Beschmierungen "Free Gaza" beseitigen
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat beantragt die Beseitigung der Parole "Free Gaza" in Frankfurt vom Magistrat. Diese Maßnahme wird durch die Zunahme politischer Schmierereien während der Konflikte im Gaza-Streifen gerechtfertigt und soll antisemitischen Narrativen entgegenwirken. Durch die Beschlussfassung wird erwartet, dass städtische Liegenschaften von solchen Schmierereien befreit werden.
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Zu dieser Straße geht es weiter
Ernst-Kahn-Straße — 7 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 11.06.2026.
- Unterstützung des Kita-Neubaus St. Sebastian nach archäologischen Funden11.06.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
- Die Ampelschaltung an der Kreuzung Ernst-Kahn-Straße/In der Römerstadt optimieren18.05.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Gehweg entlang Ernst-Kahn-Straße13.03.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Neues zu Ernst-Kahn-Straße per E-MailAntrag
Die Rödelheimer Landstraße ist zwischen Ludwig-Landmann-Straße und Breitenbachstraße seit einiger Zeit besonders stark beansprucht: Baustellenfahrzeuge, Umzugs-LKWs und Möbelanlieferung und falsch oder nur halb richtig parkende Autos behindern den Verkehr von Autos, Fahrrädern und Bussen.
Durch den Zuzug der neuen Nachbar*innen im Schönhofviertel und die unzureichende ÖPNV-Anbindung wird der Individualverkehr erwartbar weiter zunehmen, auch wenn die Baustellen- und Umzugswagen nach Fertigstellung der Wohnungen und dem Einzug in diese sicher weniger werden.
Auch für die Busse der Linie M 72 ist ein problemloses Durchfahren und damit einhergehend mutmaßlich eine Einhaltung des Fahrplans bereits erschwert.
Darüber hinaus machen Anwohner*innen darauf aufmerksam, dass es durch wildes Parken und damit einhergehende Sichtbehinderung kaum möglich sei, aus den Einfahrten für Hof-Parkplätze an der nördlichen Seite der Straße auszufahren. Es wurden zwar bereits vielfach Abpollerungen vorgenommen, trotzdem parken Autos "halblegal" auf Bordsteinen und/oder den unmöglichsten Stellen der Straße. Die Poller stehen teilweise schief bzw. sehen aus, als habe dort jemand unsachgemäß versucht, diese zu entfernen.
Dies vorausgeschickt möge der Ortsbeirat beschließen:
- Der Ortsbeirat fordert den Magistrat auf: Nach Beendigung des Großteils der Bauarbeiten im Schönhofviertel (auf die Fertigstellung des Tunnels zur City West sollte hierbei nicht gewartet werden) auch die Rödelheimer Landstraße zu ertüchtigen:
- Ausbesserung, ggf Erneuerungder Straßenoberfläche
Fahrbahn- und Fahrradwegmarkierungen ohne scharfe Kurven an den Bäumen
Eindeutig gekennzeichnete Parkbuchten für Autos, ggf mit Abpollerungen, um "wildes Parken" zu erschweren und dies zu kontrollieren
- Kurzfristig bittet der Ortsbeirat den Magistrat zu prüfen und zu berichten, wie die unübersichtliche Situation z.B. vor der Hausnummer 38-40, ad hoc verbessert werden kann, z.B. durch
- Reparatur / Erneuerung der Poller,
- vermehrte Parkraumkontrollen.
Fotos: privat
Begründung
In den vergangenen Monaten ist es während der kriegerischen Auseinandersetzungen im Gaza-Streifen bundesweit und auch in Frankfurt gehäuft zu politisch motivierten Beschmierungen an privaten und öffentlichen Einrichtungen gekommen, insbesondere mit Parolen wie "Free Gaza" oder "Free Palestine". Die Kosten für eine systematische Beseitigung überall werden die Stadtkasse und auch die privaten Eigentümer voraussichtlich nicht bestreiten können. Die Stadt Frankfurt am Main muss nach dem Verständnis des Ortsbeirates aber an Liegenschaften im städtischen Besitz handeln, etwa in der Unterführung von der Feuer- und Rettungswache 21 zur Ernst-Kahn-Straße. Solche Graffiti stellen nicht nur eine rechtswidrige Sachbeschädigung dar, sondern sind in der aktuellen weltpolitischen Lage häufig Ausdruck einseitiger, verkürzter Narrative, die in Teilen antisemitisch instrumentalisiert werden. Die pauschale Verwendung von Slogans wie "Free Gaza" an öffentlichen Orten suggeriert etwa im Hinblick auf das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 eine vereinfachte Täter-Opfer-Umkehr und kann antisemitische Ressentiments schüren. In einer offenen und demokratischen Gesellschaft darf die Meinungsfreiheit aber kein Deckmantel für Hass, Hetze oder antisemitische Agitation sein - schon gar nicht an öffentlichen Gebäuden, die für unsere demokratischen Institutionen und unsere freiheitliche Grundordnung stehen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. April 2025Sie sind hierOFOF 506/7Rödelheimer Landstraße nach Ende der Bauarbeiten im Schönhofviertel ertüchtigenOrtsbeiratsantrag · CDU
- 22. April 2025OMOM 6797Rödelheimer Landstraße nach Ende der Bauarbeiten im Schönhofviertel ertüchtigenDirektanregung
- 18. August 2025STST 1382Rödelheimer Landstraße nach Ende der Bauarbeiten im Schönhofviertel ertüchtigenStellungnahme
- 27. März 2026Antwort des Magistrats · nach 50 WochenSTST 606Rödelheimer Landstraße nach Ende der Bauarbeiten im Schönhofviertel ertüchtigenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, farbechte/Linke, FDP und fraktionslos gegen CDU, BFF und FREIE WÄHLER (= Ablehnung)