Geizige U-Bahn-Kapazität bei Großveranstaltungen
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Thema Verkehr und Straße verfolgenBegründung
Großveranstaltungen Der Magistrat wird gebeten zu prüfen und zu berichten, wie denn die Kapazität öffentlicher Verkehrsmittel bei anstehenden bekannten Großveranstaltungen geplant wird und ob gar die Absicht besteht, potentielle Fahrgäste abzuschrecken. Begründung:
- Die Absicht einer städtischen Gesellschaft, den so genannten AfE-Turm sprengen zu lassen, erregte über den Ortsbezirk 2 hinaus Aufmerksamkeit. Die Presse vermeldete Wochen vor dem Ereignis die Erwartung, dass 40.000 Schaulustige das Spektakel live verfolgen wollen. Die Sprengung war für sonntags vormittags, 10 Uhr, angesetzt.
- Tage vor dem Ereignis wurden die Sperrzonen kommuniziert sowie, dass die U-Bahn-Linie 4 den Streckenabschnitt am Turm nicht befahren kann und mithin an der Messe endet. Zwischen U-Bahn-Station Messe und dem Beginn der Sperrzone war die größte für Zuschauer verfügbare Fläche mit perfektem Blick.
- Natürlich wollten viele Leute dorthin. Umso erstaunlicher, ja empörend, war es, dass das Platzangebot der U4 nicht angepasst wurde. So, als hätten die Kapazitätsplanenden keine Ahnung, fuhr die Bahn im Viertelstundenrhythmus mit Zwei-Wagen-Zügen - wie an einem gewöhnlichen, verschlafenen Sonntagmorgen. An den Bahnsteigen ab Bornheim Mitte kamen die Leute mit ihren Kindern in die vollen Wagen nicht mehr hinein. Es kam zum Streit, wer noch mitdarf, und zu Türblockaden, die erwartungsgemäß in Türstörungen endeten. Bei einem Zug, der mit einer Viertelstunde Verspätung um 10, dem angesetzten Zeitpunkt der Sprengung, an der Messe ankam, wurde für die letzten Meter im U-Bahnhof Messe ein lebensgefährlicher Massensprint ausgelöst. Für den Beobachter alles überflüssige Fahrgastgefährdung: An dem Tag stand eigentlich jede Menge Wagenmaterial bereit, so dass man problemlos mit drei oder vier Wagen oder in engerem Rhythmus hätte fahren können.
- Es ist zu fragen, ob die Verantwortlichen keine Zeitung lesen oder ob sie den Aufruf, dass man bei Großereignissen doch bitte Busse und Bahnen benutzen solle, mit Gewalt ad absurdum führen wollen.
Inhalt
Antrag vom 04.02.2014, OF 362/4
Betreff: Geizige U-Bahn-Kapazität bei Großveranstaltungen Der Magistrat wird gebeten zu prüfen und zu berichten, wie denn die Kapazität öffentlicher Verkehrsmittel bei anstehenden bekannten Großveranstaltungen geplant wird und ob gar die Absicht besteht, potentielle Fahrgäste abzuschrecken.
Begründung:
- Die Absicht einer städtischen Gesellschaft, den so genannten AfE-Turm sprengen zu lassen, erregte über den Ortsbezirk 2 hinaus Aufmerksamkeit. Die Presse vermeldete Wochen vor dem Ereignis die Erwartung, dass 40.000 Schaulustige das Spektakel live verfolgen wollen. Die Sprengung war für sonntags vormittags, 10 Uhr, angesetzt.
- Tage vor dem Ereignis wurden die Sperrzonen kommuniziert sowie, dass die U-Bahn-Linie 4 den Streckenabschnitt am Turm nicht befahren kann und mithin an der Messe endet. Zwischen U-Bahn-Station Messe und dem Beginn der Sperrzone war die größte für Zuschauer verfügbare Fläche mit perfektem Blick.
- Natürlich wollten viele Leute dorthin. Umso erstaunlicher, ja empörend, war es, dass das Platzangebot der U4 nicht angepasst wurde. So, als hätten die Kapazitätsplanenden keine Ahnung, fuhr die Bahn im Viertelstundenrhythmus mit Zwei-Wagen-Zügen - wie an einem gewöhnlichen, verschlafenen Sonntagmorgen. An den Bahnsteigen ab Bornheim Mitte kamen die Leute mit ihren Kindern in die vollen Wagen nicht mehr hinein. Es kam zum Streit, wer noch mitdarf, und zu Türblockaden, die erwartungsgemäß in Türstörungen endeten. Bei einem Zug, der mit einer Viertelstunde Verspätung um 10, dem angesetzten Zeitpunkt der Sprengung, an der Messe ankam, wurde für die letzten Meter im U-Bahnhof Messe ein lebensgefährlicher Massensprint ausgelöst. Für den Beobachter alles überflüssige Fahrgastgefährdung: An dem Tag stand eigentlich jede Menge Wagenmaterial bereit, so dass man problemlos mit drei oder vier Wagen oder in engerem Rhythmus hätte fahren können.
- Es ist zu fragen, ob die Verantwortlichen keine Zeitung lesen oder ob sie den Aufruf, dass man bei Großereignissen doch bitte Busse und Bahnen benutzen solle, mit Gewalt ad absurdum führen wollen.Beratung im Ortsbeirat: 4
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 4. Februar 2014Sie sind hierOFOF 362/4Geizige U-Bahn-Kapazität bei GroßveranstaltungenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 18. Februar 2014OMOM 2907Geizige U-Bahn-Kapazität bei GroßveranstaltungenDirektanregung
- 26. Mai 2014Antwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 684Geizige U-Bahn-Kapazität bei GroßveranstaltungenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme