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In Schulen gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus arbeiten

Vorlagentyp: STMagistrat
34 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat eine umfassende Strategie zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung in Schulen entwickelt. Ziel ist es, durch Fortbildungsangebote und die Unterstützung von Fachkräften eine nachhaltige Sensibilisierung und Prävention zu erreichen.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Die Stadt Frankfurt hat durch Beschluss des Aktionsplans zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus festgehalten, Rassismus, Antisemitismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit kontinuierlich entgegenzuwirken, dies auch in Frankfurter Bildungseinrichtungen. Der Magistrat entwickelt eine nachhaltige Strategie für den Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und jeglicher Form von Diskriminierung in Schulen. Hierzu steht er im Austausch mit relevanten Akteurinnen und Akteuren, auch der Zivilgesellschaft. In der Umsetzung kommt der "Koordinierungsstelle Anti-Rassismus" im Amt für multikulturelle Angelegenheiten eine koordinierende Funktion zu.

Das Aufgabenfeld Antidiskriminierung wird mit der neu einzurichtenden Stabsstelle für Antidiskriminierung zum ersten Mal in einer Kommune innerhalb der Verwaltung auf Dezernatsebene verankert und erhält damit eine noch größere Bedeutung.

Pädagogische Fachkräfte haben in der Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Rassismus eine zentrale Funktion. Sie arbeiten täglich mit den Schülerinnen und Schülern zusammen und sind für diese vertrauenswürdige und respektierte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Dies umfasst auch Fachkräfte, die bei den über die Stadt Frankfurt geförderten Angeboten der Jugendhilfe und der sozialpädagogischen Förderung an Schulen tätig sind.

Dem folgend hat die Stadt Frankfurt gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank im Jahr 2020 eine Fortbildungsreihe "Frankfurter Schulen schauen hin" ins Leben gerufen, bei der sozialpädagogische Fachkräfte im Umgang mit Rassismus, Diskriminierung und Antisemitismus geschult und gestärkt werden. Die Fortbildungsreihe wurde ergänzt durch einen gemeinsam mit KUBI - Verein für Kultur und Bildung e.V. - organisierten Online-Fachtag. Die Rückmeldungen der Träger der Jugendhilfeangebote sind sehr positiv: Die Inhalte wurden als praxisnah, auf dem neuesten Stand und gut umsetzbar beschrieben. Aus diesen Gründen wurde die Weiterführung des Programms befürwortet.

Darüber hinaus wird jährlich der Frankfurter Schulpreis ausgeschrieben. Dieser greift aktuelle gesellschaftliche Formen von Diskriminierung auf und fördert Projekte an Schulen, die sich gegen Rassismus, Antisemitismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit richten. Schülerinnen und Schüler setzen sich in diesem Rahmen jährlich mit aktuellen Formen und Ausprägungen von Diskriminierungen auseinander.

Auch die im Amt für multikulturelle Angelegenheiten angesiedelte Koordinierungsstelle Anti-Rassismus unterstützt und begleitet Schulen, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler regelmäßig im Rahmen von Workshops und Konzeptionen zum pädagogischen Umgang mit Rassismus und Antisemitismus. Die im AmkA angesiedelte kommunale Antidiskriminierungsstelle berät im Sinne eine Verweisberatung bei Diskriminierungsfällen an Schulen. Das Programm "NUR MIT IHNEN! Diversität und Schule", vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten und dem Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main gemeinsam entwickelt, stärkt Lehrkräfte durch Beratung sowie Dialog- und Vernetzungsformate für den professionellen Umgang mit Vielfalt.

Das ADIBE Netzwerk Hessen, die Antidiskriminierungsberatung in der Bildungsstätte Anne Frank - Im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration berät Menschen, die aufgrund von Religion, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung oder rassistischer Zuschreibung diskriminiert werden. Das Netzwerk besteht aus 17 Organisationen, die auf unterschiedliche Formen von Diskriminierung spezialisiert sind. Die Beratung schließt auch Diskriminierungsfälle an Schulen ein.

In 2016 wurde vom Stadtschulamt und dem Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main Handlungsleitlinien "Rechte, Schutz und Beteiligung in Frankfurter Schulen" herausgegeben. Diese zielen auch auf die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern ab, die als zentral für einen präventiven Ansatz in der Bekämpfung von Diskriminierung angesehen wird.

Auch wenn es nicht in der Zuständigkeit der Stadt Frankfurt liegt, befürwortet der Magistrat, eine Antidiskriminierungsstelle für Schulen im Ministerium einzurichten. Ferner braucht es eine unabhängige Anlaufstelle für Opfer von Diskriminierung an Schulen. Fortbildungen für Lehrkräfte zu "Diskriminierungskritischer Qualifizierung" sollten verpflichtend sein; diese sollten perspektivisch und idealerweise bereits Teil der Ausbildung der Lehrkräfte sein. Ein Landesantidiskriminierungsgesetz könnte den rechtlichen Rahmen stärken bzw. verbindlicher machen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 28. Juni 2021KK 5In Schulen gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus arbeitenKAV-Anregung
  2. 13. September 2021NRNR 111Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus - Erweiterung Überschrift und SachstandsberichtSTVV-Antrag · BFF-BIG
  3. 18. Februar 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 34 Wochen
    STST 444In Schulen gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus arbeiten
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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