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Eine Lanze für die integrierten Gesamtschulen!

Vorlagentyp: STMagistrat
26 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Wahl des Bildungsgangs nach der Grundschule und der Rolle der Eltern sowie der Lehrkräfte. Es wird festgestellt, dass die Nachfrage nach integrierten Gesamtschulen (IGS) steigt, während die Nachfrage nach Realschulen sinkt. Der Magistrat plant, die Oberstufenangebote zu erweitern, um den Bedarf zu decken.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Die Wahl des Bildungsgangs nach der Grundschule ist grundsätzlich Sache der Eltern, die bei dieser Entscheidung vor allem von den Lehrkräften der Grundschulen unterstützt und beraten werden.

In den Beratungsgesprächen sind vor allem individuelle pädagogische Gesichtspunkte relevant, eine Einflussnahme des Schulträgers ist weder vorgesehen noch realistisch umsetzbar.

Eltern entscheiden indes immer kontextabhängig gemäß den strukturell gekoppelten Umwelten über den Bildungsweg ihres Kindes, ob sie sich nun für oder gegen die Empfehlung der Grundschule entscheiden.

Der Ortsbeirat geht davon aus, dass der Grund für eine Differenz zwischen der Bildungsaspiration der Eltern und der wahrscheinlichen Empfehlung der Lehrkraft in der mangelnden Informiertheit der Eltern liegt. Grundlage dieser Überzeugung ist der Sachverhalt, dass nachfragerelevante Informationen zwischen Schulträgern und Nachfragenden nach Schulangeboten asymmetrisch verteilt sind. Insofern wird unterstellt, dass es unter gegebenen Umständen jeweils eine lenkbare Nachfrage gibt.

Es zeigt sich allerdings, dass viele integrierte Gesamtschulen über ihre Kapazität hinaus nachgefragt werden, während andere deutlich dahinter zurückbleiben. Es scheint also kein grundsätzliches Informationsdefizit bzgl. dieser Schulform zu geben, sondern bestimmte Schulen werden augenscheinlich negativ wahrgenommen. Innerhalb der Schulform IGS bilden sich offenbar informelle Ranglisten aus, die für die jeweilige Entscheidung maßgeblich sind.

Daneben ist festzustellen, dass kontraintuitiv zur Einschätzung des Ortsbeirats stadtweit die gestiegene Nachfrage nach IGS-Plätzen nicht zu einem Rückgang der Nachfrage nach Gymnasien geführt hat, ein Rückgang der Nachfrage ist hingegen bei den Realschulen zu beobachten.

Im Bericht "Zur Situation und zu den Bedarfen von Integrierten Gesamtschulen in Frankfurt am Main" ist dokumentiert, dass die vorhandenen Raumprorammflächen der IGS Nordend und der IGS Herder knapp bemessen sind und allgemeine Unterrichtsräume fehlen. Bei der Friedrich-Ebert-Schule sind die Raumprogrammflächen zwar ausreichend aber ungleich verteilt. Eine Erweiterung der Friedrich-Ebert-Schule um zwei Züge ist in Planung.

Das Oberstufenangebot wird in Frankfurt kontinuierlich dem Bedarf angepasst. Zum nächsten Schuljahr wird eine Oberstufe an der Carlo-Mierendorff-Schule eröffnet, die KGS Niederrad wird ab dem Schuljahr 2023/2024 eine Oberstufe anbieten. Im Entwurf des integrierten Schulentwicklungsplans 2020-2029 wurde die Schaffung von zusätzlichen Oberstufenkapazitäten mit der Errichtung einer sechszügigen Oberstufe an der Georg-August-Zinn-Schule aufgenommen.

Zudem haben die beruflichen Gymnasien noch Kapazitäten. In den letzten Jahren wurde das Angebot durch neue Fachrichtungen und Schwerpunkte in Kooperation mit weiteren beruflichen Schulen attraktiver gestaltet.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 11. März 2022OFOF 250/3Eine Lanze für die integrierten Gesamtschulen!Ortsbeiratsantrag · SPD
  2. 5. Mai 2022OMOM 2108Eine Lanze für die integrierten Gesamtschulen!Direktanregung
  3. 9. September 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 26 Wochen
    STST 1999Eine Lanze für die integrierten Gesamtschulen!
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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