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Kreativwirtschaftsreport 2017/2018

Vorlagentyp: B
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Inhalt

Bericht des Magistrats vom 15.07.2019, B 247

Betreff: Kreativwirtschaftsreport 2017/2018 Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 11.12.2008, § 5023 - NR 1164/08 CDU/GRÜNE, NR 1073/08 FAG, l. B 22/18 - Laut oben aufgeführtem Beschluss ist der Magistrat aufgefordert, der Stadtverordnetenversammlung alle zwei Jahre einen Bericht vorzulegen, der die städtischen Maßnahmen zur Förderung der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main darstellt und die Entwicklung in Frankfurt am Main beispielhaft mit anderen Städten vergleicht. Der folgende Bericht zeigt, aufbauend auf die bisherigen Berichte, die Handlungsfelder und Aktivitäten der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH im Bereich Kreativwirtschaft in den Jahren 2017 und 2018 auf. Er bildet die aktuell vom Hessischen Statistischen Landesamt verfügbaren Kennzahlen ab und enthält eine gesonderte Betrachtung von den vier Teilmärkten innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft, denen sich die Wirtschaftsförderung Frankfurt besonders intensiv widmet: Werbemarkt, Designwirtschaft, Software- und Games-Industrie sowie Filmwirtschaft. Die Kultur- und Kreativwirtschaft befasst sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen. Die Kultur- und Kreativwirtschaft besteht aus elf Teilmärkten. Diese sind differenziert zu betrachten, da sie sich durch vielfältige Größen-, Beschäftigungs- und Unternehmensstrukturen unterscheiden. Der Begriff Kreativwirtschaft wird nachfolgend als Synonym zu Kultur- und Kreativwirtschaft verwendet. Auf diese Weise soll die privatwirtschaftliche Inhaltskomponente betont werden. Bedeutung und Wirkung der Kreativwirtschaft Die Kreativwirtschaft zeichnet sich neben ihrer wirtschaftlichen Potenz insbesondere durch eine hohe Strahlkraft in die gesamte Wirtschaft und die Gesellschaft aus: - Sie fungiert als Motor von Stadt- und Quartiersentwicklung. - Sie führt zu einer Attraktivitätssteigerung des Standortes und wirkt anziehend auf junge Talente und Fachkräfte. - Sie schafft Beschäftigung, ermöglicht zukunftsorientierte Arbeitsplätze und ist Labor für neue Arbeitsformen. - Sie ist branchenübergreifende Innovationstreiberin, eröffnet neue Märkte und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit anderer Wirtschaftsbereiche. - Sie ist durch ihre Problemlösungskompetenz Vorreiterin für den gesellschaftlichen, sozialen und ökologischen Wandel. - Sie zeichnet sich durch eine hohe Sichtbarkeit aus. Die Kraft der Kreativwirtschaft für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit prägt die Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität der Stadt Frankfurt am Main. Der Kreativwirtschaft kommt eine zentrale Rolle zu. Wirtschaftliche Effekte und Entwicklung der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main Die aktuell vorliegenden Zahlen belegen erneut: Die Entwicklung der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main ist und bleibt hoch dynamisch. Die ökonomische Relevanz der Kreativwirtschaft lässt sich für die Stadt Frankfurt am Main wie folgt zusammenfassen: Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main (2017): - Frankfurt am Main hat über 38.500 Erwerbstätige in der Kreativwirtschaft, darunter: -- 28.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, -- 2.800 geringfügig Beschäftigte, -- 4.200 Unternehmensinhaberinnen und -inhaber und -- 3.500 freiberufliche, über die Künstlersozialkasse versicherte Künstlerinnen und Künstler. - Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Frankfurter Kreativwirtschaft ist gegenüber 2015 um 6% angestiegen. - Die Kreativwirtschaft steuert 6% zum Gesamtumsatz in Frankfurt am Main bei. (2016) - Mit einem Umsatz von 5,7 Mrd. Euro trug die Frankfurter Kreativwirtschaft nahezu 41% zum Umsatz der hessischen Kreativwirtschaft bei (13,9 Mrd. Euro; 2016). Kreativwirtschaft im Standortvergleich (2016): Frankfurt am Main ist in Bezug auf die Größe der Stadt mit Kreativstädten wie Düsseldorf und Stuttgart vergleichbar. Diese sind XL-Städte (500.000 - 1 Mio. Einwohner). Beim direkten Vergleich mit den deutschen XXL-Städten (mehr als 1 Mio. Einwohner) Berlin, Hamburg und München ist Frankfurt am Main aufgrund der geringeren Größe der Stadt deutlich benachteiligt. Frankfurt am Main ist von den deutschen Großstädten die Stadt mit dem zweithöchsten Bevölkerungswachstum von über 7% (2012-2016), nach Bremen (knapp 10%) und vor Berlin (knapp 6%). - Innerhalb der XL-Städte ist Frankfurt am Main zweitstärkster Kreativwirtschaftsstandort in Bezug auf den Umsatz. Hier liegt Frankfurt am Main mit rund 6 Mrd. Euro hinter Düsseldorf (8 Mrd. Euro) und vor Stuttgart (4 Mrd. Euro). Höhere Werte weisen nur die XXL-Städte München und Hamburg (jeweils 12 Mrd. Euro) und Berlin (11 Mrd. Euro) auf. - Frankfurt am Main ist die deutsche Stadt mit dem höchsten kreativwirtschaftlichen Umsatzanteil (6%) gemessen am jeweiligen städtischen Gesamtumsatz. Zum Vergleich: München 4%, Hamburg 3%, Berlin 5,5%. - Frankfurt am Main erwirtschaftet 4% vom Umsatz der bundesdeutschen Kreativwirtschaft und liegt damit hinter Hamburg (8%), Berlin (7%), München (7%) und Düsseldorf (5%).

Frankfurt am Main im nationalen und internationalen Wettbewerb Frankfurt am Main ist immer wieder Gegenstand von nationalen und internationalen Standortvergleichen. Aus Sicht der Kreativwirtschaft sind folgende Rankings von hoher Relevanz und zeigen, welchen Stellenwert der Standort im internationalen Wettbewerb einnimmt: - Der Cultural and Creative Cities Monitor 2017 der Europäischen Kommission bescheinigt Frankfurt am Main beste Voraussetzungen als Kreativstandort. Mit dem 7. Platz in der Gruppe der Europäischen XL-Städte ist Frankfurt am Main nach Stuttgart (6. Platz) in der Top-Liga der Kreativstädte. (Quelle: https://composite-indicators.jrc.ec.europa.eu/cultural-creative-cities-monitor)< /p> - Im Städteranking 2018 der IW Consult sind zukunftsträchtige Industrien und die Kreativwirtschaft als Schlüssel für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft angeführt. Unter den 71 untersuchten Städten belegt Frankfurt am Main Platz 5 im Bereich Dynamik (Entwicklung seit 2012) und Platz 6 im Bereich Niveau (Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Immobilienmarkt und Lebensqualität). (Quelle: https://www.iwd.de/artikel/kleinere-staedte-koennen-punkten-410390/) - Frankfurt am Main hat es 2017 als zweite deutsche Stadt in den Global Startup Ecosystem Report von Startup Genome geschafft. Der Standort gilt als "Emerging Startup Ecosystem" mit reichlich Gründererfahrung, guten Marktzugängen und bestens ausgebildete Talenten. Im 2018'er Report wird das Frankfurter Startup Ecosystem mehrfach als zukünftiger Knotenpunkt der neuen Tech Ära präsentiert. Zu den Indikatoren, bei denen Frankfurt am Main in dem Report besonders positiv abschneidet, gehören das verfügbare Frühphasenkapital pro Startup (Platz 21), die Zusammenarbeit der Community (Platz 7) und die internationale Vernetzung (Top 5 weltweit). (Quelle: https://startupgenome.com/report2018/) - Das HWWI/Berenberg Kultur-Städteranking 2018 untersucht die 30 größten deutschen Städte hinsichtlich ihrer kulturellen Infrastruktur und ihrer Aufwendungen für ihr kulturelles Angebot. Frankfurt am Main konnte sich gegenüber 2016 um einen Platz (11) verbessern und gehört aktuell zu den Top 10 der deutschen Städte. (Quelle: https://www.berenberg.de/files/Presse/Presse-Informationen/2018/2018-09-25%20HWW I_Berenberg%20Kultur-St%C3%A4dteranking.pdf) - Frankfurt am Main gehört weltweit zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität. So belegt die Stadt Platz 7 beim internationalen Städtevergleich Quality of Living Index 2018 der Unternehmensberatung Mercer. Beim Global Liveability Index 2018, herausgegeben von The Economist Intelligence Unit, liegt Frankfurt am Main auf Platz 12 weltweit und ist damit die lebenswerteste Stadt in Deutschland und die Nummer 4 in Europa. (Quelle: https://www.mercer.de/newsroom/quality-of-living-2018.html) Kreativwirtschaftsförderung in der Stadt Frankfurt am Main Standortmarketing unter der Dachmarke 'Creative Hub Frankfurt' Frankfurt am Main ist eine kreative und innovative Drehscheibe: ein Creative Hub. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt promotet das Potenzial der Branche und den Kreativstandort national und international unter der Dachmarke 'Creative Hub Frankfurt'. Diese spiegelt die Kernbotschaft und das Selbstverständnis der Stadt wider. Eingeführt wurde die englische Dachmarke im Jahr 2016 aufgrund der Digitalisierung und zunehmend international arbeitenden und ausgerichteten Kreativwirtschaft. Auf der gleichnamigen Website werden sämtliche Informationen rund um den Kreativstandort gebündelt und die verschiedenen Services der Wirtschaftsförderung abgebildet. Neuste Informationen erhalten Webseitenbesucher über die 'Social Wall'-Einbindung auf der Startseite. Die gleichnamige Facebookseite facebook.de/creativeHubFFM und das konsequente Verwenden des Hashtags #CreativeHubFFM ermöglicht ein leichteres Auffinden von Themen rund um den Kreativstandort in den sozialen Netzwerken. Das konsistente Branding der Angebote, Projekte und Veranstaltungen mit der Dachmarke 'Creative Hub Frankfurt' haben dazu geführt, dass die Aufgaben und Aktivitäten, Maßnahmen und Services der Wirtschaftsförderung Frankfurt in der Öffentlichkeit präsenter sind und der Kreativstandort stärker wahrgenommen wird. Das entwickelte Kommunikationsdesign der Marke 'Creative Hub Frankfurt' wurde zudem im Jahr 2018 mit dem Josef-Binder-Award von Designaustria ausgezeichnet. Online Informationsplattformen - #CreativeHubFFM

Website www.creativehubfrankfurt.de (Launch der Seite Herbst 2016) Seitenaufrufe in 2018 25.852 Facebook-Seite

https://www.facebook.com/CreativeHu bFFM/ Likes zum 31.12.2018

2.355 Vielfältige Veranstaltungsformate bieten der regionalen Branche eine Vernetzungsplattform und punkten darüber hinaus mit nationaler und internationaler Aufmerksamkeit. Auf diesen Veranstaltungen wird der Kreativwirtschaftsstandort von der Wirtschaftsförderung Frankfurt gezielt promotet. Während sich der Hessische Kreativwirtschaftstag seit 2017 einen nationalen Ruf als einziger und erster Kreativwirtschaftstag Deutschlands erarbeitet hat, punktet der PRG Live Entertainment Award zur Eröffnung der Prolight+Sound und der Musikmesse mit hoher medialer Resonanz. Die TheArts+ auf der Frankfurter Buchmesse ist ein internationales Festival an der Schnittstelle von Kreativität und Technologie, das die Zukunft von Kreativwirtschaft neu definiert. 2018 wurde das 'Europäische Manifest für die Kultur- und Kreativwirtschaft' auf TheArts+ veröffentlicht. Auf diesen Branchenhighlights ist die Wirtschaftsförderung präsent und wirbt für ihre Services und den Standort. Herausragende und internationale Leuchtturmprojekte führen dazu, dass sich Frankfurt am Main in den Köpfen als attraktiver Kreativstandort verankert. Herausforderungen und Fördermaßnahmen Die Aktivitäten und Maßnahmen des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main zur Förderung der Kreativwirtschaft zielen auf Standortmarketing und die Aktivierung der ökonomischen Chancen ab. Für die Stadt Frankfurt am Main ist das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft bei der Wirtschaftsförderung Frankfurt die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Themen der Kreativwirtschaft. Das Kompetenzzentrum ist intermediär zwischen den Akteuren der Kreativwirtschaft, öffentlichen Institutionen und städtischen Ämtern angesiedelt. Es verfügt über ein hervorragendes Netzwerk sowie umfassende Einblicke in die Branche vor Ort. Eine Kernaufgabe des Kompetenzzentrums Kreativwirtschaft besteht im Standortmarketing für den Kreativstandort. Frankfurt ist unbestritten das kreativwirtschaftliche Zentrum Hessens. Die zentralen Herausforderungen für die Kreativwirtschaft sind Raumbedarf, Finanzierung und die Möglichkeit zur Kundengewinnung und Markterschließung. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt bietet individuelle Beratung und hat spezielle Maßnahmen und Instrumente entwickelt, um die Akteure der Kreativwirtschaft bestmöglich zu unterstützen und zu fördern. Vermittlung von Raum für Kreative und das städtische Programm RADAR Um kreativ und unternehmerisch erfolgreich arbeiten zu können bedarf es eines passenden (Arbeits-)Raums. Die Wirtschaftsförderung kennt die Stadtteile, deren Struktur und Quartiersentwicklungen und berät kreative Akteure nach deren Bedürfnissen bei der Suche nach einem passenden Büro, Atelier, Werkstatt oder Coworking-Space im Stadtgebiet. Besonders die Coworking-Spaces boomen. Privatwirtschaftliche global operierende Coworking-Anbieter haben sich in den letzten Jahren zentral im Stadtgebiet angesiedelt und ergänzen das Angebot von lokalen Coworking-Anbietern, in denen viele Akteure der Kreativwirtschaft zu finden sind. Die Transformation in der Arbeitswelt hin zu unregelmäßigen Arbeitszeiten, wechselnden Orten und in verschiedenen Projekten ist in der Kreativbranche besonders ausgeprägt. Vernetztes, digitales und flexibles Arbeiten ist Teil des Alltags. Bei der Entwicklung neuer Arbeitsmodelle kommt der Kreativwirtschaft eine Vorreiterrolle zu, die sich auch in der Raumnutzung niederschlägt. Gemeinschaftsnutzungen und Plattformmodelle wie Coworking- und Makerspaces sind Ausdruck dieser Dynamik. Vor allem zu Beginn einer Selbstständigkeit in der Startup-orientierten Kreativwirtschaft gibt es einen Bedarf an Arbeitsräumen mit unbürokratischer Anmietung, variabler Ausstattung und flexiblen Mietzeitmodellen. Die Stadt Frankfurt am Main hat im Jahr 2011 ein bundesweit beispielhaftes Instrument initiiert, um zwischen Raum suchenden Kreativen und Immobilieneigentümern zu vermitteln. Die Agentur RADAR - Kreativräume für Frankfurt arbeitet im Auftrag des Stadtplanungsamtes als Dienstleistungsagentur, um Kreativen bei der Suche nach passenden Räumen und Eigentümern von Leerstandsimmobilien als Ansprechpartner und Vermittler zur Verfügung zu stehen. Ziel ist es, die Leerstände an Künstler und Kreative zu vermitteln und wirtschaftliche, städtebauliche und kulturelle Vielfalt zu fördern. Neben der Raumvermittlung gibt es das Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leerstehender Räume für Kreative. Mit der städtischen Förderung wird bei den Objekten und Immobilien eine architektonische, energetische und städtebauliche Verbesserung angestrebt. An eine Raumvermittlung ist keine automatische Förderung gebunden. Die Vergabe der Fördermittel ist an strenge Bedingungen geknüpft und kann nicht pauschal mit der Vermittlung von Leerstand in Anspruch genommen werden. Die Mittelvergabe und Organisation liegt bei der Stadtplanung. Zur Abstimmung gibt es regelmäßige Treffen "Kreativ Routine" an der jeweils Vertreter vom Stadtplanungsamt, dem Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung und dem Kulturamt teilnehmen. Als Reaktion auf das knappe Angebot kleiner, separat anmietbarer Räume, sind Kreative und RADAR darum bemüht, gemeinschaftliche Nutzungen als Alternative zu initiieren und große Flächen nutzbar zu machen. Die institutionenübergreifend aufgestellte Leerstandagentur RADAR - Kreativräume für Frankfurt verzeichnet 247 erfolgreiche Raumvermittlungen von Projektstart bis Ende 2018. Mit dem Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leerstehender Räume für Kreative wurden im gleichen Zeitraum 213 Kreative gefördert und 17.146 qm kreativwirtschaftlich nutzbar gemacht. Seit Programmstart konnte eine substantielle Verbesserung der Raumsituation für Kreative erreicht werden. Zahlen & Fakten: Interdisziplinäres städtisches Projekt (seit 2011) bis Ende 2018: - 247 erfolgreiche Raumvermittlungen - 169 bewilligte Förderanträge - 213 geförderte Kreative - 17.146 qm geförderte Fläche für Kreative Mit seinem Katalog aus Förderung, Beratung und Vernetzung hat sich RADAR als wichtiger Faktor der infrastrukturellen Förderung im Bewusstsein von Kreativen und von Immobilieneigentümern etabliert. Das Programm ist ein nationales Erfolgsprojekt. Finanzmittel für Unternehmensgründung und -aufbau Die Wirtschaftsförderung berät kreative Gründer, etablierte Unternehmen sowie Freiberufler und Initiativen je nach Bedarf, sei es bei Projekten, Gründungen, Unternehmensaufbau oder -ausbau zu bestehenden Finanzierungsangeboten und -möglichkeiten; zusätzlich erfolgt in Form von Lotsentätigkeit die aktive Vermittlung zu den Playern am Standort und zu fachspezifischem Know-how. In Folge der digitalen Ökonomie konkurrieren Städte und Standorte nicht mehr nur um Kreative Köpfe, sondern zunehmend um Digitalspezialisten. Die Startup-Mentalität hat das Gründungsgeschehen positiv beeinflusst und bietet mit Inkubatoren und Acceleratoren besonders den Digital- und Tech-Gründern vielfältige Formen von Unterstützung, Zugang zu Kapitalgebern und eine internationale Vernetzung. Neue Technologien und digitale Tools ermöglichen es, Gleichgesinnte zu Spezialthemen zu treffen. Meetups, Hackathons, Labs und Camps helfen Netzwerke aufzubauen und sind Formate bei denen fachkundige Experten für effektiven Know-how-Transfer zur Verfügung stehen. Folgerichtig sind besonders die öffentlichen Startup-Center, wie das TechQuartier und das Frankfurter Gründerzentrum gefragt und nehmen eine zentrale Stelle im Gründerökosystem des Standortes ein. Dem übergeordneten Ziel, durch Gründungen und Startups mehr existenzsichernde Arbeitsplätze zu schaffen, wird die Wirtschaftsförderung Frankfurt insbesondere durch die Gründermatrix gerecht. Mit dem Frankfurter Gründerpreis zeichnet die Wirtschaftsförderung jährlich herausragende Unternehmensgründungen aus. Damit macht die Wirtschaftsförderung Mut zur Selbständigkeit, gleichzeitig werden die Existenzgründer und junge Unternehmen unterstützt. Die Einreichungen für den Gründerpreis zeigen, dass digitale Unternehmensgründungen zunehmen. Die Tätigkeiten der digitalen Gründer konzentrieren sich hauptsächlich auf den Dienstleistungsbereich. Auch wenn sich digitale und nicht-digitale Existenzgründer von ihren Unternehmensbildern stark unterscheiden, teilen sie das Thema der Finanzierung. Als wichtigstes städtisches Finanzierungsinstrument steht der Frankfurter Gründerfonds zur Verfügung. Der Frankfurter Gründerfonds ist ein Projekt der Wirtschaftsförderung Frankfurt und beinhaltet ein Bürgschaftsprogramm für Kleingründer und junge Unternehmen. Das Team des Kompetenzzentrums Kreativwirtschaft Das Team des Kompetenzzentrums Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Frankfurt unterstützt die kreativen Potenziale am Standort, der mit seiner besonderen Infrastruktur die Akteure der Kreativwirtschaft dazu einlädt, hier zu produzieren, zu investieren, sich zu vernetzten, zu gründen und Projekte zu realisieren. Wenn sich die kreativsten Köpfe der Welt in Frankfurt am Main treffen, dann ist das Kompetenzteam genauso dabei, wie wenn heimische Kreative und Medienschaffende sich am Standort engagieren. Das Team kennt die Szene, arbeitet an der inhaltlichen Verzahnung, kooperiert und schafft Netzwerke, blickt auf die digitalen Veränderungen genauso wie auf Startups und die Entwicklung traditioneller, kleiner und mittelständischer Kreativunternehmen. Impulse durch Vernetzung der Kreativwirtschaftsförderer Durch die Mitarbeit im Netzwerk PCI - Promoting Creative Industries wird ein kontinuierlicher Austausch mit den deutschlandweit arbeiten Kreativwirtschaftsförderern anderer Städte und Regionen gepflegt. Das PCI ist ein wichtiger Partner auf Augenhöhe. Die gebündelte Kompetenz und der Erfahrungsaustausch sind wertvolle Impulsgeber, um passgenaue Angebote für die Branche zu entwickeln. Zwei Mal jährlich findet ein Netzwerktreffen statt, im Mai 2017 war Frankfurt am Main der Austragungsort. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt war Mitveranstalter und organisierte für die nationalen Kreativwirtschaftsförderer Einblicke in die Frankfurter Kreativszene. Auf regionaler Ebene arbeitet die Wirtschaftsförderung im Arbeitskreis Interkommunale Zusammenarbeit Kreativwirtschaft des Landes Hessen mit. In diesem Rahmen erweitert die Wirtschaftsförderung ihre Netzwerke und wirbt bei den regelmäßig stattfindenden Delegationsreisen Kreativwirtschaft des Hessischen Wirtschaftsministers im Ausland für den 'Creative Hub Frankfurt'. Beratung und Vernetzung der Kreativwirtschaft - Markterschließung und Kundengewinnung Das Team des Kompetenzzentrums Kreativwirtschaft ist der zentrale Anlaufpunkt und erster Ansprechpartner für alle Themen rund um die Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main. Zu den substantiellen Aufgaben der Wirtschaftsförderung gehören die individuelle Beratung bei Fragen zur geschäftlichen Entwicklung, Projektrealisierung oder Internationalisierung von Kreativunternehmen und kreativen Akteuren. Das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft unterstützt und berät kreative Akteure, Selbständige, Startups, Unternehmen und Initiativen individuell zu: - Frankfurt am Main als Wirtschafts- und Kreativstandort, - Quartieren, Leben & Arbeiten in Frankfurt am Main, - Netzwerk-, Arbeits- und Büroraumangeboten, - Gründung, Aufbau und Sicherung von Unternehmen, - Förder- und Finanzierungsangeboten für Unternehmen und/oder Realisation von Projekten, - Branchen- und Community bezogenen Vernetzungsangeboten. Eine weitere Kernaufgabe des Teams des Kompetenzzentrums und wesentlich für die kleinteilige Kreativwirtschaftsbranche ist die Vernetzung. Das beinhaltet das Knüpfen und Austauschen von Kontakten, deren Pflege und den Ausbau von Netzwerken. Über die gezielte Vermittlung in internationale Business Communities kann die Wirtschaftsförderung Frankfurt Zugang zu verschiedenen Märkten eröffnen. In Zusammenarbeit mit Hochschulen und gezielten Partnerschaften mit Verbänden und Branchennetzwerken entstehen attraktive Wissens- und Vernetzungsplattformen zur Information und unternehmerischen Professionalisierung. Des Weiteren stärken sie das Branchenselbstverständnis und dienen dazu die transformierende Wirkung der Kreativwirtschaft in andere Wirtschaftszweige entfalten zu lassen. Vernetzungsangebote der Wirtschaftsförderung für die Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main 2017 2018 Eigene Vernetzungsformate Kooperationsveranstaltungen 16 36 10 29 Summe Veranstaltungen im Jahr 52

39 Die Wissens- und Vernetzungsformate der Wirtschaftsförderung Frankfurt werden über die Website creativehubfrankfurt.de und die Social Media Kanäle der Wirtschaftsförderung angekündigt und beworben. Ausgewählte Netzwerkaktivitäten: Creative Hub ACADEMY Unter dem Label Creative Hub ACADEMY bietet die Wirtschaftsförderung speziell auf die Bedürfnisse von Kreativschaffenden ausgerichtete Seminare und Wissensformate an. GET STARTED! ist ein Veranstaltungsformat, das Gründungs- und Startup-Themen anhand von Best-Practice-Beispielen in den Mittelpunkt stellt. Die Reihe GAMEPLACES Business & Legal, der Startup-Law Summit oder Future Playshop widmen sich Spezialthemen, die der Professionalisierung und wirtschaftlichen Entwicklung der Teilnehmer dienen. Zahlen & Fakten: Format der Wirtschaftsförderung (neu) - 2017: 16 Creative Hub ACADEMY-Seminare / 1 GET STARTED!-Veranstaltung / 750 Teilnehmer (regional) - 2018: 6 Creative Hub ACADEMY-Seminare / 3 GET STARTED!-Veran-staltungen / 400 Teilnehmer (regional) CLUK.ARENA und CLUK.Saloon Das Cluster der Kreativwirtschaft in Hessen e.V. (CLUK) bündelt die Interessen seiner Mitgliedsverbände und versteht sich als Sprachrohr der Kreativen. Während sich beim Veranstaltungsformat CLUK.ARENA Politiker den Fragen der Kreativen stellen, kommen bei CLUK.Saloon die Protagonisten der Branche zu Wort. Zahlen & Fakten: Kooperationsprojekt (seit 2015) - 2017: 1 CLUK.ARENA-Veranstaltung / 2 CLUK.Saloon-Veranstaltungen - 2018: 1 CLUK.ARENA-Veranstaltung / 2 CLUK.Saloon-Veranstaltungen MedienMittwoch Der MedienMittwoch, eines der ältesten Netzwerkformate am Standort, widmet sich Cutting-Edge-Themen der Medien- und Digitalkultur z.B. Influencer und Video Content oder Big Data und setzt diese in einen wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Kontext und lädt so zum Diskurs. Zahlen & Fakten: Kooperationsprojekt (seit 2001) - 2017: 4 Veranstaltungen / 20 internationale und nationale Referenten / 1.400 Teilnehmer (regional) - 2018: 4 Veranstaltungen / 14 internationale und nationale Referenten & 2 regionale Bands / 1.400 Teilnehmer (regional) Ökonomische Betrachtung und Entwicklung der vier Fokusbranchen Die Wirtschaftsförderung Frankfurt konzentriert sich bei der Analyse und Betrachtung der Kreativwirtschaft auf vier ausgewählte Teilmärkte: Werbemarkt, Designwirtschaft, Software- und Games-Industrie und Filmwirtschaft. Die Betreuung und Fokussierung auf die relevanten Teilmärkte erzielt durch das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft ein Maximum an Aufmerksamkeit. Fokus: Werbung / Kommunikation Der Werbemarkt stellt in Frankfurt am Main einen der größten kreativwirtschaftlichen Teilmärkte dar. Bezogen auf den Umsatz ist er der größte, bezogen auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse der zweitgrößte Teilmarkt hinter der Software- und Games-Industrie. Leuchtturmveranstaltungen für die Werbe- & Kommunikationsbranche sind der GWA Effie Kongress & Award, der Medienkongress des Deutschen Fachverlages, die ADC Night of Honour und die Markengala des Marketing Clubs. Der Abend der Kommunikation ist die größte lokale Netzwerkveranstaltung auf Einladung des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main, der die Leistungen der Kreativschaffenden am Standort präsentiert und honoriert. Werbemarkt in Frankfurt am Main (2017): - 8.300 Erwerbstätige, darunter über 6.100 (74%) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte - Zweitgrößter Teilmarkt (22%) bezogen auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte - 1,9 Mrd. Euro Umsatz (2016) - Höchster Umsatz (34%) innerhalb der Frankfurter Kreativwirtschaft (2016) - 6,5% des Gesamtumsatzes des deutschen Werbemarktes (2016) Werbemarkt im Standortvergleich (2016): - Frankfurt am Main gehört zu den Top-Werbestandorten Deutschlands. Mit 1,9 Mrd. Euro Umsatz liegt Frankfurt am Main hinter Düsseldorf (6,0 Mrd. Euro), Hamburg (2,8 Mrd. Euro) und München (2,4 Mrd. Euro) aber vor Berlin (1,7 Mrd. Euro). - Mit Hamburg (24%) und Düsseldorf (34%) hat Frankfurt am Main im Werbemarkt mit 22% einen hohen Anteil an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten innerhalb der Kreativwirtschaft. Dieser Anteil liegt weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt (14%) und oberhalb des hessischen (18%) (2017). - Während alle Vergleichsstandorte Zuwächse bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aufweisen, ist die Anzahl in Frankfurt am Main unverändert (2015-2017). Ausgewählte Aktivitäten für die Werbe- und Kommunikationsbranche: Abend der Kommunikation Der Wirtschaftsdezernent lädt, als Zeichen der Wertschätzung, traditionell einmal im Jahr zum Abend der Kommunikation. Seit 2017 werden die international erfolgreichsten Gewinner-Arbeiten der hier ansässigen Kommunikationsagenturen unterschiedlicher Kreativdisziplinen als 'Frankfurt Rolle' gezeigt. Unter dem Motto "Kreativwirtschaft trifft Industrie" wurden erstmals in 2018 gemeinsam Vertreter der Frankfurter Kreativ- und Kommunikationswirtschaft sowie der Industrie zum Vernetzen geladen. Die Veranstaltung findet an wechselnden, meist neuen urbanen Orten im Stadtgebiet statt. Damit profiliert sich die Wirtschaftsförderung, in dem sie zeigt, dass sie die Entwicklungen am Standort kennt. Zahlen & Fakten: Format der Wirtschaftsförderung (seit 2009) - 2017: Veranstaltungsort Tatcraft - erster Makerspace / 180 Gäste - 2018: Veranstaltungsort Oststern - Zwischennutzung / 200 Gäste GWA Effie Kongress & Award Effektive Marketingkommunikation stellt der GWA Effie seit über 30 Jahren in den Mittelpunkt. Beim der GWA Effie Award werden seit 2012 jährlich in Frankfurt die effektivsten Kampagnen des Jahres ausgezeichnet. Seit 2015 wird die Verleihung durch den GWA Effie Kongress ergänzt, bei dem ausgewählte Preisträger detaillierte Einblicke in die ausgezeichneten Kommunikationsmaßnahmen geben. Zahlen & Fakten: Kooperationsprojekt (seit 2012) - 2017: 1 Kongresstag: 180 Besucher / 1 Galaveranstaltung: 450 Besucher - 2018: 1 Kongresstag: 320 Besucher / 1 Galaveranstaltung: 500 Besucher / Beilage Tagesspiegel + DIE ZEIT - Auflage 500.000 / Gesamtmediareichweite über 950.000 Beiträge DIE PR KLAPPE DIE PR KLAPPE des Deutschen Marketing Verbandes (DMV) wurde im Jahr 2018 erstmals in Frankfurt am Main vergeben. Ausgezeichnet werden bereits zum 8. Mal erfolgreiche PR-Videos und Ideen/Aktionen sowie Dokumentationen, Erklär- und Imagefilme. Zahlen & Fakten: Kooperationsprojekt (neu in 2018) - 2018: 100 nationale Einreichungen / 70 nationale Teilnehmer Fokus: Designwirtschaft Neben dem Rat für Formgebung, einem international führenden Design-Kompetenzzentrum, sind der Deutsche Designer Club (DDC), NODE - Verein zur Förderung Digitaler Kultur und das Museum Angewandte Kunst nicht nur fest in Frankfurt am Main verankert, sondern nationale und internationale Aushängeschilder für Design. Auf der weltweit führenden Messe für Konsumgüter, der Ambiente, wird der German Design Award , ein internationaler Design-Premiumpreis vergeben. Die Veranstaltungen des DDC mit dem Wettbewerb Gute Gestaltung, die zweimal im Jahr stattfindenden Höchster Designparcours als regionale Designschauen und das NODE - Forum for Digital Arts mit Workshops, Performances, Digitalkunst-Ausstellung und Symposium gehören zu den Branchenhighlights der Designwirtschaft. Eine international renommierte Designausbildung bietet die European School of Design mit dem projektierten Standort Paradieshof in Frankfurt Alt-Sachsenhausen. Designwirtschaft in Frankfurt am Main (2017): - 5.300 Erwerbstätige, darunter über 3.300 (62%) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte - 5% Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen (2015-2017) - 142 Mio. Euro Umsatz (2016) - 2,5% trägt Frankfurt am Main zum deutschen Gesamtumsatz in der Designwirtschaft bei (2016) Designwirtschaft im Standortvergleich (2016): - Frankfurt am Main liegt beim Umsatz in der Designwirtschaft hinter den XXL-Städten Berlin, Hamburg und München, belegt jedoch mit 142 Mio. Euro Umsatz die Spitze der XL-Städte (Düsseldorf 137 Mio. Euro, Stuttgart 121 Mio. Euro). Ausgewählte Aktivitäten für die Designwirtschaft: Höchster Designparcours Frankfurter und überregionale Designer werden an jeweils zwei Wochenenden im Jahr eingeladen, leerstehende Laden- und Geschäftsflächen im Stadtteil Frankfurt Höchst zu bespielen, in dem sie ihre kreativen Arbeiten und Produkte präsentieren. Einigen Kreativen ist es bereits gelungen, sich dauerhaft vor Ort zu etablieren. Der Höchster Designparcours bietet einen einzigartigen Überblick über die regionale Designer- und Kreativszene. Zahlen & Fakten: Städtisches Kooperationsprojekt (seit 2011) - 2017: 2 Wochenenden im Jahr / insgesamt 102 Kreative Akteure mit 32 Verkaufsständen in ungenutzten Laden- und Geschäftsflächen - 2018: 2 Wochenenden im Jahr / insgesamt 97 Kreative Akteure mit 33 Verkaufsständen in ungenutzten Laden-und Geschäftsflächen LUMINALE Runderneuert präsentiert sich 2018 die neunte Luminale zeitgleich zur internationalen Fachmesse Light + Building. Die Luminale positioniert sich als 'Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung' mit dem Ziel, an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Urbanität einen Impuls für die Positionierung der Stadt als attraktiver Zukunftsstandort und "Creative Hub" zu geben. Zahlen & Fakten: Kooperationsprojekt (neu) - 2018: 4 Festivaltage / 149 internationale Projekte / 5 Festivalkategorien / 240.000 Besucher / LICHT UND STADT Veranstaltung der Wirtschaftsförderung mit 4 nationalen Referenten DDC Wettbewerb GUTE GESTALTUNG Der 1989 in Frankfurt gegründete DDC ist mit über 250 Mitgliedern im deutschsprachigen Raum einer der führenden, deutschsprachigen Clubs für Gestalter aller Design-Disziplinen. Der Designwettbewerb GUTE GESTALTUNG des DDC prämiert jährlich Arbeiten im Rahmen einer feierlichen Gala in Frankfurt. Zahlen & Fakten: Kooperationsprojekt (seit 2011) - 2017: Gute Gestaltung 18 - WHAT's NEXT? / 10 Kategorien / 495 Einreichungen / 420 Gäste bei der Preisverleihung - 2018: Gute Gestaltung 19 - THAT's NEXT! / 7 Kategorien / 375 Einreichungen / 400 Gäste bei der Preisverleihung NODE - Forum for Digital Arts Auf dem fünften internationalen NODE-Festival für Digitalkultur spüren Digitalkünstler, Designer und Programmierer unter dem Motto "Designing Hope" der Frage nach, wie und ob in einer immer komplexer werdenden Welt mittels Technologie Hoffnung kreiert werden kann. Zahlen & Fakten: Kooperationsprojekt (seit 2010) - 2017: 7 Festivaltage / 60 Programmpunkte / 213 internationale Referenten Fokus: Software- und Games-Industrie Frankfurt ist einer der Top-Standorte für die Games- und Videospielindustrie. Internationale Publisher lenken von Frankfurt aus ihre europäischen Märkte, Entwicklerstudios mit Fachkräften aus der ganzen Welt entwickeln neuste Gameprodukte und Virtual Reality-Anwendungen. Die GermanDevDays, die größte deutschsprachige Game-Entwickler-konferenz findet seit 2016 jährlich in Frankfurt am Main statt. Mit dem GAMEPLACES Dinner bringt die Wirtschaftsförderung Frankfurt zu den GermanDevDays die nationalen Vertreter der Software- und Games-Industrie mit Entscheidern aus Finanzwirtschaft, Industrie sowie Politik zusammen. Software- und Games-Industrie in Frankfurt am Main (2017): - 10.200 Erwerbstätige, darunter über 9.300 (91%) sozialversicherungspflichtige Beschäftigte - 13% Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen (2015-2017) - Größter Teilmarkt bezogen auf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte - 1,7 Mrd. Euro Umsatz (2016) - 15% Umsatzsteigerung gegenüber 2014 - Zweithöchster Umsatz innerhalb der Frankfurter Kreativwirtschaft hinter der Werbewirtschaft Software- und Games- Industrie im Standortvergleich (2016): - Die Software- und Games- Industrie trägt 30% zum Gesamtumsatz der Frankfurter Kreativwirtschaft bei, 5% zum deutschen Gesamtumsatz der Software- und Games-Industrie. - Umsatzbezogen ist Frankfurt am Main der drittstärkste Markt in der Software- und Games- Industrie, nach München (10%) und Berlin (6%; 1,9 Mrd. Euro), vor Hamburg (5%; 1,5 Mrd. Euro). - Der Zuwachs von 13% Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Frankfurt am Main folgt dem bundesweiten Trend von 14% und liegt über dem hessischen Durchschnitt von 9% (2017). Ausgewählte Aktivitäten für die Gamesbranche: FRAVR Die Fachkonferenz zu Virtual Reality (VR) in der Games- und Entertainment-Industrie, FRAVR, brachte Entscheider aus der Games-Industrie, von Technologie-Unternehmen sowie anderen Bereichen der Kreativwirtschaft mit führenden VR-Experten zusammen. Zahlen & Fakten: Kooperationsprojekt (2016-2017) - 2017: 4 Referenten, 150 Teilnehmer (national) GAMEPLACES Dinner zu den GermanDevDays Das GAMEPLACES Dinner ist eine exklusive Netzwerkveranstaltung der Wirtschaftsförderung während der Entwicklerkonferenz GermanDevDays. Nationale Akteure der Branche treffen auf Vertreter der Politik, der Medien und anderer Wirtschaftszweige wie bspw. der Finanzwirtschaft. Zahlen & Fakten: Format der Wirtschaftsförderung (neu in 2018) - 2018: 2 Konferenztage / 80 nationale Referenten / 1.100 Teilnehmer / 60 GAMEPLACES Dinner-Teilnehmer (national) #GAMEPLACES Marketing Perspectives Das neue Veranstaltungsformat #GAMEPLACES informiert über ein Fokusthema aktuell, prägnant und direkt aus der Praxis. Mehrere Impulsvorträge bieten kompaktes Expertenwissen und insbesondere Raum für den fachlichen Austausch zwischen der Software- und Games-Industrie mit anderen Wirtschaftszweigen. "Marketing Perspektiven" war das Fokusthema der Auftaktveranstaltung. Zahlen & Fakten: Format der Wirtschaftsförderung (neu in 2018) - 2018: 4 Referenten, 63 Teilnehmer (regional), Live-Stream Fokus: Filmwirtschaft Frankfurt am Main ist ein attraktiver Drehort für Filme und bietet mit den ansässigen Filmproduktionen und -dienstleistern hochwertigen Produktionsservices. Filme stellen ein besonders wirksames Standortmarketingtool dar. Das zeigen die international erfolgreichen Filmproduktionen wie die TV-Serie Bad Banks oder Why Are We Creative?. Das DFF - Deutsches Filminstitut und Filmmuseum als international renommiertes Aushängeschild für den Film und die großen Filmfestivals wie LICHTER - Filmfest Frankfurt International, LUCAS - Internationales Festival für junge Filmfans oder die B3 Biennale des bewegten Bildes bieten Plattformen für den nationalen und internationalen Fachaustausch. Filmwirtschaft in Frankfurt am Main (2017): - 1.050 Personen Erwerbstätige, darunter etwa 800 (76%) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte - 8% Zuwachs an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (2015-2017) - 500 Mio. Euro Umsatz (2016) - Gegenüber 2015 ist der Umsatz in 2016 um 14% gesunken - 9% trägt die Filmwirtschaft zum Umsatz der Frankfurter Kreativwirtschaft bei (2016) Filmwirtschaft im Standortvergleich (2017): - Die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Frankfurt am Main von 8% liegt unter dem hessischen Durchschnitt von 9%, jedoch über dem bundesweiten Durchschnitt von 4%. Ausgewählte Aktivitäten für die Filmwirtschaft: Onlineplattformen FILMinFRANKFURT.de Ein wichtiger Servicebaustein der Wirtschaftsförderung zur Information über den Filmproduktionsstandort, insbesondere über die Erlangung von Drehgenehmigungen und städtischer Ansprechpartner ist die Website filminfrankfurt.de, die auf Deutsch und Englisch alle nötigen Informationen für Filmproduktionen und Filminteressierte vorhält. Zahlen & Fakten: Projekt der Wirtschaftsförderung (seit 2013) Online Informationsplattformen - #FILMinFFM 2018 Website www.filminfrankfurt.de Seitenaufrufe in 2018 13.035 Facebook-Seite

https://www.facebook.com/FILMinFFM/ Likes zum 31.12.2018 1.262

WOMEN in FILM Im Jahr 2018 wurde das neue Format WOMEN in FILM ausschließlich für Frauen aus der Film- und Medienwirtschaft entwickelt. Die erste WOMEN in FILM-Veranstaltung war ein Business-Speed-Dating in Kooperation mit dem DFF - Deutsches Filminstitut und Filmmuseum und dem Amerikanischen Generalkonsulat. Die zweite eine Diskussions- und Beratungsveranstaltung zu Einstieg, Perspektiven und Karriere für Frauen in der Film- und Medienwirtschaft in Kooperation mit dem Filmfestival Remake - Frauen Filmtage Frankfurt. Zahlen & Fakten: Format der Wirtschaftsförderung (neu in 2018) - 2018: 2 Veranstaltungen / 1 internationale und 4 nationale Referentinnen / 97 Teilnehmerinnen (regional) LICHTER Das LICHTER Filmfest Frankfurt International stellt das Schaffen der regionalen Filmemacher in den Mittelpunkt. Der von der Wirtschaftsförderung seit 2016 präsentierte Branchentag bietet mit Panels und dem Crew-Call des nationalen Branchennetzwerks Crew United wichtige Vernetzungsmöglichkeiten für Schauspieler, Regisseure, Produzenten und andere Filmschaffende. Nationale Aufmerksamkeit in den Medien und der Filmwirtschaft erfährt die in 2018 neu geschaffene Sektion Zukunft des deutschen Films und das veröffentlichte Positionspapier. Zahlen & Fakten: Kooperationsprojekt (seit 2008) - 2017: 6 Festivaltage / 100 internationale und regionale Filme / 10.000 Besucher - 2018: 6 Festivaltage / 100 internationale und regionale Filme / 2 Tage debattierten 50 nationale Filmschaffende / 120.000 Webseitenaufrufe in den Festivaltagen / 9.500 Facebook-Likes / 2.000 Newsletter-Abonnenten / 13.000 Besucher LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans LUCAS ist ein internationales Kinder- und Jugendfilmfestival. Es ist Deutschlands ältestes Filmfestival, wird jährlich Anfang September vom DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstaltet und zeigt aktuelle, internationale Filmproduktionen - Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilme - für Kinder und Jugendliche von vier Jahren bis 18plus. Zahlen & Fakten: Kooperationsprojekt (seit 2012) - 2017: 7 Festivaltage / 73 Kurz- und Langfilme aus 35 Ländern / 53 Filmgespräche, 42 Workshops / 5 Rahmenveranstaltungen (für Branche und für junge Gäste) / 258 Akkreditierte / 8.700 Besucher/innen - 2018: 8 Festivaltage / 61 Kurz- und Langfilme aus 32 Ländern / 62 Filmgespräche, 56 Workshops, 5 Rahmenveranstaltungen / 266 Akkreditierte / 10.011 Besucher/innen / 54.247 Webseitenaufrufe rund um das Festival / rund 5.000 Newsletter-Abonnenten - Zusammenfassung & Ausblick Frankfurt am Main ist das kreativwirtschaftliche Zentrum Hessens. Die Kreativwirtschaft verbindet traditionelle Wirtschaftsbereiche, neue Technologien und moderne Informations- und Kommunikationsformen. Sie erzeugt kulturelle Vielfalt, kreative Erneuerung und steht für die wirtschaftliche Dynamik einer auf Wissen und Innovation basierenden Ökonomie. Als Partner der Kreativwirtschaft hilft das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft mit bedarfsgerechten Angeboten den Akteuren und Unternehmen sich wirtschaftlich zu professionalisieren und ihr innovatives Potenzial in der Stadt zu entfalten. Die Beratungs- und Vernetzungsangebote sowie die Web-Plattformen der Wirtschaftsförderung Frankfurt sind wichtige Instrumente zur Stärkung der Branche, setzen Impulse und sind Teil einer lebendigen Kreativszene. Die Stadt Frankfurt am Main als "Möglichmacher" von Innovation im urbanen kreativen Ökosystem Die Einzigartigkeit jeder Stadt erklärt sich insbesondere über ihre kulturelle Attraktivität und ihre Ressourcen. Dazu gehören kulturelle Institutionen und Organisationen, Festivals, Veranstaltungen und die Kreativwirtschaftsbranche mit ihren vielfältigen Akteuren. Kreativschaffende sind wichtige Gestalter des Wandels auf Stadtebene. Durch kulturelle und kreative Aktivitäten und soziale Interaktionen generieren oder revitalisieren sie Flächen und leisten einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität und die Stadtgesellschaft. Städte sind Orte des Dialogs und der Co-Kreation. Wenn, wie in Frankfurt am Main ein funktionierendes Gründerökosystem vorhanden ist, entwickelt sich in Verbindung mit der Kreativwirtschaft eine vitale Startup-Szene, die zu Cross-Innovationen führt. Kreative Köpfe und Digitalspezialisten sind die Treiber dieser Entwicklung. Für diese Fachkräfte ist die lebendige Kulturlandschaft einer Stadt ein wichtiges Entscheidungskriterium für eine Standortentscheidung. Das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft fungiert als Vermittler zwischen den Playern in der Stadt, um die Vernetzung der Kreativwirtschaft mit anderen Wirtschaftszweigen zu ermöglichen, die zur Entstehung neuer Ideen und Cross-Innovationen befähigen. Eine verstärkte abteilungsübergreifende Zusammenarbeit des Kompetenzzentrums Kreativwirtschaft mit anderen städtischen Stellen leistet einen wichtigen Beitrag zur Ressourcen- und Projektplanung, Finanzierung und zum Erschließen von Synergien und Netzwerken im Sinne der Standortentwicklung. Mit intelligenten Investitionen in die Kreativwirtschaft werden positive wirtschaftliche Auswirkungen an Standorten erzielt. Die Förderung der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main sollte daher darauf abzielen, lokale Entwicklungen zu erkennen, zu initiieren, zu fördern und zu leiten. Eine gezielte, zukunftweisende Förderung und Entwicklung des Standortes ist durch eine klare Strategie, idealerweise durch die Weiterentwicklung eines 'Masterplans Kreativwirtschaft für Frankfurt am Main' zu erarbeiten. Ein klares Standortkonzept macht Frankfurt am Main zudem für Unternehmen, Bildungsinstitutionen, Nachwuchs- und Fachkräfte attraktiv. Eine vitale Kreativwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Image der Stadt, stärkt die Wirtschaftskraft und sichert die Zukunftsfähigkeit des Standortes Frankfurt am Main.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 28. Juli 2014BB 295Kreativwirtschaftsreport 2011/2012Magistratsbericht
  2. 2. November 2015BB 398Kreativwirtschaftsreport 2013/2014Magistratsbericht
  3. 5. Februar 2018BB 22Kreativwirtschaftsreport 2015/2016Magistratsbericht
  4. 15. Juli 2019Sie sind hier
    BB 247Kreativwirtschaftsreport 2017/2018
    Magistratsbericht
  5. 30. August 2021Antwort des Magistrats · nach 370 WochenBB 301Kreativwirtschaftsreport 2019/2020Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
Sitzung 32 · 20.08.2019
TO I, TOP 21
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 247 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

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