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Geizige U-Bahn-Kapazität bei Großveranstaltungen

Vorlagentyp: OM
16 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Thema Verkehr und Straße verfolgen

Inhalt

Anregung an den Magistrat vom 18.02.2014, OM 2907 entstanden aus Vorlage: OF 362/4 vom 04.02.2014

Betreff: Geizige U-Bahn-Kapazität bei Großveranstaltungen Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, wie die Kapazität öffentlicher Verkehrsmittel bei anstehenden bekannten Großveranstaltungen geplant wird und ob gar die Absicht besteht, potentielle Fahrgäste abzuschrecken.

Begründung:

  1. Die Absicht einer städtischen Gesellschaft, den so genannten AfE-Turm sprengen zu lassen, erregte über den Ortsbezirk 2 hinaus Aufmerksamkeit. Die Presse vermeldete Wochen vor dem Ereignis die Erwartung, dass 40.000 Schaulustige das Spektakel live verfolgen wollen. Die Sprengung war für Sonntagvormittag, 10 Uhr, angesetzt.
  2. Tage vor dem Ereignis wurden die Sperrzonen kommuniziert sowie, dass die U-Bahn-Linie 4 den Streckenabschnitt am Turm nicht befahren kann und mithin an der Messe endet. Zwischen U-Bahn-Station Messe und dem Beginn der Sperrzone war die größte für Zuschauer verfügbare Fläche mit perfektem Blick.
  3. Natürlich wollten viele Leute dorthin. Umso erstaunlicher, ja empörend, war es, dass das Platzangebot der U 4 nicht angepasst wurde. So, als hätten die Kapazitätsplanenden keine Ahnung, fuhr die Bahn im Viertelstundenrhythmus mit Zwei-Wagen-Zügen - wie an einem gewöhnlichen, verschlafenen Sonntagmorgen. An den Bahnsteigen ab Bornheim Mitte kamen die Leute mit ihren Kindern in die vollen Wagen nicht mehr hinein. Es kam zum Streit, wer noch mit darf, und zu Türblockaden, die erwartungsgemäß in Türstörungen endeten. Bei einem Zug, der mit einer Viertelstunde Verspätung um 10 Uhr, dem angesetzten Zeitpunkt der Sprengung, an der Messe ankam, wurde für die letzten Meter im U-Bahnhof Messe ein lebensgefährlicher Massensprint ausgelöst. Für den Beobachter alles überflüssige Fahrgastgefährdungen. An dem Tag stand eigentlich jede Menge Wagenmaterial bereit, so dass man problemlos mit drei oder vier Wagen oder in engerem Rhythmus hätte fahren können.
  4. Es ist zu fragen, ob die Verantwortlichen keine Zeitung lesen oder ob sie den Aufruf, dass man bei Großereignissen doch bitte Busse und Bahnen benutzen solle, mit Gewalt ad absurdum führen wollen. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 4

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 4. Februar 2014OFOF 362/4Geizige U-Bahn-Kapazität bei GroßveranstaltungenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 18. Februar 2014Sie sind hier
    OMOM 2907Geizige U-Bahn-Kapazität bei Großveranstaltungen
    Direktanregung
  3. 26. Mai 2014Antwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 684Geizige U-Bahn-Kapazität bei GroßveranstaltungenStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OMDirektanregung an den Magistrat

Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).

  1. 1Ortsbeirat beschließt OF
  2. 2als Direktanregung an den Magistrat
  3. 3Magistrat prüft
  4. 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat

Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats

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