverletzten Kinder von 125 auf 129 (Verkehrsbericht 2009, Polizeipräsidium Frankfurt, Zahlen für Frankfurt). Bewegungseinschränkungen durch Armut Wir möchten auf zwei wichtige Bereiche der Bewegungseinschränkung durch Armut hinweisen: Erstens Sport im Verein und zweitens Mobilität mit dem Nahverkehr. Um Sport im Verein ausüben zu können, müssen die Familien den Mitgliedsbeitrag bezahlen können. Die stetig steigende Nachfrage nach Förderpatenschaften des Kinderbüros im Sportbereich zeigt, dass viele Familien diese Kosten nicht aufbringen können. Zusätzlich sind die .Nebenkosten' des Sports zu decken. Hierzu zählen: entsprechende Kleidung (z.B. Sportschuhe, Schienbeinschoner, Turn- und Badekleidung, Schwimmkappe und -brille), Fahrten zum Verein/Wettkampf, Trainingslager. Für die drei beliebtesten Sportarten müssen Eltern durchschnittlich mindestens 20 Euro aufbringen (Quelle: Eigene Erhebung im Sommer 2010). Diese Nebenkosten fallen, nicht wie bei Erwachsnen, relativ selten an, sondern durch das natürliche Wachstum von Kindern meist zwei bis dreimal im Jahr. Das Kinderbüro kann im Einzelfall diese .Nebenkosten' ebenfalls durch Förderpatenschaften übernehmen. Gewährt werden können die Förderpatenschaften allerdings nur in dem Umfang, in dem Spenden zur Verfügung stehen. Mobilität ist eine Voraussetzung, um sozial teilhaben und viele Bildungs- und Freizeitangebote nutzen zu können. Zusätzliche Fahrtkosten, sei es mit öffentlichen oder mit privaten Verkehrsmitteln, sind für sozial schwache Familien oft unerschwinglich. Dadurch sind sie - und insbesondere die Kinder - in ihrem Erleben und in der Art und Weise, wie sie die Welt erfahren können, sehr eingeschränkt. Von Bedeutung ist hier die Übernahme von Fahrtkosten auf der Grundlage des § 161 hessisches Schulgesetz. Die Gewährung von Fahrtkosten erfolgt einkommensunabhängig. Eine Erstattung von Fahrtkosten kann in folgenden Fällen gewährt werden: Ø Die Grundschule liegt mehr als 2 Km vom Wohnort Ø Die weiterführende Schule (SEK I) liegt mehr als 3 Km vom Wohnort Im Schuljahr 2008/2009 verteilte sich die Übernahme auf die unterschiedlichen Schulformen wie folgt: Schulform Anzahl der SchülerInnen Genehmigte Fahrtkostenzuschüsse Anteil der SchülerInnen, die einen Fahrtkostenzuschuss erhalten in % Grundschule 19.861 349 1,8 Förderschule 2.148 1.114 51,9 Hauptschule 2.093 990 47,3 Realschule 5.126 2.214 43,2 Gymnasium 17.057 4.239 24,9 IGS 10.241 2.379 23,2 Tabelle 9: Quelle: Letztes abgeschlossenes Schuljahr 2008/2009 Wie aus Tabelle 9 ersichtlich, übernimmt die Stadt Frankfurt zu einem erheblichen Anteil die Fahrtkosten von Kindern in der Sekundarstufe I. Aus der Sicht des Magistrats ist die Übernahme von Fahrtkosten eine große Erleichterung insbesondere dann, wenn nicht nur der Einzelfahrschein, sondern die Monatskarte bzw. Clevercard übernommen werden kann. Kinder haben hierdurch die Möglichkeit in ganz Frankfurt mobil zu sein. Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf die Mobilität von Kinder(tagsstätten)gruppen gelegt legen: Die RMV-Kosten begrenzen sehr häufig die Aktivitäten der Kindergruppen. Bewegung in Kinderzentren Kinder haben Freude an Bewegung. Um diese Freude an Bewegung und Entspannung bei Kindern zu erhalten bzw. ihre Bedeutung zu vermitteln, ist es notwendig, vielfältige Anreize, Impulse zu geben und Erfahrungen zu ermöglichen. Hierbei ist eine Vermittlung mit partizipativen und anregenden Angeboten genauso wichtig wie die positive Vorbildfunktion der in diesem Bereich tätigen Erwachsenen. Um Aktuelles über Bewegungsförderung in städtischen Kinderzentren zu erfahren, hat das Kinderbüro mit der Unterstützung des Betriebs Städtische Kitas im Sommer dieses Jahres eine schriftliche Befragung durchgeführt. Im Folgenden werden ausgewählte Ergebnisse dargestellt. 91 von 140 angeschriebenen Einrichtungen haben an der Befragung teilgenommen, das entspricht einem Rücklauf von 65 %. 73 Kinderzentren, die an der Befragung teilgenommen haben, begleiten Kinder im Alter von null bis sechs Jahren und 18 Kinderzentren Kinder bis zwölf. Da nicht alle teilnehmenden Kinderzentren alle Fragen beantwortet haben bzw. bei einigen Fragen Mehrfachantworten möglich waren, wird die Stichprobe von 91 Kinderzentren teilweise unter- oder überschritten. Das Ergebnis der Auswertung erlaubt so einen guten Einblick und bestätigt, dass die Thematik in der pädagogischen Arbeit bereits weitgehend impliziert ist. Die Untersuchung zeigt, dass die Teams der Kinderzentren sich umfassend mit der Thematik auseinander setzen und Kindern eine Fülle an Möglichkeiten zur eigenständigen und angeleiteten Bewegung bieten. In den Kinderzentren, die an der Untersuchung teilgenommen haben, werden insgesamt 7.755 Kinder begleitet. Von diesen haben 4.045 Kinder einen Migrationshintergrund, dies entspricht einem Anteil von 52 %. 210 Kinder (5 %) befinden sich in allen 140 Kinderzentren in einer anerkannten Integrationsmaßnahme. Einschätzung der Kinderzentren soziale Wohnlage einfach gemischt gehoben Standort des Kinderzentrums (3 Kinderzentren ohne Angabe) 30 % 63 % 4 % Anteil der Kinder mit auffälligem Übergewicht 12 % 8 % 3 % Auffällige Koordinationsmängel in der Grobmotorik 21 % 9 % 1 % Tabelle 10: Quelle: Eigene Erhebung 2010 Bewegungsförderung in städtischen Kinderzentren Der Stellenwert von Bewegungsförderung/Sport in den Teams der Kinderzentren ist ausgesprochen hoch. 93 % bewerten Bewegungsförderung mit .sehr wichtig' bzw. .wichtig'. Ø In 80 Kinderzentren ist dieser Bereich im Konzept verankert. Ø In 72 Kinderzentren haben in den vergangenen 3 Jahren 1 - 6 pädagogische MitarbeiterInnen bzw. ganze Teams an Fortbildungen zur Bewegungsförderung teilgenommen. Ø In 13 Kinderzentren war dies nicht der Fall. Ø 6 Kinderzentren haben keine Angaben gemacht. Bei der Frage nach angeleiteten Bewegungsangeboten, die sich ausgesprochen vielfältig und umfassend darstellen, greifen wir den Bereich des Schwimmens heraus, da er Kindern den Zugang zu einem ganz anderen (entspannendem) Element vermittelt. Ø 12 Kinderzentren (13 %) bieten Schwimmen an. Ø 63 Kinderzentren (69 %) unternehmen weniger als 1mal im Monat einen Schwimmbadbesuch. Von 62 Kinderzentren (68 %) werden Aufenthalte außerhalb des Kinderzentrums wie Spaziergänge etc. wöchentlich oder häufiger und von 58 Kinderzentren (64 %) Tagesausflüge/Exkursionen wie Waldwochen ein- oder mehrmals monatlich angeboten. 56 Kinderzentren (60 %) haben in den vergangenen 3 Jahren keine Ferienfreizeit oder mehrtägige Fahrten angeboten. Freizeiten/Fahrten dienen der Erholung, der sozialen Eingliederung und stärken Kinder, die oftmals noch nie ihr Wohnumfeld verlassen haben, in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Ein Kinderzentrum besitzt auf Grund ihrer Verortung im sozialen Milieu und der täglichen Kommunikation zwischen Eltern und Fachpersonal Vertrauen bei Familien im Stadtteil. Leider bestehen für derartige Maßnahmen, im Gegensatz zu allgemeinen Ferienfreizeiten z.B. in freier Trägerschaft oder Klassenfahrten, keinerlei Zuschussmöglichkeiten für die teilnehmenden Kinder. Das Kinderbüro stellt bei diesbezüglichen Anfragen zum Kindernotfonds fest, dass diese, finanziell oft unaufwändig geplanten Maßnahmen, die Möglichkeiten der Eltern bzw. Kinderzentren übersteigen. Im Einzelfall kann das Kinderbüro diese Kosten übernehmen - doch nur in dem Umfang, in dem Spenden zur Verfügung stehen. INDEX
35 Kinderzentren (39 %) führen Bewegungsangebote, Ausflüge, Schwimmbadbesuche etc. gemeinsam mit Eltern durch. Eltern in die alltägliche Arbeit mit einzubinden ist sehr zu begrüßen. So ist es möglich, Ängste und Widerstände vielfältiger Art durch das gemeinsame Planen und Erleben abzubauen. Kinder können sich ihren Eltern einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel präsentieren. Die Kinderzentren bewerten die Aufenthaltsqualität ihres Außengeländes unterschiedlich: Ø 54 Kinderzentren (59 %) bewerten es als anregend für Bewegung Ø 12 Kinderzentren (13 %) bewerten es als weniger anregend Ø 21 Kinderzentren (23%) bewerten es als umgestaltungsbedürftig Ø 4 Kinderzentren sind ohne Nennung Der Bedarf bzw. Wunsch nach Fort- und Ausbildungen für die MitarbeiterInnen in den Kinderzentren wurden wie folgt beantwortet: Ø Motopädagogik 41 % Ø Rettungsschwimmer 25 % Ø Turnen U3 12 % Ø Trampolinschein 10 % Die Frage nach einem besonderen Unterstützungsbedarf für die Kinderzentrumsleitung bei der Vermittlung des Themas Aufsichtspflicht und Haftung, insbesondere unter dem pädagogischen Aspekt wurde wie folgt beantwortet: Ø Nein
69 % Ø Ja
25 % Ø Ohne Angaben 6 % Für verantwortungs- und selbstbewusstes Handeln in der pädagogischen Arbeit ist eine gute Kenntnis der bestehenden Gesetze und trägerinternen Regelungen notwendig. Von gleicher Bedeutung ist auch die positive und angstfreie Vermittlung von pädagogischen Entscheidungsräumen, die in den Ausbildungsgängen an den Fachschulen oftmals nicht ausreichend behandelt wird. Die Gratwanderung Aufsichtspflicht und Haftung einerseits und des kindlichen Freiraums und der Selbstständigkeitsentwicklung von Kindern andererseits sollte in geeigneter Weise thematisiert werden. Die Mitte nächsten Jahres zu erwartenden Ergebnisse des Projektes .Höchst gesund in Höchst - Gesundheitsprävention in Kinderzentren' des Kinderbüros in Kooperation mit dem Betrieb Städtische Kitas werden einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Ebenso werden die Erfahrungen des zertifizierten Bewegungskindergartens aus NRW in geeigneter Weise in Frankfurt vorgestellt werden. Bewegung in der Grundschule Der schulische Sportunterricht soll die Bewegungskompetenzen der Schulkinder fördern und sie zur .aktiven Teilhabe an der Bewegungs- und Sportkultur' befähigen (Staatliches Schulamt Frankfurt, Lehrpläne Sport). Ziel des Sportunterrichtes ist es, angeleitet in Bewegung zu kommen und sportliche Techniken zu erlernen. Das Hessische Kultusministerium hat für den Sportunterricht der Grundschule folgende Stundentafeln verordnet: In allen vier Jahrgangsstunden sollen jeweils 3 wöchentliche Sportstunden durchgeführt werden. Der zeitliche Umfang des Sportunterrichtes liegt damit hinter den Fächern Deutsch, Mathematik, Kunst/Werken/Textiles Gestalten/Musik, Sachunterricht und vor den Fächern Religion und der Einführung in eine Fremdsprache. Im Sommer 2010 führte das Kinderbüro in 74 staatlichen Grundschulen eine schriftliche Befragung zur Einhaltung des Lehrplans durch. 70 % der Schulen haben diesen Fragebogen beantwortet (bei einigen Fragen haben nicht alle Schulen geantwortet, sodass die Grundgesamtheit der teilnehmenden Schulen nicht immer erreicht wird). Fast 100 % der Schulen, die geantwortet haben, bieten den im Rahmenlehrplan geforderten zweistündigen Sportunterricht an. Auf die Frage, ob die laut Rahmenlehrplan geforderte 3. Sportstunde anboten wird, antworteten die Schulen wie folgt: Ø 33 Schulen (65 %) bieten die 3. Sportstunde an Ø 13 Schulen (26 %) gaben an, dass sie diese Stunde in Bewegungsstunden für die SchülerInnen umwandeln. Diese finden zum Teil auf dem Schulhof/im Foyer statt oder sind in den Unterricht der anderen Fächer integriert. Ø 5 Schulen (10 %) konnten zum Abfragezeitpunkt die 3. Sportstunde nicht anbieten. Die Frage, ob es vorkommt, dass Mädchen muslimischen Glaubens nicht am schulischen Schwimmunterricht teilnehmen dürften, beantworteten die Schulen wie folgt: Ø 35 Schulen (69 %) gaben an, dass alle Mädchen am Schwimmunterricht teilnehmen Ø 14 Schulen (28 %) gaben an, dass sie Erfahrungen damit gemacht haben, dass muslimische Mädchen zunächst und vereinzelt nicht am Schwimmunterricht teilnehmen durften. In der überwiegenden Zahl der Fälle konnten die Bedenken der Eltern ausgeräumt werden. Die Verkehrserziehung, insbesondere die Radfahrausbildung, ist grundlegend für eine sichere Teilnahme am Verkehrsgeschehen und eine selbstständige Mobilität. Nach der schulischen Verkehrserziehung in der ersten Klasse beginnt die praktische Radfahrausbildung in der dritten und vierten Klasse. Diese wird durch die Abteilung Verkehrserziehung und Aufklärung der Polizei durchgeführt. Sie umfasst fünf Doppelstunden pro Klasse, mit dem Ziel, dass alle Kinder die Fahrradprüfung ablegen können. Kinder ohne eigenes Fahrrad erhalten während der Unterrichtsstunden ein kindgerechtes Fahrrad von der Polizei zum Üben und/oder zur Teilnahme für die Radfahrausbildung zur Verfügung gestellt. Laut Aussage der Polizei gibt es eine steigende Zahl von Kindern, die in der dritten Klasse nicht Fahrradfahren können. Diese Kinder dürfen während der Radfahrausbildung nicht in den Straßenverkehr mitgenommen werden. Projekt .Grundschule in Bewegung' Ein erfolgreiches Programm zur Bewegungsförderung in der Grundschule ist das Projekt .Grundschule in Bewegung' des gleichnamigen Vereins. Zwölf Wochen werden Grundschulkinder in kleinen Gruppen in unterschiedlichen Sportarten (Handball, Badminton, Boxen, Turnen Seilklettern, Tanzen etc.) geschult. Ziel ist es, herauszufinden, welches für sie eine geeignete und geliebte Sportart sein könnte, um diese auch in einem Sportverein auszuüben. An diesem Sportprojekt haben bisher 19 Frankfurter Grundschulen teilgenommen (Stand August 2010). Teilzertifikat .Bewegung und Wahrnehmung' Das hessische Kultusministerium bietet eine Zertifizierung zur .Gesundheitsfördernden Schule' an. Für die Zertifizierung sind verschiedene Teilzertifikate erforderlich. Das Teilzertifikat .Bewegung und Wahrnehmung' haben bisher 17 Frankfurter Schulen erlangt. Da der Ausbau zur Ganztagsschule Schule noch stärker zum Lebens- und damit auch Bewegungsort von Kindern formt, sollen die Schulen ermutigt werden, das Teilzertifikat .Bewegung und Wahrnehmung' des hessischen Kultusministeriums zu erwerben. Bewegung in der Offenen Arbeit mit Kindern Laut des Berichtswesens des Jugend- und Sozialamts Frankfurt (2008) finden Kinder im Alter zwischen sechs und dreizehn Jahren in zwölf Kinderhäusern, sieben Kinder- und Jugendhäusern, acht Jugendhäusern und neun Abenteuerspielplätzen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, freie und geschützte Spiel- und Bewegungsräume. Hinzu kommen eine große Anzahl offener Treffs, Nachbarschaftszentren und Kinderkulturtreffs (hier und im weiterem: Berichtswesen 2008 des Jugend- und Sozialamts sowie Positionspapier zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit 2009). Die Einrichtungen variieren stark in Größe, Ausstattung und je nach Sozialraum in Arbeitsschwerpunkten und gleichen sich in den Grundprinzipien Offenheit, Freiwilligkeit und Niedrigschwelligkeit. Diese Zugangskriterien garantieren, dass die Angebote von allen Frankfurter Kindern in Anspruch genommen werden können. Bestimmte Personengruppen nutzen die Angebote der Offenen Arbeit stärker: So nehmen Jungen häufiger Angebote der Offenen Arbeit war, ebenso Kinder mit Migrationshintergrund. Stammbesucher/innen Mädchen Davon mit Migrationshintergrund Jungen Davon mit Migrationshintergrund 908 (= 37 %) 642 (= 26 %) 1578 (= 63 %) 1271 (= 51%) Tabelle 11: Quelle: Berichtswesen Jugend- und Sozialamts, 2008 Subjektorientierung und Partizipation als konzeptionelle Grundlagen bestimmen den Kern der offenen Arbeit. Alle Angebote sind kostenfrei und an keine Anmeldung oder Mitgliedschaft gebunden. Kinder können hier ihre Freizeit selbst bestimmt und nach ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen verbringen und gestalten. Verbindliche Umgangs- und Sicherheitsregeln sowie pädagogische Betreuung garantieren das friedliche Miteinander und den Schutz vor Gefahren in den Einrichtungen. Einrichtungen der Offenen Arbeit können die in einer Großstadt wie Frankfurt häufig fehlenden Möglichkeiten für Spiel und Bewegung kompensieren helfen. Dies ist insbesondere relevant für eine Klientel, bei der unzureichende Bewegungsräume (beispielsweise durch beengten Wohnraum und städtebauliche Voraussetzungen), fehlende SpielpartnerInnen, Ablenkung durch Medien (langes Sitzen vor Fernseher oder Computer) und fehlende Unterstützung der Eltern häufig zu einer Verminderung von eigenständigen und kreativen motorischen Aktivitäten führen. In der Offenen Arbeit können vier Bereiche identifiziert werden, in denen eine Bewegungsförderung stattfindet:
- Bewegung im offenen Bereich Kinder nutzen selbstständig Bewegungsmöglichkeiten wie z.B. klettern.
- Angeleitete Bewegungsangebote
- Ergebnisorientierte sportpädagogische Angebote Projekte und Kurse (Selbstverteidigungskurse, Kletterkurse) Turniere und Aufführungen (Fußball, Tischtennis, Hip-Hop).
- Mobilitätsförderung Eine geringe eigene Mobilität der Eltern und die stellenweise verbreitete Skepsis gegenüber der Mobilität von Kindern beschränken diese in ihrer Mobilität. Sehr viele der Kinder, die Kinder- und Jugendhäuser besuchen, besitzen kein eigenes Fahrrad. Dort, wo Räder vorhanden sind, werden diese selten bis nie gemeinsam mit Eltern genutzt. Fahrradtouren stehen daher auch ganz oben auf der Wunschliste der BesucherInnen. Besonders herauszuheben sind die Abenteuerspielplätze. Mit ihren Hüttenbaubereichen, Feuerstellen, selbstgebauten Spielgeräten und abwechslungsreichen Geländen motivieren sie Kinder in besonderer Weise, selbst tätig zu werden und neue Bewegungsformen auszuprobieren. Bei Ferienprojekten und Freizeiten der Offenen Einrichtungen wie Waldwoche, Kanu- oder Kletterfreizeit können Kinder Erfahrungen sammeln, in denen sie die Kontrolle über den eigenen Körper und die Situation erfahren. Kooperationen mit Sportvereinen oder Schulen sind zurzeit eher selten. Vergünstigte Eintrittspreise Frankfurter Schwimmbäder gelten zwar für Kindertagesstätten, nicht aber für Offene Einrichtungen nach 14:00 Uhr. Bewegung in Sportvereinen Von den gut 400 Frankfurter Sportvereinen haben rund 300 Kinder und Jugendliche als Mitglieder in ihren Reihen. Die Größe der Jugendabteilungen variiert stark: Knapp 70 Vereine haben bis zu zehn Mitglieder bis 18 Jahre. Es gibt ebenso Vereine, in denen über zwei Drittel der Mitglieder Kinder und Jugendliche sind. Sportangebote in den Stadtteilen Die Sportangebote der Vereine in den Stadtteilen können Bürgerinnen und Bürger mit Hilfe der Datenbank des Sportamtes auf der Website der Stadt Frankfurt recherchieren. Die nachstehende Tabelle stellt eine Momentaufnahme dar (Stand August 2010). Die eingestellten Angebote beruhen auf den Meldungen der Sportvereine. Der Rücklauf der letzten Fragebogenaktion des Sportamtes zu den Sportangeboten lag bei 25 % (Anfang 2010). Für weitere Recherchen von Sportinteressierten können die Webauftritte der Vereine genutzt werden, zu denen die Datenbank die Links bereitstellt. Die Sportangebote der Vereine für die Kinder verteilen sich nicht gleichmäßig über die Frankfurter Stadtteile. Dies ist angesichts der bestehenden Bebauung und der Verteilung der Frankfurter Sportinfrastruktur (Hallen, Sportplätze benötigen Fläche) keine Überraschung und gilt ebenso für den Erwachsenensport.
Dieses Dokument ist sehr umfangreich und wird hier gekürzt dargestellt.Vollständiges Dokument auf PARLIS ansehen
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 14. Januar 2011Sie sind hierBB 37Erfahrungsbericht der Koordinierungsstelle Kinder zur Lebenssituation Frankfurter KinderMagistratsbericht
- 3. Februar 2011OFOF 1390/9Wie können bei Ginnheimer Kindern Bewegungsmöglichkeiten gefördert werden?Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 17. Februar 2011VV 1527Wie können bei Ginnheimer Kindern Bewegungsmöglichkeiten gefördert werden?Anfrage
- 6. Mai 2011Antwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 745Wie können bei Ginnheimer Kindern Bewegungsmöglichkeiten gefördert werden?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf21 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE. und FDP gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. CDU, SPD, GRÜNE und LINKE. gegen FDP (= Ablehnung) bei Enthaltung FREIE WÄHLER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und Bunte
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER gegen Bunte (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER gegen Bunte (= Zurückweisung)