Werden die Wirtschaftspotenziale genutzt? - Jährlicher Kreativwirtschaftsbericht für Frankfurt
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
- Jährlicher Kreativwirtschaftsbericht für Frankfurt Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat legt der Stadtverordnetenversammlung alle zwei Jahre einen Bericht vor, in dem a) die städtischen Maßnahmen zur Förderung der Kreativwirtschaft in Frankfurt dargestellt werden b) die bisher getroffenen Maßnahmen - sofern diese Aussagen jeweils im konkreten Stadium der Umsetzung sinnvoll bzw. empirisch belastbar sind - hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert werden c) die Entwicklung der Kreativwirtschaft in Frankfurt beispielhaft mit der Entwicklung in anderen Städten verglichen wird. Begründung: Frankfurt kann auf eine lange Tradition als Werbe- und Medienstadt zurückblicken, und die Stadt ist zentraler Ort vieler kultureller Institutionen. Inwieweit das kreative Potenzial aber auch ein maßgeblicher Wirtschaftsfaktor der Mainmetropole ist, darüber wurde lange nur gemutmaßt. Um belastbare Zahlen und verlässliches Datenmaterial hierüber zu bekommen, gab die Stadt Frankfurt am Main einen Kreativwirtschaftsbericht in Auftrag. Das Institut für Humangeographie der Johann Wolfgang Goethe-Universität durchleuchtete die Branche in Frankfurt am Main durch Studium vorliegender Statistiken, 315 ausgewertete Fragebögen und einige Interviews. Die von Stadtrat Boris Rhein im Juli vorgestellte Studie bestätigt die wirtschaftliche Stärke der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main mit umfangreichen Fakten und auch Einschätzungen aus der Branche. Als Maßnahmenplan aufgrund des Ergebnisses der Studie lässt der Wirtschaftsdezernent folgende Schritte nun konkret prüfen: - Einrichtung eines "Inkubators" für die Kreativwirtschaft (Gründerhaus für Kreative, das Kleinst-Büroflächen zu günstigen Konditionen und flexiblen Vertragsbedingungen anbietet) - Zwischennutzungen von öffentlichen und privaten Gebäuden für Kreative - Schaffung von kreativen Quartieren - Vernetzung der Kreativbranche - Zusammenarbeit mit der Region, insbesondere Offenbach, im Kreativbereich - Bewerbung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung für den Spitzen-cluster-Wettbewerb für das Spitzencluster Games Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt, dass der Bereich der Kreativwirtschaft von Seiten der Frankfurter Politik durch geeignete Maßnahmen gestärkt werden soll. Dieses Vorgehen steht auch in der Tradition Frankfurter Wirtschaftsförderung, die immer schon auf eine Diversifizierung in der Ansiedlungspolitik abzielte.
Inhalt
Antrag vom 30.10.2008, NR 1164
Betreff: Werden die Wirtschaftspotenziale genutzt? - Jährlicher Kreativwirtschaftsbericht für Frankfurt Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat legt der Stadtverordnetenversammlung alle zwei Jahre einen Bericht vor, in dem a) die städtischen Maßnahmen zur Förderung der Kreativwirtschaft in Frankfurt dargestellt werden b) die bisher getroffenen Maßnahmen - sofern diese Aussagen jeweils im konkreten Stadium der Umsetzung sinnvoll bzw. empirisch belastbar sind - hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert werden c) die Entwicklung der Kreativwirtschaft in Frankfurt beispielhaft mit der Entwicklung in anderen Städten verglichen wird.
Begründung: Frankfurt kann auf eine lange Tradition als Werbe- und Medienstadt zurückblicken, und die Stadt ist zentraler Ort vieler kultureller Institutionen. Inwieweit das kreative Potenzial aber auch ein maßgeblicher Wirtschaftsfaktor der Mainmetropole ist, darüber wurde lange nur gemutmaßt. Um belastbare Zahlen und verlässliches Datenmaterial hierüber zu bekommen, gab die Stadt Frankfurt am Main einen Kreativwirtschaftsbericht in Auftrag. Das Institut für Humangeographie der Johann Wolfgang Goethe-Universität durchleuchtete die Branche in Frankfurt am Main durch Studium vorliegender Statistiken, 315 ausgewertete Fragebögen und einige Interviews. Die von Stadtrat Boris Rhein im Juli vorgestellte Studie bestätigt die wirtschaftliche Stärke der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main mit umfangreichen Fakten und auch Einschätzungen aus der Branche. Als Maßnahmenplan aufgrund des Ergebnisses der Studie lässt der Wirtschaftsdezernent folgende Schritte nun konkret prüfen: - Einrichtung eines "Inkubators" für die Kreativwirtschaft (Gründerhaus für Kreative, das Kleinst-Büroflächen zu günstigen Konditionen und flexiblen Vertragsbedingungen anbietet) - Zwischennutzungen von öffentlichen und privaten Gebäuden für Kreative - Schaffung von kreativen Quartieren - Vernetzung der Kreativbranche - Zusammenarbeit mit der Region, insbesondere Offenbach, im Kreativbereich - Bewerbung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung für den Spitzen-cluster-Wettbewerb für das Spitzencluster Games Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt, dass der Bereich der Kreativwirtschaft von Seiten der Frankfurter Politik durch geeignete Maßnahmen gestärkt werden soll. Dieses Vorgehen steht auch in der Tradition Frankfurter Wirtschaftsförderung, die immer schon auf eine Diversifizierung in der Ansiedlungspolitik abzielte.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 30. Oktober 2008Sie sind hierNRNR 1164Werden die Wirtschaftspotenziale genutzt? - Jährlicher Kreativwirtschaftsbericht für FrankfurtSTVV-Antrag · CDU, GRÜNE
- 20. August 2010MM 163Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leer stehender Räume für Kreative - Richtlinien zur Vergabe von Zuschüssen -Magistratsvortrag
- 19. März 2012Antwort des Magistrats · nach 177 WochenBB 132Werden die Wirtschaftspotenziale genutzt? - Jährlicher Kreativwirtschaftsbericht für FrankfurtMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FAG und BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FAG zu b) CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE. (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1198) und FAG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF, REP und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Der Vorlage NR 1073 wird im Rahmen der Vorlage NR 1164 zugestimmt. 2. Der Vorlage NR 1164 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 3. a) Die Vorlage NR 1198 wird abgelehnt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Fey, Sylvia Weber, Diehl, Gauderer und zu Löwenstein sowie von Stadtrat Rhein dienen zur Kenntnis.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, FAG, BFF und REP (= Annahme) sowie LINKE. (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1198) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP, BFF und REP gegen LINKE. (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1198) und FAG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 3. zu a) CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD, LINKE., FAG und REP (= Annahme)