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a) Beschäftigte nicht deutscher Herkunft b) Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und Migranten

Vorlagentyp: B
81 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren3 Sitzungen

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 08.02.2002, B 160

Betreff:

a) Beschäftigte nicht deutscher Herkunft b) Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und Migranten

Vorgang:

Beschl. d. Stv.-V. vom 01.02.2001, § 7713 - NR 1341 GRÜNE, A 819 SPD, B 297/01 -

Im Rahmen des Europa weiten Programms "Xenos - Leben und Arbeit in Vielfalt" hat der Magistrat im Herbst 2001 das Xenos-Projekt "Interkulturelle Öffnung der Ämter und Betriebe der Stadt Frankfurt am Main" gestartet.

In diesem mehrjährigen Projekt geht es um die Identifizierung und Veränderung von strukturellen, z.T. nicht sichtbaren Barrieren in städtischen Ämtern und Betrieben sowie stadtnahen Gesellschaften, die verhindern, dass junge Frauen und junge Männer ausländischer Herkunft - genauer gesagt: mit Migrationserfahrung - bei den angebotenen Ausbildungsberufen in angemessener Weise berücksichtigt werden.

Absicht des Projektes ist es, Ursachen für die Unterrepräsentanz herauszufinden, ein Bewusstsein bei den für Ausbildung Verantwortlichen zu schaffen und die Beschäftigten ebenfalls hierfür zu sensibilisieren.

Insgesamt soll ein Prozess des Umdenkens intensiviert werden, um mittel- und längerfristig die städtischen Ämter und Betriebe mehr für ausländische Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter zu öffnen. Hierfür gibt es keine einfachen Rezepte, es sind eine Vielzahl methodischer Schritte notwendig. Auf jeden Fall hätte eine deutliche interkulturelle Öffnung der kommunalen Einrichtungen einen hohen symbolischen Wert und einen positiven Effekt auf die Qualität der kommunalen Dienstleistungen.

Die Zielsetzung liegt zum einen in der Erhöhung der Anzahl der Auszubildenden mit Migrationserfahrung, zum anderen in der Sensibilisierung und Qualifizierung der Ausbilderinnen/Ausbilder und ihrer Abteilungen im interkulturellen Bereich, aber auch in der nachhaltigen Öffnung der Ämter und Betriebe für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter ausländischer Herkunft. Mit einer stärkeren Präsenz von migrationserfahrenen Beschäftigten soll möglichen Formen von Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit in den Institutionen, aber auch im Umgang mit dem Publikumsverkehr entgegen gewirkt werden. Ferner sollen den am Projekt beteiligten Ausbildungsabteilungen, Ämtern und Betrieben die Vorzüge der interkulturellen Öffnung stärker verdeutlicht werden.

Methoden zur Erreichung der vorgenannten Ziele:

(1) Patenschaftsmodell

Eine Mitarbeiterin/Ein Mitarbeiter begleitet eine/einen Auszubildende/Auszubildenden während des ersten Ausbildungsjahres, vermittelt bei betrieblichen und familiären Konflikten, versteht sich als Coach d. Auszubildenden.

(2) Interkulturelle Trainings

Nach genauer Situationsanalyse in den Ämtern/Betrieben bieten Expertinnen/Experten mit unterschiedlichen Schwerpunkten passgenaue interkulturelle Trainings an für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter, die an der Ausbildung beteiligt sind.

Der Schwerpunkt der Konzeption liegt neben der Vorbereitung und Koordination der am Projekt beteiligten Partnerinnen/Partner (Sachgebiet Ausbildung im Personal- und Organisationsamt, ausgewählte Betriebe bzw. Ämter der Stadt Frankfurt, politische Institutionen und Akteure, ausländische Vereine und Interessensverbände) in der Ausbildungsbegleitung in Form von Patenschaften im Amt/Betrieb sowie der Durchführung einer spezifischen Werbekampagne für die Gewinnung von Auszubildenden mit Migrationserfahrung.

In Kooperation mit ausgewählten Frankfurter Schulen mit hohem Ausländeranteil wird in den Abschlussklassen über städtische Ausbildungsgänge informiert und dafür geworben. Angebote zur Erstellung von individuellen Qualifikationsprofilen und zur Vorbereitung auf Aufnahmeprüfungen sowie Beratungsangebote für die Eltern der Bewerberinnen/Bewerber, auch um familiäre Barrieren (Generationskonflikt) abzubauen, werden offeriert.

Aufgrund der Tatsache, dass sich eine ausgewiesene Staatsangehörigkeit unbrauchbar zur Ermittlung der Herkunft eines Menschen erweist, wird die Zielgruppe dieses Projektes bewusst mit "migrationserfahrenen" Menschen definiert.

Die Projektleitung liegt bei der Volkshochschule Frankfurt. Die Finanzierung erfolgt u.a. aus EU-Mitteln sowie aus Mitteln der Arbeitsverwaltung und des Personal- und Organisationsamtes - beide als Ko-Finanzierungspartner.

Zahlen zu nichtdeutschen Beschäftigten sowie deren Veränderung waren bereits im Rahmen des Berichts des Magistrats vom 06.04.2001, B 297, "Beschäftigte nicht- deutscher Herkunft" ausführlich dargestellt.

Im Folgenden werden darüber hinaus diejenigen Ämter und Betriebe aufgeführt, die die Anzahl der nichtdeutschen Beschäftigten innerhalb eines Jahres erhöhen konnten (Stichtag: 31.12.2001):

Eine Aufgliederung in Dezernate würde vor dem Hintergrund der in jüngster Vergangenheit häufigen Dezernatsumbildungen derzeit zu keinen verwertbaren Ergebnissen führen.

Gemeindeverwaltung

31.12.2001

Beschäftigte

Amt

männl.

weibl.

gesamt

11

Personal- und Organisationsamt

(einschl. zentrale Ausbildung)

6

15

21

12

Bürgeramt, Statistik und Wahlen

1

13

14

16

Amt für Informations- und Kommunikationstechnik

2

1

3

23

Liegenschaftsamt

5

11

16

34

Standesamt

1

3

4

42

Stadt- und Universitätsbibliothek

1

12

13

44

Stadtbüchereien

1

10

11

46

Städtische Bühnen - Zentrale Theaterbetriebe -

41

31

72

46A

Ballett Frankfurt

24

18

42

46B

Oper Frankfurt

54

23

77

46D

Theater am Turm

1

1

2

51

Jugend- und Sozialamt

5

23

28

52

Sport- und Badeamt

42

14

56

53

Stadtgesundheitsamt

0

9

9

63

Bauaufsicht

4

2

6

64

Amt für Wohnungswesen

4

1

5

77

Zoologischer Garten

10

2

12

Sondervermögen (ohne Städtische Kliniken Frankfurt am Main - Höchst)

57

Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Frankfurt am Main

15

81

96

68

Stadtentwässerung Frankfurt am Main

43

2

45

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 23. Januar 2001AA 819Beschäftigte nicht deutscher HerkunftSTVV-Anfrage · SPD
  2. 6. April 2001BB 297Beschäftigte nicht deutscher HerkunftMagistratsbericht
  3. 8. Februar 2002Sie sind hier
    BB 160a) Beschäftigte nicht deutscher Herkunft b) Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und Migranten
    Magistratsbericht
  4. 12. August 2002Antwort des Magistrats · nach 81 WochenBB 863Eine Stadtverwaltung für und mit Migrantinnen und MigrantenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
KAV
Sitzung 4 · 04.03.2002
TO II, TOP 38
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 160 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Immigration und Integration
Sitzung 9 · 14.03.2002
TO I, TOP 9
Zur Kenntnis
nicht auf TO a) Die Vorlage B 160 dient als Zwischenbericht zur Kenntnis, da aus dem Bericht die Steigerung gemessen an der Gesamtzahl der Beschäftigten nicht zu erkennen ist. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS) b) Bei Beratung des endgültigen Berichtes ist ein Vertreter des Magistrats einzuladen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Sonstige:
CDU (vorbehaltlich Haupt- und Finanzausschuss)SPD (vorbehaltlich Haupt- und Finanzausschuss)GrüneFAGFDP (Kenntnis)REP (Kenntnis als Zwischenbericht)E.l (Kenntnis als Zwischenbericht)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD (vorbehaltlich Haupt- und Finanzausschuss), GRÜNE und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (= Kenntnis) REP und E.L. (= Kenntnis als Zwischenbericht)

Ausschusses für Verwaltungsreform, Personal- und Organisationsangelegenheiten
Sitzung 9 · 18.03.2002
TO I, TOP 9
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 160 dient als Zwischenbericht zur Kenntnis, da aus dem Bericht die Steigerung gemessen an der Gesamtzahl der Beschäftigten nicht zu erkennen ist und im Bericht das Kriterium "Sprache" berücksichtigt werden soll . (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFAG
Sonstige:
REP (Kenntnis)PDS (Kenntnis unter Einbeziehung der Maßgaben des Zwischenberichts)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Kenntnis) PDS (= Kenntnis unter Einbeziehung der Maßgaben des Zwischenberichts)

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