Beschäftigte nicht deutscher Herkunft
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 06.04.2001, B 297
Betreff:
Beschäftigte nicht deutscher Herkunft
Vorgang:
Beschl. d. Stv.-V. vom 01.02.2001, § 7713 - NR 1341 GRÜNE, A 819 SPD, B 685/00 -
Die Anfrage der SPD vom 23.01.2001, A 819 "Beschäftigte nicht deutscher Herkunft" beantwortet der Magistrat mit Zwischenbericht, da der Antrag der Grünen vom 19.12.2000, NR 1341 (§ 7713 v. 01.02.2001) "Eine Stadtverwaltung für und mit Mi.grantinnen und Migranten" gleichfalls auf eine Erhöhung der Anzahl nicht deutscher Beschäftigter abzielt.
Unter Zusammenfassung der Anfrage/des Antrags und Prüfung der Beschlusslage zum externen Einstellungsstopp wird der Magistrat zu gegebener Zeit abschließend berichten.
In den nachstehenden Angaben über die Anzahl der Beschäftigten der Stadt Frank.furt am Main mit Stand 28.02.2001 wird nur zwischen deutscher und nicht deutscher Staatsangehörigkeit unterschieden. Nicht aber angegeben werden kann die Zahl der Deutschen, die ursprünglich nicht deutscher Herkunft sind. Unter einer möglichen Einbeziehung dieser Zahl von Beschäftigten wäre der Anteil von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht deutscher Herkunft wesentlich höher.
Eine Einteilung in die Laufbahngruppen wurde für die Beamten nach der HLVO und für die Angestellten in Anlehnung an den BAT in der Verwaltung und den Eigenbetrieben durchgeführt. Bei den städtischen Gesellschaften ist dies wegen einer Viel.zahl von Tarifverträgen nicht möglich.
- Wie hoch ist der Anteil der Beschäftigten nicht deutscher Herkunft in der Verwaltung und in den Eigenbetrieben der Stadt Frankfurt sowie in den stadtnahen Gesellschaften, an denen die Stadt zu mehr als 50% beteiligt ist? Wie viele davon sind Männer und wie viele Frauen?
zu 1.
Am 28.02.2001 wurden bei der Stadtverwaltung Frankfurt, den städtischen Eigenbe.trieben und den stadtnahen Gesellschaften 26.556 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Darunter befanden sich 3.237 ausländische Beschäftigte. Dies entspricht einem Anteil von 12,19 % an den Gesamtbeschäftigten der Stadt Frankfurt am Main. Von den 3.237 nicht deutschen Beschäftigten waren 1.495 Frauen und 1.742 Män.ner.
Im Bereich der Gemeindeverwaltung waren 13.253 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, darunter 1.294 ausländische Beschäftigte. Dies entspricht einem Anteil von 9,76 % der Gesamtbeschäftigten. Von den 1.294 nicht deutschen Beschäftigten waren 811 Frauen und 483 Männer.
Im Bereich der Sondervermögen waren 1.425 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter be.schäftigt, darunter 188 ausländische Beschäftigte. Dies entspricht einem Anteil von 13,19 % der Gesamtbeschäftigten. Von den 188 nicht deutschen Beschäftigten wa.ren 94 Frauen und 94 Männer.
In den stadtnahen Gesellschaften waren 11.878 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter be.schäftigt, darunter 1.755 ausländische Beschäftigte. Dies entspricht einem Anteil von 14,78 % der Gesamtbeschäftigten. Von den 1.755 nicht deutschen Beschäftigten waren 590 Frauen und 1.165 Männer.
- Wie viele von diesen Beschäftigten nicht deutscher Herkunft sind Beamte/innen, wie viele sind Angestellte? Wie verteilen diese sich in den Dienstgraden einfacher, mittlerer und gehobener Dienst?
zu 2.
Unter den 3.237 ausländischen Beschäftigten bei der Stadtverwaltung Frankfurt, den Eigenbetrieben und den stadtnahen Gesellschaften zusammen waren 4 Be.amte, 1.041 Angestellte und 2.017 Arbeiterinnen und Arbeiter. Die restlichen 175 nicht deutschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in der Ausbildung befindlich oder absolvierten ein Praktikum oder ein Volontariat.
Zum 28.02.2001 waren von den 4 nicht deutschen Beamten 1 Beamter im höheren Dienst und 1 Beamter im mittleren Dienst beschäftigt. Die verbleibenden 2 Beamten befanden sich im Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren (1 Anwärter) und gehobenen Dienstes (1 Anwärter).
Von den 1.041 ausländischen Angestellten waren 12 vergleichbar dem höheren Dienst der Beamtinnen und Beamten, 59 vergleichbar den Beamtinnen und Beamten des gehobenen Dienstes und 346 Angestellte vergleichbar den Beamtinnen und Be.amten des mittleren Dienstes. Von den restlichen 624 Angestellten hatten 128 einen Sondervertrag und 496 waren bei den städtischen Gesellschaften tätig.
Unter den 2.017 nicht deutschen Arbeiterinnen und Arbeiter waren zum 28.02.2001 140 in Tätigkeitsbereichen, die eine Berufsausbildung erfordern und 737 in Tätig.keitsbereichen, die keine Berufsausbildung erfordern. Von den restlichen 1.140 Ar.beiterinnen und Arbeitern hatten 16 einen Sondervertrag und 1.124 befanden sich bei den städtischen Gesellschaften.
Unter den 1.294 ausländischen Beschäftigten im Bereich der Gemeindeverwaltung
waren 3 Beamte (entspricht 0,08 % aller Beamtinnen und Beamten), 536 Angestellte
(entspricht 7,05 % aller Angestellten) und 755 Arbeiterinnen und Arbeiter (entspricht
35,60 % aller Arbeiterinnen und Arbeiter).
Von den 3 Beamten waren zum 28.02.2001 keine im höheren und gehobenen
Dienst, 1 im mittleren Dienst (entspricht 0,08 % der Beamten des mittleren Dienstes)
beschäftigt.
Die restlichen 2 Beamten waren Beamtenanwärter je einmal im Vorbereitungsdienst
für die Laufbahn des höheren und gehobenen Dienstes.
Von den 536 Angestellten der Gemeindeverwaltung waren 9 vergleichbar dem höhe.ren Dienst der Beamtinnen und Beamten (entspricht 3,13 % der Angestellten ver.gleichbar dem höheren Dienst der Beamtinnen und Beamten), 47 vergleichbar den Beamtinnen und Beamten des gehobenen Dienstes (entspricht 2,21 % der Ange.stellten vergleichbar dem gehobenen Dienst der Beamtinnen und Beamten) und 319 Angestellte vergleichbar den Beamtinnen und Beamten des mittleren Dienstes (ent.spricht 7,21 % der Angestellten vergleichbar dem mittleren Dienst der Beamtinnen und Beamten). Im Bereich der Gemeindeverwaltung waren zudem 128 Angestellte mit Sonderverträgen beschäftigt.
Von den restlichen 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befanden sich 17 (entspricht 8,63 % der Auszubildenden) in der Berufsausbildung und 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übten ein Praktikum oder Volontariat aus (entspricht 15,09 % aller Prakti.kanten und Volontäre).
Von den 755 Arbeiterinnen und Arbeitern der Gemeindeverwaltung waren 110 in Tä.tigkeitsbereichen beschäftigt, die eine Berufsausbildung erfordern (entspricht 14,67 % aller Arbeiterinnen und Arbeiter in diesen Tätigkeitsbereichen) und 626 in Tätig.keitsbereichen beschäftigt, für die keine Berufsausbildung notwendig ist (entspricht 51,78 % aller Arbeiterinnen und Arbeiter in diesen Tätigkeitsbereichen). Drei ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter befanden sich zum 28.02.1001 in der Berufsausbildung.
Unter den 188 nicht deutschen Beschäftigten im Bereich der Sondervermögen war 1 Beamter (entspricht 1,20 % aller Beamtinnen und Beamten), waren 46 Angestellte (entspricht 5,11 % aller Angestellten) und 141 Arbeiterinnen und Arbeiter (entspricht 31,90 % aller Arbeiterinnen und Arbeiter).
Der Beamte war zum 28.02.2001 im höheren Dienst (entspricht 4,76 % der Beamtin.nen und Beamten des höheren Dienstes) beschäftigt.
Von den 46 Angestellten im Bereich der Sondervermögen waren 3 vergleichbar dem höheren Dienst der Beamtinnen und Beamten (entspricht 3,26 % dieser Angestell.ten), 12 vergleichbar den Beamtinnen und Beamten des gehobenen Dienstes (ent.spricht 3,46 % dieser Angestellten) und 27 Angestellte vergleichbar den Beamtinnen und Beamten des mittleren Dienstes (entspricht 6,41 % dieser Angestellten). Die restlichen 4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übten ein Praktikum aus (entspricht 1,20 % der Praktikanten).
Von den 141 Arbeiterinnen und Arbeiter im Bereich der Sondervermögen waren 30 in Tätigkeitsbereichen beschäftigt, die eine Berufsausbildung erfordern (entspricht 14,29 % dieser Arbeiterinnen und Arbeiter) und 111 in Tätigkeitsbereichen beschäf.tigt, für die keine Berufsausbildung notwendig ist (entspricht 49,78 % dieser Arbeite.rinnen und Arbeiter).
Unter den 1.755 nicht deutschen Beschäftigten im Bereich der Städtische Gesell.schaften waren 597 Angestellte, davon 101 in Ausbildung und 1.158 Arbeiterinnen und Arbeiter, davon 34 in Ausbildung.
- Welche Bemühungen hat der Magistrat in der Vergangenheit unternommen, um den An.teil nicht deutscher Angestellter und Beamter in der Stadtverwaltung und den Eigenbetrieben der Stadt Frankfurt zu erhöhen?
zu 3.:
Die Magistrat hat in den letzten drei Jahren insbesondere den Anteil nicht deutscher Auszubildender in den Verwaltungsberufen erhöhen können. Auf die entsprechenden Berichte B 134 vom 20.02.1998, B 205 vom 12.03.1999 und B 372 vom 19.05.2000 wird in diesem Zusammenhang verwiesen.
Bemühungen, den Anteil nicht deutscher Angestellter und Beamter in der Stadtver.waltung durch Einstellungen zu erhöhen, wird durch den externen Einstellungsstopp begrenzt. Für die Besetzung von Stellen mit externen Bewerberinnen und Bewerbern gilt nach wie vor der mit Magistrats-Beschluss vom 30.04.1993 gefasste Einstel.lungsstopp.
Im zurückliegenden Jahr wurden beispielsweise im Bereich der Sozialratshäuser und Bürgerämter insgesamt drei Bewerberinnen und Bewerber nicht deutscher Herkunft extern eingestellt. Derzeit sind drei weitere Einstellungen beabsichtigt. Diese können nach Beschlussfassung des Magistrats über die Freigabe der jeweiligen Stellen für eine externe Besetzung erfolgen.
Nach geltender Beschlusslage sind alle freien und freiwerdenden Stellen primär stadtintern auszuschreiben. Die Ausschreibungen enthalten die Voraussetzungen für die jeweilig vakante Position. Es ist festzustellen, dass es in der Stadtverwaltung eine Vielzahl von Stellen (z.B. Bürgerämter, Ordnungsamt, Sozialrathäuser, u.a.) gibt, bei deren Besetzung interkulturelle Kompetenz von Vorteil bzw. erwünscht ist und geför.dert wird. Die städtische Fortbildung bietet hierzu eine Reihe von Qualifizierungs.maßnahmen an. An dieser Stelle wird auf den Bericht B 249 vom 24.03.2000 verwie.sen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. Januar 2001AA 819Beschäftigte nicht deutscher HerkunftSTVV-Anfrage · SPD
- 6. April 2001Sie sind hierBB 297Beschäftigte nicht deutscher HerkunftMagistratsbericht
- 8. Februar 2002BB 160a) Beschäftigte nicht deutscher Herkunft b) Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und MigrantenMagistratsbericht
- 12. August 2002Antwort des Magistrats · nach 81 WochenBB 863Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und MigrantenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: Einstimmige Annahme Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP: (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, F.D.P., FAG, PDS und ÖkoLinX-ARL