Prostituierte schützen - Fachbeirat zur kommunalen Umsetzung und Begleitung des Prostituiertenschutzgesetzes in Frankfurt am Main installieren und unterstützen
Zusammenfassung
Der Bericht schlägt vor, den Fachbeirat zur Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes in Frankfurt am Main zu installieren und zu unterstützen. Dies ist notwendig, um die Prostituierten während der COVID-19-Pandemie zu schützen und ihre gesundheitliche Beratung sicherzustellen. Das erwartete Ergebnis ist eine verbesserte Unterstützung und Schutz der Prostituierten in Frankfurt.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenBericht
Allgemeine Hinweise zum Abschlussbericht: Bedingt durch die SARS-CoV-2-Pandemie fand im Jahr 2021 nur eine Fachbeiratssitzung "Prostitution in Frankfurt am Main" am 13.12.2021 statt.
Anwesend waren Vertreter:innen von: Dezernat XII Mobilität und Gesundheit,
TAMARA,
KISS von AIDS-Hilfe Frankfurt e.V.,
Integrative Drogenhilfe e.V.,
FIM-Frauenrecht ist Menschenrecht e.V.,
Ordnungsamt der Stadt Frankfurt am Main,
Polizeipräsidium Frankfurt am Main,
Finanzamt Frankfurt am Main,
und Mitarbeiter:innen des Gesundheitsamtes.
Es erfolgte ein Erfahrungsaustausch mit Darstellung der Auswirkungen der Coronapandemie auf die Arbeit der Behörden und Fachberatungsstellen in Bezug auf Prostitution in Frankfurt am Main. Es ergaben sich keine neuen Handlungsfelder.
Die wesentlichen Aufgaben und Abläufe im Bereich der einzelnen Behörden und der Vereine haben sich seit in Kraft treten des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) 2017 etabliert, die Akteur:innen kennen sich untereinander und die Kommunikation verläuft fallbezogen ohne größere Störungen.
Trotz zeitweiser Schließung der Prostitutionsstätten auf Grund der SARS-CoV-2-Pandemie führte das Gesundheitsamt weiter regelmäßig gesundheitliche Beratungen (§10 ProstSchG), ergänzt durch Beratung zu COVID-19-Schutzmaßnahmen und -impfungen durch. Während der Lockdownphasen waren dies vornehmlich Folgeberatungen. Hilfegesuche bei Anträgen auf ALG II zur Überbrückung wurden an die Fachberatungsstellen Tamara, FIM und Dona Carmen weitergeleitet. Diese Vereine waren für die Prostituierten vielfach und engagiert unterstützend tätig und das Jobcenter Frankfurt zeigte sich wohlwollend bei der Genehmigung der Anträge.
Der in Frankfurt gefundene Weg der gleichzeitigen gesundheitlichen Beratung der Prostituierten (nach §10 ProstSchG) verbunden mit dem Informations- und Beratungsgespräch nach §7 ProstSchG, das nach Gesetzeslage den Ordnungsämtern obliegt, hat sich etabliert. Die Prostituierten finden in dem Gespräch, das durchschnittlich 45 Minuten dauert, ausreichend Zeit, persönliche Belange und Ängste zu schildern. Einzelnen Frauen gelang es im Rahmen dieses Gesprächs, sich so weit zu öffnen und ihre Notlage zu schildern, dass ein gemeinsamer Einsatz mit Polizei und FIM eine Befreiung aus der Zwangslage ermöglichte. In diesem Kontext muss von Seiten des Gesundheitsamtes die gute Zusammenarbeit mit der Polizei zum Wohle der betroffenen Frauen hervorgehoben werden.
Auch das Angebot der medizinischen Untersuchung bei körperlichen Beschwerden im Rahmen der humanitären (gynäkologischen) Sprechstunden wird vielfach in Anspruch genommen.
Aus Sicht des Gesundheitsamtes und der genannten Fachberatungsstellen ist ein niedrigschwelliger Zugang der Prostituierten zu den gesetzlich vorgeschriebenen Beratungen (§§7 und 10) von entscheidender Bedeutung. Hier hat sich der Weg der online Anmeldung beim Ordnungsamt als einschränkende Hürde für die Prostituierten erwiesen, die mit Hilfe der beratenden Stellen überwunden werden kann.
Aus Sicht des Magistrates sowie der Mitglieder des Fachbeirates sind fünf Jahre nach der Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes keine weiteren Sitzungen des Fachbeirates erforderlich. Fallbedingte Probleme können in Zukunft Ämter übergreifend durch bekannte Kontaktwege rasch und anlassbezogen bearbeitet werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. März 2017NRNR 295Prostituierte schützen - Fachbeirat zur kommunalen Umsetzung und Begleitung des Prostituiertenschutzgesetzes in Frankfurt am Main installieren und unterstützenSTVV-Antrag · CDU, SPD, GRÜNE
- 1. Oktober 2018BB 328Prostituierte schützen - Fachbeirat zur kommunalen Umsetzung und Begleitung des Prostituiertenschutzgesetzes in Frankfurt am Main installieren und unterstützenMagistratsbericht
- 20. Dezember 2019BB 539Prostituierte schützen Fachbeirat zur kommunalen Umsetzung und Begleitung des Prostituiertenschutzgesetzes in Frankfurt am Main installieren und unterstützenMagistratsbericht
- 30. September 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 287 WochenBB 378Prostituierte schützen - Fachbeirat zur kommunalen Umsetzung und Begleitung des Prostituiertenschutzgesetzes in Frankfurt am Main installieren und unterstützenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (= Kenntnis)