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Bau eines Wasserspielplatzes im Stadtteilpark des Naherholungsgebietes Nieder-Erlenbach

Vorlagentyp: OM
14 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Inhalt

Anregung an den Magistrat vom 09.08.2011, OM 235 entstanden aus Vorlage: OF 27/13 vom 25.07.2011

Betreff: Bau eines Wasserspielplatzes im Stadtteilpark des Naherholungsgebietes Nieder-Erlenbach Der Magistrat wird gebeten, den Kindern in der Parkanlage im Naherholungsgebiet am Erlenbach einen Wasserspielplatz (z.B. in Form einer Brunnenanlage) mit sauberem Wasser zur Verfügung zu stellen.

Begründung: Durch den Fund eines EHEC-Erregers im Erlenbach ist das in Nieder-Erlenbach nicht unbekannte Hygieneproblem, das durch die Kläranlage in Ober-Erlenbach verursacht wird, erneut zu einem zentralen Thema geworden. Zwar weist das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erneut darauf hin, dass in Fließgewässern, insbesondere im Erlenbach, nicht gebadet und geplanscht werden soll. Und das Amt für Gesundheit der Stadt Frankfurt regt an, die Kinder sollten sich nach dem Spielen im Erlenbach die Hände waschen. Doch sind damit die Probleme für die Nieder-Erlenbacher im Umgang mit der sehr unterschiedlichen Wasserqualität des Erlenbachs nicht behoben: Das Naherholungsgebiet und der Stadtteilpark liegen kaum zwei Kilometer hinter der Kläranlage, sodass die Selbstreinigungskräfte des Fließgewässers nicht anschlagen können. Auf der Internetseite des Amtes für Gesundheit heißt es unter "Informationen zu EHEC": "Infektionen können des Weiteren von Mensch zu Mensch - über eine Schmierinfektion - oder durch Lebensmittel erfolgen, die von erkrankten Menschen kontaminiert wurden. Es gilt daher weiterhin der ausdrückliche Hinweis auf die konsequente Einhaltung persönlicher hygienischer und lebensmittelhygienischer Maßnahmen." Nieder-Erlenbach ist einer der kinderreichsten Stadtteile Frankfurts. Direkt am Stadtteilpark im Naherholungsgebiet am Erlenbach liegt die Grundschule und ein großer Spielplatz für Kinder bis 12 Jahre. Kindergärten und Kindertagesstätten liegen in Laufnähe zum Erlenbach. Die Eltern und Betreuerinnen gehen gerne mit den Kindern an den Erlenbach - dort gibt es viel zu erleben, zu lernen und das Spielen am und im Wasser fasziniert die Kinder sehr. Ortsbeirat wie Landwirte thematisieren seit Jahrzehnten ohne Erfolg die starken Schwankungen der Wasserqualität des Erlenbachs (in Abhängigkeit von der Funktionstüchtigkeit der Kläranlage). Mit diesem Antrag soll ein alternativer Weg beschritten werden, um die Alltagsrealität am Erlenbach, insbesondere für Kinder, schnellstmöglich zu verbessern. Die "Erlebniswelt Erlenbach" durch Verbote komplett zu unterbinden, kann nicht im Interesse einer Stadt sein, die anstrebt "Green Capital" zu werden. Es ist auch absehbar, dass Verbote, im Bach zu spielen, nicht wirklich greifen werden. Daher soll der Bau eines Wasserspielplatzes in direkter Nähe zum Erlenbach mehrere Aspekte gleichzeitig aufgreifen. Ein entsprechend gestalteter Wasserspielplatz - verringert die Gefährdung von Kindern vor Infektionskrankheiten; - bietet nach Kontakt mit dem Erlenbach für die Kinder (wie für alle anderen Bürger) eine Waschmöglichkeit mit sauberem Wasser; - bietet Eltern und Erziehern eine Alternative zum Erlenbach und reduziert die direkten Kontakte mit dem Erlenbach auf spielerische Weise; - bietet eine neue, attraktive Erlebnis- und Lernwelt für Kinder; - ist ein greifbarer Ort für Umwelterziehung: Kinder lernen direkt die Folgen menschlichen Handelns auf die Umwelt kennen und die Einschränkungen, die damit einhergehen können. Sie können sich einen spielerisch-kritischen aber nicht übervorsichtigen Umgang mit Fließgewässern aneignen. Um diese Ziele zu erreichen, sollte der Wasserspielplatz - attraktiv und einladend gestaltet sein; - möglichst nahe an den Stellen liegen, die bisher zum Spielen im Bach genutzt werden; - eine Möglichkeit zum Waschen nach Kontakt mit dem Erlenbach bieten; - mit umwelterzieherischen Elementen versehen sein, die eine spielerische Auseinandersetzung mit den Hygieneproblemen von Fließgewässern ermöglichen. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 13

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 25. Juli 2011OFOF 27/13Bau eines Wasserspielplatzes im Stadtteilpark des Naherholungsgebietes Nieder-ErlenbachOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 9. August 2011Sie sind hier
    OMOM 235Bau eines Wasserspielplatzes im Stadtteilpark des Naherholungsgebietes Nieder-Erlenbach
    Direktanregung
  3. 28. Oktober 2011Antwort des Magistrats · nach 14 WochenSTST 1147Bau eines Wasserspielplatzes im Stadtteilpark des Naherholungsgebietes Nieder-ErlenbachStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OMDirektanregung an den Magistrat

Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).

  1. 1Ortsbeirat beschließt OF
  2. 2als Direktanregung an den Magistrat
  3. 3Magistrat prüft
  4. 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat

Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats

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