Begrünung der Main-Weser-Bahn im Ortsbezirk 10
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat 10 fordert den Magistrat auf, ein Konzept zur Begrünung der Main-Weser-Bahn nach Abschluss der Bauarbeiten zu prüfen. Dies ist notwendig, um die Umwelt- und Naturschutzbelange zu wahren und die Frischluftzufuhr für Frankfurt zu sichern.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Magistrat möge prüfen und berichten, in welcher Form die Begrünung der Main-Weser-Bahn im Ortsbezirk 10 nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgen wird?
Begründung
Nach den ursprünglichen Planungen war immer dargestellt worden, dass die Main-Weser-Bahn nach Abschluss der Bauarbeiten wieder vollständig und intensiv begrünt wird. Dies sollte insbesondere auch die im Ortsbezirk 10 vorgesehenen Lärmschutzwände umfassen. Hiervon ist die Deutsche Bahn AG nun in ihrer letzten Information für den Ortsbeirat 10 abgerückt und hat vielmehr behauptet, dass die Lärmschutzwände gar nicht begrünt werden könnten, da ansonsten die Lärmdämmwirkung leiden würde. Die Main-Weser-Bahn wird aber im Ortsbezirk 10 weitestgehend im Grüngürtel mit seinem erheblichen Beitrag für Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz gebaut. Die Alttrasse war deshalb in erheblichem Umfang eingewachsen, wobei die Deutsche Bahn die Bäume und Sträucher, auch zu Lasten des wahrgenommenen Lärmschutzes, zwischenzeitlich fast vollständig entfernt hat. Schon aus Naturschutzgründen ist es deshalb im Interesse der Stadt Frankfurt unbedingt erforderlich, dass die Trasse nach Abschluss der Bauarbeiten entsprechend eingegrünt wird, was auch Teil der Abwägungsentscheidungen war. Eine Begrünung, gerade in diesem sensiblen Bereich ist auch deshalb notwendig, weil hier Frischluft für Frankfurt durchgeleitet wird und abkühlt, wozu die Ursprungsbegrünung beigetragen hat. Im Rahmen der steigenden Temperaturen muss dies dringend wiederhergestellt werden. Wenn nun die Lärmschutzwände selbst nicht begrünbar wären, müsste ein erheblich größerer Raum um die Gleise entsprechend bepflanzt werden, was insbesondere das Niddatal in seinem Erscheinungsbild massiv verändern würde. Sollte dies nicht geschehen, besteht zudem die Gefahr, dass, wie jetzt schon an einem Probestück Lärmschutzwand in Bockenheim, Sprayer die Wand binnen kürzester Zeit vollsprayen. In Anbetracht der erheblichen Flächen dürfte dies Sprayer aus einem weiten Einzugsgebiet anlocken, was nicht im Sinne des zukünftigen Erscheinungsbildes des Niddatals sein kann. Vor diesem Hintergrund ist dringend Erklärung geboten, wie das tatsächliche Begrünungskonzept der Deutschen Bahn AG für die Main-Weser-Bahn aussieht, insbesondere weil hier nicht möglichst geringe Unterhaltungskosten in Anbetracht der vorgenommenen Eingriffe in besonders schützenswerte Bereiche ausschlaggebend sein können.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 4. Januar 2022Sie sind hierOFOF 215/10Begrünung der Main-Weser-Bahn im Ortsbezirk 10Ortsbeiratsantrag · FDP
- 18. Januar 2022OMOM 1460Begrünung der Main-Weser-Bahn im Ortsbezirk 10Direktanregung
- 16. Mai 2022Antwort des Magistrats · nach 19 WochenSTST 1191Begrünung der Main-Weser-Bahn im Ortsbezirk 10Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme