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Interfraktioneller Antrag .Verkauf von Wohnungen im Gallus.

Vorlagentyp: OFGRÜNECDUSPD
17 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

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Begründung

"Verkauf von Wohnungen im Gallus" Ein Artikel der Frankfurter Rundschau titulierte mit "Makler reißen sich um Häuser". Darin wird dargestellt, wie stark aufgrund der Finanzkrise der Frankfurter Wohnungsmarkt umworben wird und, dass der vermeintliche Nachfrageboom nicht nur die beliebten Stadtteile Nordend, Bornheim, Westen und Sachsenhausen, sondern auch zunehmend das Ostend und das Gallus erfasst. Aktuell finden Mieterinnen und Mieter im Gallus, unabhängig davon ob sie Eigentümer sind oder nicht, von unterschiedlichen Maklerunternehmen Werbebroschüren in ihren Briefkästen. Es werden ihnen Gutscheine für eine unverbindliche Bewertung der Wohnung oder des Hauses angeboten, ungeachtet eines geplanten Verkaufs oder einer anstehenden Vermietung. Dies vorangestellt und um sich ein Bild von der Bewegung auf dem Wohnungsmarkt im Gallus zu machen, möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert zu berichten:

  1. Wie viele Wohnungen oder Häuser wurden jeweils im Gallus in den Jahren von 2005 bis 2011 verkauft?
  2. Wie viele Wohnungen oder Häuser waren davon im Besitz der städtischen und anderer Wohnungsbaugesellschaften im Gallus?
  3. Liegen dem Magistrat Erkenntnisse darüber vor, ob Erbengemeinschaften Wohnungen veräußert haben? Wenn ja, wie viele Wohnungen oder Häuser waren dies pro Jahr?
  4. Gehören die veräußerten Wohnungen eher dem oberen oder unteren Preissegment an und wie groß waren sie?
  5. In welchen Lagen im Gallus wurden vorwiegend Wohnungen oder Häuser verkauft?
  6. Mit der Erhaltungssatzung Nr. 9 - "Östliches Gallusviertel" (Gallus), wird das Ziel verfolgt, den Erhalt der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung zu sichern. Wie schätzt der Magistrat die Entwicklung im Hinblick auf die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung ein?
  7. In welchem Ausmaße Genehmigungen im Östlichen Gallus versagt wurden, da die spezifischen Bauvorhaben mit den Maßgaben der betreffenden Erhaltungssatzung kollidierte? Begründung: Die oben beschriebenen Ereignisse führen aktuell zu einer Verunsicherung von Mieterinnen und Mietern, ungeachtet ob ihr Vermieter die städtische Wohnungsbaugesellschaft oder ein privater Eigentümer ist. Neben diesen unmittelbaren Ängsten entstehen Befürchtungen über eine Veränderung der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung im Stadtteil, indem finanziell schlechter aufgestellte Personen und Familien sich die steigenden Mieten nicht mehr leisten können und wegziehen müssen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass es sowohl wachsende negative Erwartungen bezüglich einer Veränderung der individuell-persönlichen Situation als auch des gesellschaftlichen Umfeldes gibt, die zu Anfragen aus der Bevölkerung führen.

Inhalt

Antrag vom 12.11.2012, OF 244/1

Betreff: Interfraktioneller Antrag "Verkauf von Wohnungen im Gallus" Ein Artikel der Frankfurter Rundschau titulierte mit "Makler reißen sich um Häuser". Darin wird dargestellt, wie stark aufgrund der Finanzkrise der Frankfurter Wohnungsmarkt umworben wird und, dass der vermeintliche Nachfrageboom nicht nur die beliebten Stadtteile Nordend, Bornheim, Westen und Sachsenhausen, sondern auch zunehmend das Ostend und das Gallus erfasst. Aktuell finden Mieterinnen und Mieter im Gallus, unabhängig davon ob sie Eigentümer sind oder nicht, von unterschiedlichen Maklerunternehmen Werbebroschüren in ihren Briefkästen. Es werden ihnen Gutscheine für eine unverbindliche Bewertung der Wohnung oder des Hauses angeboten, ungeachtet eines geplanten Verkaufs oder einer anstehenden Vermietung. Dies vorangestellt und um sich ein Bild von der Bewegung auf dem Wohnungsmarkt im Gallus zu machen, möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen: Der Magistrat wird aufgefordert zu berichten:

  1. Wie viele Wohnungen oder Häuser wurden jeweils im Gallus in den Jahren von 2005 bis 2011 verkauft?
  2. Wie viele Wohnungen oder Häuser waren davon im Besitz der städtischen und anderer Wohnungsbaugesellschaften im Gallus?
  3. Liegen dem Magistrat Erkenntnisse darüber vor, ob Erbengemeinschaften Wohnungen veräußert haben? Wenn ja, wie viele Wohnungen oder Häuser waren dies pro Jahr?
  4. Gehören die veräußerten Wohnungen eher dem oberen oder unteren Preissegment an und wie groß waren sie?
  5. In welchen Lagen im Gallus wurden vorwiegend Wohnungen oder Häuser verkauft?
  6. Mit der Erhaltungssatzung Nr. 9 - "Östliches Gallusviertel" (Gallus), wird das Ziel verfolgt, den Erhalt der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung zu sichern. Wie schätzt der Magistrat die Entwicklung im Hinblick auf die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung ein?
  7. In welchem Ausmaße Genehmigungen im Östlichen Gallus versagt wurden, da die spezifischen Bauvorhaben mit den Maßgaben der betreffenden Erhaltungssatzung kollidierte? Begründung: Die oben beschriebenen Ereignisse führen aktuell zu einer Verunsicherung von Mieterinnen und Mietern, ungeachtet ob ihr Vermieter die städtische Wohnungsbaugesellschaft oder ein privater Eigentümer ist. Neben diesen unmittelbaren Ängsten entstehen Befürchtungen über eine Veränderung der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung im Stadtteil, indem finanziell schlechter aufgestellte Personen und Familien sich die steigenden Mieten nicht mehr leisten können und wegziehen müssen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass es sowohl wachsende negative Erwartungen bezüglich einer Veränderung der individuell-persönlichen Situation als auch des gesellschaftlichen Umfeldes gibt, die zu Anfragen aus der Bevölkerung führen.Beratung im Ortsbeirat: 1

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 12. November 2012Sie sind hier
    OFOF 244/1Interfraktioneller Antrag .Verkauf von Wohnungen im Gallus.
    Ortsbeiratsantrag · GRÜNE, CDU, SPD
  2. 27. November 2012VV 564Verkauf von Wohnungen im GallusAnfrage
  3. 8. März 2013Antwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 396Verkauf von Wohnungen im GallusStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 1
Sitzung 16 · 27.11.2012
TO I, TOP 13
Angenommen
Auskunftsersuchen V 564 2012 Die Vorlage OF 244/1 wird mit der Maßgabe als Anfrage an den Magistrat beschlossen, dass folgende Fragen eingefügt werden: "1.2 Wie viele Wohnungen oder Häuser aus dem Altbestand wurden jeweils im Gallus in den Jahren von 2005 bis 2011 verkauft 6. Liegen die Preissteigerungen beim Verkauf von Wohnungen und Häusern im Gallus über denen im Stadtgebiet beziehungsweise im Bundesdurchschnitt?"

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

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