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Kreativwirtschaftsreport 2011/2012

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Inhalt

Bericht des Magistrats vom 28.07.2014, B 295

Betreff: Kreativwirtschaftsreport 2011/2012 Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 11.12.2008, § 5023 - NR 1164/08 CDU und GRÜNE, NR 1073/08 FAG, l. B 132/12 - Laut oben aufgeführtem Beschluss, ist der Magistrat aufgefordert, der Stadtverordnetenversammlung alle zwei Jahre einen Bericht vorzulegen, der die städtischen Maßnahmen zur Förderung der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main darstellt und die Entwicklung der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main beispielhaft mit der Entwicklung in anderen Städten vergleicht. Die Stadt Frankfurt am Main hat das gesellschaftliche und wirtschaftliche Potenzial von Kreativität für die Schaffung neuer Wertschöpfungsformen, einer lebendigen Stadtkultur, Möglichkeiten der Beschäftigung und Internationalisierung erkannt und ihren politischen Willen formuliert, die Kreativwirtschaft gezielt zu fördern. Kreativität ist ein wichtiger Standortfaktor für die Anwerbung innovativer, wissens- und technologieintensiver Unternehmen und hochqualifizierter Arbeitskräfte. Die Förderung der Kreativwirtschaft ist daher ein integraler Bestandteil der städtischen Wirtschaftsförderung. Das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH fungiert seit Januar 2009 als Netzwerkknoten und zentrale Anlaufstelle für alle Belange der Unternehmen der Kreativwirtschaft in Frankfurt an Main. In 2012 wurde der Kreativwirtschaftsreport 2009/2010, die erste Nachfolgedokumentation zur Entwicklung der Kreativwirtschaft am Standort, vorgelegt. Der nun vorliegende Kreativwirtschaftsreport 2011/2012 stellt einen Tätigkeitsbericht des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main dar und zeigt insbesondere die Ansätze, Aktivitäten und Maßnahmen des Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft in der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH auf, die in 2011 und 2012 zur Stärkung der Kreativwirtschaft durchgeführt wurden. Zusätzlich liefert der Report Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Kreativwirtschaft in Frankfurt am Main und zieht einen Standortvergleich von einzelnen Teilmärkten mit anderen Städten. Der Wirtschaftszweig Kultur- und Kreativwirtschaft umfasst Unternehmen die in Verbindung mit technologischer, innovativer und wissenschaftlicher Kreativität primär erwerbswirtschaftlich tätig sind. Dabei geht es um die Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder mediale Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen, denen ein schöpferischer Akt der künstlerisch kreativ Tätigen zugrunde liegt. Der Begriff Kreativwirtschaft wird synonym zu Kultur- und Kreativwirtschaft verwendet und betont damit stärker die privatwirtschaftliche Inhaltskomponente. Die Kreativwirtschaft setzt sich aus unterschiedlichen Teilmärkten zusammen, die sich durch vielfältige Größen-, Beschäftigungs- und Unternehmensstrukturen kennzeichnen. Insbesondere die kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) sind die wichtigsten Träger hinsichtlich der Wertschöpfung und Beschäftigung innerhalb der Kreativwirtschaft. Die ökonomische Relevanz der Kreativwirtschaft lässt sich für die Stadt Frankfurt am Main wie folgt zusammenfassen: - Mit einem Anteil von 4,7% aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Kreativwirtschaft liegt Frankfurt am Main deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 2,7%. - Der Anteil an kreativwirtschaftlichen Unternehmen in Frankfurt am Main liegt mit 7,0% ebenfalls deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 4,2%. - Der Wirtschaftszweig der Kreativwirtschaft hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt und konnte von 2007 bis 2012 einen Anstieg sozialversicherungspflichtig Beschäftigter um 12% verzeichnen. - Die stärksten Teilmärkte innerhalb der Kreativwirtschaft sind der Werbemarkt mit einem Anteil von 21%, gemessen an der Anzahl der Betriebe, der Bereich Software-/Games-Industrie mit 19% und die Designwirtschaft mit 15%. - Während die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 2007 und 2012 im Werbemarkt um 3% stieg, waren es in der Designwirtschaft 6%. Auch wenn die Filmwirtschaft in Frankfurt am Main einen vergleichsweise kleinen Teilmarkt innerhalb der Kreativwirtschaft darstellt, so ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ebenfalls in dem Zeitraum um 6% angestiegen. - Der Treiber im Bereich Beschäftigung innerhalb der Kreativwirtschaft ist ganz klar die Software-/Games-Industrie, hier stieg die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 2007 bis 2012 um 24%. Die Aktivitäten und Maßnahmen des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main zur Förderung der Kreativwirtschaft zielen auf Standortmarketing und die Aktivierung der ökonomischen Chancen ab. Die Schwerpunkte der Arbeit der Wirtschaftsförderung GmbH erstrecken sich dabei insbesondere auf folgende Bereiche: - Die stetige und vielfältige Kommunikation der Potentiale durch regelmäßige Newsletter und die Nutzung von Social Media Kanälen erhöht die Sichtbarkeit der Kreativwirtschaft am Standort Frankfurt am Main und damit auch die Wahrnehmung regional und überregional. - Eine positive Imageverstärkung brachte dem Standort die gezielte Unterstützung von Großereignissen wie der ADC Festivals, die von 2010 - 2012 in Frankfurt am Main ausgetragen wurden oder die Verleihung national renommierter Kreativpreise wie des Reklamefilmpreises oder der GWA Effie Awards. Eine breite öffentliche Wirksamkeit erzielt die Verleihung der Live Entertainment Awards - PRG LEA, die Eröffnungsveranstaltung zur Internationalen Musikmesse Frankfurt. Ein ganz besonderes Highlight war aus Standortmarketingsicht die international weit beachtete Verleihung der MTV European Music Awards im Jahr 2012 in der Festhalle der Messe Frankfurt. - Das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft fungiert als Intermediär zwischen verschiedenen Akteuren der Kreativwirtschaft und öffentlichen Institutionen und schafft dadurch ein Verständnis für die Belange der Branche, treibt die Vernetzung voran und hilft, Synergien herzustellen. Beispielhaft ist hier die neu geschaffene, zweisprachige Website (Deutsch/Englisch) www.FILMinFRANKFURT.de zu nennen, die sämtliche Informationen und städtischen Ansprechpartner zum Thema Filmproduktion in der Stadt Frankfurt am Main bündelt. Damit wurde ein wertvolles Informationsportal für alle regionalen, nationalen und internationalen Filmschaffenden geschaffen. - Kreative Köpfe brauchen Kommunikationsplattformen und kontinuierliche Branchentreffen. Viele dieser Plattformen wie etwa der m2 - MedienMittwoch konnten in den letzten Jahren durch die Unterstützung der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH verstetigt werden. - Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main setzt mit der jährlichen Einladung zum Abend der Kommunikation in den Räumlichkeiten des Römers ein weithin sichtbares Zeichen für die Wertschätzung der Kreativschaffenden am Standort. - Da sich der nationale und internationale Wettbewerb der Standorte in den letzten Jahren verschärft hat, entwickelt die Wirtschaftsförderung gezielt Aktivitäten für einzelne Teilmärkte der Kreativwirtschaft, um so eine höhere Sichtbarkeit und Relevanz im Standortwettbewerb zu erlangen. Insbesondere sind hierbei die Aktivitäten für die Gamesbranche zu nennen: die Verleihung des European Innovative Games Award in Kooperation mit der Europäischen Kommission, die Präsenz des Standortes auf der Gamescom, der wichtigsten Video- und Computerspielemesse in Europa, oder die Veranstaltungen im Rahmen der Initiative GAMEplaces. - Existenzgründer aus der Kreativwirtschaft werden bei ihrem Vorhaben, eine eigene Existenz aufzubauen, individuell beraten und unterstützt. Einen wertvollen Beitrag dazu leistet insbesondere das eigens für Existenzgründer der Kreativwirtschaft entwickelte und von der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH betriebene MAINRAUM - Gründerhaus Kreativwirtschaft. Seit der Eröffnung im Mai 2010 haben 25 Unternehmen in der Ostbahnhofstraße 15 gegründet. Das Objekt war 2012 zeitweilig zu 100% vollvermietet, im Geschäftsjahr 2013 lag die durchschnittliche Vermietungsquote bei 79%. 32 Kreative haben 2013 fest im Gründerhaus gearbeitet und engagierten darüber hinaus temporär und Projekt bezogen weitere Kreativschaffende. Fazit: Die Stadt Frankfurt am Main gehört zu den kreativen Topstandorten in Deutschland. Der Magistrat ist davon überzeugt, dass er mit seinen bisherigen kommunalpolitischen Maßnahmen zu einer konsequenten Stärkung des Kreativstandortes Frankfurt am Main beigetragen hat und den eingeschlagenen Weg weiter stabilisieren wird. Der aktuelle Kreativwirtschaftsreport der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, der die Entwicklung und die Maßnahmen in den Jahren 2011 und 2012 in dem Sektor darstellt, ist mit dem Titel "Kreativwirtschaftsreport Frankfurt - Tätigkeitsbericht des Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH für die Jahre 2011/2012 inklusive ausgewählter wirtschaftlicher Eckdaten" als Anlage beigefügt. Anlage Kreativwirtschaftsreport_2011_2012 (ca. 8,2 MB)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 20. August 2010MM 163Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leer stehender Räume für Kreative - Richtlinien zur Vergabe von Zuschüssen -Magistratsvortrag
  2. 19. März 2012BB 132Werden die Wirtschaftspotenziale genutzt? - Jährlicher Kreativwirtschaftsbericht für FrankfurtMagistratsbericht
  3. 28. Juli 2014Sie sind hier
    BB 295Kreativwirtschaftsreport 2011/2012
    Magistratsbericht
  4. 2. November 2015BB 398Kreativwirtschaftsreport 2013/2014Magistratsbericht
  5. 5. Februar 2018BB 22Kreativwirtschaftsreport 2015/2016Magistratsbericht
  6. 15. Juli 2019BB 247Kreativwirtschaftsreport 2017/2018Magistratsbericht
  7. 30. August 2021Antwort des Magistrats · nach 575 WochenBB 301Kreativwirtschaftsreport 2019/2020Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
Sitzung 32 · 16.09.2014
TO I, TOP 20
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 295 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPRömer
Sonstige:
Freie Wähler (Kenntnis)Elf Piraten (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und RÖMER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER und ELF Piraten (= Kenntnis)

KAV
Sitzung 21 · 29.09.2014
TO II, TOP 68
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 295 dient zur Kenntnis. Beschlussausfertigung(en): § 4944,

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
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