Werden die Wirtschaftspotenziale genutzt? - Jährlicher Kreativwirtschaftsbericht für Frankfurt
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Thema Verkehr und Straße verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 19.03.2012, B 132
Betreff: Werden die Wirtschaftspotenziale genutzt? - Jährlicher Kreativwirtschaftsbericht für Frankfurt Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 11.12.2008, § 5023 - NR 1073/08 FAG, NR 1164/08 CDU und GRÜNE - Der im Jahr 2008 von der Wirtschaftsförderung in Auftrag gegebene Kreativwirtschaftsbericht für die Stadt Frankfurt am Main, der vom Institut für Humangeographie der Goethe-Universität erstellt wurde, belegte die große wirtschaftliche Bedeutung und das große Zukunftspotential des jungen und dynamischen Wirtschaftszweiges der Kreativwirtschaft und bildete die Grundlage für die Berichterstattung zur Entwicklung des Kreativwirtschaftsstandortes Frankfurt am Main im 2-Jahres-Turnus. Die Kreativwirtschaft ist eine tragende Säule des Wirtschaftsstandortes Frankfurt am Main. Viele Unternehmen schätzen insbesondere die weltoffene Atmosphäre, die sie in der traditionsreichen Messestadt Frankfurt vorfinden. Zahlreiche internationale Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen für die überdurchschnittlich junge und dynamische Bevölkerung, das beeindruckende Kulturangebot, die kreative Atmosphäre und die Nähe zur Natur machen den Standort außerordentlich attraktiv. Die Infrastrukturvoraussetzungen der Mainmetropole im Zentrum Europas sind exzellent. Mit dem Flughafen, dem Fernbahnhof und dem Autobahnkoten ist die optimale verkehrstechnische Anbindung gewährleistet. Als digitaler Knotenpunkt nimmt Frankfurt in der digitalen Welt eine ebenso große Bedeutung ein wie im internationalen Luftverkehr der Flughafen Frankfurt und ist somit in dieser einzigartigen Konstellation mit keiner anderen Stadt in Deutschland oder Europa zu vergleichen. Ziel der Wirtschaftspolitik des Frankfurter Magistrats ist es daher, die Voraussetzung für Kreativschaffende in der Mainmetropole zu erleichtern. Davon profitieren auch andere Branchen und das Lebensgefühl der Stadt insgesamt. Der Finanzplatz mit seiner großen Dichte und in seiner ganzen Internationalität bietet den Unternehmen in der Stadt einen Standortvorteil, den kein anderer nationaler Standort bieten kann. In Frankfurt am Main sind z.B. viele international tätige Entwicklungsstudios wie Crytek, Keen Games oder Deck 13, viele der großen Publisher wie Nintendo, Namco Bandai oder Konami und auch Hardwarehersteller wie MSI oder Dell zu finden. Auch große Werbeagenturen, international agierende Filmschaffende und Global Player im Bereich der Post-Production sind in Frankfurt zuhause. Sie alle schätzen die Standortvorteile, die Ihnen Frankfurt bietet. In dem internationalen Business wie der Kreativbranche sind die Erreichbarkeit aller Märkte zu jeder Zeit und die Vernetzung zu anderen Branchen elementar wichtig. Mit der Gründung des Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft hat die Wirtschaftsförderung der Stadt Frankfurt ein deutliches Signal gesetzt: Frankfurt will das große Potenzial der Stadt in diesem Bereich weiter stärken. Mit der Gründung des Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft im Jahr 2009 ist es gelungen, Aktivitäten zur Stärkung der Kreativwirtschaft zu intensivieren, zu akzentuieren und vorhandene Potentiale zu bündeln. Der beigefügte Kreativwirtschaftsreport berichtet über die Aktivitäten des Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft, die im Zeitraum 2009 bis 2010 zur Stärkung der Kreativwirtschaft durchgeführt wurden und vergleicht die Entwicklungen in der Frankfurter Kreativwirtschaft beispielhaft mit anderen Städten. Mit zahlreichen Aktivitäten wurde der für den Standort wichtigen Branche ein gutes Umfeld geschaffen und die Wichtigkeit erkannt, die hiesige Kreativwirtschaft wertzuschätzen. Aus zielgerichteten Maßnahmen des Magistrats resultieren greifbare und vorzeigbare Ergebnisse: - Im Schulterschluss mit dem Land und der Region ist es Frankfurt am Main gelungen, einem harten Wettbewerb mit Berlin, München und Hamburg standzuhalten und den Art Directors Club für Deutschland (ADC) e.V. mit seinem Festival der Kreativität für 3 Jahre nach Frankfurt zu holen. Der "kreative Höhepunkt" des Jahres 2010 war somit der ADC-Gipfel, das größte Treffen der Kreativbranche im deutschsprachigen Raum, das erstmals in Frankfurt am Main stattfand und über 10.000 Besucher aus ganz Europa zählte. - Das beim "Round Table Musikwirtschaft" von der Branche gewünschte Rampenlicht für die Musikstadt Frankfurt war der am Ende ausschlaggebende Anknüpfungspunkt, um den "Live Entertainment Award (PRG LEA)" von Hamburg nach Frankfurt zu holen und damit für die weltweit größte Musikmesse für Musikinstrumente und Veranstaltungstechnik am Vorabend der Eröffnung einen medienträchtigen, hochkarätigen Opener in der Festhalle zu platzieren. - Die beim "Round Table Filmwirtschaft" als notwendig erachteten Maßnahmen wurden kurzerhand in die Tat umgesetzt: dazu zählt der Filmbeauftragte der Stadt aus dem Büro des Wirtschaftsdezernenten sowie die ins Leben gerufene Arbeitsgruppe "Filmfestivals und Locationtouren" und die Erstellung der zentralen Infowebsite "Filmen in Frankfurt". Unterstützt wurden im Berichtszeitraum u.a. die Dreharbeiten zu den Filmen "Playoff" und "What a man", die wunderbare Bilder von Frankfurt zeigen. - Mit dem speziellen Angebot des stadteigenen, innovativen Frankfurter Gründerfonds, der die Kreditvergabe an Gründungsunternehmen im Bereich von 2.500 - 5.000 € unterstützt, gibt es für Frankfurter Existenzgründer eine immens wichtige Hilfestellung bei der Bewältigung einer der größten Hürden in einem Gründungsprozess. Die Finanzierungsfrage stellt - vor allem auch für die Umsetzung von kreativen Ideen - ein oft unüberwindbares Hindernis dar. In Frankfurt am Main haben die Jungunternehmer mit dem Gründerfondsbüro ConCap eine zentrale Anlaufstelle von der Beurteilung der Geschäftsidee bis hin zur quartalsweisen Kontrolle der Geschäftsentwicklung nach der Kreditvergabe. - Mit gezielten Veranstaltungen wie dem "Abend der Kommunikation im Frankfurter Römer" hat der Magistrat zu einer größeren Wertschätzung der Branche beigetragen und durch diverse Vernetzungsangebote branchenübergreifend auch eine Basis für erfolgreiche wirtschaftliche Betätigung gelegt. Fazit: Der Magistrat ist davon überzeugt, dass er mit seinen bisherigen kommunalpolitischen Maßnahmen zu einer konsequenten Stärkung des Kreativstandortes Frankfurt am Main beigetragen hat und mit dem eingeschlagenen Weg weiter stabilisieren wird. - Ziel ist, die Potentiale des Standortes sichtbar zu machen und dadurch neue Unternehmen für Frankfurt am Main zu begeistern. Der Bericht, der die Entwicklung Frankfurts und die Maßnahmen in den Jahren 2009 und 2010 darstellt, ist mit dem Titel "Kreativwirtschaftsreport 2009-2010" als Anlage beigefügt. Anlage 1 (ca. 1,6 MB)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 16. September 2008NRNR 1073Konzept zum Kreativwirtschaftsbericht Frankfurt 2008STVV-Antrag · FAG
- 30. Oktober 2008NRNR 1164Werden die Wirtschaftspotenziale genutzt? - Jährlicher Kreativwirtschaftsbericht für FrankfurtSTVV-Antrag · CDU, GRÜNE
- 20. August 2010MM 163Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leer stehender Räume für Kreative - Richtlinien zur Vergabe von Zuschüssen -Magistratsvortrag
- 19. März 2012Sie sind hierBB 132Werden die Wirtschaftspotenziale genutzt? - Jährlicher Kreativwirtschaftsbericht für FrankfurtMagistratsbericht
- 28. Juli 2014BB 295Kreativwirtschaftsreport 2011/2012Magistratsbericht
- 2. November 2015Antwort des Magistrats · nach 372 WochenBB 398Kreativwirtschaftsreport 2013/2014Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER und Piraten (= Kenntnis)